von Bernd Skalmowski
Stellung nach 27. Dxd6?? Hier griff die WGM daneben und spielte Tae8. Welcher Zug hätte unmittelbar gewonnen?
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27…Td8 mit sofortigem Gewinn wegen der Grundreihenschwäche von Weiß.

von Bernd Skalmowski
Stellung nach 27. Dxd6?? Hier griff die WGM daneben und spielte Tae8. Welcher Zug hätte unmittelbar gewonnen?
27…Td8 mit sofortigem Gewinn wegen der Grundreihenschwäche von Weiß.

von Bernd Skalmowski
Stellung nach 16. … h6. Ich spielte hier den Springer nach f3 zurück, es gab einen aussichtsreicheren Zug, welchen?
17.Se6 Sf6 18.Dc2 Lxe6 19.dxe6 e4 20.exf7+ Kxf7 mit immer noch leichtem Vorteil für Weiß.

Das Auswärtsspiel beim Stader SV IV begann verheißungsvoll für uns, denn schon nach einer Stude und 18 Zügen hatte Thomas Höhle an Brett 2 seinen Gegner zur Aufgabe gezwungen, nachdem er mit zwei Figurengewinnen in Vorteil gegangen war.
Etwas schwerer tat sich Hans-Peter Tödter an Brett 3, der seinem in fast Blitztempo spielenden Kontrahenten ein Springergeschenk gemacht hatte. Mit Hilfe einer kleinen taktischen Falle holte er sich aber die Figur zurück. Der Stader machte wenige Züge später ein Gegengeschenk in Form eines Läufers und gab die Partie nach 75 Minuten im 39.Zug auf. Zwischenstand 2:0.
Als es schon nach einem deutlichen Sieg für uns aussah, konnte Stade IV durch einen Doppelschlag nach etwa zwei Stunden zum 2:2 ausgleichen! Frank Siewert war an Brett 6 in einer undurchsichtigen Partie in einen Mattangriff geraten, und Helmut Blanck musste seine Partie an Brett 4 in anfänglich ausgeglichener Stellung nach einem Figurenverlust aufgeben.
Zu unserer Beruhigung schaffte Björn Walther an Brett 5 einen schön herausgespielten Sieg. Björn profitierte nach Abtausch fast aller Figuren in einem Turmendspiel von seiner besseren Bauernstruktur. Ihm gelang die Bildung eines Doppelfreibauern. Den absehbaren Durchmarsch wollte sich der Stader nicht mehr zeigen lassen und gab auf.
Stefan Klein an Brett 1 sicherte uns den letzten halben Punkt zum Mannschaftssieg. Er konnte früh einen Mehrbauen auf der d-Linie gewinnen und setzte seine Strategie darauf, diesen Freibauern zu verwerten. Der Bauer zog gefährlich weit nach vorne. Stefan gab den Freibauern wieder her und konnte dafür zwei neue Freibauern bilden. Sein Turm stand jedoch ungünstig und konnte den Vorstoß nicht absichern. Die Abwicklung ins Remis war nicht mehr zu verhindern.
Mit dem knappen 3,5:2,5-Sieg bleiben wir an der Tabellenspitze der Bezirksklasse West. Auf den Fersen ist uns weiter der SK Verden II, der uns mit Siegen in seinen letzten beiden Spielen noch ein- oder überholen kann, denn wir spielen nur noch einmal (am 12. April gegen SK Springer Rothenburg II) und haben den letzten Spieltag frei.
Hans-Peter Tödter
von Stefan Klein
In dieser Stellung spielte ich mit weiß am Zug 53. Tb6. Das erwies sich in der nachträglichen Analyse als klarer Fehler, denn damit kam ich über das Remis nicht hinaus. Meine Übervorsichtigkeit (wegen des schwarzen h-Bauern) stand mir hier im Weg. Welcher Zug hätte stattdessen den Gewinnweg eingeleitet?
53. Ta4 bringt den Turm hinter den a-Bauern und sichert den Vormarsch. Schwarz darf den Turm mit 53. … Txa4 nicht abtauschen. Der schwarze König kommt zwar ins Quadrat des doppelten a-Bauern, doch mit nach 54. bxa4 Kd7 wird mit 55. e5 (!) ein zweiter Freibauer gebildet. Schwarz kann nur einen aufhalten und verliert. Die besten Züge für Schwarz wären vermutlich 53. …Tc2 oder Td2. Die Analyse zeigt jedoch, dass die beiden verbundenen Freibauern – nunmehr unterstützt durch den Turm – bei genauem Spiel von Weiß nicht mehr aufzuhalten sind.

