SFB II bleibt an der Tabellenspitze

Das Auswärtsspiel beim Stader SV IV begann verheißungsvoll für uns, denn schon nach einer Stude und 18 Zügen hatte Thomas Höhle an Brett 2 seinen Gegner zur Aufgabe gezwungen, nachdem er mit zwei Figurengewinnen in Vorteil gegangen war.

Etwas schwerer tat sich Hans-Peter Tödter an Brett 3, der seinem in fast Blitztempo spielenden Kontrahenten ein Springergeschenk gemacht hatte. Mit Hilfe einer kleinen taktischen Falle holte er sich aber die Figur zurück. Der Stader machte wenige Züge später ein Gegengeschenk in Form eines Läufers und gab die Partie nach 75 Minuten im 39.Zug auf. Zwischenstand 2:0.

Als es schon nach einem deutlichen Sieg für uns aussah, konnte Stade IV durch einen Doppelschlag nach etwa zwei Stunden zum 2:2 ausgleichen! Frank Siewert war an Brett 6 in einer undurchsichtigen Partie in einen Mattangriff geraten, und Helmut Blanck musste seine Partie an Brett 4 in anfänglich ausgeglichener Stellung nach einem Figurenverlust aufgeben.

Zu unserer Beruhigung schaffte Björn Walther an Brett 5 einen schön herausgespielten Sieg. Björn profitierte nach Abtausch fast aller Figuren in einem Turmendspiel von seiner besseren Bauernstruktur. Ihm gelang die Bildung eines Doppelfreibauern. Den absehbaren Durchmarsch wollte sich der Stader nicht mehr zeigen lassen und gab auf.

Stefan Klein an Brett 1 sicherte uns den letzten halben Punkt zum Mannschaftssieg. Er konnte früh einen Mehrbauen auf der d-Linie gewinnen und setzte seine Strategie darauf, diesen Freibauern zu verwerten. Der Bauer zog gefährlich weit nach vorne. Stefan gab den Freibauern wieder her und konnte dafür zwei neue Freibauern bilden. Sein Turm stand jedoch ungünstig und konnte den Vorstoß nicht absichern. Die Abwicklung ins Remis war nicht mehr zu verhindern.

Mit dem knappen 3,5:2,5-Sieg bleiben wir an der Tabellenspitze der Bezirksklasse West. Auf den Fersen ist uns weiter der SK Verden II, der uns mit Siegen in seinen letzten beiden Spielen noch ein- oder überholen kann, denn wir spielen nur noch einmal (am 12. April gegen SK Springer Rothenburg II) und haben den letzten Spieltag frei.

Hans-Peter Tödter

Leistung besser als das Resultat

Als Tabellenletzter waren wir Sonntag beim Spitzenreiter SK Kirchweyhe 3 zu Gast. Der Topfavorit trat mit fünf Titelträgern an. Bei einer durchschnittlich über 400 Punkte besseren DWZ rechneten wir uns recht wenig Chancen aus, dennoch war der Kampf enger als es das Endergebnis vermuten lässt.

Fangen wir mit den positiven Ergebnissen an. An Brett 1 traf Justus Ibe mit Weiß auf einen FIDE-Meister (FM). Aus der Trompowsky-Eröffnung heraus ergab sich eine ausgeglichene Stellung. Das Gleichgewicht wurde im Verlauf der Partie nie ernsthaft gestört. In einem Turmendspiel hatten beide Parteien Freibauern auf den unterschiedlichen Flügeln. Da jedoch keiner der beiden Kontrahenten entscheidenden Vorteil herausarbeiten konnte, endete die Partie friedlich mit einem Unentschieden. Eine starke Leistung von Justus!

An Brett 4 zeigte Frank Schildt ebenfalls eine tolle Leistung. Trotz einer Minderqualität konnte er dank eines geschickt platzierten Läuferpaars die Stellung im dynamischen Gleichgewicht halten. Der Candidate Master (CM) fand keine Hebel, um in die Stellung von Frank einzudringen und ihn vor ernsthafte Herausforderungen zu stellen. Nachdem die Zeitkontrolle erreicht war, hatte der CM ein Einsehen und bot von sich aus das Remis an, was Frank folgerichtig und zufrieden annahm.

