Zweite Mannschaft marschiert durch

Unsere zweite Mannschaft musste am 3. Spieltag in der Bezirksklasse West gegen den SV Winsen (Luhe) II antreten. Unsere Ausgangsposition war günstig, denn Winsen ließ die Bretter 1 und 2 unbesetzt. Dadurch hatten wir für Stefan Klein und Volker Harms zwei kampflose Punkte sicher.

An den übrigen vier Brettern ergaben sich wechselvolle Spiele. Die erste Partie ging an Brett 5 durch Bjarne Walther verloren. Aus der sizilianischen Verteidigung entwickelte sich ein geschlossenes Mittelspiel, in dem Bjarne gut mithielt. Auf eine Drohung gegen seinen Läufer übersah Bjarne eine starke Drohung gegen den gegnerischen Turm und gab trotz Stellungsvorteils auf.

Den ersten Sieg brachte uns Peter Rußi an Brett 6 ein. Gegen einen offensiv spielenden Gegner kam er zunächst in eine beengte Stellung, aus der er sich dank geschickter Abtauschmanöver befreien konnte. Er behielt einen Mehrbauern zurück, den er umsichtig und konzentriert nach vorne brachte. Kurz vor der Umwandlung gab sein Gegner auf.

An Brett 3 kam es bei Björn Walther nach einer verhaltenen halboffenen Eröffnung und bedachter Figurenentwicklung zum regen Figurenabtausch. Im sich daraus entwickelndem Doppelturmendspiel mit gleichfarbigen Läufern und noch sämtlichen Bauern büßte Björn schnell einen Bauern ein. Er versuchte dann vergeblich, den Bauern zurückzuerobern oder zumindest ein Remis zu erzielen, verlor aber schließlich.

Auch Curd Hiersche hatte an Brett 4 eine geschlossene Partien mit solidem Aufbau. Im Laufe des Mittelspiels öffnete sich die Stellung und es kam zu vielerlei taktischen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Curd konnte seine Chancen besser nutzen und schlug mit seinem Königsangriff schließlich durch.

Am Ende stand es 4:2 Mannschaftspunkte für uns. Somit konnten wir unseren dritten Mannschaftskampf in Folge gewinnen und sind bislang ungeschlagen. Bis mindestens Januar werden wir an der Tabellenspitze überwintern. Eine hervorragende Ausgangsposition, um die zweite Saisonhälfte im neuen Jahr entspannt anzugehen.

Stefan Klein

2. Spieltag Mannschaftsmeisterschaft

SFB I – Verbandsliga Nord

Am 16.11. fand der zweite Spieltag dieser Saison statt und die SFBer mussten ins „Scharfrichterhaus“ reisen. Dort wartete allerdings nicht die Todesstrafe, sondern glücklicherweise nur die erste Mannschaft des SK Verden auf uns. Von den DWZ-Zahlen waren wir an den meisten Brettern gleich auf, lediglich an Brett 7 und 8 waren die Verdener jeweils ca. 200 Punkte höher bewertet.
Es startete mit einer Niederlage von Curd Hiersche an Brett 7. Etwa eine halbe Stunde später musste sich Alexander Struck an Brett 6 ebenfalls geschlagen geben, wodurch es bereits 0:2 gegen uns stand. Aber auch an den anderen Brettern sah es nicht gerade nach großen Siegchancen aus, so dass Martin Winkelmann an Brett 4 nach einer soliden Partie ein Remis beisteuerte. Auch Ralf Schöngart an Brett 2 musste sich auf eine Zugwiederholung einlassen, um kein Material zu verlieren. Bei seinem Debüt für die erste Mannschaft konnte Ralph Bernhard an Brett 8 lange Zeit gut mithalten, bis er sich im Endspiel schließlich geschlagen geben musste. Nun stand es also 1:4, die drei verbleibenden SFBer kämpften in jeweils ausgeglichenen Stellungen dennoch weiter, bis Frank Schildt an Brett 3 nach 4 Stunden Spielzeit doch ins Remis einwilligte. Torsten Damm an Brett 5 und Justus Ibe an Brett 1 zogen sofort nach. So stand am Ende eine deutliche 2,5:5,5 Niederlage auf der Ergebnistafel. Kurioserweise wurde diese Saison auch noch keine einzige der 16 gespielten Partien gewonnen. Bleibt zu hoffen, dass sich das beim nächsten Mannschaftskampf gegen die SG FinWest am 7.12. ändert.
Justus Ibe

SFB II – Bezirksklasse West

SFB 2 hatte die 3.Mannschaft vom Stader SV zu Gast, die ihr erstes Spiel ähnlich gut mit 5:1 gewonnen hatte. Es ging also auch um die zwischenzeitliche Tabellenführung, und so waren wir mit der nominal stärksten Besetzung angetreten.

