Bezirksklasse: Tabellenführung bleibt

Der 4. Spieltag in der Bezirksklasse West führte die Mannschaft von SK Verden II an die Este, und es entwickelte sich ein spannender Wettkampf. Beide Teams hatten ihre jeweils ersten drei Spiele gewonnen, wobei wir das etwas bessere Brettpunktepolster aufwiesen. Es ging also auch um den Platz an der Spitze.

An Brett 6 wählte der Gegner von Frank Siewert die Holländische Verteidigung, öffnete sich schnell die g-Linie und inszenierte einen gefährlichen Angriff, dem Frank nichts entgegenzusetzen hatte und schnell zum 0:1 durchschlug.

Björn Walther spielte an Brett 4 das Colle-System. Nach mehreren Leichtfigurenabtäuschen hatte er im 18.Zug einen Springer mehr übrigbehalten, agierte dann aber unglücklich, indem er erst den Springer und bald darauf einen Turm einstellte, womit die Partie entschieden war.

Volker Harms spielte an Brett 3 eine solide Variante in der Spanischen Partie, die nach 21 Zügen mit Remis endete. Mit dem Spielstand von 0,5:2,5 sah es für uns nach drei Stunden Spielzeit allerdings recht trübe aus.

Die übrigen Partien waren hart umkämpft. An Brett 5 spielte Curd-Liam Hiersche eine für seine Verhältnisse lange Partie. Es kam zu einem ausgekämpften Bauernendspiel mit 4:3 Bauern, das aber nicht zu gewinnen war. Das Remis war somit konsequent.

Thomas Höhle sah sich an Brett 1 mit Schwarz dem Trompowsky-Angriff ausgesetzt. Sein Gegner startete einen Angriff am Königsflügel, während Thomas auf dem Damenflügel aktiv wurde. Er öffnete sich die a- und b-Linie und gewann allmählich die Initiative. Nach 31 Zügen hatte er zwei Mehrbauern und schwenkte zum Angriff auf den weißen König. Im 42.Zug gab der Verdener die hoffnungslose Partie auf. Nur noch 2:3!

Der Sieg hielt für uns die Hoffnung auf ein Gesamtremis aufrecht, denn der an Brett 2 spielende Hans-Peter Tödter stand nach 3,5 Stunden Spielzeit deutlich besser. Seine Gegnerin hatte viel Zeit für die Abwehr von Drohungen verbraucht und nach dem 25.Zug nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. In der Hektik zog sie statt der angegriffenen Dame einen Springer und gab sofort auf. 

Mit dem Gesamtergebnis von 3:3 war der Tag für SFB II gerettet und die Tabellenführung bleibt gewahrt.

 Hans-Peter Tödter

Erster Sieg in der Verbandsliga

Am 4. Spieltag der Verbandsliga Nord konnte unsere erste Mannschaft endlich ihren lang ersehnten ersten Sieg einfahren. Obwohl wir gegen die Schachfreunde Leherheide nicht mit unserer nominellen Bestbesetzung antreten konnten, lief diesmal alles zu unseren Gunsten.

Die erste Entscheidung fiel bei Stefan Klein an Brett 7. Stefan spielte von Anfang an konsequent offensiv. Durch einen frühen Angriff am Damenflügel konnte er einen Bauern gewinnen, verhinderte die schwarze Rochade und verleitete seinen Gegner durch druckvolles Spiel zu Fehlern. Durch eine taktische Kombination konnte Stefan – etwas unerwartet – bereits nach 18 Zügen mattsetzen. (Zwischenstand >1 : 0 für Buxtehude)

An den übrigen Brettern entwickelten sich überwiegend positionell geprägte Partien mit geschlossenem Charakter. Als Zweiter konnte Ralph Bernhard an Brett 8 die Partie für sich entscheiden. Ralf gewann im Mittelspiel eine Qualität, überließ seiner Gegnerin jedoch einen starken Springer als Vorposten. Schließlich konnte Ralph mit zwei Figuren in die gegnerische Stellung eindringen und einen Läufer angreifen, der nicht mehr zu decken war. (>2 : 0)

An Brett 5 einigte sich Thorsten Damm mit seinem Gegner auf ein Remis ‒ ein wichtiger halber Punkt. Vorausgegangen war eine verschachtelte und weitgehend blockierte Mittelspielstellung. (>2,5 : 0,5)

