Unglücklicher Verlust in der zweiten Runde

Zur zweiten Runde der Bezirksoberliga hatten wir die erste Mannschaft des SC Sottrum zu Gast.

Henri Rückert an Brett 8 spielte mit Weiß wieder die Sokolski-Eröffnung (1. b4).Sein Gegner wählte eine Aufstellung mit Fianchettierung des Königsläufers. Im 9. Zug übersah Henri, dass sein Gegner mit einem Bauernzug und Bedrohung der Dame einen Läufer gewinnen konnte. Er bekam für den Läufer nur den einen Bauern. Er hielt sich dennoch zäh und konnte einen weiteren Bauern gewinnen. Trotzdem war das Endspiel dann doch für ihn verloren.

Ralf Schöngart spielte an Brett 2. Sein Gegner wählte die Grünfeld-Indische Verteidigung. Durch die Fesselung vor dem unrochierten weißen König wollte der Gegner die Dame erobern. Anstatt die Dame umständlich zu retten wählte Ralf eine Abwicklung mit Damenopfer. Er erhielt dafür aber zwei Leichtfiguren und einen Turm. Als dann einige Züge später beim Gegner durch eine Springergabel auch noch die Dame verloren ging, war die Partie entschieden.

Bernd Skalmowski sah sich an Brett 1 der an sich harmlosen Eröffnung 1. e3 ausgesetzt. Nach Beendigung der Eröffnung gelang ihm die Öffnung der e-Linie, aber Schwarz erhielt dafür die d-Linie. Durch einen rückständigen Bauern auf d6 musste Bernd um das zuvor bereits angebotene Remis kämpfen. Im 28. Zug sah aber auch sein Gegner ein, dass bei aktivem Spiel der Spieß genauso gut auch noch hätte umgedreht werden können und bot seinerseits Remis an.

An Brett 6 hatte sich Stefan Klein aus dem Damenbauernspiel eine sehr gute Stellung erarbeitet. Sein Gegner hatte schwache Bauern auf c6 und auf der a-Linie. Außerdem hatte Stefan den besseren Läufer, den er aber zur Eroberung des gegnerischen a-Bauern tauschte. Dann bot er aber auch noch einen fatalen Damentausch an, wohl um vor Königsangriffen sicher zu sein. Er übersah dabei aber, dass sein Gegner dadurch einen Freibauern erhielt, den Stefan nicht mehr aufhalten konnte. So gab Stefan einige Züge später auf.

An Brett 4 hatte auch Helmut Blanck es mit der von seinem Gegner gewählten Grünfeld-Indische Verteidigung zu tun. Helmut unterschätzte offenbar die lange Diagonale des schwarzen Königsläufers. Durch Unachtsamkeit im 18. Zug verlor er nicht nur die Qualität, sondern auch noch einen Zentrumsbauern. Damit war die Stellung hin und er musste sich wenige Züge später geschlagen geben.

An Brett 3 kam es zur Englischen Eröffnung. Burkhard Drewes spielte mit guter Übersicht und erreichte eine ausgeglichene Stellung. Als sein Gegner es an der Zeit sah, einen Zentrumsvorstoß mit e4 zu machen und sich dadurch die a-Linie zu sichern übersah er aber, dass daraufhin der d-Bauer verloren ging. Um noch etwas im Trüben zu fischen, opferte er dann noch die Qualität, aber es half alles nichts. Burkhard spielte souverän weiter und gewann.

Volker Harms wählte als Schwarzer an Brett 7 das abgelehnte Damengambit und sein Gegner die Abtauschvariante. So kam es zu einer ruhigen Eröffnung. Volker wählte eine Abwicklung, die ihm einen gedeckten Freibauern auf c4 brachte, aber der Bauer auf d5 stand seinem weißfeldrigen Läufer im Weg. Nachdem er auf der e-Linie einer falschen Idee aufgesessen war, verlor er durch eine Springergabel die Qualität. Er hielt sich dennoch lange wacker und verlor erst im Bauernendspiel.

