Hamburger Senioren-Einzelmeisterschaft

Vom 24. Oktober bis zum 1. November 2026 fand die Offene Hamburger Senioren-Einzelmeisterschaft statt. Gespielt wurde im Clubheim des SC Königsspringer in Hamburg-Schnelsen. Aufgrund der Räumlichkeiten waren max. 68 Spieler zugelassen. Durch einige kurzfristige Absagen waren letztlich 63 Teilnehmer dabei. Für mich war es die erste Teilnahme an diesem Turnier.

In der ersten Runde hatte ich Schwarz gegen einen Spieler aus Sasel mit ELO 1736. Nachdem er in eine gedrückte Stellung geriet, entschied sich mein Gegner zu einem Springeropfer für zwei Bauern. Als aber zwei Züge später eine zweite Figur „abhanden“ kam, gab er auf. Ein relativ lockerer Aufgalopp. Die zweite Runde mit Weiß gegen ELO 1867 umgekehrte Vorzeichen: Ich stand die ganze Zeit ziemlich passiv, konnte mich dann aber befreien und lehnte ein Remis-Angebot ab. Und prompt stellte ich wenige Züge später einen Springer ein. Mein Gegner unterschätzte aber einen vorgerückten Freibauern, den ich durch eine kleine taktische Kombination in eine Dame umwandeln konnte. Glück gehabt! Die Runde 3 hielt ein „Alt-Buxtehuder-Duell“ bereit. Mein Gegner hat lange Jahre bei der damaligen Buxtehuder SG gespielt, ist nach deren Auflösung zum FC St. Pauli gewechselt. Mit ELO 2105 war er bei diesem Turnier an Position 4 gesetzt. Mit Weiß setzte er mich stark unter Druck, opferte eine Qualität und attackierte meinen im Zentrum verbliebenen König mit Turm und einem riesigen Läuferpaar. Irgendwie fand er aber nicht den Knock-Out und ich konnte tatsächlich ein Endspiel mit Mehr-Qualität erreichen. Aber auch ich fand den Gewinnweg nicht und die Partie endete nach viereinhalb Stunden Spielzeit Remis. In der 4. Runde saß mir ein Spieler mit ELO 2027 gegenüber, der, nachdem er im Ruhestand ist, noch Trainerstunden bei einem Großmeister nimmt. Trotz aller Gegenwehr konnte er schließlich nach 60 Zügen sein Läuferpaar gewinnbringend einsetzen. Am nächsten Tag wartete der nächste „Paulianer“ (ELO 1904) auf mich. Dieses Mal konnte ich mit Schwarz den passiven weißen Aufbau bestrafen und den vollen Punkt einsammeln. 3 ½ Punkte nach 5 Runden ist nicht sooo schlecht. Die nächste Runde setzte ich dann allerdings aus. An diesem Tag wurde die langjährige Buxtehuder Bürgermeisterin verabschiedet, wozu ich eine persönliche Einladung erhalten hatte. Und das war mir natürlich wichtiger, als eine Schachpartie! Danach traf ich wieder auf einen ehemaligen Bezirks-Spieler (ELO 1904), diesmal aus Cuxhaven, jetzt beim Volksdorfer SK. Um möglichen Vorbereitungen aus dem Weg zu gehen, entschied ich mich für die Englische Eröffnung. In einer klar vorteilhaften Stellung hatte ich mir eine Kombination mit Scheinopfer zurecht gelegt, die mir mindestens einen oder zwei Bauern eingebracht hätte. Allerdings machte ich einen Abwartezug, um die Königssicherheit zu verbessern. Dieses fehlende Tempo wurde mir dann aber zum Verhängnis, mein Gegner konnte eine Stellungswiederholung erzwingen. Ärgerlich! Die vorletzte Runde sah mich mit Schwarz gegen einen Spieler vom ausrichtenden Verein (ELO 2031). Gegen den Panow-Angriff im Caro-Kann spielte ich zu vorsichtig und musste mich nach 41 Zügen geschlagen geben. In der letzten Runde traf ich erneut auf einen Spieler aus Sasel (ELO 1727) – so schließt sich der Kreis. Mit meinem geliebten Sämisch-Angriff musste ich geduldig manövrieren, bis sich eine Lücke im schwarzen Verteidigungsbollwerk ergab. Aber schließlich konnte ich meinen Gegner doch zu einem voreiligen Bauernzug „überreden“, wonach die Partie schnell zu Ende war.

