Zentrale Endrunde der Schachbundesliga in Bremen

Die Saison für die Mannschaft der Schachfreunde Buxtehude ist abgeschlossen und steht in den Geschichtsbüchern. Mit 5 Siegen aus 7 Spielen ging eine positive Spielzeit zu Ende.

Nun könnte man denken, dass die Akkus wieder aufgeladen werden und eine Schach freie Zeit beginnt.

Dem ist nicht so, denn die zentrale Endrunde der Schachbundesliga wurde vom 07.07 bis zum 10.07 im VIP Bereich des Weserstadions ausgetragen.

Mit einem üppigen Rahmenprogramm lockte die Endrunde einige Zuschauer ins Weserstadion. Ralf Schöngart musste nicht gelockt werden, denn er war für die gesamte Endrunde als Bundesligaschiedsrichter im Einsatz. Am Samstag besuchte Thomas Höhle, als interessierter Zuschauer die Endrunde.

Der Samstag hielt 2 Fragen bereit. Wer wird Meister und wie spielt die Deutsche Nr. 1 Vincent Keymer (Nr. 50 der Welt) gegen die Nr. 1 der USA, Fabiano Caruana (Nr. 4 der Welt)?

Vincent spielte eine sehenswerte Partie und erreichte ein Endspiel, welches im 58. Zug Remis endete. Auch zu erwähnen war das Spiel der deutschen Nr. 2 Matthias Blübaum gegen Richard Rapport (Nr. 8 der Welt), welches ebenfalls unentschieden endete.

Am späten Nachmittag trafen dann die ungeschlagenen Mannschaften OSG Baden-Baden und SC Viernheim aufeinander. Nach 5 Stunden Kampf setzte sich der Titelverteidiger Baden-Baden durch und wurde am 10.07. ungeschlagen zum deutschen Meister gekrönt.

Aus Sicht eines Schachfans war die gesamte Veranstaltung gelungen. In diesen Tagen waren Weltklassespieler sprichwörtlich zum Greifen nah. Neben den erwähnten Caruana und Rapport war Vachier-Lagrave (Nr. 9) und Mamedyarov (Nr. 12) und viele mehr anwesend. Auch die gesamte deutsche Schachprominenz hat sich eingefunden. Der komplette Olympiakader (Keymer, Blübaum, Svane, Kollars, Nisipeanu) sowie bekannte deutschsprachige Schachspieler (Huschenbeth, Rustam Kasimdzhanov, Zaragatski) konnten bei der Arbeit beobachtet werden.

Vieles muss man vor Ort erleben, zum Beispiel wie schnell sich die Augen bewegen, wenn ein GM eine Variante rechnet und nicht mehr in der Theorie ist.

Die nächste Gelegenheit, so viele Weltklasse Spieler zu sehen, wird sich bei der Olympiade ergeben. Diese wird vom 26.07-08.08. in Chennai Indien ausgetragen.

Daher meine Empfehlung: Besucht solche Veranstaltungen, wenn diese vor Ort sind.

Thomas Höhle

Bild

Inhalt

1

Caruana und Rapport besprechen sich kurz der der Partie. Im Vordergrund Ex-WM Rustam

2

Nr. 8 der Welt gegen Nr. 2 Deutschland; Rapport – Blübaum

3-6

Vincent-Fabiano

7

Gata Kamsky wartet auf seinen Gegner

8

Ex-Weltmeister Rustam an Brett 7 beim Serienmeister

9

Shak gegen Ragger, 

10

Ilja Zaragatski, oft als Moderator zu sehen, heute als Spieler

11

Im Vordergrund R. Svane- J. Bjerre. Im Hintergrund Grandelius-Niemann (erst 19 und viel Potenzial)

12

Huschenbeth – Jones

13

Das Objekt der Begierde, der Pokal

14

Frederik Svane schaut seinem großen Bruder Rasmus über die Schulter

15

Schiedsrichter bei der Arbeit

16

Ausblick auf ein anderes Spielfeld

17

Zuschauer beim Top-Spiel

18-19

Schiedsrichter bei der Arbeit

20

Schiedsrichter bei der Arbeit mit  FM Colbow

In eigener Sache

Aufgrund einer technischen Störung konnten in der letzten Zeit leider keine Beiträge auf unserer Homepage veröffentlicht werden. Diese Störung ist inzwischen behoben, so dass jetzt nach und nach alle fehlenden Informationen nachgepflegt werden. So gibt es jetzt auch einen ausführlichen Bericht über unsere Stadtmeisterschaft  sowie einige Bilder zum Turnier.