An Brett 4 verzichtete Martin Winkelmann auf die Rochade zugunsten eines Angriffs auf den weißen Königsflügel. Der Angriff schlug nicht direkt durch, dafür konnte Martin seine Leichtfiguren im gegnerischen Lager positionieren, immer mit gefährlichen Drohungen. Ein Springereinschlag auf f2 ‒ mit Abzugsdrohung und unvermeidbarem Turmverlust ‒ bewegte den Gegner zur Aufgabe. (>3,5 : 0,5)

Alexander Struck kam an Brett 6 in ein spannungsreiches Bauernendspiel mit jeweils zwei Türmen. Auf beiden Seiten drohten Bauerndurchbrüche. Als sich die Stellung öffnete, unterlief Alex ein Lapsus, der ihn einen Bauern kostete. Mit Mühe und geschicktem Spiel konnte er dennoch das Remis halten. (>4 : 1)

Bei Frank Schild (Brett 3) gerieten beide Seiten in Zeitnot. Im hektischen Abtausch büßte Frank zunächst eine Qualität ein und kurz darauf einen Läufer. Frank hatte keine Chance mehr auf Gegenspiel und gab auf. Auch bei Ralf Schöngart an Brett 2 lief es unglücklich. Beim Abtausch ins Mittelspiel unterschätzte er einen gegnerischen Freibauen, gegen den er eine Leichtfigur opfern musste. Mit einer Figur weniger versuchte Ralf seine Chancen zu wahren, musste aber bald aufgeben.

Nun stand es 4:3 und die Entscheidung über den Mannschaftssieg lag an unserem jüngsten Spieler Justus Ibe, der an Brett 1 mit einem ausgeglichenen Bauernendspiel (weißer Springer gegen schwarzer Läufer) die Ruhe behielt. Dazu Justus: „Ich wählte in meiner Partie einen ruhigen und soliden Aufbau. An einer Stelle im Mittelspiel hätte mein Gegner in Vorteil kommen können, was er jedoch nicht fand. Im schlussendlich entstandenen Endspiel konnte ich nach ca. 5 h Spielzeit das Remis sichern.“ – Damit waren die beiden immens wichtigen Mannschaftspunkte gesichert.

Mit 4,5 : 3:5 fuhren wir mit einem knappen, aber überaus wichtiger Mannschaftsieg nach Hause, der uns dem Klassenerhalt (unser Saisonziel) ein Stück näherbrachte. Wir haben heute eine tolle Mannschaftsmoral bewiesen, die wir in den nächsten Spielen unbedingt fortsetzen wollen.

Stefan Klein

Trauer um Paul-Gerhard Urbanek

Mit großer Trauer haben wir erfahren, dass unser Vereinsmitglied Paul-Gerhard Urbanek am 28.12.2025, kurz vor seinem 76. Geburtstag, verstorben ist.

Paul wechselte 1991 von der Buxtehuder SG zu den Schachfreunden Buxtehude. Schnell wurde er zu einem Aktivposten in unserem Verein. Er engagierte sich nicht nur bei unseren vereinsinternen Turnieren und Veranstaltungen, sondern brachte sich auch bei den Mannschaftskämpfen ein. An den verschiedenen Bezirksmeisterschaften nahm er regelmäßig teil. Paul war sehr zuverlässig, auch wenn er immer betonte, dass „Sonntag um 10 Uhr nicht seine Zeit sei“. Trotzdem war er immer zur Stelle. Durch seine ruhige und ausgeglichene Art war Paul nicht nur bei uns im Verein, sondern auch im Schachbezirk Lüneburg sehr geschätzt. Leider erlaubte es seine Gesundheit in den letzten Jahren nicht, dass er weiterhin am Spielbetrieb teilnahm.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seiner Familie. Wir werden Paul vermissen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Ralf Schöngart

Zwei Buxtehuder beim NSV-Dähnepokal

Am 20. und 21.12. fand in Lehrte der NSV-Dähnepokal 2025 statt. Dieses Mal waren mit Ralf Schöngart und Justus Ibe zwei Buxtehuder als Vertreter des Schachbezirks Lüneburg am Start.

Ralf bekam es im Viertelfinale mit der Nummer 5 der Setzliste (DWZ 2008) zu tun. Ralf geriet in eine unangenehme Stellung, in der sein Springer praktisch unauflösbar gefesselt war, ihm gelang es jedoch, das Remis durch Dauerschach zu sichern. Im Schnellschach unterlag Ralf seinem Gegner allerdings. Justus bekam die Nummer 8 der Setzliste (DWZ 1635) zugelost, der bedingt durch die Anreise mit der Bahn mit etwas Verzug ankam. Mit Weiß kam Justus in eine schwierige Stellung mit geöffneter h-Linie gegen seinen König. Sein Gegner opferte jedoch fälschlicherweise eine Figur. Diese gab Justus aber wieder zurück, um in ein Endspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Hier machte es ihm sein Gegner leicht, sodass nach etwa 4 Stunden Spielzeit der Sieg auf der Ergebnistafel stand.

