Harter Kampf im Kellerduell

Am 8. Februar stand das Kellerduell der Verbandsliga Nord an, in welchem die Schachfreunde Buxtehude den Tabellenneunten aus Rotenburg in den neuen Räumlichkeiten der Begegnungsstätte Altkloster begrüßten. Sowohl die Rotenburger als auch die SFB waren in Stammbesetzung angetreten, es versprach also, ein spannender Kampf zu werden.

Es startete jedoch mit einem herben Rückschlag für die Gastgeber. Sowohl Ralph Bernhard an Brett 8 und Alexander Struck an Brett 7 stellten in anfangs aussichtsreicher Stellung spielentscheidendes Material ein, sodass es erstmal 0:2 aus Buxtehuder Sicht stand.

Justus Ibe an Brett 1 wurde bereits in der Eröffnung von seinem Gegner überrascht und kam nicht gut aus der Eröffnung. Er kämpfte sich jedoch zurück und konnte sogar eine Qualität gewinnen. Ein stark postierter Springer gab dem Rotenburger Spitzenspieler allerdings genug Gegenspiel, sodass Justus nach etwa 3,5 h Spielzeit ins Remis einwilligen musste.

Den Anschlusstreffer erzielte wenig später Martin Winkelmann an Brett 5, der im Turmendspiel die bessere Technik beweisen konnte. Kurz darauf folgte sogar der Ausgleich durch Ralf Schöngart an Brett 2. Ralf ist nicht gut aus der Eröffnung rausgekommen und stand auch sonst unangenehm. Sein Gegner ließ sich jedoch etwas zu viel Zeit, sodass Ralf die Zeitüberschreitung reklamieren konnte.

Bernd Skalmowski an Brett 3 musste jedoch den erneuten Rückstand zulassen. Dazu Bernd: „Ich konnte mit den schwarzen Steinen schnell das Läuferpaar sichern. Durch zwei Ungenauigkeiten ging dieser geringe Vorteil aber verloren und ich erhielt sogar eine schlechtere Stellung. Im 40. Zug sah ich mich gezwungen, die Qualität für einen eingedrungenen Springer zu geben, um meine Bauern auf dem Königsflügel in Bewegung zu setzen. In der nun sehr offenen Stellung musste ich sehr aufpassen, dass meine Dame nicht durch irgendwelche Schachgebote hinter dem König verloren geht. Ich beschäftigte meinen Gegner noch bis zum 70. Zug, dann war aber am Verlust nicht mehr zu rütteln.“

 Frank Schildt an Brett 4 erreichte ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern. Da er insgesamt allerdings nur noch zwei Bauern übrigbehalten hat, reichte es leider nicht zum Sieg aus und er musste ins Remis einwilligen.

Nun stand es als 3:4 gegen Buxtehude und es lag an Torsten Damm an Brett 6, den Mannschaftspunkt zu retten. Torsten schaffte es, eine Qualität zu gewinnen und diesen Vorteil durch geduldiges Manövrieren zu konsolidieren. Als er es schließlich schaffte, einen Freibauern auf die sechste Reihe zu bringen und der gegnerische Läuferverlust nicht mehr zu verhindern war, gab sein Gegner auf und der Mannschaftspunkt war in trockenen Tüchern.

Damit haben die Schachfreunde Buxtehude nun 3 Mannschaftspunkte und stehen immer noch auf dem letzten Platz, der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen wurde aber immerhin auf einen Mannschaftspunkt verringert.

Justus Ibe

Zweite Mannschaft bleibt ungeschlagen

Am 5. Spieltag der Bezirksklasse West waren wir mit unserer zweiten Mannschaft auswärts zu Gast beim SC Sottrum II. Als Tabellenführer konnten wir entspannt zur Sache gehen – und tatsächlich wurde es ausgesprochen erfolgreicher Tag für uns.

Als Erster war unser Nachwuchstalent Bjarne Walther an Brett 5 fertig. Durch einen fatalen Fehler seines Gegners gewann Bjarne schon früh die Dame. Bjarnes Gegner versuchte noch die weiße Grundreihenschwäche auszunutzen, musste sich aber bald geschlagen geben.

