8. Internationales Bad Schwartau Open

Vom 27.12 – 30.12.2023 fand in den Krummlandhallen in Bad Schwartau das 8. Internationale Bad Schwartau Open statt. Insgesamt gingen 108 Teilnehmer an den Start, darunter auch ein paar aus unserem Schachbezirk, wie zum Beispiel Oliver Meschke von der Eintracht Munster, der am Ende den 7. Platz erreichte. Die Schachfreunde Buxtehude wurden durch mich selbst (Justus Ibe) vertreten. Gespielt wurde mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für die ersten 40 Züge + 30 Minuten mit einem Inkrement von 30 Sekunden.

In der ersten Runde bekam ich es mit der langjährigen Frauenbundesligaspielerin Anita Just (Elo1867/DWZ1883). Ich konnte anfangs gut mithalten, wurde jedoch im späteren Verlauf der Partie etwas zusammengeschoben, so dass ich nach 25 Zügen aufgab.

In der zweiten Runde musste ich gegen einen DWZ-losen Spieler spielen. Er baute sich Königsindisch auf und kam relativ gut aus der Eröffnung raus. Im Endspiel unterlief ihm jedoch ein Fehler und mir gelang es, seinen Läufer einzusperren. Wenige Züge später gab mein Gegner auf.

In der dritten Runde setzte mir mein Gegner (Elo1701/DWZ1582) die Englische Eröffnung vor und ich konnte mir eine sehr aussichtsreiche Stellung erarbeiten. Dann gelang es meinem Gegner aber, meine Struktur zu schwächen und schließlich noch einen wichtigen Bauern von mir zu gewinnen, weshalb ich nach 43 Zügen aufgab.

Gegen meinen nächsten Gegner (Elo1796/DWZ1755) erreichte ich als Schwarzer in der Russischen Verteidigung ein ausgeglichenes Endspiel mit einem Turm und dem Läuferpaar auf beiden Seiten. Durch eine von mir übersehene Fesselung konnte er aber einen Bauern gewinnen und als die Türme und ein Läufer getauscht wurden blieb mir nach 60 Zügen nichts anderes als die Aufgabe übrig.

In der fünften Runde machte ich mit meiner noch sehr jungen Gegnerin (DWZ866) kurzen Prozess, wodurch ich ausgeruht in die sechste Runde starten konnte. Hier bekam ich als Weißer Skandinavisch von meinem Gegner (Elo1571/DWZ1535) vorgesetzt, wir tauschten schnell, sehr viel ab und einigten uns nach 16 Zügen auf Remis.

In der letzten Runde wählte mein Gegner (Elo1588/DWZ1676) Katalanisch. Ich kam nicht gut aus der Eröffnung raus und mein Gegner stand zwischenzeitlich klar auf Gewinn. Dann entschied er sich aber für ein falsches Opfer und am Ende hatte ich einen Springer für zwei Bauern erhalten. Als die Zeitkontrolle geschafft war, gab mein Gegner die Partie auf.

Am Ende stand ich mit 3,5 Punkten auf dem 60. Platz und landete damit 13 Plätze vor meiner Setzlistenplatzierung und konnte mit meiner DWZ die 1500 durchbrechen.

Justus Ibe

8. Internationales Bad Schwartauer Open: Tabelle

Vorgezogener Spieltag für SFB II

Nach dem 2:4 zwei Wochen zuvor wollte die Mannschaft diesmal unbedingt wieder punkten. Da SFB I spielfrei hatte, konnte SFB II am 17.12.2023 in starker Besetzung in der Bezirksklasse West bei BW Buchholz II antreten. Wir waren gespannt, ob auch die Buchholzer diese Möglichkeit nutzen würden. Außer an Brett 1 taten sie es aber nicht, was uns von vornherein in eine gewisse Favoritensituation brachte.