Im Halbfinale wartete jedoch ein 16jähriger NSV-Kaderspieler und späterer Pokalsieger mit DWZ 2280 auf Justus. Sein Gegner ließ sich auch nicht lange bitten und nutzte kleine Ungenauigkeiten des Buxtehuders gnadenlos aus und nach 25 Zügen brachte sein Gegner den Sieg unter Dach und Fach.

Insgesamt haben sich die Buxtehuder Vertreter also ganz ordentlich geschlagen. Der Dähnepokal auf Bezirksebene startet übrigens schon Anfang 2026. Die Ausschreibung hierfür ist auf der Website des Schachbezirks Lüneburg zu finden.

Justus Ibe

Neues Spiellokal

Mit dem Julklapp-Blitzturnier am 12.12.2025 endet für die Schachfreunde Buxtehude eine lange und prägende Ära: Nach 24 Jahren heißt es Abschied nehmen von den Räumlichkeiten in der „Hohen Luft“. In dieser Zeit wurde hier nahezu alles erlebt, was das Schach zu bieten hat, bittere Tränen nach Abstiegen, ausgelassene Freude über Aufstiege, endlose Freitagabende mit Vereinsmeisterschaften und Pokalturnieren bis tief in die Nacht sowie harte, oft mehr als sechsstündige Kämpfe an den Sonntagen. Auch das Jugendtraining entwickelte sich stetig weiter, vom Einzeltraining bis hin zu lebhaften Gruppen mit bis zu 15 Jugendlichen.

Nun blickt der Verein nach vorne. Die Schachfreunde freuen sich darauf, die neuen Räumlichkeiten in der Begegnungsstätte Altkloster (Hauptstraße 30, Buxtehude) mit Leben zu füllen. Die Stadt Buxtehude hat hier mit großem Engagement hervorragende Bedingungen geschaffen, für die wir sehr dankbar sind. In dieser neuen Umgebung möchten wir weiterhin gemeinsam Schach spielen, Erinnerungen sammeln und neue Freunde des königlichen Spiels willkommen heißen.

Aufgrund des Umzugs und der anstehenden Feiertage setzen die Trainingsabende vorübergehend aus. Der erste Trainingsabend – quasi zum Kennenlernen der neuen Räumlichkeiten – findet am 09.01.2026 zu den üblichen Zeiten statt. Am 16.01.2026 startet dann der Spielbetrieb mit unserem Schnellturnier.

Die Begegnungsstätte Altkloster wartet darauf, mit neuen Geschichten gefüllt zu werden. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Neustart.

Thomas Höhle

Der letzte Akt.

 

Die neuen Räumlichkeiten.

 

 

Zweite Mannschaft marschiert durch

Unsere zweite Mannschaft musste am 3. Spieltag in der Bezirksklasse West gegen den SV Winsen (Luhe) II antreten. Unsere Ausgangsposition war günstig, denn Winsen ließ die Bretter 1 und 2 unbesetzt. Dadurch hatten wir für Stefan Klein und Volker Harms zwei kampflose Punkte sicher.

An den übrigen vier Brettern ergaben sich wechselvolle Spiele. Die erste Partie ging an Brett 5 durch Bjarne Walther verloren. Aus der sizilianischen Verteidigung entwickelte sich ein geschlossenes Mittelspiel, in dem Bjarne gut mithielt. Auf eine Drohung gegen seinen Läufer übersah Bjarne eine starke Drohung gegen den gegnerischen Turm und gab trotz Stellungsvorteils auf.

Den ersten Sieg brachte uns Peter Rußi an Brett 6 ein. Gegen einen offensiv spielenden Gegner kam er zunächst in eine beengte Stellung, aus der er sich dank geschickter Abtauschmanöver befreien konnte. Er behielt einen Mehrbauern zurück, den er umsichtig und konzentriert nach vorne brachte. Kurz vor der Umwandlung gab sein Gegner auf.