An Brett 6 entwickelte sich bei Frank Siewert eine wilde Partie mit scharfen Drohungen auf beiden Seiten. Nach interessanten Abtauschmanövern spielte Frank mit zwei Türmen und zwei Springern gegen die gegnerische Dame. Die zahlreichen Drohungen konnte Franks Gegner nicht mehr parieren und gab auf.

Björn Walther spielte an Brett 4 gegen einen sehr jungen Gegner, der bis ins Mittelspiel gut mithalten konnte. Im Zuge eines Abtauschs konnte Björn einen Läufer gewinnen. Björns Gegner spielte weiter, doch Björn gewann immer mehr Material und konnte die Partie gefahrlos gewinnen. Zwischenstand 3:0.

Am Spitzenbrett 1 kam Stefan Klein in ein ausgeglichenes Mittelspiel mit wechselseitigen Chancen. Am Ende geriet Stefan sogar noch unter Druck, als sein Gegner den aktiveren Turm hatte. Der Gegner war sich seiner Sache jedoch zu sicher, übersah eine Springergabel und gab sofort auf.

An Brett 3 kam es durch Volker Harms zum einzigen Unentschieden des gesamten Mannschaftskampfs. In einer geschlossenen Stellung hatte er seinen Gegenspieler eingeengt, sah jedoch keine Chance die Partie zu öffnen. Man einigte sich auf remis.

Mit einem Zwischenstand von 4,5:0,5 blickten alle auf Brett 2 zu Thomas Höhle, der seine Partie ohne jeden Druck zu Ende spielen konnte. Nach einem Damenbauernspiel entstand eine geschlossene Stellung, in der Thomas es nicht eilig hatte. Nach und nach gewann er Raumvorteil am Damenflügel. Schließlich brachte er seinen Gegner durch druckvolles Spiel in Zugzwang, bei dem ein Figurenverlust unvermeidlich war. Der Gegner gab auf – und der Mannschaftsieg von 5:5:0,5 war perfekt.

Mit diesem deutlichen Mannschaft sie konnten wir unsere Favoritenstellung in der Tabelle weiter festigen. Er war in dieser Höhe nicht unbedingt erwartet worden, angesichts der starken Einzelleistungen aber verdient. Damit ist unsere zweite Mannschaft am fünften Spieltag immer noch ungeschlagen und wir freuen uns auf die nächste Herausforderung gegen BW Buchholz II in drei Wochen am 1. März.

Stefan Klein

Bezirksklasse: Tabellenführung bleibt

Der 4. Spieltag in der Bezirksklasse West führte die Mannschaft von SK Verden II an die Este, und es entwickelte sich ein spannender Wettkampf. Beide Teams hatten ihre jeweils ersten drei Spiele gewonnen, wobei wir das etwas bessere Brettpunktepolster aufwiesen. Es ging also auch um den Platz an der Spitze.

An Brett 6 wählte der Gegner von Frank Siewert die Holländische Verteidigung, öffnete sich schnell die g-Linie und inszenierte einen gefährlichen Angriff, dem Frank nichts entgegenzusetzen hatte und schnell zum 0:1 durchschlug.

Björn Walther spielte an Brett 4 das Colle-System. Nach mehreren Leichtfigurenabtäuschen hatte er im 18.Zug einen Springer mehr übrigbehalten, agierte dann aber unglücklich, indem er erst den Springer und bald darauf einen Turm einstellte, womit die Partie entschieden war.

Volker Harms spielte an Brett 3 eine solide Variante in der Spanischen Partie, die nach 21 Zügen mit Remis endete. Mit dem Spielstand von 0,5:2,5 sah es für uns nach drei Stunden Spielzeit allerdings recht trübe aus.

Die übrigen Partien waren hart umkämpft. An Brett 5 spielte Curd-Liam Hiersche eine für seine Verhältnisse lange Partie. Es kam zu einem ausgekämpften Bauernendspiel mit 4:3 Bauern, das aber nicht zu gewinnen war. Das Remis war somit konsequent.

Thomas Höhle sah sich an Brett 1 mit Schwarz dem Trompowsky-Angriff ausgesetzt. Sein Gegner startete einen Angriff am Königsflügel, während Thomas auf dem Damenflügel aktiv wurde. Er öffnete sich die a- und b-Linie und gewann allmählich die Initiative. Nach 31 Zügen hatte er zwei Mehrbauern und schwenkte zum Angriff auf den weißen König. Im 42.Zug gab der Verdener die hoffnungslose Partie auf. Nur noch 2:3!