Mein Score: 4 x gewonnen, 2 x Remis, 2 x verloren. Macht insgesamt 5,0 Punkte aus 8 Runden, was in der Endtabelle Platz 24 bedeutete. Aber sowohl bei der ELO als auch bei der DWZ konnte ich ein paar Pünktchen plus verbuchen.

Das Turnier war gut organisiert: Die Ergebnisse und die neuen Auslosungen waren schnell da und alle Partien wurden erfasst und online zur Verfügung gestellt. Dazu gab‘s morgens belegte Brötchen und nachmittags selbstgebackenen Kuchen. Was braucht ein Schachspieler mehr?!

Ralf Schöngart

Cup der Deutschen Einheit

Vom 1. Oktober bis 6. Oktober fand in diesem Jahr bereits zum 17. Mal der Cup der Deutschen Einheit (ehemals Deutschland-Cup) in Wernigerode statt. Insgesamt 156 Spieler versammelten sich in der „bunten Stadt am Harz“ um wiederum in 12 Gruppen um Preise und Pokale zu spielen. Durch die kürzlich stattgefundene DWZ-Anpassung mussten natürlich auch die Wertungsgruppen angepasst werden. Bisher waren es 100 DWZ-Punkte pro Gruppe, in diesem Jahr 63 DWZ-Punkte. Aber so wurde gewährleistet, dass alle in der ursprünglich vorgesehenen Gruppe antreten konnten. Man kann gespannt sein, wie die Gruppeneinteilung im nächsten Jahr aussieht.

Ich spielte in Gruppe 2 (DWZ 1976 – DWZ 2043). Da allerdings die Gruppe 1 (DWZ 1944 – DWZ 2103) nur aus 4 Spielern bestand, wurden diese beiden Gruppen zusammengelegt, aber am Ende natürlich getrennt gewertet. In der ersten Runde traf ich wiederum auf den Vertreter des Blinden-Schachverbandes (und späteren Turniersiegers! – DWZ 2016). Leider gab es mit seiner Spezialuhr bei der Zeitkontrolle ein technisches Problem, das auch die Schiedsrichter nicht lösen konnten. In schlechterer Stellung hatte ich keine Lust auf endlose Diskussionen und gab die Partie auf. Mein zweiter Gegner hatte eine DWZ von 2019. Es entstand eine schwierige Stellung, nach 84 Zügen musste ich mich aber geschlagen geben. Null aus zwei, kein optimaler Start. In der 3. Runde traf ich auf den Turniersieger von 2024 (DWZ 1992). Hier konnte ich von Beginn an Vorteil verzeichnen, bis nach 26 Zügen folgende Stellung erreicht war:

Hier konnte ich das schwarze Leiden durch den hübschen Zug 27. b8=D beenden. Als nächstes wartete dann ein aufstrebendes Jungtalent (DWZ 2007) auf mich. Dieser ging mit der Einstellung ans Brett, den Opa werde ich schnell zusammenschieben. Als Opa sich jedoch wehrte und nach 19 Zügen eine Figur gewinnen konnte, blieb ihm nach 23 Zügen nur die Aufgabe. Tja, so kann’s gehen … An diesem Sonntag war die einzige Doppelrunde angesetzt, also nahm ich mir für den Nachmittag das inzwischen obligatorische Bye. In Runde 6 traf ich dann auf den zweiten Youngster (DWZ 2007). Nach der Erfahrung von seinem Kumpel nahm dieser die Partie ernst. Nach verkorkster Eröffnung entschied ich mich in hochgradiger Zeitnot dafür, eine Qualität zu opfern und ein Endspiel mit Turm Läufer gegen das Läuferpaar mit jeweils 5 Bauern zu erreichen. Das technisch schwierige Endspiel behandelte mein Gegner aber sehr gut und konnte nach 101 Zügen(!) den Punkt für sich verbuchen. In der letzten Runde gegen die Nummer Zwei der Setzliste (DWZ 2085) erwischte mich dann ein Blackout: In klar gewonnener Stellung rechnete ich eine Abwicklung durch, begann aber fatalerweise mit dem zweiten Zug, was mich einzügig einen Läufer und damit auch die Partie kostete. Ärgerlich. Mit 2,5 Punkten landete ich auf Platz 8 in meiner Gruppe. Naja, immerhin noch einen Platz besser als mein Ranglisten-Startplatz. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Und auch dieses Jahr waren die SFB wieder zu Zweit am Start. In Gruppe 12 (bis DWZ 1399) gelang Sigrun Naumann mit 3 aus 3 ein fantastischer Start. Leider folgten dann einige (unnötige) Niederlagen, teilweise auch durch unschöne Begleitumstände. Am Ende erzielte Sigrun mit 3,5 Punkten ein 50 % – Ergebnis, was zu Platz 7 reichte.

Insgesamt waren es wieder ein paar sehr schöne Tage, wozu auch das tolle, spätsommerliche Wetter beitrug: Im Oktober bei 25 Grad auf dem Hexentanzplatz gab’s für uns noch nie. Und natürlich auch wiederum unsere gemütlichen Runden mit der „Deutschland-Connection“ – passend zum Turnier – mit leckerem Essen und Getränken bei bester Stimmung!

Fazit: Der Cup der Deutschen Einheit in Wernigerode ist eine Reise wert!

Ralf Schöngart

 

Beim Deutschen Schachgipfel 2026 in Dresden

Vom 16.07. bis 26.07.2026 ereignete sich im Internationalen Congress Center in Dresden das Deutsche Schachhiglight 2026. Nach ein paar Jahren Pause wurde nämlich wieder ein Schachgipfel ausgerichtet, in dessen Rahmen 13 verschiedene Deutsche Meisterschaften ausgetragen wurden. Mit dabei einige große Namen der Deutschen Schachszene, wie beispielsweise Rasmus Svane oder Niclas Huschenbeth. In diesem Jahr war aber mit mir selbst (Justus Ibe) auch ein SFB’er mit von der Partie. Durch das Erreichen des Halbfinals im NSV-Dähnepokal konnte ich mich als Nachrücker für die Deutsche Pokaleinzelmeisterschaft (DPEM) qualifizieren. Hierbei gingen 32 Schachspieler aus den 17 Landesverbänden und dem Deutschen Schachbund für Blinde und Sehbehinderte an den Start und kämpften in 5 Runden zunächst im KO-System um den Titel. Die ausgeschiedenen Spieler mussten aber nicht abreisen, sondern spielten im B-Pokal nach Schweizer System die weiteren Platzierungen aus. Mit einer Elo von 1918 ging ich als viertletzter der Setzliste ins Rennen. Für die Paarungsermittlung war das aber nicht von weiterer Bedeutung, da die Startnummern, wie im KO-Turnier typisch, ausgelost wurden. Nun aber zu meinem Turnierverlauf:

In der ersten Runde bekam ich es mit Weiß mit dem Sieger des NRW-Dähnepokals zu tun (Elo 2128). Hierbei kam ich sehr gut aus der Eröffnung raus und erarbeitete mir eine bessere bis klar bessere Stellung. In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit stellte ich die Partie durch das Übersehen einer einzügigen Springergabel ein.

Daraufhin musste ich mit den Schwarzen Steinen gegen einen Gegner mit einer Elo von 2176 ran, der lustigerweise die gleiche Eröffnung spielte, die ich auch gerne spiele. Durch mehrere kleine Ungenauigkeiten im Mittelspiel kam ich in eine nachteilige Stellung. Im Endspiel hoffte ich aber noch auf einen Trick und opferte einen Springer, um beide Türme auf die gegnerische siebte Reihe zu bekommen. In einer Situation hätte es bei korrektem Spiel meinerseits sogar ein Dauerschach gegeben, was ich aber in hochgradiger Zeitnot nicht richtig berechnen konnte. Im 39. Zug verlor ich schließlich in bereits aussichtsloser Stellung auf Zeit.