An Brett 3 kam es bei Björn Walther nach einer verhaltenen halboffenen Eröffnung und bedachter Figurenentwicklung zum regen Figurenabtausch. Im sich daraus entwickelndem Doppelturmendspiel mit gleichfarbigen Läufern und noch sämtlichen Bauern büßte Björn schnell einen Bauern ein. Er versuchte dann vergeblich, den Bauern zurückzuerobern oder zumindest ein Remis zu erzielen, verlor aber schließlich.

Auch Curd Hiersche hatte an Brett 4 eine geschlossene Partien mit solidem Aufbau. Im Laufe des Mittelspiels öffnete sich die Stellung und es kam zu vielerlei taktischen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Curd konnte seine Chancen besser nutzen und schlug mit seinem Königsangriff schließlich durch.

Am Ende stand es 4:2 Mannschaftspunkte für uns. Somit konnten wir unseren dritten Mannschaftskampf in Folge gewinnen und sind bislang ungeschlagen. Bis mindestens Januar werden wir an der Tabellenspitze überwintern. Eine hervorragende Ausgangsposition, um die zweite Saisonhälfte im neuen Jahr entspannt anzugehen.

Stefan Klein

Jan Kröger ist Blitzmeister 2025

Am vergangen Freitag, den 05. Dezember wurde die jährliche SFB-Blitzmeisterschaft ausgespielt. Hierbei konnte sich Jan Kröger mit einer 100%-Ausbeute von 8 Punkten souverän den Titel sichern. Auf dem zweiten Platz mit 6,5 Punkten landete Ralf Schöngart. Den dritten Platz erkämpfte sich Stefan Lehmkuhl mit 6 Punkten.

Hier die Kreuztabelle mit allen Ergebnissen:

Blitzmeisterschaft | Schachfreunde Buxtehude e.V.

1. Binzer Senioren-Open

In diesem Jahr fand in Binz auf Rügen das beliebte Senioren-Turnier erstmals unter einem neuen Namen und unter neuer Leitung statt. Streitigkeiten mit dem ehemaligen Veranstalter führten dazu, dass die offene Landesmeisterschaft von M-V jetzt auf Usedom stattfindet – leider zeitgleich! Hoffentlich gibt es da für die Zukunft bessere Lösungen, vor allen Dingen für die Schachspieler!

Wir spielten wieder im Dorint Seehotel Binzer Therme. Immer noch mit einem tollen Wellness-Bereich und (leider 😉 ) sehr leckerem Essen. Leider waren von den ursprünglich angemeldeten 173 Spielern letztlich nur 154 am Start. Das ist besonders ärgerlich, weil dadurch Spielern, die gerne mitgespielt hätten, diese Möglichkeit durch die blockierten Startplätze genommen wurde. Mein Turnierstart war gelungen. In der ersten Runde widerlegte ich mit Schwarz meinem Gegner (ELO 1837) sein Bauernopfer in der Eröffnung und konnte letztlich mit 3 Bauern mehr gewinnen. In Runde zwei traf ich auf einen guten Freund aus Leipzig (ELO 1745). Auch hier konnte ich zwei Bauern und damit die Partie gewinnen. Danach wartete ein FM mit ELO 2103 auf mich. In dieser Partie rechnete ich eine Abwicklung durch, vergaß aber, dass ich den ersten Zug zwar im Kopf, aber noch nicht auf dem Brett ausgeführt hatte. Tja, Sachen gibt’s … In Runde 4 spielte ich gegen den 94-jährigen Turniersenior. Als ehemaliger Bundesligaspieler hat er immer noch eine ELO-Zahl von 1915. Trotz aller Erfahrung hat er eine schlechte Angewohnheit: Ständiges Remis-Anbieten und zwar ausschließlich, wenn der Gegner am Zug ist. Wie sagte ein Schachfreund so schön am nächsten Morgen beim Frühstück: „Du hast dem Sirenen-Gesang der ständigen Remis-Angebote erfolgreich widerstanden“. Schöne Formulierung. Dann kam der nächste FM (ELO 2225). In einer 5-Stunden-Partie konnte sich nach 60 Zügen der Spieler von Werder Bremen durchsetzen. In der 6. Runde erreichte ich mit Weiß ein Endspiel Turm + guter Springer gegen Turm + schlechter Läufer bei gleicher Bauernzahl. Mein Gegner aus Kiel (ELO 1891) verteidigte sich zäh, bis wir beide nur noch zwei Minuten Restbedenkzeit hatten. Dann konnte er jedoch einen Bauerndurchbruch nicht mehr verhindern. 4 aus 6 ist kein schlechtes Zwischenergebnis. Runde 7 hielt den nächsten Titelträger, einen CM mit ELO 2127, für mich bereit. Hier wählte ich mit Schwarz einen ruhigen und sicheren Aufbau und konnte tatsächlich ein Remis erreichen. Die 8. Runde dann umgekehrte Vorzeichen. Mein Gegner (ELO 1875) „rührte Beton an“. In der Stellung fand ich kein Durchkommen, also wieder Remis. In der letzten Runde schoss ich dann einen Riesen-Bock und „schenkte“ meinem Gegner (ELO 2098) einzügig die Qualität und damit natürlich auch den Punkt. Kein schöner Abschluss. Mit 5 Punkten aus 9 Runden landete ich am Ende auf Platz 38, gestartet war ich mit Nummer 34. Also in etwa die Erwartungen erfüllt.

