KKW: Unglückliche Niederlage

Die 2. Mannschaft der Schachfreunde Buxtehude war am 1. Spieltag der Kreisklasse West bei Sottrum II zu Gast und verlor etwas unglücklich mit 1/2 : 3 1/2.

Für Curd Hiersche und Justus Ibe war es das erste Punktspiel überhaupt. Curd Hiersche erreichte an Brett 2 eine glatte Gewinnstellung mit zwei Mehrfiguren und Simon Hofer (Brett 3) hatte nach der Eröffnung zwei Mehrbauern. Leider übersahen beide eine Mattdrohung ihrer Gegner. Justus Ibe spielte an Brett 4 und kam gut aus der Skandinavischen Eröffnung heraus, verlor aber im Mittelspiel die Qualität. Nach Abtausch der Figuren war sein Springer dann dem Turm des Gegners unterlegen. Helmut Blanck erreichte an Brett 1 eine bessere Stellung und bot dann beim Stand von 0:3 remis an. 

Helmut Blanck

BOL: Erfolgreicher Start in die Saison

Am 11.September startete die neue Schachsaison. Die 1. Mannschaft der Schachfreunde Buxtehude war komplett angetreten, die Gastgeber des SK Rotenburg, immerhin Absteiger aus der Verbandsliga, hatte weniger Erfolg, die Bretter 1 und 8 gingen kampflos an die Buxtehuder.

Nach etwa einer Stunde Spielzeit waren alle Buxtehuder im Vorteil oder hatten zumindest Ausgleich erreicht. An Brett 6 spielte Mannschaftsneuling Frank Schildt mit Schwarz und ließ seinem Gegner keine Chance. Er nutzte die Bauernschwächen rigoros und gewann schnell.

Stefan Klein an Brett 5 konnte seine bessere Stellung zu einem Turmendspiel mit vier Mehrbauern bringen, was den Gegner zur Aufgabe bewegte. An Brett 6 hatte Fin Treskatis sich einen Mehrbauern beschafft. Es kam zu einem Stellungskampf, in dem Fin deutliche Vorteile hatte. Dann stellte sein Gegner auch noch einen Turm ein und gab nach einigen belanglosen Zügen auf.

Nun führten wir also schon mit 5:0 und es konnte eigentlich nichts mehr schief gehen.

An Brett 2 hatten die Rotenburger ihren stärksten Spieler aufgestellt und Torsten Damm sollte bei uns die Opferrolle spielen. Torsten hatte mit Schwarz die Benoni-Verteidigung gut gespielt und er konnte die Partie bis ins Mittelspiel mit einer guten Stellung halten. Dann kam es aber zu so großen Verwicklungen, die seinem Gegner schließlich den Gewinn brachten.

An Brett 3 und 4 hatten die Gegner unserer Spieler bereits derart viel Bedenkzeit verbraucht, dass sie für die letzten 15 Züge bis zur Zeitkontrolle nur noch 10 bzw. 5 Minuten übrig hatten.

Unser Mannschaftsführer Rafael Krain war  mit den schwarzen Steinen an Brett 4 in eine Druckstellung geraten. Sein Gegner fand aber nicht den richtigen Gewinnweg und so konnte er selbst zum Angriff blasen, der im 35. Zug mit Schachmatt endete.

Nun war nur noch Stefan Lehmkuhl an Brett 3 am Brett. Sein Gegner hatte bereits mehrere Remisangebote abgelehnt. Es kam zum Endspiel mit 2 Türmen und Läufer bei einem Minusbauern bei Stefan. Die beiden mühten sich noch über eine Stunde, aber am Ende war es doch remis.

So endete dieser Mannschaftskampf mir 6,5 zu 1,5 und wird haben erstmal die Führung übernommen.

Bernd Skalmowski

Bericht von der LBEM in Wilhelmshaven

Am 3. September bin ich zusammen mit Bernd Laubsch von Uelzen nach Wilhelmshaven gefahren. Thorsten Oest und Stephan Richter waren auch vor Ort.