2079 war die Elo meines Drittrundengegners. Gegen 1.d4 wählte mein Gegner die Holländische Verteidigung und wiederum stand ich nach der Eröffnung sehr angenehm. Im Mittelspiel gelang es mir schließlich, meinen Gegner zu überspielen und eine gewonnen Stellung zu erreichen. Irgendwie fand ich aber keinen Gewinnweg und verbaselte die Stellung zunächst in eine ausgeglichene Stellung, wo ich schließlich auch mit einem Remis zufrieden wäre. Ich verzählte mich jedoch bei einer Zugwiederholung und übersah so, dass eine Stellung bereits dreimal auf dem Brett gewesen war und verpasste damit die Chance, auf Remis zu reklamieren. Mein Gegner spielte weiter und in der Folge verzockte ich die Stellung noch in ein verlorenes Turmendspiel.

In der vierten Runde spielte ich gegen den letzten Platz der Setzliste (Elo 1654) meine wohl schlechteste Partie des Turniers. Zuerst spielte ich die Eröffnung mit Weiß viel zu ambitionslos, um dann später eine klare Remisstellung zu überziehen. Das Glück hatte mich aber anscheinend doch noch nicht ganz verlassen, denn durch einen ungeschickten Abtausch meines Gegners entstand schlussendlich doch noch ein ausgeglichenes Turmendspiel und ich holte mit einem Remis meinen ersten halben Punkt.

Zum Abschluss bekam ich es mit einem Fidemeister mit einer Elo von 2159 zu tun. Mit Schwarz unterlief mir in der Eröffnung eine kleine Ungenauigkeit, durch welche ich eine sehr passive Stellung erreichte. Ich verteidigte mich aber mit Umsicht und Geduld. Mein Gegner bekam zwar einen Minoritätsangriff aus dem Bilderbuch aufs Brett, der entstehende rückständige Bauer war jedoch meine einzige Schwäche. Daher versuchte mein Gegner noch ein Bauernopfer, um einen Zentrumsdurchbruch zu erlangen, den er mit einem Turmopfer für zwei verbundene Freibauern auf der 6. Reihe krönte. Ich opferte jedoch einen Turm zurück und konnte das entstandene Turmendspiel Remis halten.

Am Abend fand dann noch ein Abschlussbankett mit der Siegerehrung der verschiedenen Meisterschaften statt, dass dieses schöne Event gelungen abgerundet hat.

Mit schlussendlich 1/5 bin ich zweiter von hinten geworden und konnte ein ordentliches Minus bei der DWZ und ein moderates Minus bei der Elo verbuchen. Auch wenn es ergebnistechnisch für mich eher schlecht gelaufen ist, und die Niederlagen der 1. und 3. Runde natürlich sehr bitter waren, hat mit das Turnier in wirklich schönen Räumlichkeiten sehr viel Spaß gemacht und war eine herausragende Möglichkeit, Turnierpraxis gegen starke Gegner zu sammeln.

Justus Ibe

Mannschaftsblitzen in Stade

Am 13.06.2026 fand in Stade die diesjährige Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft statt. Dieses Mal waren 14 Mannschaften am Start, darunter zwei SFB-Teams, die zunächst eine einfache Vorrunde gegeneinander ausspielten. Daraufhin wurde das Feld in der Mitte in A- und B-Finale geteilt. Im A-Finale wurde schließlich um den Bezirkstitel und die Qualifikation für die Landesmeisterschaften geblitzt.