Trotzdem gab es schon nach 45 Minuten einen Rückschlag, wo Volker Harms sich der seltenen Wiener Partie erwehren musste. Sein Gegner hatte einen starken Angriff auf der f-Linie gestartet, der zum Durchbruch und schließlich zu Figurenverlust führte. So ging die Partie nach 16 Zügen verloren. Helmut Blanck glich nur 10 Minuten später zum 1:1 aus. Kommentar von Helmut: „Mein junger Gegner hatte sich zuerst gut aufgebaut. Dann ruinierte er alles durch einen Patzer und ich gewann einen Springer und im nächsten Zug noch die Dame. So zu gewinnen macht keinen Spaß.“

Alle weiteren Partien standen längere Zeit auf der Kippe bzw. ausgeglichen, ehe Thomas Höhle mit Weiß an Brett 2 ins Remis abwickeln konnte. Björn Walther stand an Brett 6 zeitweise schlechter, erkämpfte sich aber mit etwas Glück schließlich das Remis im Colle-System nach 34 Zügen. An Brett 3 geriet Hans-Peter Tödter mit Schwarz in der Trompovski-Eröffnung zunächst unter Druck, konnte sich davon aber befreien und seinerseits einen Gegenangriff aufbauen. Der reichte aber nicht für mehr als ein Remis nach 34 Zügen und 2,5 Stunden Spielzeit. Den Tag zu unseren Gunsten entschied Stefan Klein an Brett 1.

Nach dem nun erreichten Zwischenstand von 2,5:2,5 blickten alle auf die letzte noch laufende Partie von Stefan Klein an Brett 1. Stefan gewann im Mittelspiel einen Zentrumsbauern, was zunächst noch kein klarer Vorteil war. Stefans Gegner kämpfte entschlossen um das Remis, doch nach Abtausch aller Figuren behielt Stefan seinen Mehrbauern bis ins Endspiel. In einem komplizierten Bauernendspiel mit vielen Tücken behielt Stefan die Übersicht – und verwandelte seinen Mehrbauern sicher zum Sieg. Mehrere geschickt genutzte Zugzwangsituationen halfen ihm dabei.

So gewann unsere zweite Mannschaft am Ende knapp, aber verdient mit 3,5:2,5. Nach dem zweiten Spieltag stehen wir in der Bezirksklasse West mit vier Mannschaftspunkten an der Tabellenspitze. Eine perfekte Voraussetzung für die nächsten Spieltage. Das nächste Match sieht uns am 7.Dezember beim SV Winsen II.

Hans-Peter Tödter



 

Saisonauftakt nach Maß für die 2. Mannschaft

Was für ein Start in die neue Saison! Gleich am ersten Spieltag zeigten die Buxtehuder, dass mit ihnen zu rechnen ist.

An Brett 5 legte Curd Hiersche los wie die Feuerwehr. Mit den weißen Steinen setzte er seine Gegnerin früh unter Druck, ließ sie kaum zur Luft kommen und verwandelte den angebotenen Damentausch in eine raffinierte Kombination, die ihm einen ganzen Turm einbrachte. Nach nur 15 Minuten stand das 1:0 auf der Anzeigetafel – ein echter Paukenschlag, der die Gastgeber aus Verden sofort ins Hintertreffen brachte.

Kurz darauf erhöhte Frank Siewert auf 2:0. Mit den schwarzen Steinen gewann er zunächst einen Bauern im Zentrum, baute geduldig seine Stellung aus und eroberte schließlich einen Läufer. Mit konzentriertem Spiel ließ er seiner Gegnerin keine Chance, bis nur noch die Aufgabe blieb.

Am dritten Brett entwickelte sich bei Volker Harms ein regelrechter Krimi. Beide Kontrahenten lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem kleinste Ungenauigkeiten den Ausschlag hätten geben können. Doch keiner knickte ein, und so endete die spannende Partie leistungsgerecht mit einem Remis – 2,5:0,5 für Buxtehude.