Ralf Schöngart

34. Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft

Nach zwei Jahren Ausfall der Offenen Stadt-Meisterschaft in Buxtehude fand am Samstag, dem 25.06.22, die 34.Auflage der Traditionsveranstaltung statt. Der Schützenverein Altkloster stellte freundlicherweise die großzügigen Räumlichkeiten seiner Schießsportanlage zur Verfügung. Wegen der starken Beteiligung von 50 Schachfreunden musste der Veranstalter, die Schachfreunde Buxtehude (SFB), aus der üblichen Spielstätte Hoheluft auf eine größere Lokalität ausweichen. Trotzdem war eine vorherige Anmeldung empfehlenswert, und einige unangemeldete Schachspieler konnten leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Das Turnier wurde im Schnellschach-Modus ausgetragen. Jeder Spieler hat pro Partie 20 Minuten zur Verfügung. Partien dauern also maximal 40 Minuten. Insgesamt wurden neun Runden nach dem so genannten Schweizer System ausgetragen. Dabei werden nach jeder Runde die Ergebnisse in eine Liste eingetragen. Der aktuelle Punktestand wird für die Auslosung zur nächsten Runde herangezogen, so dass möglichst punktgleiche Spieler gegeneinander spielen. So sehen sich alle immer etwa gleichstarken Gegnern gegenüber.

Für schachfremde Besucher der Veranstaltung ist es immer wieder ein besonderer Moment, wenn eine neue Runde gestartet wird. Schlagartig verstummen alle Gespräche, nur das Klicken beim Drücken der Kontrolluhren erzeugt eine gedämpfte Geräuschkulisse. Sobald die ersten Partien beendet sind, entfernen sich die Protagonisten allmählich aus dem Spiellokal. Die einen mit enttäuschter Miene, wenn es nicht so lief wie erhofft, die anderen mit befriedigtem Lächeln und gespannt darauf, welche Gegner ihnen als nächste zugelost werden.

Die Spieler waren aus dem ganzen Bezirk von Cuxhaven bis Salzhausen angereist, viele von ihnen zum wiederholten Male. Einzelne kamen aus Hamburg, zwei sogar aus Leipzig. Den Reiz des Turniers bestimmte, dass nicht nur Vereinsspieler, sondern sich auch Amateurspieler – diesmal nahmen 10 teil – am Kampf auf den 64 Feldern betätigen konnten. Von 9 bis 81 Jahren waren alle Altersgruppen vertreten, besonders erfreulich die Teilnahme von 12 Jugendlichen, auch aus dem eigenen Verein der SFB.

Nach vier Runden schälte sich eine Gruppe von etwa 15 Spielern mit drei von vier möglichen Punkten heraus, die beste Chancen hatten, auch am Ende weit vorn zu stehen. Ein Aushang mit aktuellem Punktestand gab jedem einen Überblick von der eigenen Position. Mit fortschreitender Dauer schwanden bei manchem die Kräfte, die Konzentration ließ nach und Partien endeten manchmal abrupt.

Gerade an den Spitzenbrettern wurde weiter hart gekämpft. Manche Partie geriet zur Zeitnotschlacht. Wenn beide Kontrahenten nur noch wenige Sekunden auf der Uhr hatten, flog schon mal eine Figur übers Brett. Jeweils zum Ende einer Runde bildeten sich Pulks von ‚Kiebitzen‘ um die Bretter der noch Spielenden. Situationen mit Unterhaltungswert!

Zur Stärkung zwischen den Runden und in der Mittagspause nach der 4.Runde boten die SFB Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke und kleine Speisen an. Der gute Geist in der Cafeteria, Susanne Drews, hatte ordentlich zu tun.

Nach acht gespielten Runden wurde nochmal ein Zwischenstand veröffentlicht. Jeder kannte seinen Stand und legte sich in der 9. Runde nochmal richtig ins Zeug, um die Position zu verbessern. Mit 7,5 Punkten lag Kamel Seba vom SK Altona auf dem 1.Platz. Nach einem Remis in der 1.Runde hatte er alle folgenden Partien gewonnen und sich damit um einen vollen Punkt vom Verfolgerfeld abgesetzt. Einzig Jürgen de Voogt vom TV Fischbek Süderelbe hätte ihn noch einholen können, wenn Arend Brümmel vom SV Stade in der letzten Runde gegen Seba gewonnen hätte. So konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf diese Partie. Tatsächlich bekam Brümmel mit den weißen Steinen in der spannenden Partie einen Vorteil im Turmendspiel. Mit deutlich weniger Zeit auf der Uhr konnte er den Mehrbauern aber nicht verwerten, die Partie endete mit Remis.

