Endlich ein Sieg für die erste Mannschaft

Am Sonntag, 24.11.19, hatten wir in der Bezirksoberliga die erste Mannschaft aus Lachendorf zu Gast. Wir mussten unsere Stammspieler an Brett 2 und 3 ersetzen, aber die weit angereiste Gastmannschaft hatte dafür ihren besten Spieler nicht dabei.

Sehr schnell ging es an Brett 7, an dem Helmut Blanck mit den schwarzen Steinen spielte. Sein Gegner erlaubte einen Abtausch, bei dem Helmut einen Bauern auf der siebten Reihe platzieren konnte, der die weiße Rochade unmöglich machte, das führte dann auch schnell zum Figuren- und Partieverlust.

An Brett 1 hatte Bernd Skalmowski nach der Eröffnung eine schwierige Stellung erhalten. Sein Gegner konnte sich einen Freibauern auf der c-Linie verschaffen, den Bernd aber geschickt zum Abtausch zwang und sich selbst einen Freibauer verschaffte. Es war aber unklar, ob er diesen vereinzelten Freibauer auf Dauer halten könnte, so nahm er das Remisangebot seines Gegners an.

An Brett 6, an dem Rafael Krain spielte, kam es zu einer fast symmetrischen Stellung und schnell zu Abtausch mehrerer Figuren. Beide Spiele konnten sich keinen Vorteil erarbeiten, das logische Ergebnis war remis.

Unser jüngster Spieler Henri Rückert musste diesmal an Brett 5 vorrücken. Das Spiel schien lange Zeit ausgeglichen, bis Henri durch eine Springergabel die Qualität erobern konnte. Sein Gegner machte einen falschen Zwischenzug und so verlor er sogar einen ganzen Turm. Die dann entstandene offene Stellung nutzte Henri zum Mattangriff.

Thomas Kebsch an Brett 2 konnte Druck in der e-Linie aufbauen, die er für sich erobert hatte. Er gewann einen Bauern und konnte seinen Gegner weiter unter Druck setzen. Ein Zug vor dem Matt gab er auf.

Eine überraschende Wende konnten wir am Brett 8 erleben, an dem unser Debütant Torsten Damm von seinem Gegner ein überraschendes Gambit vorgesetzt bekam. Er ließ sich offenbar davon beeindrucken und ein Läuferschach auf f2 zu. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt noch etwas auf ihn gesetzt. Aber er verteidigte sich gut, sein Gegner führte den Angriff nicht mit dem notwendigen Biss weiter und im entstandenen Endspiel konnte Torsten dann sogar einen Bauern erobern und die Partie noch gewinnen.

An Brett 4 musste Volker Harms zu der Zeit ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger spielen. Er konnte alle Bauern abtauschen, aber der eine Mehrbauer beim Gegner blieb übrig. Durch den abgesperrten König war die Partie dann nicht mehr zu halten und Volker gab auf.

Die Partie von Stefan Klein an Brett 3 war inzwischen auch in der Endspielphase angekommen. Stefan hatte einen Mehrbauern, aber sein Gegner hatte für eine Figur zwei weit vorgerückte Freibauern erhalten. Stefan versuchte, diese Bauern durch Rückopferung der Figur aufzuhalten, aber sein Gegner nahm nicht die Figur sondern versuchte statt dessen lieber seinerseits Stefans Bauern zu erobern. Schließlich musste er doch die Segel streichen.

Das Endergebnis war damit 6:2 und wir konnten uns 2 Mannschaftspunkte sichern.

Bernd Skalmowski

Zweiter Spieltag Bezirksoberliga

Bei unserem zweiten Spiel in dieser Saison standen die Sterne gut für uns. Nachdem wir in der ersten Runde mit nur 6 Spielern antreten mussten, war unsere Mannschaft diesmal komplett. So fuhren wir guten Mutes zum Auswärtsspiel nach Wesel.

An Brett 3 einigten sich Burkhard Drewes und sein Gegner sehr schnell auf remis.

