Harter Kampf im Kellerduell

Am 8. Februar stand das Kellerduell der Verbandsliga Nord an, in welchem die Schachfreunde Buxtehude den Tabellenneunten aus Rotenburg in den neuen Räumlichkeiten der Begegnungsstätte Altkloster begrüßten. Sowohl die Rotenburger als auch die SFB waren in Stammbesetzung angetreten, es versprach also, ein spannender Kampf zu werden.

Es startete jedoch mit einem herben Rückschlag für die Gastgeber. Sowohl Ralph Bernhard an Brett 8 und Alexander Struck an Brett 7 stellten in anfangs aussichtsreicher Stellung spielentscheidendes Material ein, sodass es erstmal 0:2 aus Buxtehuder Sicht stand.

Justus Ibe an Brett 1 wurde bereits in der Eröffnung von seinem Gegner überrascht und kam nicht gut aus der Eröffnung. Er kämpfte sich jedoch zurück und konnte sogar eine Qualität gewinnen. Ein stark postierter Springer gab dem Rotenburger Spitzenspieler allerdings genug Gegenspiel, sodass Justus nach etwa 3,5 h Spielzeit ins Remis einwilligen musste.

Den Anschlusstreffer erzielte wenig später Martin Winkelmann an Brett 5, der im Turmendspiel die bessere Technik beweisen konnte. Kurz darauf folgte sogar der Ausgleich durch Ralf Schöngart an Brett 2. Ralf ist nicht gut aus der Eröffnung rausgekommen und stand auch sonst unangenehm. Sein Gegner ließ sich jedoch etwas zu viel Zeit, sodass Ralf die Zeitüberschreitung reklamieren konnte.

Bernd Skalmowski an Brett 3 musste jedoch den erneuten Rückstand zulassen. Dazu Bernd: „Ich konnte mit den schwarzen Steinen schnell das Läuferpaar sichern. Durch zwei Ungenauigkeiten ging dieser geringe Vorteil aber verloren und ich erhielt sogar eine schlechtere Stellung. Im 40. Zug sah ich mich gezwungen, die Qualität für einen eingedrungenen Springer zu geben, um meine Bauern auf dem Königsflügel in Bewegung zu setzen. In der nun sehr offenen Stellung musste ich sehr aufpassen, dass meine Dame nicht durch irgendwelche Schachgebote hinter dem König verloren geht. Ich beschäftigte meinen Gegner noch bis zum 70. Zug, dann war aber am Verlust nicht mehr zu rütteln.“

 Frank Schildt an Brett 4 erreichte ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern. Da er insgesamt allerdings nur noch zwei Bauern übrigbehalten hat, reichte es leider nicht zum Sieg aus und er musste ins Remis einwilligen.

Nun stand es als 3:4 gegen Buxtehude und es lag an Torsten Damm an Brett 6, den Mannschaftspunkt zu retten. Torsten schaffte es, eine Qualität zu gewinnen und diesen Vorteil durch geduldiges Manövrieren zu konsolidieren. Als er es schließlich schaffte, einen Freibauern auf die sechste Reihe zu bringen und der gegnerische Läuferverlust nicht mehr zu verhindern war, gab sein Gegner auf und der Mannschaftspunkt war in trockenen Tüchern.

Damit haben die Schachfreunde Buxtehude nun 3 Mannschaftspunkte und stehen immer noch auf dem letzten Platz, der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen wurde aber immerhin auf einen Mannschaftspunkt verringert.

Justus Ibe

Zweite Mannschaft bleibt ungeschlagen

Am 5. Spieltag der Bezirksklasse West waren wir mit unserer zweiten Mannschaft auswärts zu Gast beim SC Sottrum II. Als Tabellenführer konnten wir entspannt zur Sache gehen – und tatsächlich wurde es ausgesprochen erfolgreicher Tag für uns.

Als Erster war unser Nachwuchstalent Bjarne Walther an Brett 5 fertig. Durch einen fatalen Fehler seines Gegners gewann Bjarne schon früh die Dame. Bjarnes Gegner versuchte noch die weiße Grundreihenschwäche auszunutzen, musste sich aber bald geschlagen geben.

An Brett 6 entwickelte sich bei Frank Siewert eine wilde Partie mit scharfen Drohungen auf beiden Seiten. Nach interessanten Abtauschmanövern spielte Frank mit zwei Türmen und zwei Springern gegen die gegnerische Dame. Die zahlreichen Drohungen konnte Franks Gegner nicht mehr parieren und gab auf.