Der Sieg hielt für uns die Hoffnung auf ein Gesamtremis aufrecht, denn der an Brett 2 spielende Hans-Peter Tödter stand nach 3,5 Stunden Spielzeit deutlich besser. Seine Gegnerin hatte viel Zeit für die Abwehr von Drohungen verbraucht und nach dem 25.Zug nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. In der Hektik zog sie statt der angegriffenen Dame einen Springer und gab sofort auf. 

Mit dem Gesamtergebnis von 3:3 war der Tag für SFB II gerettet und die Tabellenführung bleibt gewahrt.

 Hans-Peter Tödter

Erster Sieg in der Verbandsliga

Am 4. Spieltag der Verbandsliga Nord konnte unsere erste Mannschaft endlich ihren lang ersehnten ersten Sieg einfahren. Obwohl wir gegen die Schachfreunde Leherheide nicht mit unserer nominellen Bestbesetzung antreten konnten, lief diesmal alles zu unseren Gunsten.

Die erste Entscheidung fiel bei Stefan Klein an Brett 7. Stefan spielte von Anfang an konsequent offensiv. Durch einen frühen Angriff am Damenflügel konnte er einen Bauern gewinnen, verhinderte die schwarze Rochade und verleitete seinen Gegner durch druckvolles Spiel zu Fehlern. Durch eine taktische Kombination konnte Stefan – etwas unerwartet – bereits nach 18 Zügen mattsetzen. (Zwischenstand >1 : 0 für Buxtehude)

An den übrigen Brettern entwickelten sich überwiegend positionell geprägte Partien mit geschlossenem Charakter. Als Zweiter konnte Ralph Bernhard an Brett 8 die Partie für sich entscheiden. Ralf gewann im Mittelspiel eine Qualität, überließ seiner Gegnerin jedoch einen starken Springer als Vorposten. Schließlich konnte Ralph mit zwei Figuren in die gegnerische Stellung eindringen und einen Läufer angreifen, der nicht mehr zu decken war. (>2 : 0)

An Brett 5 einigte sich Thorsten Damm mit seinem Gegner auf ein Remis ‒ ein wichtiger halber Punkt. Vorausgegangen war eine verschachtelte und weitgehend blockierte Mittelspielstellung. (>2,5 : 0,5)

An Brett 4 verzichtete Martin Winkelmann auf die Rochade zugunsten eines Angriffs auf den weißen Königsflügel. Der Angriff schlug nicht direkt durch, dafür konnte Martin seine Leichtfiguren im gegnerischen Lager positionieren, immer mit gefährlichen Drohungen. Ein Springereinschlag auf f2 ‒ mit Abzugsdrohung und unvermeidbarem Turmverlust ‒ bewegte den Gegner zur Aufgabe. (>3,5 : 0,5)

Alexander Struck kam an Brett 6 in ein spannungsreiches Bauernendspiel mit jeweils zwei Türmen. Auf beiden Seiten drohten Bauerndurchbrüche. Als sich die Stellung öffnete, unterlief Alex ein Lapsus, der ihn einen Bauern kostete. Mit Mühe und geschicktem Spiel konnte er dennoch das Remis halten. (>4 : 1)

Bei Frank Schild (Brett 3) gerieten beide Seiten in Zeitnot. Im hektischen Abtausch büßte Frank zunächst eine Qualität ein und kurz darauf einen Läufer. Frank hatte keine Chance mehr auf Gegenspiel und gab auf. Auch bei Ralf Schöngart an Brett 2 lief es unglücklich. Beim Abtausch ins Mittelspiel unterschätzte er einen gegnerischen Freibauen, gegen den er eine Leichtfigur opfern musste. Mit einer Figur weniger versuchte Ralf seine Chancen zu wahren, musste aber bald aufgeben.