Auch dieses Jahr waren mit Sigrun Naumann die SFB doppelt vertreten. Leider ermittelte die Turnierleitung eine fehlerhafte Startrangfolge, so dass Sigrun in der ersten Runde spielfrei hatte. Dieser kampflose Punkt wirkte sich natürlich auf das ganze Turnier aus, denn Sigrun bekam ständig deutlich stärkere Gegner vorgesetzt. Trotzdem erreichte sie am Ende mit 1,5 Punkten den vorletzten Platz. Und gegen welche Gegner sie gespielt hat, zeigt die Tatsache, dass Sigrun sogar noch ein Plus von 5 DWZ-Punkten verbuchen konnte.

Leider war die falsche Startrangliste nicht das einzige Manko der Turnierleitung. Das zeigte sich von fehlerhaften Rating-Listen über nicht bewiesene Cheating-Vorwürfe bis hin zu, in der Ausschreibung ausgeschlossenen (!), doppelten Preisen bei der Siegerehrung. Hier kann man von einem zertifizierten „International Organizer“ sicher mehr erwarten.

Trotzdem war es insgesamt wieder ein sehr schönes Turnier, wozu auch die gemütlichen Abende mit Freunden an der Bar beigetragen haben. Im nächsten Jahr steht das Hotel aus Renovierungsgründen leider nicht zur Verfügung, dann soll in einem Nachbarhotel gespielt werden. Man kann gespannt sein, ob das Turnier dann immer noch so gut angenommen wird.

Ralf Schöngart

Julklapp-Blitzturnier 2025

Auch in diesem Jahr wollen wir am letzten Spieltag des Jahres wieder unser Julklapp-Blitzturnier durchführen. Eingeladen sind nicht nur alle Vereinsmitglieder der Schachfreunde Buxtehude, sondern auch alle Gäste und Freunde unser Vereins, also jeder, der Lust und Interesse hat. Mitzubringen ist wie immer ein kleines Geschenk (möglichst unkenntlich verpackt) im Wert von ca. 5 – 10 Euro. Hier die weiteren Eckdaten:


Zeit und Ort:

  • 12. Dezember, dieses Jahr starten wir bereits um 19:30 Uhr in der „Hohen Luft“, Stader Straße 15 in Buxtehude
  • Anmeldeschluss: 19:30 Uhr
  • Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, jeder kann am Spieltag spontan vorbeikommen.


Modus:

Wir spielen ein Rundenturnier jeder gegen jeden, mit je 5 Minuten Bedenkzeit, Spielschluss ist jedoch spätestens 22 Uhr. Das heißt, wenn das Rundenturnier um 22 Uhr noch nicht beendet sein sollte, wird ein Schlussstrich gezogen und alle bis dahin gespielten Partien fließen in die Abschlussplatzierung ein. Die mitgebrachten Geschenke werden auf einem Tisch aufgebaut.

Die Reihenfolge der Abschlussplatzierung entscheidet darüber, wer sich bei der anschließenden „Bescherung“ als Erstes ein Geschenk aussuchen darf – wobei (hier zeigt sich ein kleiner Touch der Weihnachtsmoral) man sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen sollte, denn das größte oder am aufwendigsten verpackte Geschenk muss keinesfalls auch das schönste oder wertvollste sein 🙂
Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen aus nah und fern!