An den anderen Brettern konnten wir lediglich vorfeiertägliche Ostereier einsammeln.

An Brett 2 wehrte sich Ralf Schöngart am längsten. Gegen eine WIM opferte Ralf eine Leichtfigur für zwei Bauern und aktives Spiel. Lange Zeit konnte er seine Gegnerin vor Aufgaben stellen und die Stellung ausgeglichen halten.  Schlussendlich musste er sich nach 5 Stunden aber doch geschlagen geben und der Titelträgerin zum Sieg gratulieren.

Bernd Skalmowski hatte an Brett 3 nach der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung gegen eine WGM erreicht, die es ihm erlaubte, einen Königsangriff zu starten. Seine Gegnerin bot ihm den Damentausch an, was er angesichts der attraktiven Angriffsmöglichkeiten ablehnte. Leider konnte seine Gegenspielerin im weiteren Verlauf ihre Stellung sukzessive  verbessern und in ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern abwickeln. Ab dann lief es für die WGM wie geschmiert und als ein weiterer Bauer „abtrünnig“ wurde, gab Bernd die Partie auf.

An Brett 5 sah sich Torsten Damm ab Zug drei mit einer Zugfolge konfrontiert, die ihm so noch nicht über den Weg gekommen war. Die Folge war, dass sich der FIDE-Meister zu einem frühen Zeitpunkt über einen Mehrbauern freuen konnte. Dennoch ließ sich Torsten nicht beirren und versuchte das Beste aus der Stellung rauszuholen. Es entwickelte sich ein Stellungstyp, in dem Schwarz präzise agieren musste. Im 33. Zug unterlief dem FM ein einzügiger Einsteller. Da keine Falle erkennbar war, griff Torsten zu und schnappte sich die angebotene Qualität. Sichtlich konsterniert schüttelte der Kirchweyher den Kopf. In der Folge entwickelte er jedoch einen gefährlichen Königsangriff. Angesichts knapper Zeit waren nun „einzige“ Züge zu finden. Im 36. Zug wurde es immer komplizierter und Torsten griff daneben. Zwei Züge später war die Stellung verloren. Zu allem Überfluss überschritt Torsten auch noch die Zeit.

Curd-Liam Hiersche hatte es an Brett 6 ebenfalls mit einem DWZ-Schwergewicht zu tun. Aus der Eröffnung heraus konnte Curd-Liam eine Initiative am Königsflügel entwicklen, die seinen Gegenüber einiges an Kopfzerbrechen bereitete. Langfristig zahlte sich jedoch die größere Routine aus und der Kirchweyher konnte den materiellen Vorteil verwerten, den er sich im Endspiel erarbeitet hatte.

Am 7. Brett spielte Peter Rußi zunächst eine grundsolide Partie, die sich lange Zeit in der Remisbreite bewegte. Im Übergang vom Mittelspiel wähnte er sich sogar im leichten Vorteil. Leider überzog er in der Folge die Stellung und die Partie kippte zugunsten des Gegners. Auch hier machte sich der Spielstärkeunterschied erst in der späten Phase der Partie bemerkbar.

Ralph Bernhard an Brett 8 machte es seinem Kontrahenten ebenfalls nicht einfach. Zwar hatte der Kirchweyher Gegenüber frühzeitig das Läuferpaar für sich reklamieren können, musste aber mit der schlechteren Bauernstellung vorlieb nehmen. Auch hier ein ähnliches Bild: Lange Zeit eine ausgeglichene Stellung, aber je näher die Zeitkontrolle kam, desto mehr setzte sich die Erfahrung und Routine durch, so dass auch diese Partie verloren ging.

Fazit: Auch wenn das Resultat von 7:1 zugunsten der Kirchweyher am Ende deutlich ausfiel, waren die Partieverläufe deutlich enger. Somit hat das Team eine lobenswerte Einstellung und – trotz der Underdog-Rolle – einen guten Kampfgeist bewiesen. Das lässt für den Endspurt im Abstiegskampf hoffen.