Björn Walther spielte an Brett 4 gegen einen sehr jungen Gegner, der bis ins Mittelspiel gut mithalten konnte. Im Zuge eines Abtauschs konnte Björn einen Läufer gewinnen. Björns Gegner spielte weiter, doch Björn gewann immer mehr Material und konnte die Partie gefahrlos gewinnen. Zwischenstand 3:0.

Am Spitzenbrett 1 kam Stefan Klein in ein ausgeglichenes Mittelspiel mit wechselseitigen Chancen. Am Ende geriet Stefan sogar noch unter Druck, als sein Gegner den aktiveren Turm hatte. Der Gegner war sich seiner Sache jedoch zu sicher, übersah eine Springergabel und gab sofort auf.

An Brett 3 kam es durch Volker Harms zum einzigen Unentschieden des gesamten Mannschaftskampfs. In einer geschlossenen Stellung hatte er seinen Gegenspieler eingeengt, sah jedoch keine Chance die Partie zu öffnen. Man einigte sich auf remis.

Mit einem Zwischenstand von 4,5:0,5 blickten alle auf Brett 2 zu Thomas Höhle, der seine Partie ohne jeden Druck zu Ende spielen konnte. Nach einem Damenbauernspiel entstand eine geschlossene Stellung, in der Thomas es nicht eilig hatte. Nach und nach gewann er Raumvorteil am Damenflügel. Schließlich brachte er seinen Gegner durch druckvolles Spiel in Zugzwang, bei dem ein Figurenverlust unvermeidlich war. Der Gegner gab auf – und der Mannschaftsieg von 5:5:0,5 war perfekt.

Mit diesem deutlichen Mannschaft sie konnten wir unsere Favoritenstellung in der Tabelle weiter festigen. Er war in dieser Höhe nicht unbedingt erwartet worden, angesichts der starken Einzelleistungen aber verdient. Damit ist unsere zweite Mannschaft am fünften Spieltag immer noch ungeschlagen und wir freuen uns auf die nächste Herausforderung gegen BW Buchholz II in drei Wochen am 1. März.

Stefan Klein

SFB-Jahreshauptversammlung

Am gestrigen Freitag, 6.2.26, fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Auch wenn ich mir ein paar mehr Teilnehmer gewünscht hätte, fand die Versammlung in einem sehr harmonischen Rahmen statt (oder gerade deswegen?!). Alle zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, so dass wir in der erfolgreichen Konstellation weiterarbeiten können. Eine wichtige Satzungsänderung wurde beschlossen: Die nicht mehr zeitgemäße Regelung, dass Vereinsangehörige bis zum 21. Lebensjahr als Jugendliche gelten, wurde durch das 18. Lebensjahr ersetzt. Mit Ablauf des Monats, in dem das 18. Lebensjahr erreicht wird, gilt dann der Erwachsenenstatus. Diese Satzungsänderung tritt mit Wirkung zum 01.04.2026 in Kraft.   

Ralf Schöngart

Bezirks-Dähnepokal

Am Bezirks-Dähnepokal (BDP) 2025/26 nehmen dieses Mal insgesamt 31 Spieler aus 14 Vereinen teil. Fünf davon kommen von den Schachfreunden Buxtehude. Am 25.01.26 in Bad Bevensen und am 01.02.26 in Rotenburg wurde die erste Runde gespielt. Der Gegner von Justus Ibe meldete sich leider krank, so dass sich Justus die Reise nach Bad Bevensen sparen konnte und er kampflos in die nächste Runde einzog. Die vier übrigen SFB’er traten – allesamt mit Schwarz (!) – in Rotenburg an. Peter Rußi traf auf den Top-Scorer (4 aus 4) der Rotenburger Verbandsliga-Mannschaft. Peter lieferte einen beherzten Kampf, versuchte sogar noch ein Endspiel mit ungleichen Läufern zu erreichen, musste sich aber schließlich doch geschlagen geben. Kurios das Duell von Ralf Schöngart gegen den langjährigen Bezirks-Materialwart: Die beiden kennen sich seit nahezu 40 Jahren, haben aber noch nie eine Turnierpartie gegeneinander gespielt! Was es im Schach so alles gibt. Hier konnte der Buxtehuder Titelverteidiger seinen Gegner nach und nach einschnüren, bis alle weißen Figuren die 1. und 2. Reihe bevölkerten. Als schließlich eine Springergabel mindestens einen Turm gekostet hätte, musste der Rotenburger aufgeben. Seine Prämiere im BDP feierte  Ralph Bernhard. Der SFB-Neuzugang konnte in einer seltenen Variante der Caro-Kann-Verteidigung einen Bauern gewinnen und wickelte durch geduldiges Spiel in ein gewonnenes Endspiel ab, so dass seinem Gegenüber aus Schneverdingen nur noch die Aufgabe blieb. Den längsten Arbeitstag hatte Martin Winkelmann. Gegen den neuen Vorsitzenden des SC 81 Schneverdingen hatte Martin einen Bauern mehr, musste sich jedoch gegen einen heftigen Angriff wehren. Der SFB’er fand aber tolle Verteidigungszüge und konnte schließlich ins Remis abwickeln. In der erforderlichen Schnellpartie unterlief ihm dann in schwieriger Stellung allerdings ein Flüchtigkeitsfehler, der ihn eine Figur und somit auch die Partie kostete.