Thomas Höhle musste sich an Brett 2 einem sehr spielfreudigen Gegner stellen. In der Mitte der Partie sicherte er sich einen Bauern und hielt auch dem Druck stand, den sein Gegner noch entfachte. Schließlich kippte die Partie nach einem Turmverlust seines Kontrahenten endgültig zu seinen Gunsten – das 3,5:0,5 war perfekt.

Auch Björn Walther zeigte an Brett 4 große Nerven. Sein Gegner wählte eine solide Eröffnung, doch Björn übernahm nach und nach die Initiative. Mit energischem Figurenspiel drang er in die weiße Stellung ein und verwandelte den Damenflügel in ein regelrechtes Freibauern-Paradies. Im Endspiel ließ er nichts mehr anbrennen und stellte das 4,5:0,5 sicher.

Den Schlusspunkt setzte Stefan Klein, der erstmals am Spitzenbrett auflief. In einem komplizierten Sizilianer kämpfte er sich durch ein nervenaufreibendes Schwerfiguren-Endspiel. Mit kühler Hand verwertete er seinen Mehrbauern, nutzte die entscheidende Königsopposition und machte damit den klaren 5,5:0,5-Endstand perfekt.

Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht – die 2. Mannschaft der Schachfreunde Buxtehude ist in dieser Saison bestens eingespielt!

Thomas Höhle

Knappe Niederlage in der Bezirksklasse West

Beflügelt vom letzten Sieg in Sottrum fuhren wir mit der zweiten Mannschaft zum Stader SV III. Trotz der nominal stärkeren Stader Mannschaft lieferten wir ein Duell auf Augenhöhe. Fast alle Partien verliefen kampfbetont.
 
Nach etwa zwei Stunden gerieten wir allerdings in Rückstand. An Brett 5 übersah Bjarne Walther eine Falle, aus der er seinen Läufer nicht mehr retten konnte. Die beiden dafür gewonnenen Bauern reichten zum Ausgleich nicht mehr aus, und er musste trotz langer und verbissener Gegenwehr aufgeben. Fast gleichzeitig endete das Duell an Brett 6 von Björn Walther mit einem Unentschieden in der Abtauschvariante der französischen Verteidigung. Zwischenstand 0,5:1,5.
 
An Brett 1 hatte Thomas Höhle sein geliebte Englische Eröffnung gespielt und dabei eine raumgreifende Stellung erreicht. Aber alle Bauern blieben auf dem Brett und waren so ineinander verkeilt, dass kein Durchkommen erkennbar war, folgerichtig kam es auch hier zum Remis. Volker Harms baute seine Stellung an Brett 3 mit einfachen, aber unspektakulären Zügen in einer Grünfeld-Variante auf und profitierte von einem fehlerhaften Plan seines Gegners. Der brachte ihm nach 20 Zügen die Qualität ein. Allerdings erhielt der Stader dafür einen starken Freibauern auf d4, der hartnäckig verteidigt wurde und das Remis nach drei Stunden Spieldauer sicherte. Stand: 1,5:2,5.
 
An Brett 4 musste sich Frank Siewert mit der seltenen und ihm unbekannten Sokolski-Eröffnung auseinandersetzen. Er spielte aber umsichtig, und keiner der beiden Kontrahenten konnte einen Vorteil herausspielen. Die Partie wogte hin und her und endet nach 60 Zügen und dreieinhalb Stunden mit einem Remis. Ebenso lange saß Hans-Peter Tödter an Brett 2. Er hatte schon nach 15 Zügen in einem Vierspringerspiel mit einer kleinen Kombination eine Qualität gewonnen, spielte danach aber zu überhastet. Durch zwei schwache Züge ging der Vorteil verloren, und er musste in der Folge den Materialvorteil zurückgeben, um nicht in Nachteil zu geraten. 
 
Damit stand mit fünf remis und einer Niederlage am Ende das knappe Resultat von 2,5:3,5 Punkten aus Buxtehuder Sicht fest. Beim nächsten Spieltag am 23. März werden wir beim Jorker SV I der Gastgeber für SFB II sein.
 
Hans-Peter Tödter

Spannendes Unentschieden

Die 7. Runde in der Verbandsliga Nord führte uns nach Bremerhaven zu den Schachfreunden Leherheide. Die sehr beengten Spielbedingungen machten es für Zuschauer und Berichterstatter schwierig, die Partien zu verfolgen. Aber genau so eng wie die Räumlichkeiten verlief auch der Wettkampf.

