SFB – Jubiläum

Wir feiern Geburtstag: 40 Jahre Schachfreunde Buxtehude! Dazu haben wir am 9. Mai einen besonderen Ehrengast eingeladen, den Schach-Bundestrainer der Männer, Großmeister Jan Gustafsson. Ab 14 Uhr wird es eine „Plauderstunde“ mit dem auch für seine Live-Kommentierungen bekannten Großmeister geben. Anschließend tritt er simultan gegen 20 Spieler der Schachfreunde an. Interessierte und Gäste sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen in der Begegnungsstätte Altkloster, Hauptstr. 30 in Buxtehude zu besuchen. 

Ralf Schöngart

Lisa’s Open

Am ersten Mai-Wochenende wurde in Winsen/Luhe die Bezirks-Schnellschach-Einzelmeisterschaft (BSSEM) ausgetragen. Besser bekannt ist dieses Turnier unter dem Namen „Lisa’s Open“. Gespielt wurden wiederum an zwei Tagen 11 Runden in den schönen Räumlichkeiten des Marstalls, bestens organisiert vom SV Winsen. 

Leider waren von den insgesamt 27 Teilnehmern dieses Mal nur zwei SFB’er am Start. Justus Ibe mischte das ganze Turnier in der erweiterten Spitze mit. Durch einen Sieg in der letzten Runde belegte Justus mit starken 6,5 Punkten den 6. Platz der Gesamtwertung, in der gesonderten Bezirkswertung reichte es sogar als Dritter für einen Platz auf dem Treppchen. Einen rabenschwarzen Samstag erwischte Ralf Schöngart. Mit nur einem Punkt aus 5 Runden verdiente sich der Buxtehuder in der letzten Runde des Tages sogar das Freilos. Am Sonntag dann ein bisschen Wiedergutmachung: 4 aus 5 ergaben insgesamt 6 Punkte und Tabellenplatz 12. Der unter der Flagge von Eintracht Munster startende Stefan Lehmkuhl landete mit 5 Punkten auf Platz 19.

Ralf Schöngart

Internationaler Seniorencup

178 Spieler aus 13 Nationen, unter ihnen 15 Titelträger, versammelten sich vom 18. April bis 26. April zum 14. Internationalen Seniorencup am Tegernsee. Gespielt wurde wiederum im schönen Seeforum in Rottach-Egern direkt am Tegernsee. Die Spielbedingungen und die Organisation waren wie immer hervorragend. Leider gab es aufgrund technischer Probleme in diesem Jahr keine Anzeige der Zwischenstände, aber das war zu verschmerzen.

Mein Turnier stand unter dem Motto „Schwach begonnen und dann stark nachgelassen“. Ich startete mit zwei Remisen gegen ELO 1778 und ELO 1796. Die dritte Runde konnte ich gegen einen Schweizer mit ELO 1860 gewinnen. In Runde vier dann der nächste Sieg (ELO 1896). Mit drei aus vier ins Turnier zu gehen, hört sich ja nicht sooo schlecht an. Dann die erste Niederlage in Runde 5 gegen ELO 2113. Den dritten Sieg schaffte ich in Runde 6 gegen ELO 1924. Vier aus sechs ist immer noch in Ordnung. Aber dann kam mein „Schlussspurt“ mit der großen Rochade: Drei Nullen in Folge (ELO 2104, ELO 1934 und ELO 1863). Mit 4 Punkten aus 9 Runden erzielte ich damit mein schwächstes Ergebnis bei diesem Turnier. „Belohnt“ wurde ich dafür mit einem satten Minus bei ELO und DWZ.

Ganz anders lief es bei der zweiten SFB’erin Sigrun Naumann. Bei jeder Partie ging sie als krasse Außenseiterin ans Brett, lieferte den teilweise deutlich höher bewerteten Gegnern aber beherzte Kämpfe. Am Ende standen starke zwei Punkte zu Buche! Sigrun konnte sich über einen deutlichen DWZ-Zuwachs freuen und verpasste die „magische 1000’er Grenze“ nur hauchdünn.

Das Turnier war sehr gut organisiert. Selbst Petrus verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen, so dass wir schöne Ausflüge unternehmen konnten. Abends dann die obligatorischen gemütlichen Runden mit lieben Freunden bei leckerem Essen und dem einen oder anderen Kaltgetränk 😉  Und das ist es doch, was so ein Turnier erst ausmacht!