Torsten Damm

Aus im Viertelfinale

Am gestrigen Sonntag wurde das Viertelfinale im diesjährigen Bezirks-Dähnepokal (BDP) ausgetragen. Auf Wunsch meines Gegners von der SG Niederelbe fand unsere Partie in Buxtehude statt. Somit musste er nicht die weite Fahrt nach Schneverdingen, wo die anderen Paarungen gespielt wurden, auf sich nehmen – gerade bei den aktuellen Spritpreisen eine vernünftige Entscheidung!

Mein Gegner wählte als Weißer das Londoner System und es entstand eine relativ ruhige Stellung. Nach einer Unachtsamkeit büßte ich einen Bauern ein, konnte jedoch im weiteren Verlauf durch eine kleine Taktik eine Qualität gewinnen. Allerdings bekam Weiß dafür zwei gefährliche verbundene Freibauern, die ich letztlich auch nicht vernünftig stoppen konnte und die somit für die Entscheidung sorgten.

Damit findet das Halbfinale im BDP dieses Jahr ohne Buxtehuder Beteiligung statt.

Ralf Schöngart

6. Spieltag Verbandsliga

Am 01.03.2026 stand der 6. Spieltag dieser Saison an. Die SF Buxtehude empfingen den Post SV Uelzen 2, welche in geschwächter Besetzung antraten. So waren wir an den meisten Brettern DWZ-technisch sogar leicht favorisiert oder zumindest auf Augenhöhe.

Es Begann aber mit einem Rückschlag an Brett 7 von Alexander Struck, welcher sich gegen seinen jugendlichen Gegner geschlagen geben musste. Auch Bernd Skalmowski an Brett 3 musste die Niederlage hinnehmen. Er schaffte es zwar, ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern herbeizuführen, die zwei verbundenen Freibauern seines Gegners erwiesen sich allerdings schließlich doch als gewinnbringend.

Den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte Frank Schildt an Brett 4, welcher seinem Gegner zunächst einen Bauern abknöpfen konnte und diesen Vorteil nach und nach auszubauen wusste. Ralph Bernhard an Brett 8 steuerte ein solides Remis zum 1,5:2,5 bei. Torsten Damm an Brett 6 kam zwar gut aus der Eröffnung, verlor allerdings durch eine taktische Ungenauigkeit einen Bauern. Nach langem Kampf musste er schließlich kapitulieren.

Justus Ibe an Brett 1 kam nicht gut aus der Eröffnung raus. Er kämpfte sich jedoch zurück und es entstand ein ausgeglichenes Endspiel. Hier wollte der Buxtehuder schlussendlich aber zu viel. In Zeitnot entschied er sich dazu, weiterzuspielen, anstatt die Zugwiederholung einzugehen, die zum Remis geführt hätte, übersah dabei allerdings eine Taktik, die die Niederlage unausweichlich machte. Damit stand es 1,5:4,5 und die Niederlage stand fest.

Daran änderte auch der Sieg von Ralf Schöngart an Brett 2 nichts, der durch einen starken vorgerückten Freibauern eine Qualität und einen Bauern gewinnen konnte, was er schließlich nach langer Gegenwehr seines Gegners zum vollen Punkt verwerten konnte. Nach etwa 5,5 h Spielzeit musste schließlich Martin Winkelmann an Brett 5 seine Partie aufgeben, womit eine deutliche 2,5:5,5 auf der Ergebnistafel stand.

Mit dieser Niederlage verweilen wir mit 3 Mannschaftspunkten weiterhin auf dem letzten Platz und unsere Abstiegswahrscheinlichkeit ist laut Liga Orakel auf 93% gestiegen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Justus Ibe

SFB II gewinnt erneut

Am 6. Spieltag der Bezirksklasse West war unsere 2. Mannschaft Gastgeber für BW Buchholz II. Als Tabellenführer konnten wir entspannt zur Sache gehen – und tatsächlich wurde es erneut ein erfolgreicher Tag. Da die Gäste ihr Brett 3 (bei uns Volker Harms) nicht besetzen konnten, stand es von Beginn an 1:0 für die Schachfreunde.