Es begann mit einer schnellen Niederlage an Brett 2. Bernd Skalmowski spielte einen Opferangriff, der die weiße Königsstellung öffnete. Sein erfahrener Gegner konnte sich jedoch umsichtig verteidigen. Als auch noch eine zweite Figur verloren ging, gab der Buxtehuder auf.  Nach zwei Stunden dann das erste Remis. An Brett 5 erreichte Martin Winkelmann mit Weiß eine leicht bessere Stellung, die allerdings nicht zum Partiegewinn ausreichte – 0,5 : 1,5. Eine Stunde später folgte das nächste Remis. Alexander Struck verschaffte seinem Gegenüber an Brett 6 einen rückständigen Bauern. Der Bremerhavener konnte jedoch eine sichere Stellung aufbauen und durch Zugwiederholung den halben Punkt sichern – 1 : 2. Fast zeitgleich dann der Ausgleich durch den SFB-Mannschaftsführer Rafael Krain an Brett 8. Hierzu der Kommentar von Rafael: In der 7.Runde der Verbandsliga Nord hatte ich Schwarz. Nachdem mein Gegner mit c4 die Englische Eröffnung spielen wollte, antwortete ich mit dem eher seltenen Gegenzug b6. Es entstand ein friedliches Aufbauspiel bis zum 15.Zug. Da opferte mein Gegner einen Springer, um einen Bauern zu gewinnen. Allerdings übersah er in der Kombination einen Zwischenzug von mir, so dass ich am Ende einen Springer gegen zwei Bauern gewonnen hatte, aber auch die aktivere Stellung hatte. Ich spielte mit dem Vorteil ruhig weiter, so dass ich kurz vor dem 40. Zug einen Mattangriff hatte, den mein Gegner nur noch mit einem Damenopfer hätte herauszögern können. Deshalb gab er auf.“ Der Zwischenstand 2 : 2. Die Führung für die Buxtehuder gelang Justus Ibe an Brett 7 nach dreieinhalb Stunden. Der SFB-Youngster konnte durch eine Eröffnungsfalle einen Bauern gewinnen. Diesen Vorteil sicherte er durch geduldiges manövrieren bis ins Endspiel. Hier konnte er schließlich einen zweiten Bauen erobern und den ganzen Punkt verbuchen – 3 : 2. Nach 4 Stunden endete die Partie von Torsten Damm an Brett 4. In einer verschachtelten Stellung büßte der SFB’er eine Qualität ein, konnte aber Gegenspiel erreichen und zwei Bauern gewinnen, was letztlich zur Punkteteilung reichte – 3,5 : 2,5. Den Ausgleich musste Frank Schildt an Brett 3 zulassen. Beide Spieler belauerten sich lange Zeit, bis der Spieler der Heimmannschaft durch ein Qualitätsopfer die Stellung öffnete. Dadurch verlor der König seine Deckung und war den gegnerischen Schachgeboten nahezu schutzlos ausgeliefert – 3,5 : 3,5, die letzte Partie an Brett 1 musste entscheiden. In einer offenen Partie konnte Ralf Schöngart einen Bauern gewinnen, musste dafür allerdings starkes Gegenspiel und einen Freibauern im Zentrum zulassen. In beidseitiger Zeitnot konnten beide Spieler einen Bauern zur Dame umwandeln. Der SFB’er versuchte alles, die Partie zu gewinnen, der Leherheider Spitzenspieler verteidigte sich jedoch stark. Als nach fünfeinhalb Stunden Spielzeit und 85 gespielten Zügen nur noch die beiden Könige auf dem Brett waren, stand das Remis fest. Nach einem spannenden Kampf lautete somit das Endergebnis Unentschieden 4 : 4. Mit 7 Mannschaftspunkten stehen die SFB aktuell auf dem sicheren Mittelfeldplatz 5.

Ralf Schöngart

  

Bezirksklasse: Erster Sieg nach fünf Spieltagen

Nach fünf sieglosen Begegnungen in der Bezirksklasse West sollte beim Tabellennachbarn SC Sottrum II endlich ein Sieg für uns her, wobei die Voraussetzungen nicht günstig waren, denn mit SF Buxtehude II konnten wir wieder nur knapp eine vollständige Mannschaft aufbringen.

Der Kampf an Brett 4 war das Duell zweier Jugendspieler – nach etwa 1,5 Stunden gerieten wir in Rückstand, nachdem Bjarne Walther sich in einer französischen Verteidigung im Getümmel einiger Abtäusche verhedderte und aufgeben musste.