Ralf Schöngart

Save the Date

Auch in diesem Jahr lebt unsere Tradition fort: Bereits zum 38. Mal richten wir die Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft aus! Nach bewährtem Muster spielen wir am 27. Juni 2026 ein gemeinsames Turnier mit Vereins- und Hobbyspielern, küren am Schluss jedoch zwei Stadtmeister und weitere Preisträger in den einzelnen Kategorien. Die Teilnehmerzahl ist wiederum auf 50 Spieler begrenzt. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass das Turnier relativ schnell ausgebucht ist. Eine rechtzeitige Anmeldung wird also empfohlen, denn es gilt das Motto: Wer zuerst kommt, mahlt (oder spielt …) zuerst. 

Alle Einzelheiten finden sich in der Ausschreibung.

Ralf Schöngart

Leistung besser als das Resultat

Als Tabellenletzter waren wir Sonntag beim Spitzenreiter SK Kirchweyhe 3 zu Gast. Der Topfavorit trat mit fünf Titelträgern an. Bei einer durchschnittlich über 400 Punkte besseren DWZ rechneten wir uns recht wenig Chancen aus, dennoch war der Kampf enger als es das Endergebnis vermuten lässt.

Fangen wir mit den positiven Ergebnissen an. An Brett 1 traf Justus Ibe mit Weiß auf einen FIDE-Meister (FM). Aus der Trompowsky-Eröffnung heraus ergab sich eine ausgeglichene Stellung. Das Gleichgewicht wurde im Verlauf der Partie nie ernsthaft gestört. In einem Turmendspiel hatten beide Parteien Freibauern auf den unterschiedlichen Flügeln. Da jedoch keiner der beiden Kontrahenten entscheidenden Vorteil herausarbeiten konnte, endete die Partie friedlich mit einem Unentschieden. Eine starke Leistung von Justus!

An Brett 4 zeigte Frank Schildt ebenfalls eine tolle Leistung. Trotz einer Minderqualität konnte er dank eines geschickt platzierten Läuferpaars die Stellung im dynamischen Gleichgewicht halten. Der Candidate Master (CM) fand keine Hebel, um in die Stellung von Frank einzudringen und ihn vor ernsthafte Herausforderungen zu stellen. Nachdem die Zeitkontrolle erreicht war, hatte der CM ein Einsehen und bot von sich aus das Remis an, was Frank folgerichtig und zufrieden annahm.

An den anderen Brettern konnten wir lediglich vorfeiertägliche Ostereier einsammeln.

An Brett 2 wehrte sich Ralf Schöngart am längsten. Gegen eine WIM opferte Ralf eine Leichtfigur für zwei Bauern und aktives Spiel. Lange Zeit konnte er seine Gegnerin vor Aufgaben stellen und die Stellung ausgeglichen halten.  Schlussendlich musste er sich nach 5 Stunden aber doch geschlagen geben und der Titelträgerin zum Sieg gratulieren.

Bernd Skalmowski hatte an Brett 3 nach der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung gegen eine WGM erreicht, die es ihm erlaubte, einen Königsangriff zu starten. Seine Gegnerin bot ihm den Damentausch an, was er angesichts der attraktiven Angriffsmöglichkeiten ablehnte. Leider konnte seine Gegenspielerin im weiteren Verlauf ihre Stellung sukzessive  verbessern und in ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern abwickeln. Ab dann lief es für die WGM wie geschmiert und als ein weiterer Bauer „abtrünnig“ wurde, gab Bernd die Partie auf.

An Brett 5 sah sich Torsten Damm ab Zug drei mit einer Zugfolge konfrontiert, die ihm so noch nicht über den Weg gekommen war. Die Folge war, dass sich der FIDE-Meister zu einem frühen Zeitpunkt über einen Mehrbauern freuen konnte. Dennoch ließ sich Torsten nicht beirren und versuchte das Beste aus der Stellung rauszuholen. Es entwickelte sich ein Stellungstyp, in dem Schwarz präzise agieren musste. Im 33. Zug unterlief dem FM ein einzügiger Einsteller. Da keine Falle erkennbar war, griff Torsten zu und schnappte sich die angebotene Qualität. Sichtlich konsterniert schüttelte der Kirchweyher den Kopf. In der Folge entwickelte er jedoch einen gefährlichen Königsangriff. Angesichts knapper Zeit waren nun „einzige“ Züge zu finden. Im 36. Zug wurde es immer komplizierter und Torsten griff daneben. Zwei Züge später war die Stellung verloren. Zu allem Überfluss überschritt Torsten auch noch die Zeit.