Die beiden Weißpartien an Brett 4 (Björn Walther) und Brett 2 (Hans-Peter Tödter) endeten nach knapp zwei Stunden Spielzeit mit Remis. Björn spielte eine solide Colle-Eröffnung und ließ seinem Gegner keine größere Entfaltung, kam in einer relativ geschlossenen Stellung selbst nicht in Vorteil, so dass das Unentschieden nach 32 Zügen konsequent war. Der Gegner von Hans-Peter agierte in einer königsindischen Eröffnung passiv und verhinderte mit defensiven Zügen sämtliche Durchbruchsversuche. O-Ton Hans-Peter: „Ich fühlte mich wie ein Boxer, der von seinem Kontrahenten ständig geklammert wird‘. So war die Stellung nach 22 Zügen völlig verkeilt und das Remis unausweichlich.“

Zwischenstand damit 2:1. Nur 15 Minuten später aber punktete unser Nachwuchstalent Kai Neacsu an Brett 5. Sein Gegner setzte ihm das Londoner System vor. Nach dem Eröffnungsgeplänkel ging Kai zu einem Königsangriff über, verzichtete kaltblütig auf die eigene Rochade, öffnete sich die h-und g-Linie für seine Türme und setzte seinen erwachsenen Gegner nach 35 Zügen matt. Eine großartige Leistung!

Nach knapp drei Stunden Spielzeit beendete auch Peter Rußi an Brett 6 seine Partie mit einem Sieg. Sein Gegner hatte in schon schlechterer Stellung einen Läufer für Königsangriff geopfert, verlor aber alsbald noch einen Springer und wurde im 30.Zug mattgesetzt.

Den Abschluss machte Stefan Klein an Brett 1 mit einem sicheren herausgespielten Remis. O-Ton Stefan: „Die Partie kam nach Zugumstellung in die Owen-Verteidigung. Durch die ungleichen Rochaden entstand eine asymmetrische Stellung mit viel Spannung und beiderseitigen Angriffschancen, die mir viel Konzentration abverlangte. Beim Übergang ins Endspiel konnte ich nach dem Damentausch einen Bauern gewinnen. Wegen der ungleichfarbigen Läufer und der zahlreichen taktischen Drohungen (auf beiden Seiten) willigte ich in das Remisangebot meines Gegners ein.“

Endstand also 4,5:1,5. Wir halten mit 11 Punkten weiter die Spitze in der Bezirksklasse West vor dem SK Verden II mit 9 Punkten!

Hans-Peter Tödter

Aus 5 mach 1

Am 22. Februar wurde in Munster das Achtelfinale des Bezirks-Dähnepokals ausgetragen. Am Start dort auch drei SFB’er. Justus Ibe bekam als Weißer eine aggressive Eröffnung vorgesetzt, die ihn viel Bedenkzeit kostete. Mit nur noch wenig Zeit auf der Uhr büßte Justus zwei Bauern ein. Als sogar noch ein Dritter verloren ging, musste er seinem Gegner aus Schneverdingen zum Sieg gratulieren. Ralph Bernhard musste sich mit Weiß gegen Holländisch wehren. Der Buxtehuder kam ziemlich gut aus der Eröffnung, verlor allerdings im Mittelspiel eine Qualität. Diesen Vorteil ließ sich der erfahrene Munsteraner nicht mehr nehmen und konnte sicher gewinnen. Ralf Schöngart traf mit Weiß auf einen langjährigen Bekannten aus Bremervörde. In einer langen Theorievariante im Damengambit konnte sich keiner der Beiden einen entscheidenden Vorteil erarbeiten, also Remis nach 25 Zügen. In der erforderlichen Schnellpartie mit vertauschten Farben entschied – mal wieder – eine Springergabel für den SFB’er. Nach zwischenzeitlichem Qualitätsgewinn konnte der Titelverteidiger in ein leicht zu gewinnendes Bauernendspiel abwickeln. Damit ist von den ursprünglich fünf Buxtehudern leider nur noch einer übrig geblieben. Interessant in diesem Jahr: Die 8 Viertelfinalisten kommen aus 7 verschiedenen Vereinen! Dieses Viertelfinale findet am 15. März in Schneverdingen statt. Der Gegner dort wird ein Spieler der SG Niederelbe sein.