So wurde Kamel Seba mit 8 Punkten neuer Buxtehuder Stadtmeister, Platz 2 ging an Jürgen de Voogt mit 7,5 Punkten, Platz 3 belegte Arend Brümmel mit 6,5 Punkten. Die Preisträger bei den Amateuren, d.h. vereinslose Spieler, waren Denis Pakhomov mit 7 Punkten vor Jörg Petershagen aus Buchholz mit 6 Punkten und Frank Schildt aus Buxtehude mit 5 Punkten. Als beste Jugendspieler zeichneten sich aus: Andrés Reyes-Mantilla vom Hamburger SK mit 6 Punkten vor Connor Kröger vom Jorker SV mit 5,5 Punkten und Dominik Chmura von Eintracht Munster mit 4 Punkten. Die einzige Dame im 50er Feld, Sigrun Naumann aus Leipzig, erhielt einen Sonderpreis.

Fazit: Die 34.Offene Stadtmeisterschaft war ein voller Erfolg und bot Spannung bis zur letzten Runde. Besonders gelobt wurden die Räume des Schützenvereins Altkloster, die hervorragende Spielbedingungen in einer angenehmen Atmosphäre garantierte.

Hans-Peter Tödter

Fakten:

50 Teilnehmer

18 Vereine

9 Hobbyspieler

12 Jugendliche

1 weibliche Teilnehmerin

Endstand

Anmeldung

Die ersten Spieler trudeln ein

Gäste aus Leipzig

Gespannte Vorfreude

Volles Haus

Die einzige „lebende Dame“ gegen den Jüngsten

Seriensieger Frank Schildt

Konzentration ist alles

Alt gegen Jung

Der neue Bezirksspielleiter am Brett

Die Spitzenpaarung

Kiebitze an Brett 1

Ohne sie geht nix: Der gute Geist der Küche

Warten auf die Siegerehrung

Danke an die einzige „echte“ Dame

Trostpreis

Den Heimaturlaub aus Chile genutzt: Buchpreis für Thorsten Broda

Platz 2 der Hobbyspieler: Jörg Petershagen

Neuer Stadtmeister der Hobbyspieler: Denis Pakhomov

Platz 3 der Vereinsspieler: Arend Brümmel (Stader SV)

Platz 2 der Vereinsspieler: Jürgen de Voogt (TV Fischbek)

Neuer Stadtmeister der Vereinsspieler: Kamel Seba (SK Altona)

 

Neue Stadtmeister

Am 25.06.2022 versammelten sich 50 Spieler in der Schießsportanlage des Schützenvereins Altkloster, um die neuen Stadtmeister zu ermitteln. Nach 9 spannenden Runden standen die Sieger fest. Bei den Vereinsspielern konnte sich ungeschlagen mit 8 Punkten Kamel Seba (SK Altona) vor Jürgen de Voogt (TV Fischbek) und Arend Brümmel (Stader SV) durchsetzen. Bei den Hobbyspielern gewann mit starken 7 Punkten Denis Pakhomov vor Jörg Petershagen und dem „Seriensieger“ Frank Schildt.

Einen ausführlichen Bericht und einige Fotos gibt es demnächst unter der Rubrik „Stadtmeisterschaft“.