Die erste beendete Partie wurde an Brett 5 gespielt. Curd-Liam Hiersche hatte schon im 9. Zug einen Läufer gewonnen, verlor jedoch wegen eines übersehenen Abzugsschach im 21. Zug seine Dame und gab die hoffnungslos gewordene Partie auf. Fast gleichzeitig führte Volker Harms seine Schwarzpartie an Brett 6 zum Remis. Nach zwei Stunden Spielzeit sorgte Justus Ibe an Brett 4 für den Ausgleich zum 1,5:1,5. Mit einem feinen Manöver fing er nach 16 Zügen die gegnerische Dame, die sich nach a4 verirrt hatte. Sein Gegner spielte dennoch bis zum 31. Zug weiter.

An Brett 2 musste sich Thomas Höhle mit der von ihm ungeliebten Abtausch-Variante in der Französischen Verteidigung auseinandersetzen. Er erreichte ein Springer-Endspiel mit Mehrbauern, in dem sein Springer die besseren Felder besaß. Sein Gegner ließ sich nach Springerabtausch die Verwertung des Mehrbauern nicht mehr zeigen und gab auf. Der Siegpunkt stellte sich an Brett 3 ein, wo Hans-Peter Tödter in einer indischen Variante im Mittelspiel die d-Linie öffnen konnte und darüber seine Schwerfiguren in die schwarze Stellung eindringen ließ. Sein Gegner gab im 31.Zug auf.

Martin Winkelmann bekam es an Brett 1 mit einem starken Buchholzer BOL-Spieler zu tun. Die Partie verlief sehr komplex, aber irgendwann zwang Martin seinen Gegner zu einem Figurenopfer für einen Bauern. Im Endspiel ließ er nichts mehr anbrennen und schob die Partie sicher dem Sieg entgegen, womit nach fünf Spielstunden unser Gesamtsieg von 4,5 : 1,5 Punkten feststand.

Hans-Peter-Tödter

Jugendserie in Stade am 9. Dezember

Am 9.12. fand in Stade das dritte Turnier des Stader Jugend Grand-Prix 23/24 statt.

Unser Verein wurde hierbei von Curd Hiersche, welcher in der U-14 startete, und Justus Ibe (U16) vertreten. Wegen geringer Beteiligung in manchen Altersklassen, wurde sowohl das U-12 mit dem U-14 Turnier zusammengelegt, als auch das U-16 Turnier mit den Veteranen (16+).

Im U-14 Turnier konnte sich Curd mit 5.5 Punkten und einer leicht besseren Buchholzwertung den Sieg sichern. Justus in der U16 gewann seine ersten 5 Partien, remisierte in den letzten beiden Runden und stand somit mit 6 Punkten als Sieger fest. Dieses äußerst positive Ergebnis zeigt noch einmal mehr, was für Früchte unsere engagierte Jugendarbeit trägt.

Hier der Link zur Turnierseite mit allen Ergebnissen und einigen Bildern. 

Justus Ibe

Seniorenmeisterschaft von M-V

Vom 29.11. – 7.12.23 fand in Binz auf Rügen die 23. Offene Senioren -Landeseinzelmeisterschaft von Mecklenburg-Vorpommern statt. Startberechtigt sind bei diesem Turnier Senioren ab einem Alter von 60 Jahren und Seniorinnen ab 55 Jahren. Wie beliebt dieses Turnier ist, belegt die Tatsache, dass die ursprünglich zur Verfügung stehenden 150 Plätze am Tag des Anmeldebeginns bereits um 0.50 Uhr vergeben waren! Später wurden dann noch 20 zusätzliche Starter zugelassen, so dass letztendlich 170 Spieler am Turnier teilnehmen konnten. Unter ihnen 1 GM, 2 IM, 6 FM, 2 WIM und 2 WFM – kein schlechtes Niveau! Gespielt wurde wiederum im Dorint Seehotel Binz-Therme, das nicht nur hervorragende Spielbedingungen bietet, sondern auch über einen tollen Wellness-Bereich mit Schwimmbad, Soleschwebebecken und einer sehr gepflegten Sauna-Landschaft verfügt. Außerdem gab es ein leckeres Frühstücksbuffet sowie ein reichhaltiges Buffet am Abend, das keine Wünsche offen ließ.