Curd-Liam Hiersche hatte es an Brett 6 ebenfalls mit einem DWZ-Schwergewicht zu tun. Aus der Eröffnung heraus konnte Curd-Liam eine Initiative am Königsflügel entwicklen, die seinen Gegenüber einiges an Kopfzerbrechen bereitete. Langfristig zahlte sich jedoch die größere Routine aus und der Kirchweyher konnte den materiellen Vorteil verwerten, den er sich im Endspiel erarbeitet hatte.

Am 7. Brett spielte Peter Rußi zunächst eine grundsolide Partie, die sich lange Zeit in der Remisbreite bewegte. Im Übergang vom Mittelspiel wähnte er sich sogar im leichten Vorteil. Leider überzog er in der Folge die Stellung und die Partie kippte zugunsten des Gegners. Auch hier machte sich der Spielstärkeunterschied erst in der späten Phase der Partie bemerkbar.

Ralph Bernhard an Brett 8 machte es seinem Kontrahenten ebenfalls nicht einfach. Zwar hatte der Kirchweyher Gegenüber frühzeitig das Läuferpaar für sich reklamieren können, musste aber mit der schlechteren Bauernstellung vorlieb nehmen. Auch hier ein ähnliches Bild: Lange Zeit eine ausgeglichene Stellung, aber je näher die Zeitkontrolle kam, desto mehr setzte sich die Erfahrung und Routine durch, so dass auch diese Partie verloren ging.

Fazit: Auch wenn das Resultat von 7:1 zugunsten der Kirchweyher am Ende deutlich ausfiel, waren die Partieverläufe deutlich enger. Somit hat das Team eine lobenswerte Einstellung und – trotz der Underdog-Rolle – einen guten Kampfgeist bewiesen. Das lässt für den Endspurt im Abstiegskampf hoffen.

Torsten Damm

Aus im Viertelfinale

Am gestrigen Sonntag wurde das Viertelfinale im diesjährigen Bezirks-Dähnepokal (BDP) ausgetragen. Auf Wunsch meines Gegners von der SG Niederelbe fand unsere Partie in Buxtehude statt. Somit musste er nicht die weite Fahrt nach Schneverdingen, wo die anderen Paarungen gespielt wurden, auf sich nehmen – gerade bei den aktuellen Spritpreisen eine vernünftige Entscheidung!

Mein Gegner wählte als Weißer das Londoner System und es entstand eine relativ ruhige Stellung. Nach einer Unachtsamkeit büßte ich einen Bauern ein, konnte jedoch im weiteren Verlauf durch eine kleine Taktik eine Qualität gewinnen. Allerdings bekam Weiß dafür zwei gefährliche verbundene Freibauern, die ich letztlich auch nicht vernünftig stoppen konnte und die somit für die Entscheidung sorgten.

Damit findet das Halbfinale im BDP dieses Jahr ohne Buxtehuder Beteiligung statt.

Ralf Schöngart

Aus 5 mach 1

Am 22. Februar wurde in Munster das Achtelfinale des Bezirks-Dähnepokals ausgetragen. Am Start dort auch drei SFB’er. Justus Ibe bekam als Weißer eine aggressive Eröffnung vorgesetzt, die ihn viel Bedenkzeit kostete. Mit nur noch wenig Zeit auf der Uhr büßte Justus zwei Bauern ein. Als sogar noch ein Dritter verloren ging, musste er seinem Gegner aus Schneverdingen zum Sieg gratulieren. Ralph Bernhard musste sich mit Weiß gegen Holländisch wehren. Der Buxtehuder kam ziemlich gut aus der Eröffnung, verlor allerdings im Mittelspiel eine Qualität. Diesen Vorteil ließ sich der erfahrene Munsteraner nicht mehr nehmen und konnte sicher gewinnen. Ralf Schöngart traf mit Weiß auf einen langjährigen Bekannten aus Bremervörde. In einer langen Theorievariante im Damengambit konnte sich keiner der Beiden einen entscheidenden Vorteil erarbeiten, also Remis nach 25 Zügen. In der erforderlichen Schnellpartie mit vertauschten Farben entschied – mal wieder – eine Springergabel für den SFB’er. Nach zwischenzeitlichem Qualitätsgewinn konnte der Titelverteidiger in ein leicht zu gewinnendes Bauernendspiel abwickeln. Damit ist von den ursprünglich fünf Buxtehudern leider nur noch einer übrig geblieben. Interessant in diesem Jahr: Die 8 Viertelfinalisten kommen aus 7 verschiedenen Vereinen! Dieses Viertelfinale findet am 15. März in Schneverdingen statt. Der Gegner dort wird ein Spieler der SG Niederelbe sein.