An Brett 3 spielte Frank Siewert eine gediegene Partie in der Vorstoß-Variante der französischen Verteidigung. Im Mittelspiel gelang ihm ein Königsangriff mit Springeropfer, das der Gegner wohlweislich ablehnte, dafür aber Qualitätsverlust hinnehmen musste. Sein Gegenspiel am Damenflügel sicherte dem Sottrumer das Remis.

Der Ausgleich gelang Stefan Klein an Brett 6: „Als Schwarzer wählte ich nach 1.e4 das Damenfianchetto, das meinem jugendlichen Gegner viel Bedenkzeit abverlangte. Durch einen Vorstoß des d-Bauern konnte ich die Stellung öffnen und beim nachfolgenden Abtausch einen Zentrumsbauern gewinnen. Mein Läuferpaar und die bessere Bauernstruktur dominierten die Stellung, bis mein Gegner auf Zeit verlor.“

Volker Harms sah sich an Brett 2 einem Königsgambit gegenüber. Sein Gegner setzte zu einem heftigen Angriff an, übersah aber eine einfache Bauerngabel und verlor im 11. Zug einen Läufer. Nach einem weiteren Figurenverlust war die Partie nach 33 Zügen und drei Stunden Spieldauer endgültig entschieden. Zwischenstand: 2,5:1,5 Punkten.

An Brett 1 hatte Hans-Peter Tödter sich eine vorteilhafte Stellung mit Raumgewinn und Absicherung möglicher Einbruchsfelder erspielt. Im 25. Zug glückte ihm ein Bauerndurchbruch mit Bildung eines Freibauernpaares auf den Linien c und d. Sie engten den Gegner immer mehr ein. Als sie die 6. Reihe erreichten, blieb dem Sottrumer nach 40 Zügen und 3,5 Stunden nur die Aufgabe. Damit war der Sieg sicher.

An Brett 5 quälte sich Björn Walther in einer Seeschlange von 80 Zügen über fast fünf Stunden Spielzeit. Die Partie wogte hin und her, bis schließlich in einem Endspiel Turm und zwei Bauern gegen Läufer und vier Bauern ein Remis nahe war. Leider verlor Björn den Faden und am Ende die Partie.

Mit diesem knappen Sieg von 3,5:2,5 geben wir die rote Laterne an Sottrum ab und fahren motiviert zum Auswärtsspiel am 9.3. zum Stader SV III.

Hans-Peter Tödter

Erfolg in der Verbandsliga

Zur 6. Runde in der Verbandsliga Nord empfingen die Schachfreunde Buxtehude die 1. Mannschaft des SK Verden. Die Gäste brachten zum ersten Mal in dieser Saison ihre erste Acht ans Brett, aber auch die SFB konnten nahezu in Bestbesetzung antreten. An diesem Sonntag konnte die Heimmannschaft – anders als manche Partei bei der Bundestagswahl – ihre „Weiße Weste“ bewahren: Alle Weiß-Partien wurden gewonnen, dazu sicherten zwei Schwarz-Remis den Mannschaftssieg. Aber der Reihe nach:

Es begann nach gut zwei Stunden mit zwei sicheren Remis. Alexander Struck erreichte an Brett 5 eine vorteilhafte Stellung. Sein Gegner fand jedoch gute Verteidigungszüge, bis schließlich ein ausgeglichenes Bauernendspiel entstand. Nahezu zeitgleich endete auch die Partie von Torsten Damm an Brett 3. Torsten stand lange Zeit unter Druck, konnte jedoch alle Drohungen parieren. Die Schlussstellung stand unter dem Motto „Wer riskiert, verliert“, folgerichtig also Remis. Nach 3 Stunden dann der 1. Sieg durch Thomas Höhle an Brett 8. Thomas spielte druckvoll und bescherte seiner jungen Gegnerin ein „Figurenknäuel“ rund um den eigenen König, bis der Schwarzspielerin irgendwann die Züge ausgingen und der Buxtehuder einen Turm gewinnen konnte – 2 : 1. Nur eine Viertelstunde später konnte Martin Winkelmann an Brett 4 seine Partie gewinnen. Ein starker Königsangriff zerstörte die schwarze Verteidigungsstellung, so dass dem Verdener nur noch die Aufgabe blieb – 3 : 1. Die Vorentscheidung gelang Frank Schildt an Brett 2. Nach einer eher unorthodox gespielten Eröffnung brachte der SFB’er durch geduldiges manövrieren seinen Gegner zum Nachdenken. Der Gästespieler ist für seine Zeitnot bekannt und auch dieses Mal war es nicht anders. Dadurch begünstigt konnte Frank zwei Bauern erobern und ein leicht zu gewinnendes Endspiel erreichen – 4 : 1, das Unentschieden war schon mal sicher! Die erste Heimniederlage des Tages musste der Buxtehuder Mannschaftsführer Rafael Krain an Brett 7 zulassen, der nach 4 Stunden Spielzeit dem Angriffsspiel seines Gegenübers Tribut zollen musste und Materialnachteil nicht mehr verhindern konnte – 4 : 2. Eine Viertelstunde später sogar der Anschlusstreffer: An Brett 1 konnte sich Ralf Schöngart aus einer schwierigen Situation befreien, unterschätzte dann jedoch (ausgerechnet) im 40. Zug einen Turmzug des Verdener Spitzenspielers, der nicht nur einen Bauern sondern auch die Königssicherheit einbüßte – nur noch 4 : 3. Die letzte Partie des Tages spielte Justus Ibe an Brett 6. Der SFB’er konnte einen starken Königsangriff auf’s Brett bringen. Der Verdener Mannschaftsführer konnte sich zwar noch retten, aber nur auf Kosten eines klar verlorenen Endspiels, welches Justus nach viereinhalb Stunden souverän zum ganzen Punkt nutzte! Endstand 5 : 3 für Buxtehude. Durch diesen Mannschaftssieg stehen wir jetzt auf Platz 4 der Tabelle und haben laut „Liga-Orakel“ nur noch eine Abstiegswahrscheinlichkeit von 0,2 %!

Ralf Schöngart 

Bezirksklasse West, 5. Spieltag, SFB II – Jorker SV I

Obwohl die Jorker nicht in ihrer stärksten Besetzung antraten, waren sie unserer Mannschaft an allen Brettern nominal deutlich überlegen. Wir hatten mit Mühe eine vollständige Mannschaft aufstellen können. Und so wurde der Wettkampf zu einer recht einseitigen Veranstaltung zugunsten der Jorker. Unsere Devise war, locker und entspannt aufzuspielen, denn eigentlich hatten wir nichts zu verlieren.

Helmut Blanck unterlief an Brett 1 schon nach vier Zügen ein Fehler, der zum Bauernverlust und letztendlich zum Partieverlust führte. Die beiden Youngster Luca Gregorczyk und Bjarne Walther spielten an den Brettern 5 und 3 couragiert auf und wehrten sich verbissen gegen ihre starken Gegner. Leider blieben auch ihnen die Niederlagen nicht erspart. So lagen wir schon nach 1,5 h mit 0:3 in Rückstand.

Lediglich die beiden Oldies Peter Rußi und Hans-Peter Tödter an den Brettern 4 und 2 konnten ihren Gegnern Remis abringen. Peter sah sich mit Weiß in einen Zentrumskampf verwickelt, in dem der starke Lb7 ihn in seiner Entwicklung behinderte. Erst mit dem Abtausch einiger Figuren kam er zu Gegenchancen am Königsflügel, was zu einem Remis ausreichte. Hans-Peter konnte sich zwar einen leichten Vorteil erspielen, fand aber nicht die stärkste Fortsetzung und akzeptierte nach 24 Zügen das Remisangebot des Gegners. Björn Walther an Brett 6 setzte den Schlusspunkt mit einer Niederlage, nachdem im 12.Zug ein Springer verloren gegangen war. Trotz verbissenem Kampf blieb ihm nach 42 Zügen nur die Aufgabe.

Endstand damit 1:5 aus unserer Sicht und weiterhin Letzter in der Tabelle. Aus eigener Kraft werden wir die ‚rote Laterne‘ in den ausstehenden Wettkämpfe nur durch Siege gegen den SC Sottrum II abgeben können, die mit zwei Punkten Vorletzte sind. Vor allem geht es aber für SFB II vor allem darum, unseren Nachwuchsspielern die nötige Spielpraxis zu verschaffen.

Hans-Peter Tödter

Den Favoriten geärgert

1. Mannschaft Verbandsliga Nord

In der 5. Runde der Mannschaftsmeisterschaft mussten wir beim Mitfavoriten um den Aufstieg, der 1. Mannschaft der SFr Bremer Osten, antreten. Obwohl wir nominell klarer Außenseiter waren, schnupperten wir trotzdem am Punktgewinn.