Nach einer etwas anstrengenden 5-stündigen Anreise über schnee- und eisbedeckte Straßen ging’s am Nachmittag los. Mein Erstrunden-Gegner (ELO 1708) spielte gegen mich das Budapester Gambit, kannte aber offensichtlich die von mir gewählte Variante nicht wirklich. Im 6. Zug büßte er einen Springer ein und 4 Züge später auch noch eine Qualität. Mit einem Turm weniger hatte er nach 11 Zügen und nicht einmal 10 Minuten Spielzeit keine Lust mehr. Nach den Reisestrapazen kam mir das sehr gelegen. In der 2. Runde gewann ich als Schwarzer im Caro-Kann früh einen Bauern und stand klar auf Gewinn. Dann lud ich meinen Gegner (ELO 1844) aber zu Gegenspiel mit einem siegreichen Königsangriff ein – ärgerlich. In Runde 3 musste ich lange kämpfen, bis ich mit Weiß meinen Gegner (ELO 1814) nach 63 Zügen im Leichtfigurenendspiel bezwingen konnte. Mein nächster Gegner (ELO 1867) wählte mit Weiß eine sehr eigenwillige Eröffnung (1. Sh3, 2. g3, 3. f3, 4. Sf2). Später opferte er noch einen Bauern für Angriff, der allerdings nichts einbrachte, so dass der Mehrbauer schließlich die Partie entschied. In Runde 5 traf ich mit Weiß auf Holger Fabig, den Bruder unseres Vereins-Mitgründers Hans-Jürgen. In einer spannenden Partie hatte ich erst Glück, dass Holger (ELO 1926) ein dreizügiges Matt mit Damenopfer übersah, bevor ich im Endspiel mit Mehrbauern dieses Geschenk zurück gab, also Remis. Die nächste Partie war Kurzarbeit. Ich übersah im Slawischen Damengambit einen Läuferzug meines Gegners (ELO 1905), der den Läuferabtausch auf f8 erzwang. Bevor mir noch mehr solcher „Glanzleistungen“ unterliefen, nahm ich das frühe Remis-Angebot lieber an. Runde 7 bescherte mir den Letztrunden-Gegner (ELO 1866) des Vorjahres. Wieder wählte ich Sämisch und erreichte eine klar vorteilhafte Stellung. Aber wiederum ließ ich einen gewinnbringenden Königsangriff des Schwarzen zu. Tja, wenn man einen Fehler gut kann, warum soll man dann andere machen (s. Runde 2)?! 4 aus 7, nicht gerade berauschend. Also musste was passieren und ich spielte in Runde 8 mit Schwarz selber das Budapester Gambit. Ich konnte auch eine sehr schöne Angriffsstellung erreichen, aber irgendwie schaffte es mein Gegner (ELO 1884), sich „rauszumogeln“. In einem für mich schlechteren Endspiel entdeckte ich dann glücklicherweise eine taktische Abwicklung, die mir zwei Mehrbauern und damit den vollen Punkt einbrachte. Mein Letztrunden-Gegner (ELO 1874) hatte im Turnierverlauf schon namhafte Gegner geschlagen, ich war also gewarnt. Hier konnte ich mit Weiß durch aktives Spiel eine klar bessere Stellung erreichen. Schwarz versuchte noch einen gefährlich aussenden Königsangriff, ich konnte jedoch alle Bemühungen abwehren und gewann schließlich durch eine Springergabel einen Turm. Ein versöhnliches Ende mit 6 aus 9 und Platz 25, punktgleich mit Platz 14.  Und ich bekam sogar noch den 3. Ratingpreis für Spieler unter DWZ 2000. Allerdings hätte ich bei dem Gegnerschnitt 6,4 Punkte machen müssen (keine Ahnung, wie das mit den 0,4 geht …), ich habe also ein paar DWZ-Pünktchen eingebüßt.

Auch dieses Jahr waren wieder zwei SFB’er am Start. Sigrun Naumann war mit Abstand auf dem letzten Platz der Setzliste. Trotzdem hielt sie in vielen Partien ausgezeichnet mit und verlor teilweise nur sehr unglücklich. Sie erreichte gegen durchweg stärkere Gegner am Ende 1,5 Punkte (1 Sieg, 1 Remis) und verbuchte ein DWZ-Plus von 20 Punkten!

