Meister! SF Buxtehude II holt den Titel

Bezirksklasse West, 9. Spieltag, 26. April 2026

Es hätte ein nervöser Sonntag werden können. Die zweite Mannschaft hatte spielfrei, saß also zuhause und wartete und genau das reichte am Ende für die Meisterschaft in der Bezirksklasse West.

Der direkte Verfolger SK Verden II brauchte an diesem letzten Spieltag einen deutlichen Sieg mit 6:0, um Buxtehude noch vom Thron zu stoßen. Alles andere, und die Meisterschale bliebe in Buxtehude.

Die Verdener gewannen ihre Partie gegen SK Springer Rotenburg II zwar deutlich mit 4,5:1,5, aber das genügte schlicht nicht. Beim Stand von 15 Mannschaftspunkten für beide Teams entschied das Brettpunktverhältnis, und dort behält Buxtehude II mit 34,5 gegenüber 33,5 die Nase vorn.

Meister also auf die ruhigste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. Natürlich ist das eine etwas andere Art, eine Meisterschaft zu feiern. Kein entscheidendes Brett, kein letzter Zug in Zeitnot, kein kollektives Aufatmen nach dem Handschlag.

Stattdessen: Warten, Daumendrücken, und irgendwann die Gewissheit, dass Verden sein Pensum nicht erfüllen konnte. Aber gewonnen ist gewonnen und dieser Titel ist über eine ganze Saison erarbeitet worden, nicht erst am letzten Spieltag.

Die 2. Mannschaft hat die Liga von Anfang an dominiert. 15 von 16 möglichen Mannschaftspunkten, das beste Brettpunktergebnis der Liga, das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer geschlossen aufspielenden Mannschaft über viele Monate.

Glückwunsch an Stefan Klein, Thomas Höhle, Hans-Peter Tödter, Helmut Blanck, Volker Harms, Mannschaftsführer Björn Walther, Curd-Liam Hiersche, Bjarne Walther, Frank Siewert, Kai Neacsu und Peter Rußi zur Meisterschaft in der Bezirksklasse West 2025/26!

Thomas Höhle

Internationaler Seniorencup

178 Spieler aus 13 Nationen, unter ihnen 15 Titelträger, versammelten sich vom 18. April bis 26. April zum 14. Internationalen Seniorencup am Tegernsee. Gespielt wurde wiederum im schönen Seeforum in Rottach-Egern direkt am Tegernsee. Die Spielbedingungen und die Organisation waren wie immer hervorragend. Leider gab es aufgrund technischer Probleme in diesem Jahr keine Anzeige der Zwischenstände, aber das war zu verschmerzen.

Mein Turnier stand unter dem Motto „Schwach begonnen und dann stark nachgelassen“. Ich startete mit zwei Remisen gegen ELO 1778 und ELO 1796. Die dritte Runde konnte ich gegen einen Schweizer mit ELO 1860 gewinnen. In Runde vier dann der nächste Sieg (ELO 1896). Mit drei aus vier ins Turnier zu gehen, hört sich ja nicht sooo schlecht an. Dann die erste Niederlage in Runde 5 gegen ELO 2113. Den dritten Sieg schaffte ich in Runde 6 gegen ELO 1924. Vier aus sechs ist immer noch in Ordnung. Aber dann kam mein „Schlussspurt“ mit der großen Rochade: Drei Nullen in Folge (ELO 2104, ELO 1934 und ELO 1863). Mit 4 Punkten aus 9 Runden erzielte ich damit mein schwächstes Ergebnis bei diesem Turnier. „Belohnt“ wurde ich dafür mit einem satten Minus bei ELO und DWZ.

Ganz anders lief es bei der zweiten SFB’erin Sigrun Naumann. Bei jeder Partie ging sie als krasse Außenseiterin ans Brett, lieferte den teilweise deutlich höher bewerteten Gegnern aber beherzte Kämpfe. Am Ende standen starke zwei Punkte zu Buche! Sigrun konnte sich über einen deutlichen DWZ-Zuwachs freuen und verpasste die „magische 1000’er Grenze“ nur hauchdünn.