Es begann mit zwei relativ schnellen Remis: Nach 1,5 Stunden Spielzeit einigten sich Martin Winkelmann (Brett 5) und Frank Schildt (Brett 3) nach ruhigem Partieverlauf mit ihren Gegnern auf die Punkteteilung. Eine Stunde später gerieten wir dann jedoch in Rückstand. An Brett 2 konnte Bernd Skalmowski einen Bauernverlust im Zentrum nicht vermeiden und musste sich schließlich im Schwerfigurenendspiel geschlagen geben. Das nächste Remis schaffte Mannschaftsführer Rafael Krain an Brett 7. Durch ein zwischenzeitliches Figurenopfer erlangte der Buxtehuder einen starken Angriff, so dass sein Gegenüber sich gezwungen sah, die Figur zurück zu geben und die „Notbremse“ mit einem Remis-Angebot zog. Dann jedoch die nächste Niederlage. Volker Harms (Brett 8) baute sich etwas passiv auf und konnte unter dem zunehmenden Druckspiel Bauern- und Partieverlust nicht vermeiden – 3,5 : 1,5 für die Heimmannschaft. Den Anschlusstreffer schaffte der z.Zt. in bestechender Form spielende Justus Ibe (Brett 6) nach gut drei Stunden Spielzeit in einer überzeugenden Partie. Dazu Justus: „In der halbslawischen Verteidigung gelang es mir, den weißen c4 zu erobern und nachhaltig zu bewahren. Durch einige aufeinanderfolgende Ungenauigkeiten meines Gegners gelang es mir, schlussendlich zwei verbundene Freibauern am Damenflügel zu bilden, die schließlich den Sieg brachten.“ Nur noch 3,5 : 2,5. Nach gut dreieinhalb Stunden endete die Partie von Torsten Damm an Brett 4. Hierzu die Einschätzung von Torsten: „Ich bekam als Schwarzspieler die Englische Eröffnung vorgesetzt, auf die ich mit einer Art des altindischen Aufbaus antwortete. In der Folge hatte ich etwas Spiel am Damenflügel, doch mein Gegner war in der Lage, seinen Raumvorteil im Zentrum auszubauen. Schließlich konnte er sogar einen gedeckten Springer auf e6 einpflanzen. Meine Stellung war zwar gedrückt, aber auch sehr solide. Nach einigen ungenauen Zügen meines Gegenübers war es mir Dank meines aktiven Läuferpaars möglich, gutes Gegenspiel zu erlangen. Eine Abwicklung führte schließlich zu einer „Familiengabel“ und einer Konstellation, in der ich eine Figur mehr hatte. Aufgrund der deutlich höheren DWZ des Bremer Spielers und mangels eines klaren Plans, wie der materielle Vorteil umzusetzen sei, gab ich ein Dauerschach und die Partie endete Remis“. Jetzt lief nur noch die Partie von Ralf Schöngart an Brett 1. Nach einer lange Zeit ausgeglichenen Partie konnte der Bremer Spieler durch eine Kombination zwei Bauern erobern. Der Buxtehuder suchte jedoch Gegenspiel und konnte trotz der eigenen offenen Königsstellung seinerseits ein paar Drohungen aufstellen. Nach gut 4 Stunden Spielzeit bot der Spieler der Heimmannschaft Remis an, welches mangels realer Gewinnchancen angenommen werden musste. Damit stand das Endergebnis von 4,5 : 3,5 für Bremen fest. Trotzdem können wir auf die gezeigte Leistung stolz sein. Und vielleicht werden die erzielten Brettpunkte beim Kampf um den Klassenerhalt ja noch mal wichtig.

2. Mannschaft Bezirksklasse West

Die zweite Mannschaft empfing zur 5. Runde die erste Mannschaft des Jorker SV. Dieser Kampf ging leider mit 1 : 5 deutlich verloren. Lediglich Hans-Peter Tödter (Brett 2) und Peter Rußi (Brett 4) schafften ein Remis.

Ralf Schöngart

 

Partie: Cuno – Skalmowski

Ergänzend zum letzten Bericht von Hans-Peter Tödter veröffentlichen wir hier die Partie Thomas Kuno gegen Bernd Skalmowski aus dem letzten Mannschaftskampf SFB 1 – SG Niederelbe, gespielt am 01.12.2024 in der Verbandsliga Nord.