Endstand

Ralf Schöngart

Die Serie hält

Heute ging in Sottrum die NSV-Senioren-Einzelmeisterschaft zu Ende. Insgesamt gingen 29 Spieler an den Start, um in 7 Runden den neuen niedersächsischen Seniorenmeister zu ermitteln. Ich konnte meine ersten beiden Partien gewinnen und spielte dann in Runde drei gegen den nominellen Turnierfavoriten. Hier unterlief mir in der Eröffnung eine kleine Ungenauigkeit, die einen Bauern kostete. Diesen Vorteil ließ sich der langjährige Zweitligaspieler natürlich nicht entgehen. In Runde 4 spielte ich gegen den neuen Blitz- und Schnellschachmeister Remis. Die Runden 5 und 6 konnte ich dann wieder gewinnen. Damit ergab sich vor der Schlussrunde eine interessante Konstellation: Sechs Spieler waren mit 4,5 Punkten punktgleich an der Spitze. Und diese sechs spielten alle untereinander – für Spannung war also gesorgt! Eine Partie endete trotzdem mit einem Kurzremis. Mein Gegner, lange Jahre in der Oberliga aktiv, bot mir nach 10 Zügen ebenfalls Remis an. Ich wollte jedoch noch um den Turniersieg mitkämpfen und mir gelang tatsächlich noch mal ein schöner Sieg! Für Interessierte gibt es hier die Partienotation. Jetzt musste die Partie am Spitzenbrett entscheiden. Hier konnte sich schließlich die Nummer eins durchsetzen, so dass wir beide 5,5 Punkte hatten. Es musste also wieder einmal die Feinwertung entscheiden. In der Buchholzwertung kamen wir beide auf 31,0 Punkte, erst in der Zweiten Feinwertung (Sonneborn-Berger) hatte der sympathische Oldenburger mit 0,75 Pünktchen die Nase vorn. Herzlichen Glückwunsch an den neuen niedersächsischen Seniorenmeister Ernst Heinemann! Mir blieb wieder „nur“ der zweite Platz. Aber dreimal in einer Woche einen niedersächsischen Vize-Meister-Titel gewinnen, das gelingt auch nicht alle Tage!

Ralf Schöngart

NSV-Senioren-Schnellschach-Einzel-Meisterschaft

Heute stand in Sottrum die Schnellschach-Meisterschaft auf dem Programm. Gespielt wurden 5 Runden mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. Mit 4,5 Punkten landete ich wiederum auf dem zweiten Platz, diesmal fehlte allerdings nur ein halber (!) Buchholzpunkt zum Titel. Den holte sich erneut Uwe Grimm (MTV Dannenberg). Irgendwie scheine ich ein Abo auf Vize-Meister-Titel zu haben …

Ralf Schöngart

NSV-Senioren-Blitz-Einzel-Meisterschaft

In der Woche vom 16. Mai bis 21. Mai 2022 findet in Sottrum die Niedersächsische Senioren-Einzelmeisterschaft statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde heute die NSV-Senioren-Blitz-Einzelmeisterschaft ausgetragen. Nach 10 gespielten Runden erreichte ich 7,5 Punkte und wurde damit Zweiter (NSV-Senioren-Vize-Blitzmeister, tja, es gibt schon sperrige Titel …). Neuer Senioren-Blitzmeister wurde Uwe Grimm (MTV Dannenberg) mit 8,5 Punkten.

Ralf Schöngart

Gelungenes BuFDi-Projekt

Am Samstag, 7. Mai 2022, fand das angekündigte gemeinsame Projekt mit dem BSV statt. Kurzfristig musste der Veranstaltungsort in die Malerschule verlegt werden, was aber von den Räumlichkeiten her eher ein Gewinn war. Wir hatten vier verschiedene Stationen aufgebaut: Anfängerschach, Schachaufgaben, Simultan und freies Spiel. Außerdem hatte Cedric eine Cafeteria mit Kleinigkeiten und leckerem Butterkuchen zur Verfügung gestellt! Über den Tag verteilt kamen etliche Besucher und probierten die verschiedenen Angebote aus. Vor allen Dingen waren Familien mit Kindern engagiert dabei. Es war ein schöner Tag mit vielen interessanten Begegnungen und Gesprächen! Schade fand ich, dass Cedric Karlson, der den Tag im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes organisiert hat, vom BSV selbst überhaupt keine Unterstützung bekommen hat und sich niemand von dem großen Sportverein vor Ort blicken ließ. Dafür waren wir nicht nur mit dem Spielmaterial sondern auch mit dem kompletten Vorstand vertreten! Und vielleicht konnten wir ja auch bei einigen Teilnehmern das Interesse am Schach wecken.

Ralf Schöngart

Bernd Skalmowski beim Simultan

Gute Laune war garantiert!

Presse

Unsere Pressearbeit hat durch unseren neuen Pressewart wieder deutlich Fahrt aufgenommen. So haben sowohl das Wochenblatt als auch das Tageblatt große Artikel über unseren Verein veröffentlicht.

Neue Buxtehuder 26.03.2022

Buxtehuder Tageblatt 27.04.2022