Damit sind in der 2. Runde am 22. Februar in Breloh noch drei Buxtehuder vertreten.

Ralf Schöngart

Thomas Höhle gewinnt Schnellschachturnier

Das erste Turnier des Jahres 2026 ist vorüber – und damit auch das erste Turnier in unserem neuen Spiellokal in der Begegnungsstätte Altkloster.

Leider musste das Schnellschachturnier schon nach fünf Runden mangels ausreichender Teilnehmerzahl vorzeitig beendet werden. Den ersten Platz – und damit den Sieg – sicherte sich mit 3,5 Punkten Thomas Höhle. Zweiter wurde Ralf Schöngart (mit ebenfalls 3,5 Punkten) vor Stefan Klein mit drei Punkten.

Hier gibt es dir komplett Übersicht mit allen Ergebnissen: Schnellschachturnier

Bezirksklasse: Tabellenführung bleibt

Der 4. Spieltag in der Bezirksklasse West führte die Mannschaft von SK Verden II an die Este, und es entwickelte sich ein spannender Wettkampf. Beide Teams hatten ihre jeweils ersten drei Spiele gewonnen, wobei wir das etwas bessere Brettpunktepolster aufwiesen. Es ging also auch um den Platz an der Spitze.

An Brett 6 wählte der Gegner von Frank Siewert die Holländische Verteidigung, öffnete sich schnell die g-Linie und inszenierte einen gefährlichen Angriff, dem Frank nichts entgegenzusetzen hatte und schnell zum 0:1 durchschlug.

Björn Walther spielte an Brett 4 das Colle-System. Nach mehreren Leichtfigurenabtäuschen hatte er im 18.Zug einen Springer mehr übrigbehalten, agierte dann aber unglücklich, indem er erst den Springer und bald darauf einen Turm einstellte, womit die Partie entschieden war.

Volker Harms spielte an Brett 3 eine solide Variante in der Spanischen Partie, die nach 21 Zügen mit Remis endete. Mit dem Spielstand von 0,5:2,5 sah es für uns nach drei Stunden Spielzeit allerdings recht trübe aus.

Die übrigen Partien waren hart umkämpft. An Brett 5 spielte Curd-Liam Hiersche eine für seine Verhältnisse lange Partie. Es kam zu einem ausgekämpften Bauernendspiel mit 4:3 Bauern, das aber nicht zu gewinnen war. Das Remis war somit konsequent.

Thomas Höhle sah sich an Brett 1 mit Schwarz dem Trompowsky-Angriff ausgesetzt. Sein Gegner startete einen Angriff am Königsflügel, während Thomas auf dem Damenflügel aktiv wurde. Er öffnete sich die a- und b-Linie und gewann allmählich die Initiative. Nach 31 Zügen hatte er zwei Mehrbauern und schwenkte zum Angriff auf den weißen König. Im 42.Zug gab der Verdener die hoffnungslose Partie auf. Nur noch 2:3!

Der Sieg hielt für uns die Hoffnung auf ein Gesamtremis aufrecht, denn der an Brett 2 spielende Hans-Peter Tödter stand nach 3,5 Stunden Spielzeit deutlich besser. Seine Gegnerin hatte viel Zeit für die Abwehr von Drohungen verbraucht und nach dem 25.Zug nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. In der Hektik zog sie statt der angegriffenen Dame einen Springer und gab sofort auf. 

Mit dem Gesamtergebnis von 3:3 war der Tag für SFB II gerettet und die Tabellenführung bleibt gewahrt.

 Hans-Peter Tödter

Erster Sieg in der Verbandsliga

Am 4. Spieltag der Verbandsliga Nord konnte unsere erste Mannschaft endlich ihren lang ersehnten ersten Sieg einfahren. Obwohl wir gegen die Schachfreunde Leherheide nicht mit unserer nominellen Bestbesetzung antreten konnten, lief diesmal alles zu unseren Gunsten.