Ralf Schöngart 

Neu: Die Kombi-Ecke

Von Torsten Damm stammt die Idee unserer neuen Rubrik einer kleinen Kombi-Ecke, in der interessante taktische Kombinationen aus realen Partien vorgestellt werden.

Die Kombi-Ecke ist gedacht zum Lernen, Üben und Mitraten!

Von Torsten stammt auch gleich das erste Beispiel, das wir euch unter dem folgenden Link vorstellen. 

Kombi-Ecke | Schachfreunde Buxtehude e.V.

Wir wünschen viel Spaß damit !

Harter Kampf im Kellerduell

Am 8. Februar stand das Kellerduell der Verbandsliga Nord an, in welchem die Schachfreunde Buxtehude den Tabellenneunten aus Rotenburg in den neuen Räumlichkeiten der Begegnungsstätte Altkloster begrüßten. Sowohl die Rotenburger als auch die SFB waren in Stammbesetzung angetreten, es versprach also, ein spannender Kampf zu werden.

Es startete jedoch mit einem herben Rückschlag für die Gastgeber. Sowohl Ralph Bernhard an Brett 8 und Alexander Struck an Brett 7 stellten in anfangs aussichtsreicher Stellung spielentscheidendes Material ein, sodass es erstmal 0:2 aus Buxtehuder Sicht stand.

Justus Ibe an Brett 1 wurde bereits in der Eröffnung von seinem Gegner überrascht und kam nicht gut aus der Eröffnung. Er kämpfte sich jedoch zurück und konnte sogar eine Qualität gewinnen. Ein stark postierter Springer gab dem Rotenburger Spitzenspieler allerdings genug Gegenspiel, sodass Justus nach etwa 3,5 h Spielzeit ins Remis einwilligen musste.

Den Anschlusstreffer erzielte wenig später Martin Winkelmann an Brett 5, der im Turmendspiel die bessere Technik beweisen konnte. Kurz darauf folgte sogar der Ausgleich durch Ralf Schöngart an Brett 2. Ralf ist nicht gut aus der Eröffnung rausgekommen und stand auch sonst unangenehm. Sein Gegner ließ sich jedoch etwas zu viel Zeit, sodass Ralf die Zeitüberschreitung reklamieren konnte.

Bernd Skalmowski an Brett 3 musste jedoch den erneuten Rückstand zulassen. Dazu Bernd: „Ich konnte mit den schwarzen Steinen schnell das Läuferpaar sichern. Durch zwei Ungenauigkeiten ging dieser geringe Vorteil aber verloren und ich erhielt sogar eine schlechtere Stellung. Im 40. Zug sah ich mich gezwungen, die Qualität für einen eingedrungenen Springer zu geben, um meine Bauern auf dem Königsflügel in Bewegung zu setzen. In der nun sehr offenen Stellung musste ich sehr aufpassen, dass meine Dame nicht durch irgendwelche Schachgebote hinter dem König verloren geht. Ich beschäftigte meinen Gegner noch bis zum 70. Zug, dann war aber am Verlust nicht mehr zu rütteln.“

 Frank Schildt an Brett 4 erreichte ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern. Da er insgesamt allerdings nur noch zwei Bauern übrigbehalten hat, reichte es leider nicht zum Sieg aus und er musste ins Remis einwilligen.

Nun stand es als 3:4 gegen Buxtehude und es lag an Torsten Damm an Brett 6, den Mannschaftspunkt zu retten. Torsten schaffte es, eine Qualität zu gewinnen und diesen Vorteil durch geduldiges Manövrieren zu konsolidieren. Als er es schließlich schaffte, einen Freibauern auf die sechste Reihe zu bringen und der gegnerische Läuferverlust nicht mehr zu verhindern war, gab sein Gegner auf und der Mannschaftspunkt war in trockenen Tüchern.

Damit haben die Schachfreunde Buxtehude nun 3 Mannschaftspunkte und stehen immer noch auf dem letzten Platz, der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen wurde aber immerhin auf einen Mannschaftspunkt verringert.