Am 01.03.2026 stand der 6. Spieltag dieser Saison an. Die SF Buxtehude empfingen den Post SV Uelzen 2, welche in geschwächter Besetzung antraten. So waren wir an den meisten Brettern DWZ-technisch sogar leicht favorisiert oder zumindest auf Augenhöhe.
Es Begann aber mit einem Rückschlag an Brett 7 von Alexander Struck, welcher sich gegen seinen jugendlichen Gegner geschlagen geben musste. Auch Bernd Skalmowski an Brett 3 musste die Niederlage hinnehmen. Er schaffte es zwar, ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern herbeizuführen, die zwei verbundenen Freibauern seines Gegners erwiesen sich allerdings schließlich doch als gewinnbringend.
Den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte Frank Schildt an Brett 4, welcher seinem Gegner zunächst einen Bauern abknöpfen konnte und diesen Vorteil nach und nach auszubauen wusste. Ralph Bernhard an Brett 8 steuerte ein solides Remis zum 1,5:2,5 bei. Torsten Damm an Brett 6 kam zwar gut aus der Eröffnung, verlor allerdings durch eine taktische Ungenauigkeit einen Bauern. Nach langem Kampf musste er schließlich kapitulieren.
Justus Ibe an Brett 1 kam nicht gut aus der Eröffnung raus. Er kämpfte sich jedoch zurück und es entstand ein ausgeglichenes Endspiel. Hier wollte der Buxtehuder schlussendlich aber zu viel. In Zeitnot entschied er sich dazu, weiterzuspielen, anstatt die Zugwiederholung einzugehen, die zum Remis geführt hätte, übersah dabei allerdings eine Taktik, die die Niederlage unausweichlich machte. Damit stand es 1,5:4,5 und die Niederlage stand fest.
Daran änderte auch der Sieg von Ralf Schöngart an Brett 2 nichts, der durch einen starken vorgerückten Freibauern eine Qualität und einen Bauern gewinnen konnte, was er schließlich nach langer Gegenwehr seines Gegners zum vollen Punkt verwerten konnte. Nach etwa 5,5 h Spielzeit musste schließlich Martin Winkelmann an Brett 5 seine Partie aufgeben, womit eine deutliche 2,5:5,5 auf der Ergebnistafel stand.
Mit dieser Niederlage verweilen wir mit 3 Mannschaftspunkten weiterhin auf dem letzten Platz und unsere Abstiegswahrscheinlichkeit ist laut Liga Orakel auf 93% gestiegen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Justus Ibe
Am 6. Spieltag der Bezirksklasse West war unsere 2. Mannschaft Gastgeber für BW Buchholz II. Als Tabellenführer konnten wir entspannt zur Sache gehen – und tatsächlich wurde es erneut ein erfolgreicher Tag. Da die Gäste ihr Brett 3 (bei uns Volker Harms) nicht besetzen konnten, stand es von Beginn an 1:0 für die Schachfreunde.
Die beiden Weißpartien an Brett 4 (Björn Walther) und Brett 2 (Hans-Peter Tödter) endeten nach knapp zwei Stunden Spielzeit mit Remis. Björn spielte eine solide Colle-Eröffnung und ließ seinem Gegner keine größere Entfaltung, kam in einer relativ geschlossenen Stellung selbst nicht in Vorteil, so dass das Unentschieden nach 32 Zügen konsequent war. Der Gegner von Hans-Peter agierte in einer königsindischen Eröffnung passiv und verhinderte mit defensiven Zügen sämtliche Durchbruchsversuche. O-Ton Hans-Peter: „Ich fühlte mich wie ein Boxer, der von seinem Kontrahenten ständig geklammert wird‘. So war die Stellung nach 22 Zügen völlig verkeilt und das Remis unausweichlich.“
Zwischenstand damit 2:1. Nur 15 Minuten später aber punktete unser Nachwuchstalent Kai Neacsu an Brett 5. Sein Gegner setzte ihm das Londoner System vor. Nach dem Eröffnungsgeplänkel ging Kai zu einem Königsangriff über, verzichtete kaltblütig auf die eigene Rochade, öffnete sich die h-und g-Linie für seine Türme und setzte seinen erwachsenen Gegner nach 35 Zügen matt. Eine großartige Leistung!
Nach knapp drei Stunden Spielzeit beendete auch Peter Rußi an Brett 6 seine Partie mit einem Sieg. Sein Gegner hatte in schon schlechterer Stellung einen Läufer für Königsangriff geopfert, verlor aber alsbald noch einen Springer und wurde im 30.Zug mattgesetzt.
Den Abschluss machte Stefan Klein an Brett 1 mit einem sicheren herausgespielten Remis. O-Ton Stefan: „Die Partie kam nach Zugumstellung in die Owen-Verteidigung. Durch die ungleichen Rochaden entstand eine asymmetrische Stellung mit viel Spannung und beiderseitigen Angriffschancen, die mir viel Konzentration abverlangte. Beim Übergang ins Endspiel konnte ich nach dem Damentausch einen Bauern gewinnen. Wegen der ungleichfarbigen Läufer und der zahlreichen taktischen Drohungen (auf beiden Seiten) willigte ich in das Remisangebot meines Gegners ein.“
Endstand also 4,5:1,5. Wir halten mit 11 Punkten weiter die Spitze in der Bezirksklasse West vor dem SK Verden II mit 9 Punkten!
Hans-Peter Tödter
von Justus Ibe
Ich hatte zuvor die Möglichkeit, mit Lc6 in die Stellungswiederholung und somit ins Remis einzuwilligen. Ich spielte jedoch h5??, wonach Weiß einen klaren Gewinnzug hat.
Lxd5 nebst Lf7 und Gewinn von g- und h-Bauer