Im Rahmenprogramm gab es dieses Jahr ein Highlight. Neben den obligatorischen Blitz- und Schnellschach-Turnieren kam die bisher einzige Frau in Deutschland mit dem männlichen Großmeistertitel zum Turnier: Elisabeth Pähtz las einige Passagen aus ihrem Buch, beantwortete Fragen zu ihrem Werdegang und zeigte an einigen praktischen Beispielen, „wie Großmeister denken“. Zwei Stunden beste Unterhaltung!

Insgesamt waren es wieder schöne Tage auf Rügen. Auch wenn das Wetter leider nicht mitspielte – die Älteren werden sich erinnern: Man nennt es „Winter“.

Ralf Schöngart

Frank Schildt verteidigt Titel

Jedes Jahr im Dezember wird unsere Vereins-Blitzmeisterschaft ausgetragen. Bei 10 Teilnehmern konnte Frank Schildt seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Mit 8 Punkten lag er gleichauf mit Stefan Lehmkuhl, so dass es zu einem spannenden Stichkampf kam. Hier konnte sich Frank in beiden Partien durchsetzen und gewann damit das Turnier. Dritter wurde Martin Winkelmann mit 7 Punkten. Glückwunsch an alle drei!


Hier die Abschlusstabelle mit allen Ergebnissen: Blitzmeisterschaft 2023

Dritter Spieltag für alle SFB-Mannschaften

Am Sonntag, den 03.12.2023 mussten wir unserer 1. Mannschaft in der Bezirksoberliga beim SK Springer Rotenburg I antreten. Durch Absage von 5 Stammspielern waren wir reichlich ersatzgeschwächt. Wir konnten sogar das Brett 1 nicht besetzen und den Punkt bekam unser Gegner kampflos.

Thomas Höhle spielte an Brett 6 gegen den jüngsten Spieler, bei dem es sich offenbar um einen sehr talentierten Nachwuchs handelt. Es kam zu einer ausgeglichenen Stellung und Thomas nahm das Remisangebot seines Gegners an. Unser jüngster Spieler war Curd Hiersche, der an Brett 8 spielte. Lange sah das Spiel ausgeglichen aus, aber im Endspiel konnte ihm sein erfahrener Gegner einen Bauern abnehmen, der zum Verlust für Curd führte.

An Brett 7 hatten wir dann unseren ersten Lichtblick. Der Gegner von Justus Ibe hatte genau die Eröffnung gewählt, in der Justus seine Lieblingsvariante spielen konnte. So kam er nach einem sehr starken achten Zug in Vorteil, den er später in einen Mehrbauern umwandeln konnte. Sein Gegner gab auf.

An Brett 4 von Stefan Klein kam es zu einem Damenindischen Aufbau. Seinem Gegner gelang die Öffnung der g-Linie und der darauf gestartete Angriff schlug schließlich durch. Bernd Skalmowski an Brett 2 hatte durch einen Fehler im 18. Zug einen Läufer verloren. Er stellte dem Gegner noch einige Fallen, der sich aber auf nichts einließ. Nach weiteren 15 Zügen gab Bernd auf.

Stefan Lehmkuhl hatte seine Partie etwas eigenwillig eröffnet, war aber dennoch nicht in Nachteil geraten. Sein Gegner tauschte im Mittelspiel zwei Leichtfiguren für einen Turm und zwei Bauern. Die Stefan gebliebenen Leichtfiguren bekamen dominante Stellungen, sodass er leichten Vorteil errang. Sein Gegner hatte viel Zeit verbraucht und das Plättchen fiel.

Bei Martin Winkelmann an Brett 5 kam es zu einem Endspiel mit zwei Mehrbauern, nachdem sein Gegner einen seiner Läufer gegen Martins Springer getauscht hat, blieben zwei ungleichfarbige Läufer übrig. Martin konnte die Bauern aber durchbringen und gewann.

Am Ende stand es also 3,5 zu 4,5, und wir sind noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Leider haben wir damit unseren 1. Tabellenplatz eingebüßt und sind auf Platz 3 abgerutscht.


Niederlage auch für die Zweite

Die Spiele SFB II – SK Springer Verden II und SFB III – SK Rotenburg II fanden wegen anderweitiger Buchung nicht in der Hoheluft, sondern in der VHS Buxtehude statt.