Unsere erste Mannschaft bestehend aus Ralf Schöngart, Justus Ibe, Bernd Skalmowski und Deniz Korkmaz war nominell etwa im Mittelfeld angesiedelt. Die zweite Mannschaft konnte aufgrund kurzfristiger Ausfälle leider nur zu dritt antreten. Brett 1 wurde folglich freigelassen. Helmut Blanck, Hans-Jürgen Putzka und Björn Walter legten trotzdem einen guten Kampfgeist an den Tag und kämpften unverdrossen um jeden Brettpunkt. In der Vorrunde belegte die zweite mit 0 Mannschaftspunkten den letzten Platz, obwohl man dennoch hier und da trotz teilweise klarer nomineller Unterlegenheit Brettpunkte holte. Im B-Finale konnte man sogar mit einem 2-2 gegen Schneverdingen einen Ehrenpunkt mit nach Hause nehmen.

Bei der ersten Mannschaft entwickelte sich ein bis zuletzt spannender Kampf um den Einzug ins A-Finale. Insgesamt zeigte man eine solide Leistung. Die Gegner, die man schlagen sollte, wurden größtenteils geschlagen und gegen die nominellen Favoriten war recht wenig zu holen. Gegen Schneverdingen und Munster spielte man jedoch jeweils unglücklich unentschieden, sodass man statt einer 15-11 Bilanz eine ausgeglichene Bilanz von 13-13 hatte. Diese reichte für den 8. Platz, wodurch die Qualifikation für das A-Finale denkbar knapp verfehlt wurde.

Im Anschließenden B-Finale zeigte man erneut eine größtenteils überzeugende Leistung und man schloss die Finalrunde Punktgleich mit 10-2 Punkten punktgleich mit Verden , die jedoch einen halben Brettpunkt mehr erzielen konnten, auf dem 2. Platz (insgesamt also 9. Platz) ab. Interessanterweise wurde erneut Schneverdingen mit einem Unentschieden zum Stolperstein, der uns den Sieg im B-Finale gekostet hat.

Auch wenn das sportliche Highlight für beide Mannschaften ausblieb, hat es insgesamt allen Beteiligten viel Spaß bereitet. Dank an den Stader Schachverein für die Ausrichtung in guten Räumlichkeiten und bei gutem und preiswerten Catering, sowie an Marc Perrey, der das Turnier souverän leitete.

Justus Ibe

BBEM in Buxtehude

Am 30.05. fand die diesjährige Bezirksblitzeinzelmeisterschaft statt. Anlässlich des Jubiläumsjahres übernahmen die Schachfreunde Buxtehude die Ausrichtung. Die Räumlichkeiten in der Schießsportanlage des Schützenvereins Altkloster boten hierbei optimale Spielbedingungen, sodass einem tollen Turnier nichts mehr im Wege stand.
Insgesamt haben 27 Spieler teilgenommen, darunter 5 SFBer.


Bester Buxtehuder wurde Ralf Schöngart, der sich 16,5 Punkte erspielte und damit auf einem guten 7. Platz ins Ziel kam. Mit etwas Abstand auf Platz 17 folgte Torsten Damm. Torsten spielte eine sehr gute erste Turnierhälfte, verlor nach der Mittagspause aber etwas den Faden, wodurch er schlussendlich 12 Punkte erzielen konnte.


Direkt dahinter mit 11 Punkten kam Justus Ibe auf Platz 18 ins Ziel. Ebenfalls 11 Punkte konnte Stefan Klein erzielen, was für den 19. Platz reichte. Für Hans-Jürgen Putzka war es das erste Schachturnier nach langer Pause. Dennoch konnte er in einem stark besetzen Feld mit nur zwei Spielern unter 1600 1,5 Punkte erzielen.

Insgesamt war es ein tolles Turnier, welches reibungslos und in toller Atmosphäre stattgefunden hat und allen Beteiligten positiv in Erinnerung bleiben wird.

Justus Ibe

Lisa’s Open

Am ersten Mai-Wochenende wurde in Winsen/Luhe die Bezirks-Schnellschach-Einzelmeisterschaft (BSSEM) ausgetragen. Besser bekannt ist dieses Turnier unter dem Namen „Lisa’s Open“. Gespielt wurden wiederum an zwei Tagen 11 Runden in den schönen Räumlichkeiten des Marstalls, bestens organisiert vom SV Winsen. 