Nun stand es 4:3 und die Entscheidung über den Mannschaftssieg lag an unserem jüngsten Spieler Justus Ibe, der an Brett 1 mit einem ausgeglichenen Bauernendspiel (weißer Springer gegen schwarzer Läufer) die Ruhe behielt. Dazu Justus: „Ich wählte in meiner Partie einen ruhigen und soliden Aufbau. An einer Stelle im Mittelspiel hätte mein Gegner in Vorteil kommen können, was er jedoch nicht fand. Im schlussendlich entstandenen Endspiel konnte ich nach ca. 5 h Spielzeit das Remis sichern.“ – Damit waren die beiden immens wichtigen Mannschaftspunkte gesichert.

Mit 4,5 : 3:5 fuhren wir mit einem knappen, aber überaus wichtiger Mannschaftsieg nach Hause, der uns dem Klassenerhalt (unser Saisonziel) ein Stück näherbrachte. Wir haben heute eine tolle Mannschaftsmoral bewiesen, die wir in den nächsten Spielen unbedingt fortsetzen wollen.

Stefan Klein

Zweite Mannschaft marschiert durch

Unsere zweite Mannschaft musste am 3. Spieltag in der Bezirksklasse West gegen den SV Winsen (Luhe) II antreten. Unsere Ausgangsposition war günstig, denn Winsen ließ die Bretter 1 und 2 unbesetzt. Dadurch hatten wir für Stefan Klein und Volker Harms zwei kampflose Punkte sicher.

An den übrigen vier Brettern ergaben sich wechselvolle Spiele. Die erste Partie ging an Brett 5 durch Bjarne Walther verloren. Aus der sizilianischen Verteidigung entwickelte sich ein geschlossenes Mittelspiel, in dem Bjarne gut mithielt. Auf eine Drohung gegen seinen Läufer übersah Bjarne eine starke Drohung gegen den gegnerischen Turm und gab trotz Stellungsvorteils auf.

Den ersten Sieg brachte uns Peter Rußi an Brett 6 ein. Gegen einen offensiv spielenden Gegner kam er zunächst in eine beengte Stellung, aus der er sich dank geschickter Abtauschmanöver befreien konnte. Er behielt einen Mehrbauern zurück, den er umsichtig und konzentriert nach vorne brachte. Kurz vor der Umwandlung gab sein Gegner auf.

An Brett 3 kam es bei Björn Walther nach einer verhaltenen halboffenen Eröffnung und bedachter Figurenentwicklung zum regen Figurenabtausch. Im sich daraus entwickelndem Doppelturmendspiel mit gleichfarbigen Läufern und noch sämtlichen Bauern büßte Björn schnell einen Bauern ein. Er versuchte dann vergeblich, den Bauern zurückzuerobern oder zumindest ein Remis zu erzielen, verlor aber schließlich.

Auch Curd Hiersche hatte an Brett 4 eine geschlossene Partien mit solidem Aufbau. Im Laufe des Mittelspiels öffnete sich die Stellung und es kam zu vielerlei taktischen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Curd konnte seine Chancen besser nutzen und schlug mit seinem Königsangriff schließlich durch.

Am Ende stand es 4:2 Mannschaftspunkte für uns. Somit konnten wir unseren dritten Mannschaftskampf in Folge gewinnen und sind bislang ungeschlagen. Bis mindestens Januar werden wir an der Tabellenspitze überwintern. Eine hervorragende Ausgangsposition, um die zweite Saisonhälfte im neuen Jahr entspannt anzugehen.