SFB II trat ebenfalls ersatzgeschwächt beim Heimspiel gegen SK Verden II an. Wir konnten Brett 2 nicht besetzen. Da die Verdener aber ohne ihren Spieler für Brett 1 angereist waren, begann der Wettkampf mit einem 1:1 durch kampflose Spiele. Dafür waren die übrigen vier Partien umso umkämpfter.

Verden ging nach gut zwei Stunden Spielzeit mit einem Doppelschlag in Führung. An Brett 3 verhedderte Tim Pape sich im Mittelspiel. Seine Dame geriet ins Abseits, und der Verdener kam zum Königsangriff, so dass die Aufgabe konsequent war. An Brett 5 spielte Martin Neumann mit Schwarz einen geschlossenen Spanier, in dessen Verlauf alle Figuren abgetauscht wurden. Allerdings behielt sein Gegner einen entscheidenden Bauer mehr im Endspiel.

Volker Harms an Brett 4 brachte uns nochmal heran, indem er in einem klug geführten Endspiel einerseits die Doppelfreibauern des Gegners stoppen konnte und gleichzeitig zwei eigene Freibauern durchbrachte. Stand jetzt 2:3.

Malte Witz an Brett 6 spielte die wechselhafteste Partie des Tages. Nach einem frühen Bauernverlust schaffte er im Mittelspiel die Turmverdoppelung auf der h-Linie mit Angriff gegen den schwarzen König. Leider war seine Gegnerin mit ihrem Angriff durch die Mitte schneller und gewann die Partie nach 46 Zügen und drei Stunden Spielzeit.


Unsere Jugendlichen kämpften tapfer

SFB III hatte die 2.Mannschaft von SK Rotenburg zu Gast, die aber erschien ebenfalls mit einem Spieler weniger. So starteten wir mit einem kampflosen 1:0 an Brett 1 durch Peter Rußi. Unsere drei Jugendlichen hatten es allesamt mit erfahrenen Rotenburgern zu tun, die nichts anbrennen ließen. An Brett 4 verlor Tabea Stab früh die Qualität. Der Nachteil ließ sich nicht mehr kompensieren, die Partie ging nach 33 Zügen verloren.

Bjarne Walter an Brett 4 kämpfte trotz doppeltem Bauern- und Qualitätsverlust tapfer weiter, wobei all seine verbliebenen Figuren ihren König lange Zeit verteidigen konnten. Die Partie endete recht plötzlich mit einem Dameneinsteller. An Brett 2 hielt Maximilian Hinsch lange Zeit gut mit, verlor aber bis zum 44. Zug zwei Bauern, die den Ausschlag gaben. Immerhin benötigte sein Gegner eine 2. Dame für den Sieg. Endstand damit 1:3.

Auch wenn das Ergebnis mit dem dritten 1:3 deutlich aussieht, lassen sich Verbesserungen im Spiel unserer motivierten Jugendlichen erkennen. Mit gezieltem Training in den kommenden Wochen und Monaten wird sich bald auch mal ein Erfolg einstellen.  

Fazit für die Schachfreunde Buxtehude: Aufgrund der zahlreichen Spielerabsagen waren alle Mannschaften stark ersatzgeschwächt. Insofern kamen die Ergebnisse wenig überraschend. Der Spieltag steht somit unter dem Motto: Außer Spesen nichts gewesen.

Bernd Skalmowski
(für SFB I)

Hans-Peter Tödter
(für SFB II und III)

Unsere Zweite spielte in der VHS …
… gemeinsam mit der dritten Mannschaft

Zweiter Spieltag BOL, souveräner Sieg

Am 19.11.2023 hatte unsere Erste Mannschaft die SG Bremervörde/Gnarrenburg zu Gast. Es sollte mal wieder ein punktreicher Kampf werden.

Den Beginn machte allerdings ein farbloses Remis von Stefan Klein an Brett 6. Bereits die nächste Partie an Brett 7 (Rafael Krain) endete zu unseren Gunsten. Rafael hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen, den er bis zum Bauernendspiel behielt und damit gewann.

