40 Jahre Schachfreunde – Jubiläumsfeier

Seit 40 Jahren gibt es die Schachfreunde Buxtehude inzwischen – ein Anlass, der gebührend gefeiert werden sollte. Lange hatten wir auf diesen Tag hingearbeitet und ein Programm vorbereitet, das sich sehen lassen konnte.

Höhepunkt war der Besuch von Bundestrainer GM Jan Gustafsson, der ein wenig von seiner Arbeit erzählte und – als Höhepunkt des Tages – ein Simultanturnier gegen 20 Vereinsmitglieder spielte. Zu den weiteren Ehrengästen gehörten der Erste Stadtrat Ralf Dessel, der die Stadt Buxtehude repräsentierte. Der Niedersächsische Schachverband (NSV) war vertreten durch Sportdirektor Dirk Rütemann sowie Michael Nannt, dem Vorsitzenden des Schachbezirks IV.

Der Stader SV schickte seinen Vorsitzenden Bernd Micheel – und nicht zuletzt waren aus Buxtehude mehr als 30 jüngere und altgediente SFB-Mitglieder erschienen, um gemeinsam zu feiern. Das Buffet war reichhaltig gedeckt: Es gab Kuchen, Kekse, Muffins und jede Menge Kaffee – alles unentgeltlich auf Kosten des Vereins. Die neu eingerichteten Räumlichkeiten in der Begegnungsstätte Altkloster boten den passenden Rahmen für unserer Jubiläum.

Rückblick auf die Geschichte

Es begann um 14.00 Uhr mit einer Ansprache von Ralf Schöngart als erstem Vorsitzenden. Ralf berichtete aus der vierzigjährigen Vereinsgeschichte und erinnerte an den 8. April 1986, als 16 Gründungsmitglieder die „Schachfreunde Buxtehude e.V.“ eintragen ließen. Damals konnte niemand ahnen, wie sich der Verein entwickeln würde, doch das Experiment hat sich mehr als gelohnt: Der Verein fand guten Zulauf, die Mitgliederzahlen stiegen. Vor einigen Jahren erreichten wir einen Rekord von 75 Mitgliedern – fast fünfmal so viel wie zu Gründungszeiten. Aktuell hat sich die Zahl bei 64 Mitgliedern stabilisiert.

Weiterhin erinnerte Ralf an die Höhepunkte des Vereinslebens. Da waren zum Beispiel das „Lebendige Schach“ im Jahr 1988 und der legendäre Weltrekord im Simultanschach, der 1991 in der Buxtehude Fußgängerzone ausgetragen wurde – und dem Verein einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde sicherte. Unvergessen sind auch die Mitternachtsblitzturniere in den 1990er Jahren: Lange her, aber immer noch in nachhaltiger Erinnerung. (Aus diesem Anlass lohnt sich ein Verweis auf unsere Vereinsgeschichte.)

Ralf dankte der Stadt Buxtehude, die seit fast 25 Jahren die Räumlichkeiten für unsere Spielabende stellt, ohne dafür Entgelt zu verlangen. Ralf Dessel gab den Dank im Namen der Stadt gerne zurück und betonte, die Schachfreunde seien ohne Frage eine Bereicherung für die ehrenamtliche Kultur in Buxtehude.

Verleihung der Verbandsnadeln

Dirk Rütemann berichtete für den NSV, wie schwer es heutzutage sei, überhaupt noch ehrenamtliches Engagement aufrecht zu erhalten. Dies beträfe den Schachsport genauso wie alle anderen Sportarten. Die Schachfreunde Buxtehude hätten sich hier immer positiv hervorgetan. Auch Michael Nannt berichtete für den Schachbezirk IV, die SF Buxtehude würden zu den vier mitgliederstärksten Vereinen im Bezirk gehören und hätten über Jahre hinweg viel Engagement gezeigt.

Ralf knüpfte daran an und bekräftigte, ehrenamtliches Engagement im Verein wäre nicht möglich ohne die die beständige Mitarbeit einzelner Schachfreunde, die über viele Jahre dabeigeblieben sind und sich auf vielfältige Weise eingebracht haben. Dies war der richtige Moment, um ausgewählte Schachfreunde mit der silbernen bzw. goldenen Verbandsnadel des NSV auszuzeichnen. Ausgezeichnet wurden:

  • Jörg Supplieth, Stefan Lehmkuhl und Jürg Steinbrenner mit der goldenen Verbandsnadel für 40 Jahre Mitgliedschaft bei den Schachfreunden Buxtehude.
  • Stefan Klein mit der silbernen Verbandsnadel für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft.