Etwas untypisch für die Slawische Verteidigung kam Schwarz an Brett 7 sehr schnell zum Königsangriff. Henri Rückert hatte die Kraft des Angriffs unterschätzt und musste dann schnell die Segel streichen.

Thomas Kebsch kam an Brett 4 in eine schwierige Stellung. Sein Gegner hatte einen starken Angriff auf der Königsseite mit Mattdrohung auf g7. Thomas verteidigte sich gut, konnte aber nicht verhindern, dass sein Gegner eine Zugwiederholung hatte, was dann zum Remis führte.

An Brett 5 konnte Stefan Klein Raumvorteil erlangen und seinem Gegner im Endspiel zwei Bauern abnehmen, die dann schnell den Sieg brachten.

Ralf Schöngart an Brett 2 hatte für einen Turm und zwei Bauern zwei Leichtfiguren erhalten. Als er dann eine Leichtfigur zurückgeben musste war die Stellung schnell nicht mehr zu halten und er verlor.

In der Partie von Helmut Blanck an Brett 8, sein Gegner hatte ihm die Sokolsky-Eröffnung vorgesetzt, sah es lange nach einem unentschiedenen Ausgang aus. Im Endspiel konnte Helmut aber dann doch einen Bauern und damit letztendlich auch die Partie gewinnen.

An Brett 1 hatte Bernd Skalmowski gegen die Holländische Verteidigung eine sehr eigenwillige Fortsetzung gewählt, in der er dem Gegner das Läuferpaar überließ. Es kam dann zum Endspiel und die Stellung wäre remis gewesen. Sein Gegner wollte aber unbedingt beweisen, dass er im Vorteil ist. Das nach dem Abtausch der Leichtfiguren entstandene Bauernendspiel gewann dann aber Bernd.

So war beim Stand von 4:3 für uns noch die Partie von Volker Harms an Brett 6 im Gange. Volker hatte einen Bauern verloren, ihn aber mit einem Läufer blockiert. Die Bedenkzeit beider Spieler ging langsam dem Ende zu und Volker fand nicht den richtigen Weg zum remis.

Der Kampf endete also 4:4 und wir konnten immerhin einen Mannschaftspunkt retten.

Bernd Skalmowski

Saisonauftakt Mannschaftsmeisterschaft

Am ersten Spieltag der Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft musste unsere erste Mannschaft nach Sottrum fahren. Trotz aller Bemühungen konnten wir nur mit sechs Spielern antreten, so gingen gleich zwei Brettpunkte kampflos an unsere Gegner. So waren wir im Zugzwang.

Stefan Klein spielte an Brett 4. Sein Gegner opferte für den Angriff einen Läufer und es sah auch so aus, als ob der Angriff durchschlagen sollte. Aber Stefan verteidigte sich gut und konnte die Mehrfigur behaupten. Gegen das Dauerschach seines Gegners konnte er dann aber nichts mehr unternehmen.

An Brett 7hatte Rafael Krain durch Opfer alle Bauern am Königsflügel seiner Gegnerin dahingerafft. Leider schaffte er es nicht die Stellung zum Gewinn zu bringen und wegen der Materialverluste gab er die Partie auf.

Volker Harms an Brett 5 konnte einen Mehrbauern auf f6 platzieren. Leider war der aber nicht dauerhaft zu halten. Es wurde in ein Bauernendspiel abgewickelt, bei dem der König seines Gegners besser stand und ein Bauer und die Partie verloren ging.

An Brett 3 waren Thomas Kebsch und sein Gegner gerade dabei einen harten Kampf auszufechten. Er hatte ihm die h-Linie geöffnet und musste sich sehr genau verteidigen. In Anbetracht des Punktestandes wurde ihm aber remis angeboten und Thomas nahm das Angebot an.

Ralf Schöngart an Brett 2 hatte seinem Gegner nach und nach 4 Bauern abnehmen können. Das dann entstandene Endspiel mit jeweils noch einem Turm und der Dame gewann er souverän.

