Jugendserie in Stade

Am Samstag, den 24.6.23 fand in Stade ein Jugendturnier im Rahmen der Jugendserie statt. Buxtehude war in diesem Turnier mit 5 Kindern/Jugendlichen in 4 verschiedenen Altersklassen vertreten.

In der Altersklasse U8/U10 ist Kai Neascu für Buxtehude an den Start gegangen. Für Kai war es das erste Turnier. Umso erfreulicher das Abschneiden: mit 4 Punkten nach 7 gespielten Runden erreichte er am Ende den 7. von 12 Plätzen.

Weniger optimal lief es bedauerlicher Weise bei Bjarne Walther in der Altersklasse U12, die aufgrund geringer Beteiligung als Rundenturnier ausgetragen wurde. Bjarne musste noch ein bisschen Lehrgeld zahlen und erreichte den letzten Platz in seiner Gruppe, konnte aber immerhin eine Partie und gehörig an Erfahrung gewinnen.

In der Altersklasse U14 waren wir durch gleich zwei Spieler vertreten. Maximilian Hinsch erreichte in seinem ersten Schnellschach Turnier respektable 3 Punkte und erreichte damit den 8.Platz in einem Teilnehmerfeld von 12 Schachfreunden. Die beste Leistung aus Buxtehuder Sicht erbrachte Curd-Liam Hiersche, der bereits erfolgreiche Teilnahme an anderen Turnieren verbuchen konnte. In diesem Turnier schaffte er es mit beachtlichen 5 Punkten auf den 3.Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Der letzte im Bunde war Justus Ibe in der Alterskasse U16, der auch schon an zahlreichen Turnieren quer durch den Schachbezirk teilgenommen hatte. In diesem Turnier erreichte er mit 4 aus 7 Punkten lediglich den 6. aus 11 Plätzen, wobei hier und da ein Pünktchen mehr drin gewesen wäre.

Das Turnier war für unsere jugendlichen Spieler eine tolle Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln und neue Kontakte im Schachbezirk zu knüpfen. Ich fände es schön, wenn die Schachfreunde Buxtehude auch mal ein Turnier dieser Art veranstalten würden.

Die Turnierseite mit Ergebnissen und Bildern findet man hier:

Jugendserie in Stade: Ergebnisse, Bericht und Fotos vom Turnier am 24. Juni

von
Justus Ibe

Finale Bezirks-Dähnepokal

Am 20. Mai fand in Buxtehude das Finale um den Bezirks-Dähnepokal statt. Dabei kam es zu einer Neuauflage des letztjährigen Finales Dennis Martin (SK Springer Rotenburg) – Ralf Schöngart (SFB). Nach einer spannenden Partie erreichte ich ein leicht vorteilhaftes Endspiel „Guter Springer“ gegen „schlechter Läufer“. Dennis schaffte es jedoch, die Lücken zu stopfen und bot mir nach 40 Zügen Remis an, das ich nach einigem Nachdenken auch annahm. In der erforderlichen Schnellpartie (15 Minuten) konnte ich eine Figur gewinnen, ließ dann aber unnötigerweise noch Gegenspiel zu. Dieses Gegenspiel nutzte der erfahrene und taktisch versierte Rotenburger zu einem vorgerückten Freibauern, den ich letztendlich nicht mehr stoppen konnte. Damit konnte Dennis Martin seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Herzlichen Glückwunsch!

Ralf Schöngart

NSV-Senioren-Einzelmeisterschaft

Vom 8. Mai bis zum 13. Mai fand in Sottrum wieder die NSV-Senioren-Einzelmeisterschaft statt. Zum ersten Mal wurde die Meisterschaft als offenes Turnier ausgetragen, es waren also nicht nur Spieler aus Niedersachsen und Bremen zugelassen. Beibehalten wurde jedoch die Altersgrenze von 60 Jahren (Frauen 55 Jahre). Durch die Öffnung traten dieses Jahr insgesamt 67 Spieler und Spielerinnen an, um in 7 Runden die Turniersieger und NSV-Meister zu ermitteln.