von Torsten Damm
Ich spiele mit Weiß. Schwarz hat gerade auf d4 meinen Läufer geschlagen. Eigentlich bin ich ganz gut aus der Eröffnung gekommen, aber nun greife ich daneben.
1. Frage: Warum war mein Antwortzug 17. Sxd7 ein Fehler?
17. … Lxf2! gewinnt einfach einen Bauern, der nach 18. Kxf2 Dxd7 weg ist. Ups.
2. Frage: Was hätte statt des Schlagens auf d7 zu deutlichem Vorteil für Weiß geführt?
17. Sc6, denn dann muss die schwarze Dame ziehen, z.B. 17. .. Df6 18. Sfxd4 Tb7 und die schwarzen Figuren stehen sich gegenseitig auf den Füßen rum. Es folgt beispielsweise 19. e4 mit Raumvorteil

Thematurniere werden in unregelmäßigen Abständen angeboten. Es geht um verschiedenste Themen aus der Theorie, die vom Turnierleiter (oder einem anderen Dozenten) vorgegeben werden.
Meist wird eine bestimmte Eröffnung durchgesprochen, die hinterher an den Turnierbrettern aufgebaut wird. Anhand dieser Eröffnung spielen beide Spieler ihre Partie, jeweils aus der Perspektive von weiß und schwarz. Es geht jedoch nicht nur um Eröffnungen, sondern auch um Endspieltheorie, taktische Motive, Bauernstrukturen und anderes.
Der die Ergebnisse der letzten Thematurniere gibt hier in dieser Rubrik, weitere Ergebnisse finden sich im Archiv.
von Thomas Höhle
Ich hatte schon einen so großen Vorteil (gefühlt), so dass ich nicht mehr genau gerechnet habe. Somit habe ich es mir schwerer gemacht. Zug 26. S b3-d2 war nicht so genau. Damit habe ich nur einen Bauern gewonnen. Welcher Zug wäre besser gewesen?
Mit 26. Td2 gewinne ich eine Leichtfigur oder die Dame.