Bei Stefan Lehmkuhl an Brett 4 war es zu einem Endspiel mit gleicher Bauernzahl und jeweils einem Springer gekommen, remis war das logische Ergebnis. Ralf Schöngart an Brett 1 konnte sich schnell die h-Linie öffnen, diese aber zunächst nicht zu seinen Gunsten ausnutzen. Sein Gegner begann einen Angriff gegen den unrochierten König, in dessen Verlauf Ralf aber 2 Bauern gewinnen konnte. Im Endspiel waren diese Mehrbauern dann Spiel entscheidend,

Torsten Damm spielte an Brett 5. Sein Gegner hatte seine Mittelbauern auf den schwarzen Feldern festgelegt und behielt nach einigem Figurentausch den „schlechten Läufer“. Aber auch Torstens Springer konnte nicht in die gegnerische Stellung einbrechen, so einigten sich die Gegner auf remis.

Als nächster beendete Bernd Skalmowski an Brett 2 seine Partie. Er hatte sich lange schwer getan mit der eigenwilligen Eröffnungsbehandlung seines Gegners. Nachdem mehrere Figuren getauscht wurden, konnte er aber einen gedeckten Freibauern auf der e-Linie platzieren. Sein Gegner war am Ende chancenlos und gab kurz vor dem Matt auf.

Nun hatten wir bei dem Zwischenstand von 4,5: 1,5 den Sieg also schon in der Tasche. Allein die beiden übrigen Partien waren noch unklar. An Brett 8 hatte sich Martin Winkelmann einen deutlichen Platzvorteil erarbeitet, jedoch der wirkliche Durchbruch gestaltete sich schwer. Schließlich gewann er durch eine Fesselung auf der g-Linie einen Läufer und sein Gegner gab auf.

Nun war nur noch Frank Schildt an Brett 3 in Aktion. Er hatte durch eine Springergabel einen Bauern gewonnen. Aber der aktive Turm seines Gegners machte ihm ganz schön zu schaffen. Durch genaues Spiel gelang ihm aber ein Bauernmarsch bis zur 7. Reihe und mit nur noch 3 Minuten auf der Uhr, konnte er das Spiel für sich entscheiden.

So stand es am Ende  6,5 zu 1,5 für uns und wir konnten damit den ersten Tabellenplatz verteidigen.

Bernd Skalmowski

SFB-Julklapp-Blitzturnier

Ausschreibung zum Julklapp-Blitzturnier 2023

In diesem Jahr wollen wir am letzten Spieltag in diesem Jahr wieder unser Julklapp-Blitzturnier durchführen. Vielleicht gelingt dem Einen oder Anderen eine Revanche für die Blitzmeisterschaft. Eingeladen sind nicht nur alle Vereinsmitglieder der Schachfreunde Buxtehude, sondern auch alle Gäste und Freunde unseres Vereins, also jeder, der Lust und Interesse hat. Mitzubringen ist wie immer ein kleines Geschenk (möglichst unkenntlich verpackt) im Wert von ca. 5 – 10 Euro. Hier die weiteren Eckdaten:

Zeit und Ort:

15. Dezember 2023 um 20.00 Uhr in der „Hohen Luft“, Stader Straße 15 in Buxtehude

Anmeldeschluss: 20.00 Uhr

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, jeder kann am Spieltag spontan vorbeikommen.

Modus:

Rundenturnier jeder gegen jeden, mit je 5 Minuten Bedenkzeit. Die mitgebrachten Geschenke werden auf einem Tisch aufgebaut. Die Reihenfolge der Abschlussplatzierung entscheidet darüber, wer sich bei der anschließenden „Bescherung“ als Erstes ein Geschenk aussuchen darf – wobei (hier zeigt sich ein kleiner Touch von Weihnachtsmoral) man sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen sollte, denn das größte oder am aufwendigsten verpackte Geschenk muss keinesfalls auch das schönste oder wertvollste sein 🙂

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen aus nah und fern!

Euer

Bernd Skalmowski

 

 

Trauer um Hans-Werner Krawinkel

Mit großer Trauer haben wir erfahren, dass unser Vereinsmitglied Hans-Werner Krawinkel am 4. November 2023 im Alter von 96 Jahren verstorben ist.