Nachdem ich im letzten Jahr nur hauchdünn am Titel vorbeigeschrammt bin (es fehlte lediglich ein halber Buchholzpunkt!), hatte ich mir auch für dieses Turnier einiges vorgenommen. Und der Start glückte auch: Die ersten beiden Partien konnte ich gewinnen und in der dritten Runde eine schwierige Stellung mit Schwarz Remis halten. In Runde 4 erreichte ich eine schöne Angriffsstellung, fing dann aber unerklärlicherweise an, „rückwärts“ zu spielen. Das Ergebnis war schließlich eine Null. Das sollte mir in Runde 5 nicht noch einmal passieren, also beendete ich einen Königsangriff mit Springeropfer und undeckbarem Matt. In der sechsten Runde lehnte ich zwei Remis-Angebote meines Gegners ab, weil ich die Stellung viel zu spannend fand. Aber wie so oft sollte sich das rächen, ich überzog die Stellung und verlor. In der Schlussrunde schließlich wählte ich im Mittelspiel eine falsche Abwicklung und landete in einem verlorenen Endspiel. Mit 3,5 Punkten belegte ich in der Endabrechnung Platz 25. Den Turniersieg und den Titel des Niedersachsenmeisters sicherte sich durch eine tolle Partie in der Schlussrunde der Titelverteidiger Ernst Heinemann aus Oldenburg.

Auch wenn mein Abschneiden enttäuschend war, hatte ich trotzdem eine schöne Woche. Ich habe viele Bekannte getroffen, nette Menschen kennengelernt und einige sehr interessante Gespräche geführt. Und was auch noch wichtig ist: Ich habe viel gelacht! Schließlich soll man sich durch eine verlorene Schachpartie nicht die gute Laune verderben lassen …

Ralf Schöngart

Dr. Jan Kröger gewinnt bei Lisas Open

Am letzten Aprilwochenende fand in Winsen/Luhe zum 35. Mal die offene Bezirksschnellschach-Einzelmeisterschaft (BSSEM) statt, besser bekannt auch als „Lisas Open“.  

Dieses Jahr waren 2 Spielerinnen und 40 Spieler aus dem Bezirk IV (und darüber hinaus) am Start. Es waren wieder alle Spielstärken dabei, lediglich der DWZ-Bereich über 2000 war mit nur zwei Spielern überraschend schwach vertreten. So wurde es eher ein Turnier für die „breite Masse“ als ein Kräftemessen der Spitzenspieler.

Die Buxtehuder Bilanz

Mit den Schachfreunden Buxtehude waren wir mit fünf Spielern vertreten und hatten nicht nur ein tolles gemeinsames Wochenende, sondern auch ein unerwartet erfolgreiches Abschneiden unserer Einzelspieler.

Dr. Jan Kröger ist immer noch unser DWZ-stärkster Spieler, berufsbedingt aber nur noch selten aktiv. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass er in Winsen dabei war. Jan bewies eindrucksvoll, dass er sein Können immer noch punktgenau abrufen kann, wenn es darauf ankommt. Er verlor keine einzige Partie, gab bei drei Remis nur eineinhalb Punkte ab und brachte es auf 9,5 aus 11 Punkten. Jan gewann damit das Turnier völlig verdient und ist für mindestens ein Jahr der neue Bezirksschnellschach-Einzelmeister. Herzlichen Glückwunsch zu dieser überzeugenden Leistung!

Ralf Schöngart zeigte ebenfalls eine gewohnt starke Leistung, musste aber einige Ausrutscher hinnehmen. Mit 7,0 Punkten schaffte er es auf Platz fünf und lag damit ebenfalls auf einem Pokalrang.

