Einladung zum Online-Schnellschachturnier

Da wir aufgrund der aktuellen Lage derzeit keinen Spielbetrieb aufrecht erhalten können, haben wir das Beste aus der Situation gemacht und ein kleines Online-Schnellschachturnier organisiert:

SFB Online-Schnellschachturnier

Das Turnier ist ‒ als Zeichen der gegenseitigen Solidarität ‒ auch für Spieler aus anderen Vereinen offen, genauso wie für Hobbyspieler.

Alle Schachfreunde aus nah und fern, sind herzlich eingeladen, das Schachspiel auch in dieser schweren Zeit weiter zu pflegen.

Die Corana-Krise zwingt uns zum umfassenden Verzicht in allen Lebensbereichen. Wir sind aber fest überzeugt, den Schachsport kann uns kein Virus dieser Welt kaputt machen. Das Schachspiel wird seine Wege finden, wenn auch in neuen und bisher vielleicht nicht gekannten Formen.

Auch unser Vereinsleben wird weitergehen, denn gerade jetzt ist es wichtig, dass wir als gemeinnütziger Verein Präsenz zeigen. Deshalb wollen wir alle gemeinsam das Beste aus der Situation machen, soweit uns das möglich ist.

Spielbetrieb ruht wegen Corona-Virus

Die rasante Entwicklung bei der Verbreitung des Corona-Virus hat uns dazu veranlasst, den Spiel- und Trainingsbetrieb vorläufig einzustellen. Wir folgen damit einer Empfehlung aus Politik und Sportbünden für alle Sportarten. Die Aussetzung gilt aktuell bis Ostern, ob wir am 17.4.20 den Spielbetrieb wieder aufnehmen, werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Unser Wunsch für alle Schachfreunde: BLEIBT GESUND!

Ralf Schöngart

Siebter Spieltag, unvollständige Mannschaft

Bei unserem Heimspiel heute gegen die 2. Mannschaft des Stader SV mussten wir leider 2 kampflose Punkte abgeben. Während die Stader mit voller Mannschaft angetreten sind, konnten wir die Bretter 4 und 6 nicht besetzen. So starteten wir gleich mit einem 0:2 Rückstand.

Als erster war dann Volker Harms an Brett 5 mit seiner Partie fertig. Er spielte die Eröffnung sehr zurückhaltend und kam in positionellen Nachteil. Der daraufhin gestartete Königsangriff seines Gegners schlug dann schnell durch.

Thomas Kebsch an Brett 3 erreichte eine ausgeglichene Stellung. Auf der Damenseite hätte er einen Bauernmarsch ansetzen können, was aber sehr riskant gewesen wäre. Daher nahm er nach Zugwiederholung das Remis-Angebot seines Gegner an.

An Brett 8 war heute Irina Raatz als Ersatzspielerin eingesprungen. Im Mittelspiel gab sie 2 Springer gegen einen Turm. Leider übersah sie einige Züge später eine Springergabel und die Partie war damit auf Dauer nicht mehr remis zu halten.

Bernd Skalmowski an Brett 1 hatte die Philidor-Verteidigung gewählt. Nach der Eröffnung führte eine Ungenauigkeit seines Gegners, es drohte eine Leichtfigur verloren zu gehen, zu einem Bauerngewinn. Auch die Stellung führt zu klarem Vorteil für Bernd. Sein Gegner verstand es aber immer wieder Drohungen von Dauerschach aufzustellen, so benötigte Bernd noch langen Atem bis zum 55. Zug bis er die Partie für sich entscheiden konnte.

Zum Star des Tages küre ich Rafael Krain. Im Mittelspiel waren die Leichtfiguren bis auf einen Läufer abgetauscht worden. Was machte Rafael? Er opferte für einen Königsangriff, der zu dem Zeitpunkt noch vollkommen unklar war, seinen Läufer auf h2 und fuhr nach und nach seine großen Geschütze (Dame und Türme) auf der g-und h-Linie auf. Der Angriff führte zwar nicht zum Matt, aber am Ende stand er in einem Turmendspiel mit 2 Mehrbauern da, das er dann klassisch gewann.