Leider waren von den insgesamt 27 Teilnehmern dieses Mal nur zwei SFB’er am Start. Justus Ibe mischte das ganze Turnier in der erweiterten Spitze mit. Durch einen Sieg in der letzten Runde belegte Justus mit starken 6,5 Punkten den 6. Platz der Gesamtwertung, in der gesonderten Bezirkswertung reichte es sogar als Dritter für einen Platz auf dem Treppchen. Einen rabenschwarzen Samstag erwischte Ralf Schöngart. Mit nur einem Punkt aus 5 Runden verdiente sich der Buxtehuder in der letzten Runde des Tages sogar das Freilos. Am Sonntag dann ein bisschen Wiedergutmachung: 4 aus 5 ergaben insgesamt 6 Punkte und Tabellenplatz 12. Der unter der Flagge von Eintracht Munster startende Stefan Lehmkuhl landete mit 5 Punkten auf Platz 19.

Ralf Schöngart

Internationaler Seniorencup

178 Spieler aus 13 Nationen, unter ihnen 15 Titelträger, versammelten sich vom 18. April bis 26. April zum 14. Internationalen Seniorencup am Tegernsee. Gespielt wurde wiederum im schönen Seeforum in Rottach-Egern direkt am Tegernsee. Die Spielbedingungen und die Organisation waren wie immer hervorragend. Leider gab es aufgrund technischer Probleme in diesem Jahr keine Anzeige der Zwischenstände, aber das war zu verschmerzen.

Mein Turnier stand unter dem Motto „Schwach begonnen und dann stark nachgelassen“. Ich startete mit zwei Remisen gegen ELO 1778 und ELO 1796. Die dritte Runde konnte ich gegen einen Schweizer mit ELO 1860 gewinnen. In Runde vier dann der nächste Sieg (ELO 1896). Mit drei aus vier ins Turnier zu gehen, hört sich ja nicht sooo schlecht an. Dann die erste Niederlage in Runde 5 gegen ELO 2113. Den dritten Sieg schaffte ich in Runde 6 gegen ELO 1924. Vier aus sechs ist immer noch in Ordnung. Aber dann kam mein „Schlussspurt“ mit der großen Rochade: Drei Nullen in Folge (ELO 2104, ELO 1934 und ELO 1863). Mit 4 Punkten aus 9 Runden erzielte ich damit mein schwächstes Ergebnis bei diesem Turnier. „Belohnt“ wurde ich dafür mit einem satten Minus bei ELO und DWZ.

Ganz anders lief es bei der zweiten SFB’erin Sigrun Naumann. Bei jeder Partie ging sie als krasse Außenseiterin ans Brett, lieferte den teilweise deutlich höher bewerteten Gegnern aber beherzte Kämpfe. Am Ende standen starke zwei Punkte zu Buche! Sigrun konnte sich über einen deutlichen DWZ-Zuwachs freuen und verpasste die „magische 1000’er Grenze“ nur hauchdünn.

Das Turnier war sehr gut organisiert. Selbst Petrus verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen, so dass wir schöne Ausflüge unternehmen konnten. Abends dann die obligatorischen gemütlichen Runden mit lieben Freunden bei leckerem Essen und dem einen oder anderen Kaltgetränk 😉  Und das ist es doch, was so ein Turnier erst ausmacht!