An Brett 1 quälte sich derweil noch Bernd Skalmowski in einem Endspiel. In der Eröffnungsphase hatte er seinem Gegner eine Figur abnehmen können, musste ihm dafür aber zwei starke Bauern in der Brettmitte überlassen. Er verstand es dann nicht, dies zum Gewinn zu führen, so endete die Partie remis.

So war der Endstand 2,5 zu 5,5. Hoffentlich können wir das nächste Spiel mit vollständiger Mannschaft bestreiten.

Bernd Skalmowski

Letzter Spieltag der Saison, spannende Spiele

Am Sonntag, 28. April 2019, stand der letzte Mannschaftskampf der Saison 2018/19 an. Wir hatten die erste Mannschaft des MTV Dannenberg zu Gast.

Sein Debüt für die Mannschaft gab an Brett 8 Rafael Krain. Er wählte das Damenbauernspiel, das sich meist als sichere Eröffnung herausstellt, so auch hier. Nach 18 Zügen hatten die Spieler die Damen getauscht und seine Gegnerin bot ihm remis an. Da er keinen Vorteil für sich sah, nahm er das Angebot an.

Stefan Klein spielte an Brett 4. Sein Gegner hatte eine etwas seltsam aussehende Spielweise von Caro-Kann gewählt. Anstatt seinen König in Sicherheit zu bringen, stürmte er auf dem Königsflügel munter mit seinen Bauern voran. Es sah eine Weile schlecht für Stefan aus. Er konnte aber die gegnerischen Angriffsfiguren zurückwerfen und gewann die Qualität. Als es schließlich zum Turmendspiel mit 3 Mehrbauern kam, gab sein Gegner auf.

An Brett 3 spielte Helmut Blanck. Mit seiner Französischen Verteidigung hatte er die Bauern auf dem Damenflügel weit vorangebracht. Sein Gegner nahm dann auf c3 einen dieser Bauern, der sich aber als vergiftet herausstellte. Um nicht eine Figur zu verlieren musste sein Gegner die Figur mit dem König decken. Der so in der Mitte verbleibende König stellt sich schnell als gefährdet heraus. Zwei Züge vor dem Matt gab Helmuts Gegner auf.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir also mit 2,5 zu 0,5 Punkten vorangeprescht.

An Brett 6, dort spielte Henri Rückert, kam es zur Holländischen Verteidigung. Henri spielte die Eröffnung gut, ließ dann aber, anstatt selbst einen Bauern auf e4 zu platzieren, zu, dass sein Gegner seinen Bauern dort hinstellen konnte. Das engte sein Spiel sehr ein und der Königsangriff seines Gegners schlug schließlich durch.

Peter Rußi an Brett 7 bekam von seinem Gegner das an sich zahme Damenbauernspiel vorgesetzt. Nach dem Abtausch einiger Figuren übersah Peter aber einen Doppelangriff seines Gegners auf seinen Läufer und h7 und verlor dadurch einen Bauern. Später kam dann noch ein zweiter Bauer dazu und die Stellung war nicht mehr zu halten und Peter verlor.

In der Englischen Eröffnung seines Gegners hatte Volker Harms an Brett 5 den Bauernvorstoß seines Gegners mit einem Abzug bestraft, der ihm dann mindestens einen Bauern eingebracht hätte. Sein Gegner entschied sich für ein Qualitätsopfer und erhielt einen gedeckten Freibauern. Dieser stellte sich dann in Verbindung mit dem Läuferpaar als zu stark heraus. Kurz vor der Verwandlung des Bauern gab Volker auf.

Jetzt waren noch die beiden Spitzenbretter in vollem Gange. Ralf Schöngart hatte an Brett 2, sein Gegner hatte das Königsfianchetto gewählt, einen aussichtsreichen Angriff auf den gegnerischen König gestartet und konnte sich die h-Linie öffnen. Aber sein Gegner bekam es mit seinem Gegenangriff auf der Diagonalen b2-g7 hin, dass Ralf gezwungen war, die Damen zu tauschen. Das später erreichte Endspiel endete schließlich remis.