An Brett 5 kam es zur Englischen Eröffnung. Thomas Kebsch konnte mit den schwarzen Steinen ausgleichen. Im Zentrum standen sich fast alle Bauern schlagbar gegenüber. Sein Gegner wählte eine Abwicklung, bei der Thomas die d-Linie mit seinen Türmen besetzen konnte. Der sich daraus ergebene Vorteil führte zum Gewinn von 2 Bauern und er konnte sich das Läuferpaar sichern. In der Folge spielte er aber etwas sorglos und verspielte einigen Vorteil, trotzdem konnte er am Ende die Partie siegreich beenden.

So ging dieser Mannschaftskampf trotz stärkster Aufstellung mit 3,5 zu 4,5 für uns unglücklich verloren.

Bernd Skalmowski

Gelungener Saisonauftakt

Am Sonntag, 21.10.18 war der erste Spieltag der Saison 2018/19. Wir hatten ein Auswärtsspiel in Jork, also quasi um die Ecke.

Als erstes beendet war das Spiel an Brett 8, an dem Peter Rußi mit Schwarz das abgelehnte Damengambit gewählt hatte. Er hatte seinen weißfeldrigen Läufer nicht befreien können, hielt aber trotzdem das Spiel in der Waage. Die Gegner einigten sich auf remis.

Stefan Klein hatte an Brett 5 nach der Sokolski-Eröffnung einen großen Entwicklungsvorsprung erreicht. Bei Stefans Königsangriff übersah sein Gegner einen Springereinschlag auf f7 und verlor die Qualität und einen Bauern. Einen Zug vor dem Matt gab er auf.

Auch an Brett 7. an dem Henri Rückert mit den weißen Steinen spielte, kam es zur Sokolski-Eröffnung. Er spielte ein wenig zurückhaltend und so konnte sein Gegner einen Angriff auf dem Königsflügel starten. Durch einen Fehler seines Gegners konnte Henri einen Läufer gegen den Bauern h2 erobern. Der schwarze Angriff war dann aber doch so stark, dass es am Ende zum remis reichte.

Volker Harms hatte an Brett 6 auch das abgelehnte Damengambit gewählt. Er  verschaffte sich das Läuferpaar und konnte mit dem Tausch eines Läufers gegen den gegnerischen Springer ein Endspiel erreichen, bei dem sein Gegner einige Bauernschwächen hatte. Die logische Folge war der Verlust von 2 Bauern. Volker gewann das Endspiel dann souverän.

Auch an Brett 3, an dem Burkhard Drewes mit den weißen Steinen spielte, kam es zum Damengambit. Das Spiel war lange ohne Vorteil für beide Seiten. Bei Übergang ins Turmendspiel behielt sein Gegner aber einen Bauern mehr, der vermutlich aber nicht zu Gewinn ausgereicht hätte, die Partie endete remis.

An Brett 1 spielte Bernd Skalmowski. Hier kam es zur einzigen offenen Partie, sein Gegner wählte die Russische Verteidigung. Bernd konnte sich das Läuferpaar sichern und lehnte darum ein Remis-Angebot ab. Nach Abtausch weiterer Figuren, bei dem auch das Läuferpaar nicht gehalten werden konnte, war die Stellung ausgeglichen.

Ralf Schöngart an Brett 2 hatte mit Schwarz Slawisch, also auch eine Abart des Damengambit, gewählt. Sein Gegner kam zum Königsangriff und konnte einen Bauern gewinnen. Als dann beide Spieler außer Bauern nur noch die Damen hatte, konnte Ralf das Remis durch Zugwiederholung erreichen.

Helmut Blanck hatte sich an Brett 4 mit einem Damenbauernspiel auseinander zu setzen, bei dem sein Gegner mit den weißen Steinen kaum Schwächen hatte. Helmut spielte zurückhaltend und öffnete dem Gegner durch Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer die h-Linie. Er sah sich dann plötzlich einem starken Angriff gegenüber. Es gelang ihm aber der Abtausch aller Figuren bis auf einen Turm. Beide Spieler konnten aber mit dem Turm nirgends eindringen. Die Konsequenz war dann das Remis.

So stand es am Ende 5 zu 3 für uns.