Ralf Schöngart

Aus 5 mach 1

Am 22. Februar wurde in Munster das Achtelfinale des Bezirks-Dähnepokals ausgetragen. Am Start dort auch drei SFB’er. Justus Ibe bekam als Weißer eine aggressive Eröffnung vorgesetzt, die ihn viel Bedenkzeit kostete. Mit nur noch wenig Zeit auf der Uhr büßte Justus zwei Bauern ein. Als sogar noch ein Dritter verloren ging, musste er seinem Gegner aus Schneverdingen zum Sieg gratulieren. Ralph Bernhard musste sich mit Weiß gegen Holländisch wehren. Der Buxtehuder kam ziemlich gut aus der Eröffnung, verlor allerdings im Mittelspiel eine Qualität. Diesen Vorteil ließ sich der erfahrene Munsteraner nicht mehr nehmen und konnte sicher gewinnen. Ralf Schöngart traf mit Weiß auf einen langjährigen Bekannten aus Bremervörde. In einer langen Theorievariante im Damengambit konnte sich keiner der Beiden einen entscheidenden Vorteil erarbeiten, also Remis nach 25 Zügen. In der erforderlichen Schnellpartie mit vertauschten Farben entschied – mal wieder – eine Springergabel für den SFB’er. Nach zwischenzeitlichem Qualitätsgewinn konnte der Titelverteidiger in ein leicht zu gewinnendes Bauernendspiel abwickeln. Damit ist von den ursprünglich fünf Buxtehudern leider nur noch einer übrig geblieben. Interessant in diesem Jahr: Die 8 Viertelfinalisten kommen aus 7 verschiedenen Vereinen! Dieses Viertelfinale findet am 15. März in Schneverdingen statt. Der Gegner dort wird ein Spieler der SG Niederelbe sein.

Ralf Schöngart 

Zwei Buxtehuder beim NSV-Dähnepokal

Am 20. und 21.12. fand in Lehrte der NSV-Dähnepokal 2025 statt. Dieses Mal waren mit Ralf Schöngart und Justus Ibe zwei Buxtehuder als Vertreter des Schachbezirks Lüneburg am Start.

Ralf bekam es im Viertelfinale mit der Nummer 5 der Setzliste (DWZ 2008) zu tun. Ralf geriet in eine unangenehme Stellung, in der sein Springer praktisch unauflösbar gefesselt war, ihm gelang es jedoch, das Remis durch Dauerschach zu sichern. Im Schnellschach unterlag Ralf seinem Gegner allerdings. Justus bekam die Nummer 8 der Setzliste (DWZ 1635) zugelost, der bedingt durch die Anreise mit der Bahn mit etwas Verzug ankam. Mit Weiß kam Justus in eine schwierige Stellung mit geöffneter h-Linie gegen seinen König. Sein Gegner opferte jedoch fälschlicherweise eine Figur. Diese gab Justus aber wieder zurück, um in ein Endspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Hier machte es ihm sein Gegner leicht, sodass nach etwa 4 Stunden Spielzeit der Sieg auf der Ergebnistafel stand.

Im Halbfinale wartete jedoch ein 16jähriger NSV-Kaderspieler und späterer Pokalsieger mit DWZ 2280 auf Justus. Sein Gegner ließ sich auch nicht lange bitten und nutzte kleine Ungenauigkeiten des Buxtehuders gnadenlos aus und nach 25 Zügen brachte sein Gegner den Sieg unter Dach und Fach.

Insgesamt haben sich die Buxtehuder Vertreter also ganz ordentlich geschlagen. Der Dähnepokal auf Bezirksebene startet übrigens schon Anfang 2026. Die Ausschreibung hierfür ist auf der Website des Schachbezirks Lüneburg zu finden.

Justus Ibe

1. Binzer Senioren-Open

In diesem Jahr fand in Binz auf Rügen das beliebte Senioren-Turnier erstmals unter einem neuen Namen und unter neuer Leitung statt. Streitigkeiten mit dem ehemaligen Veranstalter führten dazu, dass die offene Landesmeisterschaft von M-V jetzt auf Usedom stattfindet – leider zeitgleich! Hoffentlich gibt es da für die Zukunft bessere Lösungen, vor allen Dingen für die Schachspieler!