Das Turnier war sehr gut organisiert. Selbst Petrus verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen, so dass wir schöne Ausflüge unternehmen konnten. Abends dann die obligatorischen gemütlichen Runden mit lieben Freunden bei leckerem Essen und dem einen oder anderen Kaltgetränk 😉  Und das ist es doch, was so ein Turnier erst ausmacht!

Ralf Schöngart

Freud und Leid am letzten Spieltag

Am 26. April fand der letzte Spieltag der laufenden Saison statt. Die zweite Mannschaft, die die Tabelle der Bezirksklasse West nach dem 8. Spieltag mit zwei Mannschaftspunkten Vorsprung anführte, hatte dieses Mal spielfrei und mussten darauf hoffen, dass der SK Verden 2 nicht 6:0 gegen Rotenburg gewinnt, um den ersten Platz zu behalten.

Bereits gegen 14 Uhr kam das Ergebnis: Verden gewinnt nur mit 4.5 Punkten. Damit hat unsere zweite Mannschaft souverän die Meisterschaft und damit die Berechtigung zum Aufstieg in die Bezirksliga gewonnen!

Bei der ersten Mannschaft zeigte sich in der Verbandsliga Nord ein gegenteiliges Bild. Mit drei Mannschaftspunkten auf dem letzten Platz stehend war der rettende achte Platz bereits unerreichbar. Dennoch sollte gegen Delmenhorst 2 ein versöhnlicher Abschied aus der Verbandsliga gelingen.
Davon kann im Nachhinein betrachtet wohl eher kaum gesprochen werden.

Durch einige mal mehr mal weniger kurzfristige Absagen trat schlussendlich nur ein Buxtehuder Quartett bestehend aus Justus Ibe, Bernd Skalmowski, Torsten Damm und Björn Walther die Reise nach Delmenhorst an, wo wir gastfreundlich empfangen wurden und den Mannschaftskampf trotz fehlender Spannung in schöner Atmosphäre spielen konnten. Nun aber zu den Ergebnissen: Bernd Skalmowski an Brett 2 geriet mit Schwarz schon früh unter die Räder und ließ sich nach etwa 1,5 Stunden Spielzeit matt setzen. Bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft lieferte Björn Walther an Brett 8 eine solide Leistung ab, die schließlich mit dem Remis belohnt wurde.

Justus Ibe an Brett 1 schaffte es, sich durch geduldiges Manövrieren einen kleinen Vorteil zu erspielen. Als er es schlussendlich schaffte, einen Bauern zu gewinnen und ein weiterer Bauernverlust nicht mehr abzuwenden war, gab sein Gegner auf und Justus konnte sich über seinen ersten Saisonsieg freuen.
An Brett 5 kam Torsten Damm in eine aussichtsreiche Stellung. Diesen Vorteil konnte er leider nicht verwerten und musste seine Partie nach etwas weniger als 4 Stunden Spielzeit aufgeben.

Wenn man den 0:4 Rückstand miteinberechnet stand am Ende also eine 1.5:6.5 Niederlage auf der Ergebnistafel und wir konnten die rote Laterne der Verbandsliga Nord nicht mehr abgeben. Wenn wir nächste Saison wieder aufsteigen wollen, darf sich ein Szenario wie heute wohl nicht wiederholen!

Justus Ibe

Spannendes Match im Abstiegskampf

Am 12.04.2026 stand der vorletzte Spieltag der Verbandsliga Nord an. Gespielt wurde zuhause gegen die SG Niederelbe. Für die SFB-Mannschaft war klar, dass ein Sieg hermusste, wenn man noch ein Wörtchen um den Klassenerhalt mitreden wollte und es entstand ein harter Kampf um jeden Brettpunkt.