Die erste Entscheidung fiel bei Stefan Klein an Brett 7. Stefan spielte von Anfang an konsequent offensiv. Durch einen frühen Angriff am Damenflügel konnte er einen Bauern gewinnen, verhinderte die schwarze Rochade und verleitete seinen Gegner durch druckvolles Spiel zu Fehlern. Durch eine taktische Kombination konnte Stefan – etwas unerwartet – bereits nach 18 Zügen mattsetzen. (Zwischenstand >1 : 0 für Buxtehude)

An den übrigen Brettern entwickelten sich überwiegend positionell geprägte Partien mit geschlossenem Charakter. Als Zweiter konnte Ralph Bernhard an Brett 8 die Partie für sich entscheiden. Ralf gewann im Mittelspiel eine Qualität, überließ seiner Gegnerin jedoch einen starken Springer als Vorposten. Schließlich konnte Ralph mit zwei Figuren in die gegnerische Stellung eindringen und einen Läufer angreifen, der nicht mehr zu decken war. (>2 : 0)

An Brett 5 einigte sich Thorsten Damm mit seinem Gegner auf ein Remis ‒ ein wichtiger halber Punkt. Vorausgegangen war eine verschachtelte und weitgehend blockierte Mittelspielstellung. (>2,5 : 0,5)

An Brett 4 verzichtete Martin Winkelmann auf die Rochade zugunsten eines Angriffs auf den weißen Königsflügel. Der Angriff schlug nicht direkt durch, dafür konnte Martin seine Leichtfiguren im gegnerischen Lager positionieren, immer mit gefährlichen Drohungen. Ein Springereinschlag auf f2 ‒ mit Abzugsdrohung und unvermeidbarem Turmverlust ‒ bewegte den Gegner zur Aufgabe. (>3,5 : 0,5)

Alexander Struck kam an Brett 6 in ein spannungsreiches Bauernendspiel mit jeweils zwei Türmen. Auf beiden Seiten drohten Bauerndurchbrüche. Als sich die Stellung öffnete, unterlief Alex ein Lapsus, der ihn einen Bauern kostete. Mit Mühe und geschicktem Spiel konnte er dennoch das Remis halten. (>4 : 1)

Bei Frank Schild (Brett 3) gerieten beide Seiten in Zeitnot. Im hektischen Abtausch büßte Frank zunächst eine Qualität ein und kurz darauf einen Läufer. Frank hatte keine Chance mehr auf Gegenspiel und gab auf. Auch bei Ralf Schöngart an Brett 2 lief es unglücklich. Beim Abtausch ins Mittelspiel unterschätzte er einen gegnerischen Freibauen, gegen den er eine Leichtfigur opfern musste. Mit einer Figur weniger versuchte Ralf seine Chancen zu wahren, musste aber bald aufgeben.

Nun stand es 4:3 und die Entscheidung über den Mannschaftssieg lag an unserem jüngsten Spieler Justus Ibe, der an Brett 1 mit einem ausgeglichenen Bauernendspiel (weißer Springer gegen schwarzer Läufer) die Ruhe behielt. Dazu Justus: „Ich wählte in meiner Partie einen ruhigen und soliden Aufbau. An einer Stelle im Mittelspiel hätte mein Gegner in Vorteil kommen können, was er jedoch nicht fand. Im schlussendlich entstandenen Endspiel konnte ich nach ca. 5 h Spielzeit das Remis sichern.“ – Damit waren die beiden immens wichtigen Mannschaftspunkte gesichert.

Mit 4,5 : 3:5 fuhren wir mit einem knappen, aber überaus wichtiger Mannschaftsieg nach Hause, der uns dem Klassenerhalt (unser Saisonziel) ein Stück näherbrachte. Wir haben heute eine tolle Mannschaftsmoral bewiesen, die wir in den nächsten Spielen unbedingt fortsetzen wollen.

Stefan Klein

Trauer um Paul-Gerhard Urbanek

Mit großer Trauer haben wir erfahren, dass unser Vereinsmitglied Paul-Gerhard Urbanek am 28.12.2025, kurz vor seinem 76. Geburtstag, verstorben ist.