Wir spielten wieder im Dorint Seehotel Binzer Therme. Immer noch mit einem tollen Wellness-Bereich und (leider 😉 ) sehr leckerem Essen. Leider waren von den ursprünglich angemeldeten 173 Spielern letztlich nur 154 am Start. Das ist besonders ärgerlich, weil dadurch Spielern, die gerne mitgespielt hätten, diese Möglichkeit durch die blockierten Startplätze genommen wurde. Mein Turnierstart war gelungen. In der ersten Runde widerlegte ich mit Schwarz meinem Gegner (ELO 1837) sein Bauernopfer in der Eröffnung und konnte letztlich mit 3 Bauern mehr gewinnen. In Runde zwei traf ich auf einen guten Freund aus Leipzig (ELO 1745). Auch hier konnte ich zwei Bauern und damit die Partie gewinnen. Danach wartete ein FM mit ELO 2103 auf mich. In dieser Partie rechnete ich eine Abwicklung durch, vergaß aber, dass ich den ersten Zug zwar im Kopf, aber noch nicht auf dem Brett ausgeführt hatte. Tja, Sachen gibt’s … In Runde 4 spielte ich gegen den 94-jährigen Turniersenior. Als ehemaliger Bundesligaspieler hat er immer noch eine ELO-Zahl von 1915. Trotz aller Erfahrung hat er eine schlechte Angewohnheit: Ständiges Remis-Anbieten und zwar ausschließlich, wenn der Gegner am Zug ist. Wie sagte ein Schachfreund so schön am nächsten Morgen beim Frühstück: „Du hast dem Sirenen-Gesang der ständigen Remis-Angebote erfolgreich widerstanden“. Schöne Formulierung. Dann kam der nächste FM (ELO 2225). In einer 5-Stunden-Partie konnte sich nach 60 Zügen der Spieler von Werder Bremen durchsetzen. In der 6. Runde erreichte ich mit Weiß ein Endspiel Turm + guter Springer gegen Turm + schlechter Läufer bei gleicher Bauernzahl. Mein Gegner aus Kiel (ELO 1891) verteidigte sich zäh, bis wir beide nur noch zwei Minuten Restbedenkzeit hatten. Dann konnte er jedoch einen Bauerndurchbruch nicht mehr verhindern. 4 aus 6 ist kein schlechtes Zwischenergebnis. Runde 7 hielt den nächsten Titelträger, einen CM mit ELO 2127, für mich bereit. Hier wählte ich mit Schwarz einen ruhigen und sicheren Aufbau und konnte tatsächlich ein Remis erreichen. Die 8. Runde dann umgekehrte Vorzeichen. Mein Gegner (ELO 1875) „rührte Beton an“. In der Stellung fand ich kein Durchkommen, also wieder Remis. In der letzten Runde schoss ich dann einen Riesen-Bock und „schenkte“ meinem Gegner (ELO 2098) einzügig die Qualität und damit natürlich auch den Punkt. Kein schöner Abschluss. Mit 5 Punkten aus 9 Runden landete ich am Ende auf Platz 38, gestartet war ich mit Nummer 34. Also in etwa die Erwartungen erfüllt.

Auch dieses Jahr waren mit Sigrun Naumann die SFB doppelt vertreten. Leider ermittelte die Turnierleitung eine fehlerhafte Startrangfolge, so dass Sigrun in der ersten Runde spielfrei hatte. Dieser kampflose Punkt wirkte sich natürlich auf das ganze Turnier aus, denn Sigrun bekam ständig deutlich stärkere Gegner vorgesetzt. Trotzdem erreichte sie am Ende mit 1,5 Punkten den vorletzten Platz. Und gegen welche Gegner sie gespielt hat, zeigt die Tatsache, dass Sigrun sogar noch ein Plus von 5 DWZ-Punkten verbuchen konnte.

Leider war die falsche Startrangliste nicht das einzige Manko der Turnierleitung. Das zeigte sich von fehlerhaften Rating-Listen über nicht bewiesene Cheating-Vorwürfe bis hin zu, in der Ausschreibung ausgeschlossenen (!), doppelten Preisen bei der Siegerehrung. Hier kann man von einem zertifizierten „International Organizer“ sicher mehr erwarten.

Trotzdem war es insgesamt wieder ein sehr schönes Turnier, wozu auch die gemütlichen Abende mit Freunden an der Bar beigetragen haben. Im nächsten Jahr steht das Hotel aus Renovierungsgründen leider nicht zur Verfügung, dann soll in einem Nachbarhotel gespielt werden. Man kann gespannt sein, ob das Turnier dann immer noch so gut angenommen wird.

Ralf Schöngart