Dieser wurde jedoch nur an 7 Brettern ausgetragen, weil die Gäste mit einem Mann weniger angereist waren. Somit stand es zu Beginn bereits 1:0 und Torsten Damm konnte in Ruhe bei den anderen Partien zuschauen. Es startete mit einem soliden Remis von Alexander Struck an Brett 7, wo keiner der Spieler etwas anbrennen ließ.

Den Ausgleich musste allerdings Frank Schildt an Brett 4 zulassen. Kurze Zeit später wurde die Führung wiederum durch einen souveränen Sieg von Ralph Bernhard an Brett 8 hergestellt. Angesichts dessen nahm Ralf Schöngart an Brett 2 in ausgeglichener Stellung das Remisangebot seines Gegners an.

Bernd Skalmowski an Brett 3 musste sich jedoch wenig später geschlagen geben, wodurch es bei zwei verbleibenden Partien 3:3 stand. Erst nach über fünf Stunden Spielzeit kam es an diesen beiden Brettern zu einer Entscheidung. Martin Winkelmann an Brett 5 sah sich einem leicht schlechteren Endspiel gegenüber, in welchem er jedoch die richtigen Züge fand und das Remis festhalten konnte.

Nun musste also die Partie an Brett 1 entscheiden. Justus Ibe stand hier durch einen gegnerischen Königsangriff während des Mittelspiels ziemlich unter Druck, konnte jedoch durch geschicktes Manövrieren ein Schwerfigurenendspiel mit jeweils zwei Türmen und der Dame herbeiführen. Hierbei gelang es ihm, mit der Dame in die gegnerische Seite einzudringen, einen Bauern zu gewinnen und eine dominante Stellung zu erzielen. In hochgradiger Zeitnot tauschte er ungeschickt ab, wodurch es seinem Gegner gelang, einen Freibauern zur Dame umzuwandeln, woraufhin Justus aufgab.

Damit stand eine äußerst bittere 3.5:4.5-Niederlage auf der Ergebnistafel – und die Schachfreunde Buxtehude verweilen weiterhin mit 3 Mannschaftspunkten auf dem letzten Platz.

Justus Ibe

Der Aufstieg rückt näher

Am vorletzten Spieltag setzte unsere zweite Mannschaft ihren Durchmarch in der Bezirksklasse West mit beeindruckender Konstanz fort. Nach einem deutlichen 5:1 beim Auswärtsspiel gegen den SK Springer Rotenburg II rückt der mögliche Aufstieg in die Bezirksliga immer näher.

Auch in Rotenburg zeigten sich unsere Spieler wieder gewohnt souverän. Die erste Entscheidung fiel bei Frank Siewert an Brett 5. Mit seiner angriffslustigen Spielweise vernachlässigte Frank zwar ein wenig seine Entwicklung, konnte seinem noch jungen Gegner aber bald überrennen und ihm eine Figur abnehmen. Kurz darauf war die Partie entschieden. >> 1 – 0 für uns!

Björn Walther konnte am vorletzten Brett die nächste Entscheidung herbeiführen. Auch er spielte gegen eine sehr junge Gegnerin, gegen die er sich solide aufstellte. Schrittweise erarbeitete sich Björn seine Vorteile. Als er mit zwei Türmen in die schwarz Stellung kam und einen Königsangriff forcierte, gab seine Gegnerin wenig später auf.  >> 2 – 0!

Unglücklich lief es bei Volker Harms an Brett 4. In seiner soliden und ausgeglichenen Stellung stand er eigentlich gut, stellte jedoch im Mittelspiel einen Springer ein und gab sofort auf. >> Punkt abgegeben, aber immer noch Vorteil für uns!

Helmut Blanck kam an Brett 3 nach der englischen Eröffnung in eine geschlossene und eher defensive Stellung. Doch Helmut ergriff im richtigen Moment die Initiative: Durch geschicktes Spiel am Königsflügel konnte er seinen Gegner derart einengen, dass dieser kaum noch Raum hatte und schließlich die Dame einstellte. >> 3 – 1!