Zu den „äußeren Bedingungen“: Der Turnierraum war annehmbar, aber die eigentliche Organisation (z. B. im Vergleich zu unserer BBEM) war grottenschlecht. Da wusste man doch schnell, was wir an Friedjof Harms, dem Bezirksspielleiter unseres Schachbezirks, haben. Die Teilnehmer (18 vorqualifizierte Spieler der sechs Bezirke Niedersachsen) mußten alles selbst aufbauen. Dann wurde abgestimmt, ob wir doppelrundig oder einrundig spielen wollen. Bei einer Abstimmung von 12 zu 6 für doppelrundig wurde begonnen. Das Setzen der ersten Runde hat gefühlt 15 Minuten gedauert und führte dennoch zu einer ersten Farbverwechselung, die dann aber durch die Doppelrunde überspielt werden konnte. Ein Speiseangebot gab es nicht, aber ein Imbiss war etwa 500 Meter entfernt, so dass einige Spieler zumindest in der Mittagspause (genau nach der Hälfte des Turniers gegen 14:30 Uhr) etwas essen konnten. Die Getränkesituation war annehmbar, wenngleich der Kaffee ab der Mittagspause aus war, was mir aber reichlich egal war.

Zu meinem Turnier: in der Hinrunde ging für mich fast gar nichts. Ich verlor eine Partie nach der anderen nach Zeit. Partien, wo ich von Anfang an schlecht stand, leider aber auch Partien, wo ich klar auf Gewinn stand (mindestens vier mal!). Am Ende der Hinrunde hatte ich 3,5 – 13,5 Punkte und war mit Abstand zum Mittelfeld Vorletzter. Thorsten und Stephan hatten es etwas besser gemacht, aber standen auch unten drin. Und Bernd war mit seinem 7. Platz auch unzufrieden.

In der Rückrunde startete ich ehrgeizig mit 2,5 Punkten aus den ersten vier Spielen, fiel dann aber wieder in den Trott der Hinrunde zurück. Im letzten Drittel des Rückrunde habe ich mir noch einmal bildlich „in den Arsch getreten“ und holte immerhin 4,5 Punkte aus den letzten 6 Spielen und konnte dabei sowohl Stephan, als auch Thorsten schlagen und gegen Bernd remisieren.

Über meine Endplazierung kann ich wenig sagen, denn es gab keine einzige Tabelle in Papier (kein Drucker?) und die sogenannte Siegerehrung bestand aus einem leisen Runterablesen der Vornamen der Endtabelle (Zwischenstände wurden ‒ außer in der Mittagspause – zu keinem Zeitpunkt bekannt gegeben). Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde Bernd 8., ich selbst 13. und Thorsten und Stephan lagen letztendlich sogar hinter mir.

Ach ja, Landesmeister des Blitzes wurde der ehemalige Stader (jetzige Lister-Hannoveraner), der sympathische und bescheidene Tobias Vöge. Gegen Tobias habe ich zweimal nach Zeit verloren. Der ist wirklich schnell wie eine Nähmaschine. Wenn Du das Endspiel gegen ihn erreichst (ist mir zweimal gelungen), dann spielt Deine Stellung oft gar keine große Rolle mehr, denn Du hast selbst noch maximal 20 Sekunden auf der Uhr und Tobias noch 2 Minuten plus x.

Mein Fazit: Mir wurden meine Grenzen deutlich aufgezeigt, besonders was Geschwindigkeit angeht. Es war mir trotzdem eine Ehre, diese Qualifikation wahr genommen zu haben. Organisatorisch würden es etliche Vereine unseres Bezirkes besser machen, vielleicht mag Buxtehude mal drüber nachdenken, ob man sich als Ausrichter bewirbt.

Stefan Lehmkuhl

Ausstellung bei Optiker Büsch

Seit gestern ist bei Optiker Büsch in Buxtehude, Zwischen den Brücken, eine Ausstellung über die SFB zu sehen. Von der Dekorateurin Ilka Kuhn werden in sehr geschmackvoller Art und Weise und mit viel Liebe zum Detail vielfältige Informationen über unseren Verein und über einige Highlights unserer Vereinsgeschichte präsentiert. Und das diesmal sogar über zwei Schaufensterfronten! Die Ausstellung ist dort bis Anfang Oktober zu sehen. Mein Tipp: Hingehen und ansehen – es lohnt sich!