Bernd Skalmowski bekam an Brett 1 von seinem Gegner die Bird-Eröffnung vorgesetzt. Bernd brachte seine Bauern auf dem Damenflügel voran und erreichte es, dass sein Gegner den guten Läufer tauschen musste. Es kam schließlich zu einem Endspiel mit Dame und Turm gegen zwei Türme, einen Läufer und einigen Mehrbauern. Die beiderseitigen Mattdrohungen wurden immer wieder abgewehrt. Am Ende saß Bernds Gegner doch am längeren Hebel und die Partie ging verloren.

So haben wir mit dem Endergebnis von 5:3 leider wieder verloren und werden in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen.

Bernd Skalmowski

Achter Spieltag, knappes Ergebnis

Heute waren wir zu Gast beim SK Rotenburg. Wir musste leider zwei Stammspieler ersetzen, während der Gastgeber mit seiner stärksten Mannschaft aufwarten konnte.

An Brett 5 war diesmal Volker Harms dran. Er spielte die Eröffnung gewohnt solide und erhielt eine gute Stellung. Dann ließ er sich zu einem Bauerngewinn verführen und er musste aufpassen, dass seine Dame nicht eingesperrt wird. Er behielt auch den Mehrbauern, der aber als vereinzelter Doppelbauer nicht viel Wert war. Im 22. Zug wurde Remis vereinbart.

Thomas Kebsch wählte an Brett 4 die Slawische Verteidigung. Zum Angriff auf das starke Bauernzentrum seines Gegner und zur Aktivierung seines weißfeldrigen Läufers spielte er f6, was auf e6 einen rückständigen Bauern hinterließ. Sein Gegner wusste diese Schwäche auszunutzen und Thomas ergab sich einen Zug vor dem Matt.

An Brett 1 hatte Bernd Skalmowski sich gegen seinen Gegner eine gute Druckstellung aufgebaut und einen Springer unangreifbar auf b7 postiert. Es kam zum beiderseitigen Vorrücken der Bauern auf dem Damenflügel. Bernd überschätzte aber seine Stellung und übersah dabei einen Trick, seine Grundlinienschwäche auszunutzen. Es kam zum Endspiel mit jeweils vier Bauern, jedoch hatte Bernd nur einen Springer gegen den Turm seines Gegners. So konnte das Eindringen des gegnerischen Königs nicht verhindert werden und Bernd verlor.

Bei Peter Rußi an Brett 7 kam es zur Slawischen Verteidigung. Sein Gegner machte viele unnötige Züge mit seinem Damenspringer, bis er schließlich auf b6 stand. Dadurch konnte sich Peter die bessere Stellung erarbeiten, was schließlich zu einem Bauerngewinn führte. Der von ihm mit Bravour geführte Königsangriff führt im 34. Zug zum Sieg.

Sein Debüt in unserer Mannschaft gab an Brett 8 Andreas Kröll. Mit seiner Französischen Verteidigung erlangte er ein Übergewicht in der Brettmitte. Er ließ dann aber nach einem Abtausch eine günstige Fortsetzung aus und verlor einen Bauern. Nach und nach kam er in eine schlechtere Stellung und verlor einen zweiten Bauern und schließlich die Partie.

Henri Rückert spielte diesmal an Brett 6. Er hatte 46 Züge lang die bessere Stellung, sein Gegner konnte eigentlich nur noch abwarten. Dann übersah er aber eine Bauerngabel, sodass er für eine Springer nur zwei Bauern erhielt. Seine überragende Stellung sorgte aber für Ausgleich und er hätte sogar gewinnen können, am Schluss war sein übrig gebliebener Freibauer aber nicht mehr zu halten und die Partie war remis.