Paul wechselte 1991 von der Buxtehuder SG zu den Schachfreunden Buxtehude. Schnell wurde er zu einem Aktivposten in unserem Verein. Er engagierte sich nicht nur bei unseren vereinsinternen Turnieren und Veranstaltungen, sondern brachte sich auch bei den Mannschaftskämpfen ein. An den verschiedenen Bezirksmeisterschaften nahm er regelmäßig teil. Paul war sehr zuverlässig, auch wenn er immer betonte, dass „Sonntag um 10 Uhr nicht seine Zeit sei“. Trotzdem war er immer zur Stelle. Durch seine ruhige und ausgeglichene Art war Paul nicht nur bei uns im Verein, sondern auch im Schachbezirk Lüneburg sehr geschätzt. Leider erlaubte es seine Gesundheit in den letzten Jahren nicht, dass er weiterhin am Spielbetrieb teilnahm.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seiner Familie. Wir werden Paul vermissen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Ralf Schöngart

Zwei Buxtehuder beim NSV-Dähnepokal

Am 20. und 21.12. fand in Lehrte der NSV-Dähnepokal 2025 statt. Dieses Mal waren mit Ralf Schöngart und Justus Ibe zwei Buxtehuder als Vertreter des Schachbezirks Lüneburg am Start.

Ralf bekam es im Viertelfinale mit der Nummer 5 der Setzliste (DWZ 2008) zu tun. Ralf geriet in eine unangenehme Stellung, in der sein Springer praktisch unauflösbar gefesselt war, ihm gelang es jedoch, das Remis durch Dauerschach zu sichern. Im Schnellschach unterlag Ralf seinem Gegner allerdings. Justus bekam die Nummer 8 der Setzliste (DWZ 1635) zugelost, der bedingt durch die Anreise mit der Bahn mit etwas Verzug ankam. Mit Weiß kam Justus in eine schwierige Stellung mit geöffneter h-Linie gegen seinen König. Sein Gegner opferte jedoch fälschlicherweise eine Figur. Diese gab Justus aber wieder zurück, um in ein Endspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Hier machte es ihm sein Gegner leicht, sodass nach etwa 4 Stunden Spielzeit der Sieg auf der Ergebnistafel stand.

Im Halbfinale wartete jedoch ein 16jähriger NSV-Kaderspieler und späterer Pokalsieger mit DWZ 2280 auf Justus. Sein Gegner ließ sich auch nicht lange bitten und nutzte kleine Ungenauigkeiten des Buxtehuders gnadenlos aus und nach 25 Zügen brachte sein Gegner den Sieg unter Dach und Fach.

Insgesamt haben sich die Buxtehuder Vertreter also ganz ordentlich geschlagen. Der Dähnepokal auf Bezirksebene startet übrigens schon Anfang 2026. Die Ausschreibung hierfür ist auf der Website des Schachbezirks Lüneburg zu finden.

Justus Ibe

Neues Spiellokal

Mit dem Julklapp-Blitzturnier am 12.12.2025 endet für die Schachfreunde Buxtehude eine lange und prägende Ära: Nach 24 Jahren heißt es Abschied nehmen von den Räumlichkeiten in der „Hohen Luft“. In dieser Zeit wurde hier nahezu alles erlebt, was das Schach zu bieten hat, bittere Tränen nach Abstiegen, ausgelassene Freude über Aufstiege, endlose Freitagabende mit Vereinsmeisterschaften und Pokalturnieren bis tief in die Nacht sowie harte, oft mehr als sechsstündige Kämpfe an den Sonntagen. Auch das Jugendtraining entwickelte sich stetig weiter, vom Einzeltraining bis hin zu lebhaften Gruppen mit bis zu 15 Jugendlichen.

Nun blickt der Verein nach vorne. Die Schachfreunde freuen sich darauf, die neuen Räumlichkeiten in der Begegnungsstätte Altkloster (Hauptstraße 30, Buxtehude) mit Leben zu füllen. Die Stadt Buxtehude hat hier mit großem Engagement hervorragende Bedingungen geschaffen, für die wir sehr dankbar sind. In dieser neuen Umgebung möchten wir weiterhin gemeinsam Schach spielen, Erinnerungen sammeln und neue Freunde des königlichen Spiels willkommen heißen.

Aufgrund des Umzugs und der anstehenden Feiertage setzen die Trainingsabende vorübergehend aus. Der erste Trainingsabend – quasi zum Kennenlernen der neuen Räumlichkeiten – findet am 09.01.2026 zu den üblichen Zeiten statt. Am 16.01.2026 startet dann der Spielbetrieb mit unserem Schnellturnier.

Die Begegnungsstätte Altkloster wartet darauf, mit neuen Geschichten gefüllt zu werden. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Neustart.

Thomas Höhle

Der letzte Akt.

 

Die neuen Räumlichkeiten.