Stefan Klein

2. Spieltag Mannschaftsmeisterschaft

SFB I – Verbandsliga Nord

Am 16.11. fand der zweite Spieltag dieser Saison statt und die SFBer mussten ins „Scharfrichterhaus“ reisen. Dort wartete allerdings nicht die Todesstrafe, sondern glücklicherweise nur die erste Mannschaft des SK Verden auf uns. Von den DWZ-Zahlen waren wir an den meisten Brettern gleich auf, lediglich an Brett 7 und 8 waren die Verdener jeweils ca. 200 Punkte höher bewertet.
Es startete mit einer Niederlage von Curd Hiersche an Brett 7. Etwa eine halbe Stunde später musste sich Alexander Struck an Brett 6 ebenfalls geschlagen geben, wodurch es bereits 0:2 gegen uns stand. Aber auch an den anderen Brettern sah es nicht gerade nach großen Siegchancen aus, so dass Martin Winkelmann an Brett 4 nach einer soliden Partie ein Remis beisteuerte. Auch Ralf Schöngart an Brett 2 musste sich auf eine Zugwiederholung einlassen, um kein Material zu verlieren. Bei seinem Debüt für die erste Mannschaft konnte Ralph Bernhard an Brett 8 lange Zeit gut mithalten, bis er sich im Endspiel schließlich geschlagen geben musste. Nun stand es also 1:4, die drei verbleibenden SFBer kämpften in jeweils ausgeglichenen Stellungen dennoch weiter, bis Frank Schildt an Brett 3 nach 4 Stunden Spielzeit doch ins Remis einwilligte. Torsten Damm an Brett 5 und Justus Ibe an Brett 1 zogen sofort nach. So stand am Ende eine deutliche 2,5:5,5 Niederlage auf der Ergebnistafel. Kurioserweise wurde diese Saison auch noch keine einzige der 16 gespielten Partien gewonnen. Bleibt zu hoffen, dass sich das beim nächsten Mannschaftskampf gegen die SG FinWest am 7.12. ändert.
Justus Ibe

SFB II – Bezirksklasse West

SFB 2 hatte die 3.Mannschaft vom Stader SV zu Gast, die ihr erstes Spiel ähnlich gut mit 5:1 gewonnen hatte. Es ging also auch um die zwischenzeitliche Tabellenführung, und so waren wir mit der nominal stärksten Besetzung angetreten.

Trotzdem gab es schon nach 45 Minuten einen Rückschlag, wo Volker Harms sich der seltenen Wiener Partie erwehren musste. Sein Gegner hatte einen starken Angriff auf der f-Linie gestartet, der zum Durchbruch und schließlich zu Figurenverlust führte. So ging die Partie nach 16 Zügen verloren. Helmut Blanck glich nur 10 Minuten später zum 1:1 aus. Kommentar von Helmut: „Mein junger Gegner hatte sich zuerst gut aufgebaut. Dann ruinierte er alles durch einen Patzer und ich gewann einen Springer und im nächsten Zug noch die Dame. So zu gewinnen macht keinen Spaß.“

Alle weiteren Partien standen längere Zeit auf der Kippe bzw. ausgeglichen, ehe Thomas Höhle mit Weiß an Brett 2 ins Remis abwickeln konnte. Björn Walther stand an Brett 6 zeitweise schlechter, erkämpfte sich aber mit etwas Glück schließlich das Remis im Colle-System nach 34 Zügen. An Brett 3 geriet Hans-Peter Tödter mit Schwarz in der Trompovski-Eröffnung zunächst unter Druck, konnte sich davon aber befreien und seinerseits einen Gegenangriff aufbauen. Der reichte aber nicht für mehr als ein Remis nach 34 Zügen und 2,5 Stunden Spielzeit. Den Tag zu unseren Gunsten entschied Stefan Klein an Brett 1.

Nach dem nun erreichten Zwischenstand von 2,5:2,5 blickten alle auf die letzte noch laufende Partie von Stefan Klein an Brett 1. Stefan gewann im Mittelspiel einen Zentrumsbauern, was zunächst noch kein klarer Vorteil war. Stefans Gegner kämpfte entschlossen um das Remis, doch nach Abtausch aller Figuren behielt Stefan seinen Mehrbauern bis ins Endspiel. In einem komplizierten Bauernendspiel mit vielen Tücken behielt Stefan die Übersicht – und verwandelte seinen Mehrbauern sicher zum Sieg. Mehrere geschickt genutzte Zugzwangsituationen halfen ihm dabei.

So gewann unsere zweite Mannschaft am Ende knapp, aber verdient mit 3,5:2,5. Nach dem zweiten Spieltag stehen wir in der Bezirksklasse West mit vier Mannschaftspunkten an der Tabellenspitze. Eine perfekte Voraussetzung für die nächsten Spieltage. Das nächste Match sieht uns am 7.Dezember beim SV Winsen II.

Hans-Peter Tödter



 

Saisonauftakt nach Maß für die 2. Mannschaft

Was für ein Start in die neue Saison! Gleich am ersten Spieltag zeigten die Buxtehuder, dass mit ihnen zu rechnen ist.