Ralf Schöngart an Brett 2 hatte die Skandinavische Verteidigung gewählt. Sein Gegner spielte ein etwas seltsam aussehendes Gambit und zum Bauern-Rückgewinn erhielt er einige Bauernschwächen in seiner Stellung. Ralf konnte diese Schwächen in ein Endspiel mit einem echten Mehrbauern mit ungleichfarbigen Läufern abwickeln. Der Gewinn war nicht leicht, aber im 45. Zug streckte sein Gegner die Waffen.

Nun war noch die Partie von Helmut Blanck an Brett 3 im Gange. Helmut hatte sich in der Eröffnung ebenfalls eine gute Stellung erarbeitet. Inzwischen war es aber ein Endspiel mit gleicher Bauernanzahl und Läuferpaar. Da er keine sinnvollen Gewinnversuche sehen konnte, nahm er das angebotene Remis an.

So müssen wir nach diesem etwas unglücklichen Verlust mit 3 ½ zu 4 ½ Punkten der Wahrheit ins Auge sehen. Es müsste schon ein kleines Wunder geschehen, wenn wir den Abstieg in die Bezirksliga noch verhindern können.

Bernd Skalmowski

Voll im Abstiegskampf

Heute hatten wir die erste Mannschaft des SV Winsen(Luhe) zu Gast. Wir waren ganz optimistisch, konnten wir doch unsere stärkste Mannschaft aufbieten. Aber manchmal kommt es eben anders.

Den Anfang machte Bernd Skalmowski an Brett 1. Er übersah ein Manöver mit Läuferopfer auf h7 – eigentlich klassisch – und konnte wenige Züge später nur noch aufgeben.

An Brett 2 wollte Ralf Schöngart alles wieder richten, behielt aber nach Abtausch im Turmendspiel einen schwachen Einzelbauern, also nahm er das Remisangebot seines Gegners an.

Helmut Blanck an Brett 4 hatte nach Damentausch die offene e-Linie mit seinen Türmen besetzt. Seinem Gegner gelang aber der Vorstoß eines Bauern auf der c-Linie, der dann als Freibauer schnell den Sieg brachte.

An Brett 6 hatte Stefan Klein als Eröffnung das Schottische Gambit gewählt. Es kam zu einer Variante, die weithin ausanalysiert ist. Er bekam Stellungsvorteil, ließ aber später die mögliche Dauerfesselung in der d-Linie aus. Im Endspiel blieb ihm dann wegen einer Mattdrohung keine andere Möglichkeit als Dauerschach.

An Brett 8 hatte Henri Rückert nach der Eröffnung eine solide Stellung erreicht. Er konnte aber im Mittelspiel keinen klaren Plan entwickeln. So nahm das Unglück seinen Lauf, der Gegner bekam nach und nach immer mehr Oberwasser und Henri blieb nach 46 Zügen nur die Aufgabe.

Volker Harms hatte nach der Eröffnung einen rückständigen Bauern auf d6 erhalten und sein Gegner konnte auf d5 einen Springer postieren. Die Öffnung der a-Linie gegen den lang rochierten König brachte nicht den erhofften Erfolg. Im Verlaufe des Spiels machten sich die Stellungsschwächen bei Volker bemerkbar und der Königsangriff seines Gegners drang schließlich durch.

Thomas Kebsch hatte an Brett 5 die Französische Verteidigung gewählt. Sein Gegner büßte im 16. Zug eine Figur ein oder war es ein Opfer? Danach jedenfalls kam Thomas ganz schön unter Druck wegen seines noch nicht rochierten Königs. Er konnte aber dann mit einer Mehrfigur ins Endspiel abwickeln. Durch die nun optimale Spielführung seines Gegners hatte Thomas noch einige Schwierigkeiten. Am Ende gewann ein Mehrbauer.

Nun war nur noch das Ergebnis an Brett 3, an dem Burkhard Drewes spielte, offen. Burkhard hatte inzwischen einen Bauern erbeuten können. Dann kam noch ein weiterer Bauer dazu, sein Gegner behielt aber einen nicht zu unterschätzenden Freibauern, der schon weit vorgerückt war. Burkhard machte sich durch einige nicht optimale Züge im Endspiel selbst das Leben schwer. Am Ende ließ sein Gegner nur noch die Zeit auslaufen.