Langen Atem bewies dann noch Ralf Schöngart an Brett 2. Er hatte im Endspiel einen Mehrbauern behalten. Beide Spieler hatten auch noch 2 Türme und einen Läufer, Ralfs war aber der „bessere“. Trotzdem war es noch ein hartes Stück Arbeit, bis der Mehrbauer zur Dame kam und sein Gegner noch einen Turm und einen Bauern übrig behielt. Dann gelang Ralf noch die Eroberung des Bauern und der Gegner gab einen Zug vorm Matt, Ralf hatte noch 38 Sekunden auf der Uhr, auf.

Mit 3,5 zu 4,5 Punkten ging dieser Kampf zwar knapp, aber dennoch verloren.

Bernd Skalmowski

Im Halbfinale war Endstation

Letzten Samstag fand in Buxtehude das Halbfinale im diesjährigen Bezirks-Dähnepokal statt. Dabei traf Ralf Schöngart mit Schwarz auf den Turnierfavoriten Uwe Rick aus Lüneburg. Damit standen (oder besser: saßen) sich die beiden Titelträger der letzten beiden Jahre gegenüber. In der Turnierpartie konnte sich der Lüneburger Stellungsvorteile erarbeiten, die schließlich in einen Bauerngewinn mündeten. In dem entstandenen Schwerfiguren-Endspiel erreichte der Buxtehuder aber genügend Gegenspiel gegen den offenen weißen Monarchen, um das Remis zu sichern. Die erforderliche Schnellpartie wogte hin und her: Erst konnte Uwe Rick in der Eröffnung einen Bauern gewinnen, den er allerdings im Laufe der Partie wieder hergeben musste. Dann eroberte Ralf Schöngart durch eine Fesselung eine Figur, musste dafür aber zwei verbundene Freibauern am Damenflügel zulassen. Bei knapp werdender Bedenkzeit fand der Buxtehuder nicht die besten Verteidigungszüge und musste schließlich seinem Gegenüber zum Sieg gratulieren. Damit war der Traum von der Titelverteidigung geplatzt. Im zweiten Halbfinale konnte sich in einer ebenfalls sehr spannenden Partie Dirk Hilck (Stader SV) gegen Stephan Richter (SV Winsen) durchsetzen.

Ralf Schöngart

Sechster Spieltag, wieder kein Mannschaftspunkt

Heute, 9. Februar 2020, waren wir zu Gast in Breloh. Wegen des angekündigten Orkans und der damit verbundenen Gefahren hatte der Spartenleiter angeboten, mit verkürzter Bedenkzeit zu spielen, was wir gerne angenommen haben. Auch die Breloher waren damit einverstanden und so waren wir letztendlich auch schon um 13:30 Uhr mit allen Partien fertig.

An Brett 5 spielte Volker Harms mit den weißen Steinen. Sein Gegner konnte einen Springer unangenehm auf f4 platzieren und bekam Angriff, der schnell durchschlug. Daher musste Volker diesmal – vollkommen ungewohnt – als erster die Segel streichen.

Inzwischen hatte Stefan Klein an Brett 4 von seinem Gegner schon ein Remisangebot bekommen. Es war eine Stellung entstanden, bei der Stefan einen sehr starken Läufer auf b7 hatte, der die ganze Diagonale überwachte. Leider drohte sein Gegner die g-Linie mit starkem Königsangriff zu öffnen. Nach reiflicher Überlegung nahm Stefan das Angebot an.

Henri Rückert hatte mit seinem Gegner etwas Pech. Nach Wertungszahl war es der stärkste Spieler der Breloher, aber nur an Brett 6 gesetzt. Henri hatte trotzdem nach der Spanischen Eröffnung mit Schwarz eine sehr gute Stellung erreicht. Im Mittelspiel machten sich dann aber doch das Können und die Erfahrung seines Gegners bemerkbar. Bei einem Aufbruch des Zentrums drohte ein Figurenverlust, den Henri gerade noch vermeiden konnte, musste aber die Qualität geben. Später war die Stellung nicht mehr zu halten.