An Brett 5 legte Curd Hiersche los wie die Feuerwehr. Mit den weißen Steinen setzte er seine Gegnerin früh unter Druck, ließ sie kaum zur Luft kommen und verwandelte den angebotenen Damentausch in eine raffinierte Kombination, die ihm einen ganzen Turm einbrachte. Nach nur 15 Minuten stand das 1:0 auf der Anzeigetafel – ein echter Paukenschlag, der die Gastgeber aus Verden sofort ins Hintertreffen brachte.

Kurz darauf erhöhte Frank Siewert auf 2:0. Mit den schwarzen Steinen gewann er zunächst einen Bauern im Zentrum, baute geduldig seine Stellung aus und eroberte schließlich einen Läufer. Mit konzentriertem Spiel ließ er seiner Gegnerin keine Chance, bis nur noch die Aufgabe blieb.

Am dritten Brett entwickelte sich bei Volker Harms ein regelrechter Krimi. Beide Kontrahenten lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem kleinste Ungenauigkeiten den Ausschlag hätten geben können. Doch keiner knickte ein, und so endete die spannende Partie leistungsgerecht mit einem Remis – 2,5:0,5 für Buxtehude.

Thomas Höhle musste sich an Brett 2 einem sehr spielfreudigen Gegner stellen. In der Mitte der Partie sicherte er sich einen Bauern und hielt auch dem Druck stand, den sein Gegner noch entfachte. Schließlich kippte die Partie nach einem Turmverlust seines Kontrahenten endgültig zu seinen Gunsten – das 3,5:0,5 war perfekt.

Auch Björn Walther zeigte an Brett 4 große Nerven. Sein Gegner wählte eine solide Eröffnung, doch Björn übernahm nach und nach die Initiative. Mit energischem Figurenspiel drang er in die weiße Stellung ein und verwandelte den Damenflügel in ein regelrechtes Freibauern-Paradies. Im Endspiel ließ er nichts mehr anbrennen und stellte das 4,5:0,5 sicher.

Den Schlusspunkt setzte Stefan Klein, der erstmals am Spitzenbrett auflief. In einem komplizierten Sizilianer kämpfte er sich durch ein nervenaufreibendes Schwerfiguren-Endspiel. Mit kühler Hand verwertete er seinen Mehrbauern, nutzte die entscheidende Königsopposition und machte damit den klaren 5,5:0,5-Endstand perfekt.

Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht – die 2. Mannschaft der Schachfreunde Buxtehude ist in dieser Saison bestens eingespielt!

Thomas Höhle

Knappe Niederlage in der Bezirksklasse West

Beflügelt vom letzten Sieg in Sottrum fuhren wir mit der zweiten Mannschaft zum Stader SV III. Trotz der nominal stärkeren Stader Mannschaft lieferten wir ein Duell auf Augenhöhe. Fast alle Partien verliefen kampfbetont.
 
Nach etwa zwei Stunden gerieten wir allerdings in Rückstand. An Brett 5 übersah Bjarne Walther eine Falle, aus der er seinen Läufer nicht mehr retten konnte. Die beiden dafür gewonnenen Bauern reichten zum Ausgleich nicht mehr aus, und er musste trotz langer und verbissener Gegenwehr aufgeben. Fast gleichzeitig endete das Duell an Brett 6 von Björn Walther mit einem Unentschieden in der Abtauschvariante der französischen Verteidigung. Zwischenstand 0,5:1,5.
 
An Brett 1 hatte Thomas Höhle sein geliebte Englische Eröffnung gespielt und dabei eine raumgreifende Stellung erreicht. Aber alle Bauern blieben auf dem Brett und waren so ineinander verkeilt, dass kein Durchkommen erkennbar war, folgerichtig kam es auch hier zum Remis. Volker Harms baute seine Stellung an Brett 3 mit einfachen, aber unspektakulären Zügen in einer Grünfeld-Variante auf und profitierte von einem fehlerhaften Plan seines Gegners. Der brachte ihm nach 20 Zügen die Qualität ein. Allerdings erhielt der Stader dafür einen starken Freibauern auf d4, der hartnäckig verteidigt wurde und das Remis nach drei Stunden Spieldauer sicherte. Stand: 1,5:2,5.
 