Das Spiel endete damit 3 zu 5 und wir werden wohl auf einen Abstiegsplatz abrutschen. In einer der letzten beiden Begegnungen müssen wir noch punkten.

Bernd Skalmowski

Der vorletzte Fehler gewinnt

Unser heutiges Spiel gegen die erste Mannschaft des Breloher SC stand ganz unter der alten Schachweisheit, dass der Spieler, der den vorletzten Fehler macht, das Spiel am Ende gewinnt. Die Breloher waren komplett mit ihrer besten Besetzung gestartet.
Die Partien an Brett 1, Bernd Skalmowski, und an Brett 6, Volker Harms, endeten remis, was auch dem Spielverlauf nach passte.

An Brett 2 konnte Ralf Schöngart sich nicht aus der Umklammerung seines Gegners befreien und verlor.

Einen überzeugenden Sieg konnte dann Peter Rußi an Brett 8 erzielen.

Zwischenzeitlich hatte aber Helmut Blanck an Brett 3 eine verschachtelte Stellung erreicht, er hatte den dafür besseren Springer und wir waren alle hoffnungsvoll, doch es kam anders. Nach einem Damenzug in die feindliche Stellung war ein kleiner Bauernzug seines Gegners mit Mattdrohung schnell entscheidend.

Dann war Stefan Klein an Brett 5 dran. Er hatte nach sehr gutem Spiel eine klar bessere Stellung erreicht und konnte gerade einen Bauern gewinnen. Er wickelte aber falsch ab und verlor dabei die Dame und die Partie.

So stand es nun schon 4:2 gegen uns und die beiden noch übrigen Partien waren noch unklar.

An Brett 4 hatte Thomas Kebsch zwar einen Bauern mehr, musste aber mit einer Grundlinienschwäche und Fesselung durch den Königsläufer seines Gegners kämpfen. Als es schließlich zu einem Turmendspiel mit einem Mehrbauern für Thomas kam, sah es schon nach remis aus. Thomas konnte dann aber den Mehrbauern doch durchbringen und gewann.

Nun hing alles von Henri Rückert ab. Zwischenzeitlich hatte er bereits einen Bauern und die Qualität eingebüßt. Sein Gegner hatte aber in Zeitnot dann einen ganzen Turm für nur einen Bauern zurückgegeben. So hatte Henri einen Läufer mehr für zwei Bauern und sein Gegner bot ihm remis. Das konnte er bei diesem Spielstand natürlich nicht annehmen und wir bereiteten uns auf einen langen Kampf vor. Es dauert dann aber gar nicht lange und Henri konnte auch noch den anderen Turm und damit die Partie gewinnen.

So stand es am Ende 4:4 und wir konnten einen wertvollen Mannschaftspunkt ergattern.

Bernd Skalmowski

Keine Chance gegen Stade

Am 5. Spieltag in der Bezirksoberliga empfingen die Schachfreunde Buxtehude die zweite Mannschaft des Stader SV. Während die Heimmannschft mit Bernd Skalmowski auf ihr Brett 1 und somit auch auf den Mannschaftsführer verzichten mussten, konnten die Gäste nahezu in Bestbesetzung antreten. Nach zwei Stunden Spielzeit kam beim Blick über die Bretter durchaus Hoffnung auf, heute etwas zählbares mitzunehmen. Doch dann kippten nacheinander mehrere Partien und das Blatt wendete sich. Am Ende konnten nur Thomas Kebsch an Brett 4 und Peter Rußi an Brett 8 ein Remis erzielen, die übrigen Partien gingen verloren. Damit mussten die Buxtehuder schließlich eine deutliche 1 : 7 Schlappe einstecken. Hoffen wir auf Besserung in den nächsten Kämpfen, auch wenn die Gegner nicht leichter werden.