Ralf Schöngart 

Bezirks-Blitz-Einzelmeisterschaft

Am Samstag, den 27. August 2022, fand im Vereinsheim von Eintracht Munster die Bezirks-Blitz-Einzelmeisterschaft statt. 26 Spieler ermittelten in einem Rundenturnier den neuen Bezirksmeister. Von den SFB waren Stefan Lehmkuhl und Ralf Schöngart am Start. Stefan spielte ein sehr gutes Turnier und erreichte einen hervorragenden dritten Platz, der gleichzeitig die Qualifikation für die Landesblitzmeisterschaft bedeutete. Bei mir gab es Licht und Schatten, ich landete am Ende auf einem nicht ganz befriedigenden 8. Platz. Neuer Bezirksmeister wurde mit deutlichem Vorsprung Dennis Martin vom SK Springer Rotenburg. Alle Einzelergebnisse kann man in den nächsten Tagen auf der Bezirks-Homepage nachlesen.

Ralf Schöngart

Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft

Vom 12.8. bis 20.8.2022 fand im Maritim-Hotel in Magdeburg der Deutsche Schach-Meisterschaftsgipfel statt. Hier versammelten sich etliche Turniere an einem Ort:

Die offene Deutsche Einzelmeisterschaft, die Deutsche Fraueneinzelmeisterschaft, das Finale des Deutschen Dähnepokals, die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft, die Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft (DSenEM) in den Altersklassen Ü 50 und Ü 65 und nicht zuletzt das German Masters mit den besten deutschen Großmeistern. Ich selber spielte in der Ü 50 der DSenEM mit. In den ersten 5 Runden konnte ich meine Weiß-Partien gewinnen, mit Schwarz verlor ich jedoch zweimal. In Runde 6 erreichte ich dann mit Schwarz mein erstes Remis, die Runden 7 und 8 konnte ich gewinnen. Wobei mir in Runde 8 ein Kuriosum gelang: Mein Gegner (ELO 2169) verwandelte einen Bauern zur Dame, übersah dabei allerdings, dass ich ihn mit Springer und Turm mitten auf dem Brett Matt setzen konnte. Ein bisschen Glück gehört eben auch dazu. In der letzten Runde verlor ich dann etwas unglücklich gegen einen Internationalen Meister. In dieser Partie opferte ich einen Springer und hätte bei konsequentem Spiel mindestens ein Dauerschach erreicht. Allerdings ließ ich mich von ein paar „Schein-Drohungen“ beeindrucken und gestattete dadurch meinem Gegner Gegenspiel, was ein Spieler dieses Kalibers natürlich ausnutzt. Am Ende hatte ich also 5,5 Punkte erzielt und landete bei knapp 100 Teilnehmern, als Startnummer 35 ins Turnier gestartet, auf Platz 23 (punktgleich mit Platz 14).

Am 14.8.2022 fand auch die Blitz-Einzelmeisterschaft statt. Hier erreichte ich in meiner Altersklasse 6,0 Punkte aus 11 Runden und wurde damit 21. bei 56 Teilnehmern. In diesem Turnier spielte ich gegen einen IM, drei FM und einen CM – das Feld war also nicht sooo schlecht besetzt …

Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Wann hat man schon mal die komplette Deutsche Schach-Elite an einem Ort versammelt?!

Ralf Schöngart

Stefan Lehmkuhl überzeugt im Sommerturnier

Unser Sommerturnier war dieses Jahr so gut besucht wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. 16 Teilnehmer aus drei verschiedenen Vereinen waren dabei, darunter auch vier vereinslose Spieler.

Gestern Abend ging das Sommerturnier 2022 mit der sechsten Runde zu Ende. Auf den ersten Platz kam Stefan Lehmkuhl mit 13 Punkten. Stefan fiel nicht nur durch seine lückenlose Präsenz an allen Spieltagen auf, sondern auch durch eine starke Turnierleistung. Zweiter wurde Stefan Klein mit 9 Punkten. Er war auch fast durchgängig dabei, verlor aber den direkten Vergleich mit Stefan Lehmkuhl, was am Ende den Ausschlag gab. Auf den dritten Platz kam Dirk Thomzik mit ebenfalls 9 Punkten. Spielerisch ebenfalls überzeugend, aber urlaubsbedingt nicht bei allen Runden dabei.

Hier die Abschlusstabelle mit den Ergebnisse aus allen Spieltagen: Sommerturnier 2022

Zentrale Endrunde der Schachbundesliga in Bremen

Die Saison für die Mannschaft der Schachfreunde Buxtehude ist abgeschlossen und steht in den Geschichtsbüchern. Mit 5 Siegen aus 7 Spielen ging eine positive Spielzeit zu Ende.

Nun könnte man denken, dass die Akkus wieder aufgeladen werden und eine Schach freie Zeit beginnt.