Stefan Lehmkuhl gelang mit 6,0 Punkten ein guter Mittelfeldplatz auf Rang 17. Gefühlsmäßig war es für ihn ‒ selbstkritisch wie er ist ‒ ein ständiges Auf und Ab.

Direkt dahinter kam Stefan Klein auf Platz 18 mit ebenfalls 6,0 Punkten. Er durfte sich zusätzlich über einen Ratingpreis freuen, denn in der DWZ-Ratinggruppe <1800 belegte er den dritten Platz.

Der 15-jährige Justus Ibe war unser einziger teilnehmender Jugendlicher. Er spielt seit eineinhalb Jahren im Verein, ist ehrgeizig und immer bestrebt, Turniererfahrung zu sammeln. Aus privaten Gründen musste er am Samstagnachmittag die Runden 5 und 6 ausfallen lassen, kam aber trotzdem noch auf 4,0 Punkte aus neun gespielten Partien. Er selbst ist mit diesem Ergebnis aus seinem ersten Bezirksturnier zufrieden.

Ein rundum gelungenes Wochenende

Ein neuer Bezirksmeister aus Buxtehude und vier weitere Spieler, die sich und unseren Verein ansehnlich verkauft haben ‒ was will man mehr?

Auch abseits der sportlichen Seite waren wir von Lisas Open sehr angetan. Der „Marstall“ in Winsen bietet nicht nur tolle Räumlichkeiten, sondern ist als Spielstätte ideal gelegen direkt wischen Innenstadt und Winsener Schloss. Verpflegung wurde, abgesehen von Kaffee und Kaltgetränken, zwar nicht angeboten, das ist aber auch nicht notwendig, wenn direkt um Ecke die Fußgängerzone beginnt, wo man mittags immer etwas zum Einkehren findet.

Sogar die Angangsverspätung von einer Viertelstunde wurde im Laufe des Turniers wieder aufgeholt. Die letzte Runde war am Sonntag sogar schon um 17.45 Uhr fertig. Das war eine gute Viertelstunde vor dem Zeitplan, so dass es zügig zur Siegerehrung übergehen konnte.

Aus Buxtehuder Sicht war es ein lohnenswertes und richtig tolles Wochenende. Unser Dank geht an Julian Zeyn, Friedrich Pape und das Team vom SV Winsen/Luhe für die engagierte und gelungene Organisation dieses wohl bekanntesten Turniers im Bezirk, das sich für eine zukünftige Teilnahme wieder ausdrücklich empfohlen hat.

Hier der Link zur Homepage des SV Winsen/Luhe mit einem ausführlichen Bericht, Abschlusstabelle, Teilnehmerleiste und vielen Bildern: Lisas Open 2023

Stefan Klein 

Erfolg bei Jugendserienturnier in Buchholz

Beim Jugendserienturnier am 25.2.23 in der IGS in Buchholz – organisiert vom Blau-Weiss Buchholz – haben zwei Jugendliche von uns – Justus Ibe und Curd-Liam Hiersche – teilgenommen. Curd-Liam Hiersche ist in der Altersklasse U14 gestartet, während Justus Ibe in der Altersklasse U16 um Punkte kämpfte. Mit einem äußerst achtbaren Ergebnis von 4.5/7 Punkten konnte sich Curd-Liam Hiersche schlussendlich mit Platz 5 belohnen. Justus Ibe auf der anderen Seite war schlecht ins Turnier gestartet- er verlor die ersten beiden Partien und stand zur ersten Pause mit 0/2 Punkten da. Doch daraufhin verlor er nicht die Motivation. Im Gegenteil! Er startete eine fulminante Aufholjagd und gewann alle fünf darauffolgenden Partien. Am Ende hatte er folglich 5/7 Punkten erlangen können, was für den dritten Platz ausreichte.

Der große Erfolg der beiden Jugendspieler unterstreicht noch einmal, welche Früchte die engagierte Jugendarbeit des Vereins trägt und zeigt, dass man die derzeitige Jugendarbeit des Vereins beibehalten, wenn nicht sogar ausbauen sollte.