An Brett 1 hatte Bernd Skalmowski durch einen starken Zwischenzug mit vorübergehendem Bauernopfer einen Mehrbauern ergattert. Er spielte danach aber etwas arglos und sein Gegner konnte mit den Türmen, die Damen waren zwischenzeitlich getauscht worden, die beiden offenen Linien besetzen. Dann war er etwas zu gierig und nahm noch zwei Bauern, was sein Gegner zu einem gefährlichen Angriff nutzte, Bernd blieb nichts übrig als sich mit dreifacher Stellungswiederholung zu retten.

Auch Torsten Damm an Brett 8 bekam in seiner Königsindischen Verteidigung schon sehr bald ein Remisangebot seines Gegners, das er zunächst nicht annahm, nach einigen weiteren Zügen sah er aber auch keinen Gewinnweg mehr und die beiden einigten sich auf Remis.

Als nächstes endete die Partie von Rafael Krain an Brett 7. Sein Gegner hatte sehr unangenehm einen Springer auf d3 platzieren können. Rafael blieb nichts anderes übrig als für diesen Springer das Läuferpaar zu opfern, aber dann stand auf d3 nicht minder unangenehm ein Läufer. Anscheinend hat er seinem Gegner aber dann doch ausreichend Probleme bereitet, dass der noch vor der Zeitkontrolle die Bedenkzeit überschritt.

Thomas Kebsch spielte mit den weißen Steinen an Brett 3. Thomas versuchte mit seinen Türmen im Zentrum einen Bauerndurchbruch. Der Plan seines Gegners stellte sich als erfolgreicher heraus, der Angriff am Königsflügel bekam. Durch ein Scheinopfer auf h2 sprengte er dann die Königsstellung vollends und Thomas blieb nur die Aufgabe.

An Brett 2 war nun noch Burkhard Drewes am Spiel. Das abgelehnte Damengambit endete in einem Endspiel mit einem Mehrbauern für ihn. Es waren aber noch jeweils Dame, Turm und eine Lichtfigur auf dem Brett. Der Mehrbauer war nicht zu verwerten und die beiden einigten sich auf remis.

Mit diesem Endergebnis von 3:5 konnten wir wieder keinen Mannschaftspunkt holen und sind damit natürlich weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Bernd Skalmowski

Thomas Kebsch neu im Vorstand

Bei der gestrigen SFB-Jahreshauptversammlung wurde Thomas Kebsch zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des im letzten Jahr verstorbenen Jürgen Domagalski an. Der 1. Vorsitzende Ralf Schöngart sowie Helmut Blanck als Schriftführer und Jugendwart wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als zweiter Kassenprüfer wurde Rafael Krain gewählt.

Knapp daneben ist auch vorbei

Am Wochenende 31. Januar bis 2. Februar 2020 fand in Hamburg-Bergedorf ein Qualifikationsturnier zur Deutschen-Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) statt. Diese Serie wird mit 7 Vorturnieren in jeweils 7 Gruppen gespielt. Von jeder Gruppe qualifizieren sich die ersten 7 für das Finale. In Hamburg traten insgesamt 478 Teilnehmer an. Ich selber spielte in Gruppe B (DWZ 1900 – 2100), in dieser Gruppe waren 74 Spieler am Start. Meine ersten beiden Partien konnte ich gewinnen, die Dritte gegen einen 14-jährigen mit über 2000 DWZ (!) wogte hin und her, bis schließlich ein Turmendspiel mit Mehrbauern für mich, aber nicht zu gewinnender Stellung entstand, also Remis. In der vierten Runde gab ich eine klar bessere Stellung noch aus der Hand und verlor. Dafür konnte ich in der letzten Runde noch mal eine spektakuläre Partie – incl. Damenopfer! – gewinnen. Mit 3,5 aus 5 landete ich am Ende auf dem 8. Platz und schrammte somit hauchdünn (1 Buchholz-Punkt fehlte!) an der Qualifikation fürs Finale vorbei. Ich habe jedoch aufgrund der Nachrücker-Regelung gute Chancen, doch noch beim Finale im Mai in Magdeburg dabei sein zu können.

Ralf Schöngart

Die Notation der letzten Partie zum Nachspielen.