Ralf Schöngart

 

Vierter Spieltag gegen Tostedt

Heute waren wir als Gäste in Tostedt und spielten dort gegen die zweite Mannschaft. Wir hatten alle Kräfte mobilisiert, um die Mannschaft vollständig zu bekommen

Thomas Kebsch spielte an Brett 4, sein Gegner wählte die Englische Eröffnung. Keiner von beiden konnte sich einen Vorteil erarbeiten, so kam es bald zum Remis.

An Brett 6 spielte Volker Harms mit den schwarzen Steinen. Sein Gegner hatte etwas Raumvorteil erlangt, da entschloss sich Volker seinen Springer für zwei Bauern, einer davon hatte von b4 gerade seine Dame auf a5 angegriffen, zu geben. Bei der weiteren Abwicklung verlor er dann aber die Qualität und die gegnerische Dame konnte in seine Stellung eindringen. Er hielt sich noch lange wacker, aber am Ende war das Übergewicht doch zu groß.

Irina Raatz gab an Brett 8 ihr Debüt für die Mannschaft. Nach etwas eigenwilliger Eröffnung opferte sie mutig einen Springer um dafür 3 Bauern zu gewinnen. Sie übersah dabei aber, dass der dritte vergiftet gewesen wäre und musste ihn stehen lassen. Im weiteren Verlauf verlegte sie sich aufs Fallenspiel und hatte zeitweise sogar die Qualität mehr. Dann musste sie aber einen Springer für einen Freibauern geben. Zum Gewinn für ihren Gegner reichte es aber nicht mehr, die Partie ging remis aus.

Peter Rußi, er spielte an Brett 7, musste sich bald einem Angriff erwehren. Die schwarze Dame war auf h4 eingebrochen. Es gelang Peter die Dame wieder zu vertreiben und die Partie war danach lange in der Schwebe. Seine Bauern auf dem Damenflügel waren aber ungünstig aufgestellt und so verlor er dann Material und die Partie.

Helmut Blancks Gegner hatte sich an Brett 3 die c-Linie geöffnet, um dort seine Türme einzusetzen. Helmut erreichte es aber, dass er davon keinen Nutzen ziehen konnte und griff seinerseits an. Sein Gegner gab einen Zug vor dem Matt auf.

Ralf Schöngart an Brett 2 musste sich einen vorgeschobenen Bauern auf e5 gefallen lassen. Es stellt sich heraus, dass dieser Bauer schwach wurde und Ralf konnte ihn erobern. Die Stellung seines Gegners brach schnell zusammen und Ralf gewann.

An Brett 5 hatte Stefan Klein Mühe damit, die Stellung zu halten, sein Gegner hatte die c-Linie erobert. Es gelang ihm auch sehr geschickt. Jedoch musste er dann doch zwei Bauern hergeben, die dann im Endspiel dem Gegner den Sieg sicherten.

Nun war nur noch das Spitzenbrett mit Bernd Skalmowski nicht entschieden. In der Eröffnung hatte Bernd seinem Gegner, er hatte die Grünfeld-Indische Verteidigung gewählt, einen Bauern angeboten, der aber nicht genommen wurde. Trotzdem erhielt Bernd die bessere Stellung. Sein Gegner entlastete sich aber nach und nach durch Abtausch und bot ihm remis an, was er nicht annahm. Es kam zum Bauernendspiel in dem Bernd einen kleinen Vorteil hatte. Aber sein Gegner verteidigte sich richtig und so war es dann doch remis.

So ging dieser Kampf leider knapp mit 3,5 zu 4,5 verloren und wir hoffen für das nächste Jahr auf mehr Erfolg.

Bernd Skalmowski

Dritter Spieltag, Tag der Damenbauern

In der dritten Runde der Saison 2018/19 mussten wir mit unserer Mannschaft am 25.11.18 auswärts gegen die erste Mannschaft des SV Bad Bevensen spielen.