Nun wurde nur noch an den ersten beiden Brettern gespielt. An Brett 1 konnte Stefan Klein schon früh einen Königsangriff aufbauen. Diesen Angriff konnte der Gegner parieren, Stefan behielt jedoch die deutlich aktivere Stellung mit einem dominierenden Turm auf der d-Linie. Im Endspiel gewann Stefan den schwarzen Springer, woraufhin sein Gegner sofort aufgab. >> 4 – 1!

Bei Thomas Höhle an Brett 2 wurde es eine zähe Partie ohne klaren Vorteil im Mittelspiel. Thomas konnte sich einen Mehrbauern erarbeiten, den er zwischenzeitlich wieder verlor. Auch sein Angriffsspiel schlug zunächst nicht durch. Dann die Wende zugunsten von Thomas: Durch fragwürdige Abtauschmanöver schwächte sich sein Gegenspieler selbst – Thomas behielt abermals einen Mehrbauern, den er mit viel Umsicht in ein gewonnenes Endspiel überführte. Der Gegner reichte Thomas die Hand und unser Mannschaftssieg war perfekt. >> Endstand: 5 – 1 für uns!

Nach dem achten Spieltag stehen wir mit 15 Mannschaftspunkten immer noch ungeschlagen auf Platz 1 der Tabelle. Da wir am letzten Spieltag frei haben, kann uns die zweite Mannschaft des SK Verden noch einholen. Wollen wir hoffen, dass das nicht passiert und wir in zwei Wochen unseren Aufstieg feiern dürfen!

Stefan Klein

Save the Date

Auch in diesem Jahr lebt unsere Tradition fort: Bereits zum 38. Mal richten wir die Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft aus! Nach bewährtem Muster spielen wir am 27. Juni 2026 ein gemeinsames Turnier mit Vereins- und Hobbyspielern, küren am Schluss jedoch zwei Stadtmeister und weitere Preisträger in den einzelnen Kategorien. Die Teilnehmerzahl ist wiederum auf 50 Spieler begrenzt. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass das Turnier relativ schnell ausgebucht ist. Eine rechtzeitige Anmeldung wird also empfohlen, denn es gilt das Motto: Wer zuerst kommt, mahlt (oder spielt …) zuerst. 

Alle Einzelheiten finden sich in der Ausschreibung.

Ralf Schöngart

SFB II bleibt an der Tabellenspitze

Das Auswärtsspiel beim Stader SV IV begann verheißungsvoll für uns, denn schon nach einer Stude und 18 Zügen hatte Thomas Höhle an Brett 2 seinen Gegner zur Aufgabe gezwungen, nachdem er mit zwei Figurengewinnen in Vorteil gegangen war.

Etwas schwerer tat sich Hans-Peter Tödter an Brett 3, der seinem in fast Blitztempo spielenden Kontrahenten ein Springergeschenk gemacht hatte. Mit Hilfe einer kleinen taktischen Falle holte er sich aber die Figur zurück. Der Stader machte wenige Züge später ein Gegengeschenk in Form eines Läufers und gab die Partie nach 75 Minuten im 39.Zug auf. Zwischenstand 2:0.

Als es schon nach einem deutlichen Sieg für uns aussah, konnte Stade IV durch einen Doppelschlag nach etwa zwei Stunden zum 2:2 ausgleichen! Frank Siewert war an Brett 6 in einer undurchsichtigen Partie in einen Mattangriff geraten, und Helmut Blanck musste seine Partie an Brett 4 in anfänglich ausgeglichener Stellung nach einem Figurenverlust aufgeben.

Zu unserer Beruhigung schaffte Björn Walther an Brett 5 einen schön herausgespielten Sieg. Björn profitierte nach Abtausch fast aller Figuren in einem Turmendspiel von seiner besseren Bauernstruktur. Ihm gelang die Bildung eines Doppelfreibauern. Den absehbaren Durchmarsch wollte sich der Stader nicht mehr zeigen lassen und gab auf.