Die Partie steht stellvertretend für den gesamten Wettkampf, der sehr kampfbetont geführt wurde. Die Kommentare sind von Bernd Skalmowski.

1.d4 Sf62.Sf3 e6 3.c3 b6 4.Lf4 Lb7 5.Sbd2 d6 6.e3 Le7 7.h3 0–0 8.Ld3 c5 9.Dc2 d5 10.Se5 Sbd7 11.g4 Dieser Angriff ist zu früh 11…c4 12.Le2 b5 13.h4 Sxe5 14.Lxe5 Sd7 15.Lg3 e5 16.0–0–0 durch seinen fragwürdigen 11. Zug sieht er  sich zur langen Rochade gezwungen [16.dxe5 d4 17.Lf3 Lxf3 18.Sxf3 d3; oder  16.Lxe5 Sxe5 17.dxe5 d4 18.Lf3 Lxf3 19.Sxf3 d3 gefielen ihm offenbar gar nicht] 16…exd4 17.exd4 b4 18.Lf3 Db6 es drohte Sxc4 19.Tde1 Tfe8 20.Te3 bxc3 21.bxc3 La3+ 22.Kd1 Lc6 Nun kontrollieren die Läufer und Bauern die gesamte b-Linie 23.Ke2 Tac8 24.Te1 Sf8 25.Kf1 Txe3 26.fxe3 Dd8 27.Kg2 Sg6 28.Th1 h6 29.h5 Sf8 30.Tb1 Ld6 31.Df5 Lxg3 32.Kxg3 Se6 33.De5 Dg5 34.Dxg5 Sxg5 35.Lg2 Te8 36.Kf4 La8 37.Tb5 Se6+ 38.Kf3 Sc7 Hier erfolgte mein Remis-Angebot 39.Ta5 a6 40.Ke2 Sb5 41.Sb1 Lb7 42.Kd2 Kf8 43.a4 Sc7 44.Sa3 Tb8 45.Sc2 Lc8 46.Tc5 Se6 47.Tc6 [47.Txd5 Lb7] 47…Sg5 48.Lxd5 Lxg4 49.Txc4 Tb1 Drohung Td1# 50.Sa3 Ta1 51.Sb5 Ta2+? Bei diesem Zug greife ich leider daneben und mache mir das Leben schwer [51…axb5 52.axb5 Tb1 53.Lc6 Lxh5 54.Kc2 Lg6+] 52.Kc1 axb5 53.axb5 Ke7 54.b6 Lf5 55.e4 Sxe4 56.b7 Sf2 57.Tc7+ [57.b8D Sd3+ 58.Kd1 (58.Kb1 Sb4+ 59.Kc1 Sd3+ mit remis) 58…Lg4+ 59.Lf3 Lxf3#] 57…Kd6 58.Tc6+ Kxd5 59.Tc5+ Ke6 60.Te5+ Kf6 61.Txf5+ Kxf5 62.b8D Sd3+ 63.Kd1 Sf2+ 64.Ke1 Sd3+ 65.Kf1 Ta1+ 66.Kg2 Sf4+ 67.Kf3 Tf1+ 68.Ke3 Kg4 69.Dc8+ f5 70.Dd7 Te1+ 71.Kd2 Te2+ 72.Kd1 Th2 73.d5 jetzt greift mein Gegner daneben 73…Sxh5 74.d6 Th1+ 75.Kc2 Th2+ 76.Kb3 Er muss hinter den Bauern, um meinen Schachgeboten auszuweichen 76…Td2 77.c4 g5 78.c5 Sf6 79.De6 Se4 80.Kb4 Tb2+ 81.Ka3 Tc2 82.Dxh6 Sxc5 83.Dh8 Td2 84.Db8 Se4 und jetzt ist auch der letzte Bauer nicht zu retten 85.Db6 Hier bot er mir remis an 85…Td3+ 86.Kb2 Txd6 87.Dg1+ Kh5 Hier hatte ich schon die Stellung meines 92. Zuges in Augen 88.Dh1+ Kg6 89.Dh8 Sf6 Der Springer verhindert jedes Schachgebot der Dame und so kann der Turm frei agieren 90.Db8 Td5 91.Kc3 f4 92.Db1+ Tf5 93.Kd3 f3 94.Ke3 f2 95.Df1 g4 96.Ke2 Se4 97.Ke3 Sg3 98.Da6+ Kg5

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