Dem ist nicht so, denn die zentrale Endrunde der Schachbundesliga wurde vom 07.07 bis zum 10.07 im VIP Bereich des Weserstadions ausgetragen.

Mit einem üppigen Rahmenprogramm lockte die Endrunde einige Zuschauer ins Weserstadion. Ralf Schöngart musste nicht gelockt werden, denn er war für die gesamte Endrunde als Bundesligaschiedsrichter im Einsatz. Am Samstag besuchte Thomas Höhle, als interessierter Zuschauer die Endrunde.

Der Samstag hielt 2 Fragen bereit. Wer wird Meister und wie spielt die Deutsche Nr. 1 Vincent Keymer (Nr. 50 der Welt) gegen die Nr. 1 der USA, Fabiano Caruana (Nr. 4 der Welt)?

Vincent spielte eine sehenswerte Partie und erreichte ein Endspiel, welches im 58. Zug Remis endete. Auch zu erwähnen war das Spiel der deutschen Nr. 2 Matthias Blübaum gegen Richard Rapport (Nr. 8 der Welt), welches ebenfalls unentschieden endete.

Am späten Nachmittag trafen dann die ungeschlagenen Mannschaften OSG Baden-Baden und SC Viernheim aufeinander. Nach 5 Stunden Kampf setzte sich der Titelverteidiger Baden-Baden durch und wurde am 10.07. ungeschlagen zum deutschen Meister gekrönt.

Aus Sicht eines Schachfans war die gesamte Veranstaltung gelungen. In diesen Tagen waren Weltklassespieler sprichwörtlich zum Greifen nah. Neben den erwähnten Caruana und Rapport war Vachier-Lagrave (Nr. 9) und Mamedyarov (Nr. 12) und viele mehr anwesend. Auch die gesamte deutsche Schachprominenz hat sich eingefunden. Der komplette Olympiakader (Keymer, Blübaum, Svane, Kollars, Nisipeanu) sowie bekannte deutschsprachige Schachspieler (Huschenbeth, Rustam Kasimdzhanov, Zaragatski) konnten bei der Arbeit beobachtet werden.

Vieles muss man vor Ort erleben, zum Beispiel wie schnell sich die Augen bewegen, wenn ein GM eine Variante rechnet und nicht mehr in der Theorie ist.

Die nächste Gelegenheit, so viele Weltklasse Spieler zu sehen, wird sich bei der Olympiade ergeben. Diese wird vom 26.07-08.08. in Chennai Indien ausgetragen.

Daher meine Empfehlung: Besucht solche Veranstaltungen, wenn diese vor Ort sind.

Thomas Höhle

Bild

Inhalt

1

Caruana und Rapport besprechen sich kurz der der Partie. Im Vordergrund Ex-WM Rustam

2

Nr. 8 der Welt gegen Nr. 2 Deutschland; Rapport – Blübaum

3-6

Vincent-Fabiano

7

Gata Kamsky wartet auf seinen Gegner

8

Ex-Weltmeister Rustam an Brett 7 beim Serienmeister

9

Shak gegen Ragger, 

10

Ilja Zaragatski, oft als Moderator zu sehen, heute als Spieler

11

Im Vordergrund R. Svane- J. Bjerre. Im Hintergrund Grandelius-Niemann (erst 19 und viel Potenzial)

12

Huschenbeth – Jones

13

Das Objekt der Begierde, der Pokal

14

Frederik Svane schaut seinem großen Bruder Rasmus über die Schulter

15

Schiedsrichter bei der Arbeit

16

Ausblick auf ein anderes Spielfeld

17

Zuschauer beim Top-Spiel

18-19

Schiedsrichter bei der Arbeit

20

Schiedsrichter bei der Arbeit mit  FM Colbow

Platz 2 und 4 beim Jugendturnier in Buchholz

Am 10.07. richtete Blau-Weiß Buchholz ein Kinder- und Jugendschachturnier aus. Etwa 30 Teilnehmer spielten fünf Runden bei 20 Minuten Bedenkzeit. Von den Schachfreunden Buxtehude waren Curd Hiersche und Justus Ibe dabei. Es war für beide ihr erster Wettkampf. Sehr erfreulich das Ergebnis: Curd errang vier Siege und unterlag nur dem Turniersieger. Justus gelangen drei Siege, er belegte Platz 4.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage Blau-Weiß Buchholz. 

Helmut Blanck