Die Ergebnisse und Bilder findet man hier:

Jugendserie in Buchholz – Ergebnisse

von
Justus Ibe

DSAM in Potsdam

Vom 6. Januar bis zum 8. Januar 2023 fand in Potsdam ein Qualifikationsturnier zur Deutschen-Schach-Amateur-Meisterschaft statt. Insgesamt fast 600 Spieler stellten einen neuen Teilnehmerrekord auf. Aufgeteilt in 7 DWZ-Gruppen kämpften die Spieler um ein Final-Ticket im Juli in Braunschweig. Ich selber spielte wieder in der B-Gruppe (DWZ 1900 – 2100). Allerdings war dieses Wochenende nicht mein Wochenende.  Nach einer Auftaktnull gegen ein 15-jähriges Nachwuchstalent aus Berlin (am Ende auf Platz 3 gelandet!) verschenkte ich am Nachmittag eine klare Gewinnstellung in gegnerischer (!) Zeitnot und musste am Ende sogar noch ums Remis kämpfen. Die dritte Runde wieder ein Jugendlicher (13 Jahre) und wieder eine Null. „Zur Belohnung“ dann am Nachmittag gegen den gut befreundeten Frank Sturm aus Niederelbe. Ergebnis: Remis – und das ganz ohne irgendwelche Absprachen! In der letzten Runde konnte ich dann doch noch eine schöne Schwarzpartie gewinnen und damit ein völliges Desaster verhindern. Allerdings kann ich mit 2 aus 5 alles andere als zufrieden sein.

Trotzdem war es schön, nach einer längeren Abstinenz bei dieser Turnierserie wieder mal viele bekannte Gesichter zu sehen.

Ralf Schöngart

Offene Seniorenmeisterschaft M-V

Vom 30.11. – 8.12.2022 fand in Binz auf Rügen die 22. Offene Senioren Landeseinzelmeisterschaft von Mecklenburg-Vorpommern statt. Das Turnier ist offen für Spieler ab einem Alter von 60 und für Spielerinnen ab 55. Dieses Jahr war die maximale Teilnehmerzahl von 160 Spielern am Anmeldetag bereits um 7.12 Uhr erreicht, man muss also schnell sein, um hier mitspielen zu können. Gespielt wird im Dorint-Hotel direkt am Strand (im Dezember nicht gaaaanz so wichtig …) mit einem tollen Wellness-Bereich incl. Soleschwebebecken und schöner Sauna-Landschaft. Dazu gab’s auch noch Halbpension.

Nach zwei Auftaktsiegen gegen ELO 1725 und ELO 1868 kam in Runde drei der erste „Hochkaräter“ mit ELO 2191. Mit dem Ergebnis Remis war ich durchaus zufrieden. In Runde vier saß mir ein FM (der spätere Turniersieger) mit ELO 2204 gegenüber. Ergebnis: Remis! In Runde 5 konnte ich eine spannende Partie gegen einen Gegner mit ELO 2145 gewinnen. Die stelle ich weiter unten kurz kommentiert vor. Runde 6 dann meine erste Null gegen einen FM mit ELO 2184. Runde 7 konnte ich dann wieder gewinnen (ELO 1879), bevor ich in Runde 8 gegen einen guten Bekannten (ELO 2283) meine zweite Null kassierte. In der letzten Runde konnte ich dann nochmal einen schönen schwarzfeldrigen Angriff im Königsindisch gegen ELO 1909 gewinnen. Mit 6 Punkten aus 9 Runden landete ich (als Nummer 30 gestartet) auf Platz 15, punktgleich mit Platz 10. Damit konnte ich zwar keinen Geldpreis mehr gewinnen, aber ein deutliches Plus bei DWZ und ELO verbuchen.