Stefan Klein an Brett 1 sicherte uns den letzten halben Punkt zum Mannschaftssieg. Er konnte früh einen Mehrbauen auf der d-Linie gewinnen und setzte seine Strategie darauf, diesen Freibauern zu verwerten. Der Bauer zog gefährlich weit nach vorne. Stefan gab den Freibauern wieder her und konnte dafür zwei neue Freibauern bilden. Sein Turm stand jedoch ungünstig und konnte den Vorstoß nicht absichern. Die Abwicklung ins Remis war nicht mehr zu verhindern.

Mit dem knappen 3,5:2,5-Sieg bleiben wir an der Tabellenspitze der Bezirksklasse West. Auf den Fersen ist uns weiter der SK Verden II, der uns mit Siegen in seinen letzten beiden Spielen noch ein- oder überholen kann, denn wir spielen nur noch einmal (am 12. April gegen SK Springer Rothenburg II) und haben den letzten Spieltag frei.

Hans-Peter Tödter

Leistung besser als das Resultat

Als Tabellenletzter waren wir Sonntag beim Spitzenreiter SK Kirchweyhe 3 zu Gast. Der Topfavorit trat mit fünf Titelträgern an. Bei einer durchschnittlich über 400 Punkte besseren DWZ rechneten wir uns recht wenig Chancen aus, dennoch war der Kampf enger als es das Endergebnis vermuten lässt.

Fangen wir mit den positiven Ergebnissen an. An Brett 1 traf Justus Ibe mit Weiß auf einen FIDE-Meister (FM). Aus der Trompowsky-Eröffnung heraus ergab sich eine ausgeglichene Stellung. Das Gleichgewicht wurde im Verlauf der Partie nie ernsthaft gestört. In einem Turmendspiel hatten beide Parteien Freibauern auf den unterschiedlichen Flügeln. Da jedoch keiner der beiden Kontrahenten entscheidenden Vorteil herausarbeiten konnte, endete die Partie friedlich mit einem Unentschieden. Eine starke Leistung von Justus!

An Brett 4 zeigte Frank Schildt ebenfalls eine tolle Leistung. Trotz einer Minderqualität konnte er dank eines geschickt platzierten Läuferpaars die Stellung im dynamischen Gleichgewicht halten. Der Candidate Master (CM) fand keine Hebel, um in die Stellung von Frank einzudringen und ihn vor ernsthafte Herausforderungen zu stellen. Nachdem die Zeitkontrolle erreicht war, hatte der CM ein Einsehen und bot von sich aus das Remis an, was Frank folgerichtig und zufrieden annahm.

An den anderen Brettern konnten wir lediglich vorfeiertägliche Ostereier einsammeln.

An Brett 2 wehrte sich Ralf Schöngart am längsten. Gegen eine WIM opferte Ralf eine Leichtfigur für zwei Bauern und aktives Spiel. Lange Zeit konnte er seine Gegnerin vor Aufgaben stellen und die Stellung ausgeglichen halten.  Schlussendlich musste er sich nach 5 Stunden aber doch geschlagen geben und der Titelträgerin zum Sieg gratulieren.

Bernd Skalmowski hatte an Brett 3 nach der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung gegen eine WGM erreicht, die es ihm erlaubte, einen Königsangriff zu starten. Seine Gegnerin bot ihm den Damentausch an, was er angesichts der attraktiven Angriffsmöglichkeiten ablehnte. Leider konnte seine Gegenspielerin im weiteren Verlauf ihre Stellung sukzessive  verbessern und in ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern abwickeln. Ab dann lief es für die WGM wie geschmiert und als ein weiterer Bauer „abtrünnig“ wurde, gab Bernd die Partie auf.