Ralf Schöngart 

SFB-Jahreshauptversammlung

Am gestrigen Freitag, 6.2.26, fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Auch wenn ich mir ein paar mehr Teilnehmer gewünscht hätte, fand die Versammlung in einem sehr harmonischen Rahmen statt (oder gerade deswegen?!). Alle zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, so dass wir in der erfolgreichen Konstellation weiterarbeiten können. Eine wichtige Satzungsänderung wurde beschlossen: Die nicht mehr zeitgemäße Regelung, dass Vereinsangehörige bis zum 21. Lebensjahr als Jugendliche gelten, wurde durch das 18. Lebensjahr ersetzt. Mit Ablauf des Monats, in dem das 18. Lebensjahr erreicht wird, gilt dann der Erwachsenenstatus. Diese Satzungsänderung tritt mit Wirkung zum 01.04.2026 in Kraft.   

Ralf Schöngart

Bezirks-Dähnepokal

Am Bezirks-Dähnepokal (BDP) 2025/26 nehmen dieses Mal insgesamt 31 Spieler aus 14 Vereinen teil. Fünf davon kommen von den Schachfreunden Buxtehude. Am 25.01.26 in Bad Bevensen und am 01.02.26 in Rotenburg wurde die erste Runde gespielt. Der Gegner von Justus Ibe meldete sich leider krank, so dass sich Justus die Reise nach Bad Bevensen sparen konnte und er kampflos in die nächste Runde einzog. Die vier übrigen SFB’er traten – allesamt mit Schwarz (!) – in Rotenburg an. Peter Rußi traf auf den Top-Scorer (4 aus 4) der Rotenburger Verbandsliga-Mannschaft. Peter lieferte einen beherzten Kampf, versuchte sogar noch ein Endspiel mit ungleichen Läufern zu erreichen, musste sich aber schließlich doch geschlagen geben. Kurios das Duell von Ralf Schöngart gegen den langjährigen Bezirks-Materialwart: Die beiden kennen sich seit nahezu 40 Jahren, haben aber noch nie eine Turnierpartie gegeneinander gespielt! Was es im Schach so alles gibt. Hier konnte der Buxtehuder Titelverteidiger seinen Gegner nach und nach einschnüren, bis alle weißen Figuren die 1. und 2. Reihe bevölkerten. Als schließlich eine Springergabel mindestens einen Turm gekostet hätte, musste der Rotenburger aufgeben. Seine Prämiere im BDP feierte  Ralph Bernhard. Der SFB-Neuzugang konnte in einer seltenen Variante der Caro-Kann-Verteidigung einen Bauern gewinnen und wickelte durch geduldiges Spiel in ein gewonnenes Endspiel ab, so dass seinem Gegenüber aus Schneverdingen nur noch die Aufgabe blieb. Den längsten Arbeitstag hatte Martin Winkelmann. Gegen den neuen Vorsitzenden des SC 81 Schneverdingen hatte Martin einen Bauern mehr, musste sich jedoch gegen einen heftigen Angriff wehren. Der SFB’er fand aber tolle Verteidigungszüge und konnte schließlich ins Remis abwickeln. In der erforderlichen Schnellpartie unterlief ihm dann in schwieriger Stellung allerdings ein Flüchtigkeitsfehler, der ihn eine Figur und somit auch die Partie kostete.

Damit sind in der 2. Runde am 22. Februar in Breloh noch drei Buxtehuder vertreten.

Ralf Schöngart

Trauer um Paul-Gerhard Urbanek

Mit großer Trauer haben wir erfahren, dass unser Vereinsmitglied Paul-Gerhard Urbanek am 28.12.2025, kurz vor seinem 76. Geburtstag, verstorben ist.

Paul wechselte 1991 von der Buxtehuder SG zu den Schachfreunden Buxtehude. Schnell wurde er zu einem Aktivposten in unserem Verein. Er engagierte sich nicht nur bei unseren vereinsinternen Turnieren und Veranstaltungen, sondern brachte sich auch bei den Mannschaftskämpfen ein. An den verschiedenen Bezirksmeisterschaften nahm er regelmäßig teil. Paul war sehr zuverlässig, auch wenn er immer betonte, dass „Sonntag um 10 Uhr nicht seine Zeit sei“. Trotzdem war er immer zur Stelle. Durch seine ruhige und ausgeglichene Art war Paul nicht nur bei uns im Verein, sondern auch im Schachbezirk Lüneburg sehr geschätzt. Leider erlaubte es seine Gesundheit in den letzten Jahren nicht, dass er weiterhin am Spielbetrieb teilnahm.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seiner Familie. Wir werden Paul vermissen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Ralf Schöngart