Justus Ibe

Zweite Mannschaft bleibt ungeschlagen

Am 5. Spieltag der Bezirksklasse West waren wir mit unserer zweiten Mannschaft auswärts zu Gast beim SC Sottrum II. Als Tabellenführer konnten wir entspannt zur Sache gehen – und tatsächlich wurde es ausgesprochen erfolgreicher Tag für uns.

Als Erster war unser Nachwuchstalent Bjarne Walther an Brett 5 fertig. Durch einen fatalen Fehler seines Gegners gewann Bjarne schon früh die Dame. Bjarnes Gegner versuchte noch die weiße Grundreihenschwäche auszunutzen, musste sich aber bald geschlagen geben.

An Brett 6 entwickelte sich bei Frank Siewert eine wilde Partie mit scharfen Drohungen auf beiden Seiten. Nach interessanten Abtauschmanövern spielte Frank mit zwei Türmen und zwei Springern gegen die gegnerische Dame. Die zahlreichen Drohungen konnte Franks Gegner nicht mehr parieren und gab auf.

Björn Walther spielte an Brett 4 gegen einen sehr jungen Gegner, der bis ins Mittelspiel gut mithalten konnte. Im Zuge eines Abtauschs konnte Björn einen Läufer gewinnen. Björns Gegner spielte weiter, doch Björn gewann immer mehr Material und konnte die Partie gefahrlos gewinnen. Zwischenstand 3:0.

Am Spitzenbrett 1 kam Stefan Klein in ein ausgeglichenes Mittelspiel mit wechselseitigen Chancen. Am Ende geriet Stefan sogar noch unter Druck, als sein Gegner den aktiveren Turm hatte. Der Gegner war sich seiner Sache jedoch zu sicher, übersah eine Springergabel und gab sofort auf.

An Brett 3 kam es durch Volker Harms zum einzigen Unentschieden des gesamten Mannschaftskampfs. In einer geschlossenen Stellung hatte er seinen Gegenspieler eingeengt, sah jedoch keine Chance die Partie zu öffnen. Man einigte sich auf remis.

Mit einem Zwischenstand von 4,5:0,5 blickten alle auf Brett 2 zu Thomas Höhle, der seine Partie ohne jeden Druck zu Ende spielen konnte. Nach einem Damenbauernspiel entstand eine geschlossene Stellung, in der Thomas es nicht eilig hatte. Nach und nach gewann er Raumvorteil am Damenflügel. Schließlich brachte er seinen Gegner durch druckvolles Spiel in Zugzwang, bei dem ein Figurenverlust unvermeidlich war. Der Gegner gab auf – und der Mannschaftsieg von 5:5:0,5 war perfekt.

Mit diesem deutlichen Mannschaft sie konnten wir unsere Favoritenstellung in der Tabelle weiter festigen. Er war in dieser Höhe nicht unbedingt erwartet worden, angesichts der starken Einzelleistungen aber verdient. Damit ist unsere zweite Mannschaft am fünften Spieltag immer noch ungeschlagen und wir freuen uns auf die nächste Herausforderung gegen BW Buchholz II in drei Wochen am 1. März.

Stefan Klein

SFB-Jahreshauptversammlung

Am gestrigen Freitag, 6.2.26, fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Auch wenn ich mir ein paar mehr Teilnehmer gewünscht hätte, fand die Versammlung in einem sehr harmonischen Rahmen statt (oder gerade deswegen?!). Alle zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, so dass wir in der erfolgreichen Konstellation weiterarbeiten können. Eine wichtige Satzungsänderung wurde beschlossen: Die nicht mehr zeitgemäße Regelung, dass Vereinsangehörige bis zum 21. Lebensjahr als Jugendliche gelten, wurde durch das 18. Lebensjahr ersetzt. Mit Ablauf des Monats, in dem das 18. Lebensjahr erreicht wird, gilt dann der Erwachsenenstatus. Diese Satzungsänderung tritt mit Wirkung zum 01.04.2026 in Kraft.   

Ralf Schöngart