Hans-Werner war bereits in den 1960’iger Jahren in Buxtehude schachlich aktiv, so gewann er damals z.B. den Titel des Buxtehuder Stadtmeisters. Durch seine berufliche Tätigkeit im Verteidigungsministerium verschlug es ihn lange Jahre nach Bonn. Nach seiner Pensionierung kehrte er nach Buxtehude zurück und konnte endlich wieder seiner großen Leidenschaft Schach nachgehen. Seit dem Jahr 2000 war Hans-Werner Mitglied bei den Schachfreunden Buxtehude. Er engagierte sich stets zuverlässig bei den vereinsinternen Turnieren, aber auch bei den Mannschaftskämpfen war immer auf ihn Verlass. Sein korrektes Auftreten, seine verbindliche und freundliche Art auch bei Konflikten kann man am besten mit dem Begriff „Gentleman“ beschreiben. Durch diese Art genoss er auch in Schachkreisen weit über Buxtehude hinaus großes Ansehen. Aus Anlass seines 90. Geburtstages wurde Hans-Werner Krawinkel als erstes und bisher einziges Vereinsmitglied zum Ehrenmitglied der Schachfreunde Buxtehude ernannt.

Am Schachbrett war er ein Kämpfer, auch in scheinbar aussichtslosen Positionen versuchte er alles. Sein Lieblingssatz lautete: „Es wäre schöner, wenn es schöner wäre“. Leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen in den letzten Jahren nicht mehr aktiv am Spielgeschehen teilnehmen. Aber auch beim Umgang mit seiner Krankheit kam aufgeben für ihn nicht in Frage. Jetzt hat er allerdings diesen letzten Kampf verloren. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Töchtern.

Wir verlieren mit Hans-Werner Krawinkel einen wirklichen Schachfreund, der dem königlichen Spiel sein ganzes Leben treu geblieben ist. Die Schachfreunde Buxtehude werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

So werden wir Hans-Werner in Erinnerung behalten.

Für die Schachfreunde Buxtehude

Ralf Schöngart

104. Sekt oder Selters Turnier

Vom 11.11 – 12.11.2023 fand in Hamburg das 104.Sekt oder Selters Turnier, organisiert vom Hamburger SK, statt. Hierbei wird das Teilnehmerfeld in 4er-Gruppen nach DWZ-Stärke („Amerikanisches System“) eingeteilt. Der Sieger erhält eine Flasche Sekt, die anderen drei eine Flasche Selter. Unser Verein wurde nur durch mich selbst (Justus Ibe) vertreten. Mit DWZ 1462 startete ich in Gruppe H (es ging insgesamt bis Q) und war dort an vierter Stelle gesetzt.

In der ersten Runde musste ich gegen den Setzlistenzweiten (DWZ 1490) ran. Mit Schwarz wählte ich die Sizilianische Verteidigung und konnte durch taktisches Geschick zwei Bauern gewinnen. Dann leistete ich mir jedoch ein paar Rechenfehler und hatte plötzlich eine verlorene Stellung, die mein Gegner sicher nach Hause fuhr.

In der zweiten Runde spielte ich mit Weiß gegen den Setzlistendritten (DWZ 1470). Er wählte die Najdorf-Variante im Sizilianer. Wir beide leisteten uns keinerlei Fehler, bis mein Gegner urplötzlich seinen Läufer selbst fesselte, welchen ich mit einem Bauern angreifen und somit gewinnen konnte. Mein Gegner gab wenig später frustriert auf.

In der letzten Runde musste ich schließlich gegen den Setzlistenersten (DWZ 1507) spielen. Ich hatte, wie auch in der ersten Runde, schwarz und wählte wiederum die Sizilianische Verteidigung. Mein Gegner wählte als Antwort die Alapin-Variante und kam mit leichten Vorteil aus der Eröffnung raus. Diesen konnte er jedoch nicht verwerten und man einigte sich schlussendlich im Damenendspiel mit gleicher Bauernzahl auf remis.

Mit den erreichten 1.5 Punkten, bin ich auf dem dritten Platz gelandet und konnte eine Flasche Selter mit nach Hause nehmen.

Justus Ibe