Und die SFB waren noch durch einen zweiten Spieler, genauer gesagt: eine Spielerin!, vertreten. Sigrun Naumann ging als Vorletzte der Setzliste ins Rennen, hielt aber in vielen Partien gegen durchweg stärkere Gegnerschaft hervorragend mit. Am Ende erzielte sie sehr gute 2,5 Punkte und konnte sich über einen DWZ-Zuwachs von 51 Punkten freuen!

Insgesamt wieder mal ein sehr schönes Turnier mit tollen Rahmenbedingungen auf der schönen Ostseeinsel Rügen.

Ralf Schöngart

Schöngart – Kannenberg

NSV-Dähnepokal: Endstation Halbfinale

Am Wochenende 19. und 20. November fand in Lehrte bei Hannover die diesjährige Endrunde um den Niedersächsischen Dähnepokal statt. Acht Qualifizierte der einzelnen Bezirke traten an, um den Pokalsieger zu ermitteln, darunter auch die beiden Finalisten des Bezirks 4. In der ersten Runde Samstag Vormittag musste ich mich mit Schwarz mit einem 14-jährigen Nachwuchstalent (DWZ 1917!) vom SK Lehrte auseinandersetzen. Durch einen kleinen Taktik-Trick konnte ich in der Eröffnung einen Bauern gewinnen und transportierte diesen Vorteil bis ins Turmendspiel und schließlich bis zum Sieg. Im Halbfinale am Nachmittag hatte ich wiederum Schwarz gegen die Nr. 1 der Setzliste (DWZ 2107). In einer spannenden Partie konnte ich in der ersten Zeitnotphase zwei Läufer für einen Turm erobern und lehnte im 41. Zug ein Remis-Angebot ab. „Eigentlich“ (das häufigste Wort im Schach …) stand ich klar auf Gewinn. In der zweiten Zeitnotphase übersah ich dann allerdings ein Bauernopfer meines Gegners – ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte ;-). Danach konnte ich ein Dauerschach nicht mehr verhindern, also doch Remis. In der erforderlichen Schnellpartie stellte ich (wieder in Zeitnot) einen Bauern ein und musste dem Schachfreund aus Hameln zum Sieg und damit zum Einzug ins Finale gratulieren. 

Die Partien und die Veranstaltung haben Spaß gemacht, und das ist doch das Wichtigste beim Schach!

Ralf Schöngart

Bezirks-Einzel-Meisterschaft

Vom 24.10.2022 bis 30.10.2022 fanden in Verden/Aller die Bezirks-Einzel-Meisterschaften (BEM) statt. Insgesamt 95 Teilnehmer traten in verschiedenen Jugendturnieren, dem Seniorenturnier, dem Hauptturnier sowie dem Meisterturnier an. Von den SFB waren nach Krankheits- und Terminbedingten Absagen leider nur noch Stefan Lehmkuhl und ich selbst am Start. Dafür starteten wir beide im Meisterturnier. Für Stefan lief das Turnier etwas unglücklich. Mit 2,0 Punkten (4 x Remis) aus 7 Runden landete er von 18 Teilnehmern auf Platz 16. Ich selber startete mit einer unerwarteten Niederlage ins Turnier, konnte dann aber die nächsten beiden Partien gewinnen, bevor ich dann (für mich eigentlich ungewöhnlich) die letzten 4 Runden auch Remis spielte. Mit 4,0 Punkten aus 7 landete ich am Ende auf Platz 5 und schaffte dadurch die Vorberechtigung für das Meisterturnier 2023. Bezirksmeister wurde zum 5. Mal Stefan Becker aus Lüneburg. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert, trotz nur weniger Helfer war immer für Snacks und Getränke gesorgt.

Vielleicht nehmen im nächsten Jahr in Wohlde ja ein paar mehr SFB’er an den BEM teil. Es macht immer wieder Spaß, alte Bekannte zu treffen oder neue Spieler kennenzulernen.