Überreicht wurden die Verbandsnadeln mit Urkunde von Michael Nannt und Dirk Rütemann als Repräsentanten des NSV.

Das Simultanturnier beginnt

Gegen 14.45 Uhr leitete Ralf zum Auftritt von Bundestrainer Jan Gustafsson über, der mit viel Spannung erwartet wurde. Gustafsson erzählte von seiner Arbeit als Bundestrainer und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Seine freundliche und charismatische Art – gepaart mit beeindruckender schachsportlicher Kompetenz – hinterließ Eindruck.

Nach gut einer Stunde war es so weit: Das mit viel Spannung erwartete Jubiläums-Simultanturnier begann: Der Bundestrainer trat zeitgleich gegen 19 Vereinsmitgleider an, als einziges Nicht-Vereinsmitglied wagte sich Bezirksvorsitzender Michael Nannt an das Duell mit Gustafsson. Über den Turnierverlauf und die Ergebnissen berichten wir hier:

40 Jahre Schachfreunde – Simultanturnier

Als das Simultanturnier nach mehr als drei Stunden beendet war, signierte Jan Gustafsson die Partieformulare. Zum Abschied gab es gegen 18.00 Uhr noch ein Gruppenfoto für alle, die sich einmal mit dem Bundestrainer ablichten lassen wollten.

Ein gelungenes Jubiläum

Auch wenn die Eindrücke noch ganz frisch sind, so lässt sich jetzt schon festhalten: Es war eine rundum gelungene Jubiläumsveranstaltung mit Interessanten Gästen, mit einem Bundestrainer in Topform, einem anspruchsvollen Simultanturnier, mit leckerer Verpflegung und modernen Räumlichkeiten in der Begegnungsstätte Altkloster.

Wir bedanken uns bei allen, die an unserem 40-jährigen Jubiläum mitgewirkt, es unterstützt und finanziell gefördert haben. Da ist zunächst Bundestrainer Jan Gustafsson, der unsere Einladung angenommen und sich extra auf den Weg nach Buxtehude gemacht hat. Wir danken auch der Stadt Buxtehude, dem Schachbezirk 4 und dem Niedersächsischen Schachverband – mit ihren Repräsentanten Ralf Dessel, Michael Nannt und Dirk Rütemann.

Ein besonderer Dank geht an die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung. Ohne die großzügige finanzielle Förderung wäre eine Jubiläumsveranstaltung mit so einem Programm nicht möglich gewesen.

Danke auch an Susanne Drews, die den Verpflegungsbetrieb mit Kaffee und vielen selbstgebackenen Köstlichkeiten organisierte. Wir danken auch allen anderen aus nah und fern, die mitgeholfen und mitgefeiert haben, auch wenn sie nicht namentlich genannt sind.

Stefan Klein

40 Jahre Schachfreunde – Simultanturnier

Beim Jubiläum-Simultanschachturnier traten 19 Schachfreunde – gemeinsam mit Michael Nannt als Bezirksvorsitzendem – gegen den amtierenden Bundestrainer GM Jan Gustafsson an. Alle Teilnehmenden waren mit viel Konzentration und großer Ausdauer bei der Sache. Gut drei Stunden dauerte es, bis die letzten Partien entschieden waren.

Das Ergebnis war eindeutig: Von 20 Punkten gingen 17,5 an den Bundestrainer – doch immerhin 2,5 Punkte konnten die Schachfreunde für sich verbuchen. Zu den glücklichen Gewinnern gehörten Jan Kröger und Deniz Korkmaz, das Remis schaffe Jürg Steinbrenner. Jan Gustafsson zeigte sich beeindruckt über den Kampfgeist der Schachfreunde und betonte, es war trotz der vielen gewonnenen Partien ein hartes Stück Arbeit für ihn.

40 Jahre Schachfreunde – Bilder

Die nachfolgenden Bilder vermitteln einen kleinen Eindruck von der Atmosphäre bei unserer Jubiläumsfeier am 9. Mai 2026.