Volker Harms spielte mit Schwarz an Brett 6. Sein Gegner hatte das Damenbauernspiel mit frühem Abtausch seines schwarzfeldrigen Läufers gegen den Springer f6 gewählt und Volker einen rückständigen Bauern auf e6 beschert. Doch Volker verteidigte besonnen und es gelang ihm auch seinen eingesperrten weißfeldrigen Läufer zu tauschen. Nach 36 Zügen einigten sie sich auf remis.

An Brett 4 bekam Thomas Kebsch mit den schwarzen Steinen im Damenbauernspiel mit dem Zug 2. Lg5 auch eine nicht alltägliche Fortsetzung vorgesetzt. Im Verlaufe des Spiels kam es zur Öffnung der h-Linie für Weiß. Thomas verteidigte seinen König aber gut, tauschte seine Dame gegen 2 Türme, stand danach sehr überlegen und führte die Partie zum Gewinn.

Stefan Klein an Brett 5 wählte ebenfalls ein Damenbauernspiel als Eröffnung. Sein Gegner öffnete ihm durch Springertausch schon früh die h-Linie. So konnte Stefan dort einen Angriff gegen den bereits auf diese Seite rochierten König starten. Sein Gegner verteidigte sich gut, musste aber doch Federn in Form eines Bauern lassen. Stefan gewann dann im Leichtfigurenendspiel.

An Brett 8 kam es mit dem Zweispringerspiel zur einzigen offenen Partie des Tages. Peter Russis Gegner startete eine Bauernwalze gegen die schwarze Königsstellung. Peter verteidigte gut und erreichte dann sogar einen kleinen Vorteil. Die Verteidigung hatte aber viel Zeit benötigt. So überschritt er im 36. Zug die Bedenkzeit.

An Brett 3 spielte Helmut Blanck. Sein Gegner wählte den Stonewall-Aufbau der Holländischen Verteidigung. Helmut konnte seinen „schlechten“ schwarzfeldrigen Läufer abtauschen und die Partie stand lange ausgeglichen. Während am Damenflügel alle Bauern festgelegt wurden, besetzte Schwarz die inzwischen geöffnete h-Linie und Helmut musste sich schon sehr genau verteidigen. Im 41. Zug einigten sich die beiden auf remis.

Henri Rückert spielte diesmal an Brett 7. Er wählte zur Eröffnung eine sichere Aufstellung im Damenbauernspiel. Es kam schnell zum Abtausch der Damen und aller Leichtfiguren. Im Turmendspiel verlor Henri zwar noch einen Bauern, konnte aber den schwarzen König am Betreten der 5. Reihe hindern und so die Partie remis halten.

An Brett 1 bekam Bernd Skalmowski es mit dem Wolga-Gambit zu tun und hatte so vorerst einen Bauern mehr. Durch den schwarzen Druck konnte der Bauer aber später nicht mehr gehalten werden. Nach Abtausch kam es zum Turmendspiel mit jeweils 3 Bauern. Bernd hatte dabei auf der a- und b-Linie zwei verbundene Freibauern, die vom Turm auf a7 aber am Vorangehen gehindert wurden. Er fasste den richtigen Plan und opferte seinen Turm für zwei der gegnerischen Bauern. Der König konnte seine Bauern rechtzeitig beim Vormarsch unterstützen. Im 76. Zug setzte er seinen Gegner matt.

Nun waren bereits über 5 Stunden um, es spielte nur noch an Brett 2 Ralf Schöngart mit den schwarzen Steinen. Nach der Eröffnung, Ralf hatte die Caro-Kann Verteidigung gewählt, kam es zu Aktivitäten und Abtausch auf dem Damenflügel. Ralf konnte sich einen Freibauern auf der a-Linie sichern, der aber zunächst nicht vorrücken konnte. Bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit, aber es gelang ihm schließlich doch. Im 55. Zug entschied er die Partie für sich.

Damit stand es am Ende 5 ½ zu 2 ½ für uns. Wir konnten damit den dritten Tabellenplatz erobern.

Bernd Skalmowski