An Brett 5 sah sich Torsten Damm ab Zug drei mit einer Zugfolge konfrontiert, die ihm so noch nicht über den Weg gekommen war. Die Folge war, dass sich der FIDE-Meister zu einem frühen Zeitpunkt über einen Mehrbauern freuen konnte. Dennoch ließ sich Torsten nicht beirren und versuchte das Beste aus der Stellung rauszuholen. Es entwickelte sich ein Stellungstyp, in dem Schwarz präzise agieren musste. Im 33. Zug unterlief dem FM ein einzügiger Einsteller. Da keine Falle erkennbar war, griff Torsten zu und schnappte sich die angebotene Qualität. Sichtlich konsterniert schüttelte der Kirchweyher den Kopf. In der Folge entwickelte er jedoch einen gefährlichen Königsangriff. Angesichts knapper Zeit waren nun „einzige“ Züge zu finden. Im 36. Zug wurde es immer komplizierter und Torsten griff daneben. Zwei Züge später war die Stellung verloren. Zu allem Überfluss überschritt Torsten auch noch die Zeit.

Curd-Liam Hiersche hatte es an Brett 6 ebenfalls mit einem DWZ-Schwergewicht zu tun. Aus der Eröffnung heraus konnte Curd-Liam eine Initiative am Königsflügel entwicklen, die seinen Gegenüber einiges an Kopfzerbrechen bereitete. Langfristig zahlte sich jedoch die größere Routine aus und der Kirchweyher konnte den materiellen Vorteil verwerten, den er sich im Endspiel erarbeitet hatte.

Am 7. Brett spielte Peter Rußi zunächst eine grundsolide Partie, die sich lange Zeit in der Remisbreite bewegte. Im Übergang vom Mittelspiel wähnte er sich sogar im leichten Vorteil. Leider überzog er in der Folge die Stellung und die Partie kippte zugunsten des Gegners. Auch hier machte sich der Spielstärkeunterschied erst in der späten Phase der Partie bemerkbar.

Ralph Bernhard an Brett 8 machte es seinem Kontrahenten ebenfalls nicht einfach. Zwar hatte der Kirchweyher Gegenüber frühzeitig das Läuferpaar für sich reklamieren können, musste aber mit der schlechteren Bauernstellung vorlieb nehmen. Auch hier ein ähnliches Bild: Lange Zeit eine ausgeglichene Stellung, aber je näher die Zeitkontrolle kam, desto mehr setzte sich die Erfahrung und Routine durch, so dass auch diese Partie verloren ging.

Fazit: Auch wenn das Resultat von 7:1 zugunsten der Kirchweyher am Ende deutlich ausfiel, waren die Partieverläufe deutlich enger. Somit hat das Team eine lobenswerte Einstellung und – trotz der Underdog-Rolle – einen guten Kampfgeist bewiesen. Das lässt für den Endspurt im Abstiegskampf hoffen.

Torsten Damm

Aus im Viertelfinale

Am gestrigen Sonntag wurde das Viertelfinale im diesjährigen Bezirks-Dähnepokal (BDP) ausgetragen. Auf Wunsch meines Gegners von der SG Niederelbe fand unsere Partie in Buxtehude statt. Somit musste er nicht die weite Fahrt nach Schneverdingen, wo die anderen Paarungen gespielt wurden, auf sich nehmen – gerade bei den aktuellen Spritpreisen eine vernünftige Entscheidung!

Mein Gegner wählte als Weißer das Londoner System und es entstand eine relativ ruhige Stellung. Nach einer Unachtsamkeit büßte ich einen Bauern ein, konnte jedoch im weiteren Verlauf durch eine kleine Taktik eine Qualität gewinnen. Allerdings bekam Weiß dafür zwei gefährliche verbundene Freibauern, die ich letztlich auch nicht vernünftig stoppen konnte und die somit für die Entscheidung sorgten.

Damit findet das Halbfinale im BDP dieses Jahr ohne Buxtehuder Beteiligung statt.

Ralf Schöngart