Schöngart, Ralf – Schöne, Karsten

 

Ralf Schöngart erreicht Halbfinale

Am 25. Januar 2020 wurde in Lüneburg das Viertelfinale im Bezirks-Dähne-Pokal gespielt. Dabei traf Ralf Schöngart mit Schwarz auf Max Kielpinski vom Breloher SC. Nach einem ungewöhnlichen Verlauf der Eröffnung entstand eine Stellung aus der Nimzowitsch-Variante der Caro-Kann-Eröffnung. In bereits schwieriger Position büßte Weiß durch einen Rechenfehler bei einer Abtausch-Kombination eine Figur ein und gab die Partie auf. Im Halbfinale kommt es zur Neu-Auflage des Pokal-Finales von 2018: Hier trifft der Buxtehuder mit Schwarz auf den Turnierfavoriten Uwe Rick vom SK Turm Lüneburg.

Bernd Skalmowski verteidigt Titel

Das neue Jahr startete wie gewohnt mit unserem Schnellschachturnier. Dabei konnte Bernd Skalmowski seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Mit 6,5 Punkten aus sieben Spielen kam er erneut auf den ersten Platz. Zweiter wurde knapp dahinter Ralf Schöngart mit 6 Punkten, Dritter wurde Stefan Klein mit 4 Punkten. Hier die Abschlusstabelle und die Ergebnisse aus allen sieben Runden.

Fünfter Spieltag, große Schlappe

Am Sonntag, 19.01.20, hatte unsere 1. Mannschaft, die Schachfreunde des SV Winsen(Luhe) I zu Gast.

An Brett 5 kam es zur Slawischen Verteidigung. Henri Rückert (Weiß) verlor wegen einer kleinen Ungenauigkeit einen Zentrumsbauern. Dieser Verlust zog sich bis ins Endspiel, zwischenzeitlich hatte sein Gegner noch einen zweiten Bauern erbeutet, und konnte dann leicht gewinnen.

Rafael Krain spielte an Brett 7 mit den schwarzen Steinen. Nach vollzogener Rochade kam ein Springeropfer auf f7, das wenige Züge später zum Verlust für Rafael führte.

An Brett 3 konnte Thomas Kebsch nach der Eröffnung keinen Vorteil sehen, das Remisangebot im 17. Zug nahm er dann an.

Burkhard Drewes bekam an Brett 2 von seinem Gegner die Grünfeld-Indische Verteidigung vorgesetzt. Liegt es nun wirklich an der Eröffnung? Jedenfalls endete die Partie im Leichtfiguren-Endspiel remis, Schwarz hatte zwar entfernte Bauern, aber Burkhard mit Weiß den aktiven König.

Torsten Damm an Brett 8 war unser erster Lichtblick, Sein Gegner hatte die Königsindische Verteidigung gewählt. Torsten hatte immer alles im Griff und krönte seine gute Leistung mit Qualitätsopfer und Mattangriff.

An Brett 4, an dem Stefan Klein mit den weißen Steinen spielte, kam es zu einem Bauernendspiel. Die bessere Stellung des schwarzen Königs entschied dann die Partie zu Ungunsten von Stefan.

Volker Harms bekam hatte nach der Eröffnung mit einigen Drohungen gegen seine Rochade-Stellung zu kämpfen, als er einen Springer vertreiben wollte, übersah er einen Zwischenzug mit Damenangriff und verlor dadurch einen Bauern. Die Bauern tummelten sich auf allen vier Zentrumsfeldern. Die Partie war für Volker nicht mehr zu halten.

Nun war nur noch das Spitzenbrett mit Bernd Skalmowski dabei. Er hatte nach der Eröffnung eine gute Stellung erhalten. Hatte aber einen isolierten Bauern auf d5, der schließlich nicht mehr gehalten werden konnte. Er suchte sein Glück noch in einem Freibauern auf der b-Linie, den sein Gegner aber erfolgreich aufhalten konnte. Die Partie ging im 50. Zug verloren.

So kommt es nach diesem deutlichen Endergebnis von 2:6 wieder mal dazu, dass wir gegen den Abstieg kämpfen müssen.

Bernd Skalmowski