An Brett 4 musste sich Frank Siewert mit der seltenen und ihm unbekannten Sokolski-Eröffnung auseinandersetzen. Er spielte aber umsichtig, und keiner der beiden Kontrahenten konnte einen Vorteil herausspielen. Die Partie wogte hin und her und endet nach 60 Zügen und dreieinhalb Stunden mit einem Remis. Ebenso lange saß Hans-Peter Tödter an Brett 2. Er hatte schon nach 15 Zügen in einem Vierspringerspiel mit einer kleinen Kombination eine Qualität gewonnen, spielte danach aber zu überhastet. Durch zwei schwache Züge ging der Vorteil verloren, und er musste in der Folge den Materialvorteil zurückgeben, um nicht in Nachteil zu geraten. 
 
Damit stand mit fünf remis und einer Niederlage am Ende das knappe Resultat von 2,5:3,5 Punkten aus Buxtehuder Sicht fest. Beim nächsten Spieltag am 23. März werden wir beim Jorker SV I der Gastgeber für SFB II sein.
 
Hans-Peter Tödter

Spannendes Unentschieden

Die 7. Runde in der Verbandsliga Nord führte uns nach Bremerhaven zu den Schachfreunden Leherheide. Die sehr beengten Spielbedingungen machten es für Zuschauer und Berichterstatter schwierig, die Partien zu verfolgen. Aber genau so eng wie die Räumlichkeiten verlief auch der Wettkampf.

Es begann mit einer schnellen Niederlage an Brett 2. Bernd Skalmowski spielte einen Opferangriff, der die weiße Königsstellung öffnete. Sein erfahrener Gegner konnte sich jedoch umsichtig verteidigen. Als auch noch eine zweite Figur verloren ging, gab der Buxtehuder auf.  Nach zwei Stunden dann das erste Remis. An Brett 5 erreichte Martin Winkelmann mit Weiß eine leicht bessere Stellung, die allerdings nicht zum Partiegewinn ausreichte – 0,5 : 1,5. Eine Stunde später folgte das nächste Remis. Alexander Struck verschaffte seinem Gegenüber an Brett 6 einen rückständigen Bauern. Der Bremerhavener konnte jedoch eine sichere Stellung aufbauen und durch Zugwiederholung den halben Punkt sichern – 1 : 2. Fast zeitgleich dann der Ausgleich durch den SFB-Mannschaftsführer Rafael Krain an Brett 8. Hierzu der Kommentar von Rafael: In der 7.Runde der Verbandsliga Nord hatte ich Schwarz. Nachdem mein Gegner mit c4 die Englische Eröffnung spielen wollte, antwortete ich mit dem eher seltenen Gegenzug b6. Es entstand ein friedliches Aufbauspiel bis zum 15.Zug. Da opferte mein Gegner einen Springer, um einen Bauern zu gewinnen. Allerdings übersah er in der Kombination einen Zwischenzug von mir, so dass ich am Ende einen Springer gegen zwei Bauern gewonnen hatte, aber auch die aktivere Stellung hatte. Ich spielte mit dem Vorteil ruhig weiter, so dass ich kurz vor dem 40. Zug einen Mattangriff hatte, den mein Gegner nur noch mit einem Damenopfer hätte herauszögern können. Deshalb gab er auf.“ Der Zwischenstand 2 : 2. Die Führung für die Buxtehuder gelang Justus Ibe an Brett 7 nach dreieinhalb Stunden. Der SFB-Youngster konnte durch eine Eröffnungsfalle einen Bauern gewinnen. Diesen Vorteil sicherte er durch geduldiges manövrieren bis ins Endspiel. Hier konnte er schließlich einen zweiten Bauen erobern und den ganzen Punkt verbuchen – 3 : 2. Nach 4 Stunden endete die Partie von Torsten Damm an Brett 4. In einer verschachtelten Stellung büßte der SFB’er eine Qualität ein, konnte aber Gegenspiel erreichen und zwei Bauern gewinnen, was letztlich zur Punkteteilung reichte – 3,5 : 2,5. Den Ausgleich musste Frank Schildt an Brett 3 zulassen. Beide Spieler belauerten sich lange Zeit, bis der Spieler der Heimmannschaft durch ein Qualitätsopfer die Stellung öffnete. Dadurch verlor der König seine Deckung und war den gegnerischen Schachgeboten nahezu schutzlos ausgeliefert – 3,5 : 3,5, die letzte Partie an Brett 1 musste entscheiden. In einer offenen Partie konnte Ralf Schöngart einen Bauern gewinnen, musste dafür allerdings starkes Gegenspiel und einen Freibauern im Zentrum zulassen. In beidseitiger Zeitnot konnten beide Spieler einen Bauern zur Dame umwandeln. Der SFB’er versuchte alles, die Partie zu gewinnen, der Leherheider Spitzenspieler verteidigte sich jedoch stark. Als nach fünfeinhalb Stunden Spielzeit und 85 gespielten Zügen nur noch die beiden Könige auf dem Brett waren, stand das Remis fest. Nach einem spannenden Kampf lautete somit das Endergebnis Unentschieden 4 : 4. Mit 7 Mannschaftspunkten stehen die SFB aktuell auf dem sicheren Mittelfeldplatz 5.