Ralf Schöngart

Bericht von der LBEM in Wilhelmshaven

Am 3. September bin ich zusammen mit Bernd Laubsch von Uelzen nach Wilhelmshaven gefahren. Thorsten Oest und Stephan Richter waren auch vor Ort.

Zu den „äußeren Bedingungen“: Der Turnierraum war annehmbar, aber die eigentliche Organisation (z. B. im Vergleich zu unserer BBEM) war grottenschlecht. Da wusste man doch schnell, was wir an Friedjof Harms, dem Bezirksspielleiter unseres Schachbezirks, haben. Die Teilnehmer (18 vorqualifizierte Spieler der sechs Bezirke Niedersachsen) mußten alles selbst aufbauen. Dann wurde abgestimmt, ob wir doppelrundig oder einrundig spielen wollen. Bei einer Abstimmung von 12 zu 6 für doppelrundig wurde begonnen. Das Setzen der ersten Runde hat gefühlt 15 Minuten gedauert und führte dennoch zu einer ersten Farbverwechselung, die dann aber durch die Doppelrunde überspielt werden konnte. Ein Speiseangebot gab es nicht, aber ein Imbiss war etwa 500 Meter entfernt, so dass einige Spieler zumindest in der Mittagspause (genau nach der Hälfte des Turniers gegen 14:30 Uhr) etwas essen konnten. Die Getränkesituation war annehmbar, wenngleich der Kaffee ab der Mittagspause aus war, was mir aber reichlich egal war.

Zu meinem Turnier: in der Hinrunde ging für mich fast gar nichts. Ich verlor eine Partie nach der anderen nach Zeit. Partien, wo ich von Anfang an schlecht stand, leider aber auch Partien, wo ich klar auf Gewinn stand (mindestens vier mal!). Am Ende der Hinrunde hatte ich 3,5 – 13,5 Punkte und war mit Abstand zum Mittelfeld Vorletzter. Thorsten und Stephan hatten es etwas besser gemacht, aber standen auch unten drin. Und Bernd war mit seinem 7. Platz auch unzufrieden.

In der Rückrunde startete ich ehrgeizig mit 2,5 Punkten aus den ersten vier Spielen, fiel dann aber wieder in den Trott der Hinrunde zurück. Im letzten Drittel des Rückrunde habe ich mir noch einmal bildlich „in den Arsch getreten“ und holte immerhin 4,5 Punkte aus den letzten 6 Spielen und konnte dabei sowohl Stephan, als auch Thorsten schlagen und gegen Bernd remisieren.

Über meine Endplazierung kann ich wenig sagen, denn es gab keine einzige Tabelle in Papier (kein Drucker?) und die sogenannte Siegerehrung bestand aus einem leisen Runterablesen der Vornamen der Endtabelle (Zwischenstände wurden ‒ außer in der Mittagspause – zu keinem Zeitpunkt bekannt gegeben). Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde Bernd 8., ich selbst 13. und Thorsten und Stephan lagen letztendlich sogar hinter mir.

Ach ja, Landesmeister des Blitzes wurde der ehemalige Stader (jetzige Lister-Hannoveraner), der sympathische und bescheidene Tobias Vöge. Gegen Tobias habe ich zweimal nach Zeit verloren. Der ist wirklich schnell wie eine Nähmaschine. Wenn Du das Endspiel gegen ihn erreichst (ist mir zweimal gelungen), dann spielt Deine Stellung oft gar keine große Rolle mehr, denn Du hast selbst noch maximal 20 Sekunden auf der Uhr und Tobias noch 2 Minuten plus x.

Mein Fazit: Mir wurden meine Grenzen deutlich aufgezeigt, besonders was Geschwindigkeit angeht. Es war mir trotzdem eine Ehre, diese Qualifikation wahr genommen zu haben. Organisatorisch würden es etliche Vereine unseres Bezirkes besser machen, vielleicht mag Buxtehude mal drüber nachdenken, ob man sich als Ausrichter bewirbt.

Stefan Lehmkuhl