Euer

Justus Ibe

2. Spieltag Mannschaftsmeisterschaft

SFB I – Verbandsliga Nord

Am 16.11. fand der zweite Spieltag dieser Saison statt und die SFBer mussten ins „Scharfrichterhaus“ reisen. Dort wartete allerdings nicht die Todesstrafe, sondern glücklicherweise nur die erste Mannschaft des SK Verden auf uns. Von den DWZ-Zahlen waren wir an den meisten Brettern gleich auf, lediglich an Brett 7 und 8 waren die Verdener jeweils ca. 200 Punkte höher bewertet.
Es startete mit einer Niederlage von Curd Hiersche an Brett 7. Etwa eine halbe Stunde später musste sich Alexander Struck an Brett 6 ebenfalls geschlagen geben, wodurch es bereits 0:2 gegen uns stand. Aber auch an den anderen Brettern sah es nicht gerade nach großen Siegchancen aus, so dass Martin Winkelmann an Brett 4 nach einer soliden Partie ein Remis beisteuerte. Auch Ralf Schöngart an Brett 2 musste sich auf eine Zugwiederholung einlassen, um kein Material zu verlieren. Bei seinem Debüt für die erste Mannschaft konnte Ralph Bernhard an Brett 8 lange Zeit gut mithalten, bis er sich im Endspiel schließlich geschlagen geben musste. Nun stand es also 1:4, die drei verbleibenden SFBer kämpften in jeweils ausgeglichenen Stellungen dennoch weiter, bis Frank Schildt an Brett 3 nach 4 Stunden Spielzeit doch ins Remis einwilligte. Torsten Damm an Brett 5 und Justus Ibe an Brett 1 zogen sofort nach. So stand am Ende eine deutliche 2,5:5,5 Niederlage auf der Ergebnistafel. Kurioserweise wurde diese Saison auch noch keine einzige der 16 gespielten Partien gewonnen. Bleibt zu hoffen, dass sich das beim nächsten Mannschaftskampf gegen die SG FinWest am 7.12. ändert.
Justus Ibe

SFB II – Bezirksklasse West

SFB 2 hatte die 3.Mannschaft vom Stader SV zu Gast, die ihr erstes Spiel ähnlich gut mit 5:1 gewonnen hatte. Es ging also auch um die zwischenzeitliche Tabellenführung, und so waren wir mit der nominal stärksten Besetzung angetreten.

Trotzdem gab es schon nach 45 Minuten einen Rückschlag, wo Volker Harms sich der seltenen Wiener Partie erwehren musste. Sein Gegner hatte einen starken Angriff auf der f-Linie gestartet, der zum Durchbruch und schließlich zu Figurenverlust führte. So ging die Partie nach 16 Zügen verloren. Helmut Blanck glich nur 10 Minuten später zum 1:1 aus. Kommentar von Helmut: „Mein junger Gegner hatte sich zuerst gut aufgebaut. Dann ruinierte er alles durch einen Patzer und ich gewann einen Springer und im nächsten Zug noch die Dame. So zu gewinnen macht keinen Spaß.“

Alle weiteren Partien standen längere Zeit auf der Kippe bzw. ausgeglichen, ehe Thomas Höhle mit Weiß an Brett 2 ins Remis abwickeln konnte. Björn Walther stand an Brett 6 zeitweise schlechter, erkämpfte sich aber mit etwas Glück schließlich das Remis im Colle-System nach 34 Zügen. An Brett 3 geriet Hans-Peter Tödter mit Schwarz in der Trompovski-Eröffnung zunächst unter Druck, konnte sich davon aber befreien und seinerseits einen Gegenangriff aufbauen. Der reichte aber nicht für mehr als ein Remis nach 34 Zügen und 2,5 Stunden Spielzeit. Den Tag zu unseren Gunsten entschied Stefan Klein an Brett 1.

Nach dem nun erreichten Zwischenstand von 2,5:2,5 blickten alle auf die letzte noch laufende Partie von Stefan Klein an Brett 1. Stefan gewann im Mittelspiel einen Zentrumsbauern, was zunächst noch kein klarer Vorteil war. Stefans Gegner kämpfte entschlossen um das Remis, doch nach Abtausch aller Figuren behielt Stefan seinen Mehrbauern bis ins Endspiel. In einem komplizierten Bauernendspiel mit vielen Tücken behielt Stefan die Übersicht – und verwandelte seinen Mehrbauern sicher zum Sieg. Mehrere geschickt genutzte Zugzwangsituationen halfen ihm dabei.

So gewann unsere zweite Mannschaft am Ende knapp, aber verdient mit 3,5:2,5. Nach dem zweiten Spieltag stehen wir in der Bezirksklasse West mit vier Mannschaftspunkten an der Tabellenspitze. Eine perfekte Voraussetzung für die nächsten Spieltage. Das nächste Match sieht uns am 7.Dezember beim SV Winsen II.

Hans-Peter Tödter