Ralf Schöngart

  

Bezirksklasse: Erster Sieg nach fünf Spieltagen

Nach fünf sieglosen Begegnungen in der Bezirksklasse West sollte beim Tabellennachbarn SC Sottrum II endlich ein Sieg für uns her, wobei die Voraussetzungen nicht günstig waren, denn mit SF Buxtehude II konnten wir wieder nur knapp eine vollständige Mannschaft aufbringen.

Der Kampf an Brett 4 war das Duell zweier Jugendspieler – nach etwa 1,5 Stunden gerieten wir in Rückstand, nachdem Bjarne Walther sich in einer französischen Verteidigung im Getümmel einiger Abtäusche verhedderte und aufgeben musste.

An Brett 3 spielte Frank Siewert eine gediegene Partie in der Vorstoß-Variante der französischen Verteidigung. Im Mittelspiel gelang ihm ein Königsangriff mit Springeropfer, das der Gegner wohlweislich ablehnte, dafür aber Qualitätsverlust hinnehmen musste. Sein Gegenspiel am Damenflügel sicherte dem Sottrumer das Remis.

Der Ausgleich gelang Stefan Klein an Brett 6: „Als Schwarzer wählte ich nach 1.e4 das Damenfianchetto, das meinem jugendlichen Gegner viel Bedenkzeit abverlangte. Durch einen Vorstoß des d-Bauern konnte ich die Stellung öffnen und beim nachfolgenden Abtausch einen Zentrumsbauern gewinnen. Mein Läuferpaar und die bessere Bauernstruktur dominierten die Stellung, bis mein Gegner auf Zeit verlor.“

Volker Harms sah sich an Brett 2 einem Königsgambit gegenüber. Sein Gegner setzte zu einem heftigen Angriff an, übersah aber eine einfache Bauerngabel und verlor im 11. Zug einen Läufer. Nach einem weiteren Figurenverlust war die Partie nach 33 Zügen und drei Stunden Spieldauer endgültig entschieden. Zwischenstand: 2,5:1,5 Punkten.

An Brett 1 hatte Hans-Peter Tödter sich eine vorteilhafte Stellung mit Raumgewinn und Absicherung möglicher Einbruchsfelder erspielt. Im 25. Zug glückte ihm ein Bauerndurchbruch mit Bildung eines Freibauernpaares auf den Linien c und d. Sie engten den Gegner immer mehr ein. Als sie die 6. Reihe erreichten, blieb dem Sottrumer nach 40 Zügen und 3,5 Stunden nur die Aufgabe. Damit war der Sieg sicher.

An Brett 5 quälte sich Björn Walther in einer Seeschlange von 80 Zügen über fast fünf Stunden Spielzeit. Die Partie wogte hin und her, bis schließlich in einem Endspiel Turm und zwei Bauern gegen Läufer und vier Bauern ein Remis nahe war. Leider verlor Björn den Faden und am Ende die Partie.

Mit diesem knappen Sieg von 3,5:2,5 geben wir die rote Laterne an Sottrum ab und fahren motiviert zum Auswärtsspiel am 9.3. zum Stader SV III.

Hans-Peter Tödter