Bernd Skalmowski

Letzte Runde der Saison 2017/18

An diesem Sonntag stand die neunte und damit letzte Runde an. Die Schachfreunde spielten auswärts gegen die erste Mannschaft aus Wesel.

Paul Urbanek eröffnete an Brett 3 mit der Spanischen Partie, sein Gegner wählte die Berliner Verteidigung, brachte aber schon im 4. Zug eine wenig empfehlenswerte
„Neuerung“, die ihm einige Züge später einen Bauern und die Stellung kostete. Inzwischen hatte Stefan Klein an Brett 6 in der Tarrasch-Verteidigung des Damengambits durch eine Springergabel einen Läufer gewonnen. So war der Anfang
für uns schon einmal viel versprechend. Aber leider ging es nicht so glatt, wie wir uns
das vorgestellt hatten. Paul beurteilte den Angriff seines Gegners über die h-Linie
falsch und verlor entscheidendes Material und die Partie.

An Brett 1 spielte Bernd Skalmowski, sein Gegner hatte die Skandinavische
Verteidigung gewählt. Er wählte eine nicht gebräuchliche Fortsetzung und erhielt
eine viel versprechende Stellung, konnte diese dann aber nicht zum Gewinn bringen,
die beiden Spieler einigten sich auf remis.

Auch an Brett 4 kam es bei Burkhard Drewes zur Tarrasch-Verteidigung im
Damengambit. Hier konnte aber keiner der Kontrahenten einen Vorteil erspielen und
die Partie endete remis.

An Brett 7 kam bei Volker Harms mit Zugumstellung ein Damengambit aufs Brett.
Auch hier konnte keiner der Spieler entscheidenden Vorteil erlangen und es kam
zum Remis.

Bei Helmut Blanck an Brett 5 war es inzwischen zu einem Endspiel mit jeweils
Springer, Läufer und 5 Bauern gekommen, als sein Gegner ihm Remis anbot. Weil
an Brett 6 trotz Mehrfigur noch eine unklare Stellung war, zögerte er die Annahme
noch etwas heraus. Als es dann dort aber zum weiteren Abtausch und Übergang ins
Endspiel kam, nahm er das Angebot an.

Als nächstes hatte Stefan Klein wie schon erwähnt ins Endspiel abwickeln können
und sein Gegner wollte sich den Gewinnweg dann nicht mehr zeigen lassen und gab
auf.

Nun waren noch die Partien an Brett 2, Ralf Schöngart, und an Brett 8, Thomas
Kebsch, im Gange. Ralf hatte sich gegen den Trompowsky-Angriff eine gute
Stellung herausgespielt und die Qualität gewonnen. Sein Gegner schaffte es
wiederum einen Bauern zu gewinnen, und so standen die Chancen ungefähr gleich.
Thomas hatte die Französische Verteidigung gewählt und sein Gegner nach der
Abtauschvariante eine eigenwillige dem Panow-Angriff ähnliche Fortsetzung.
Thomas konnte aber aus dem Einzelbauern auf d4 keinen Vorteil ziehen. Beide
Partien wurden schließlich remis gegeben.

So endete dieser Mannschaftskampf einmal mehr 4:4 unentschieden. Mit einer
Gesamtausbeute von 9 Mannschaftspunkten erreichten wir Platz 6 und konnten
damit den Klassenerhalt sichern.

Bernd Skalmowski

8. Runde Bezirksoberliga: Großer Kampf

Die erste Mannschaft des SV Bad Bevensen waren an diesem Spieltag unsere Gäste. Beide Mannschaften konnten ungefähr ihre stärkste Mannschaft ins Rennen schicken.

Der Anfang war wenig viel versprechend für uns. An Brett 5 spielte Helmut Blanck,
sein Gegner brachte den Trompowsky-Angriff aufs Brett. Helmut wählte eine Fortsetzung, die ihn durch Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer in Stellungsnachteil
brachte und sah sich schon bald einem gewaltigen Angriff ausgesetzt. Lange Zeit
konnte er bei wenig Platz die Stellung noch halten. Doch dann musste er die Qualität
geben und der Turm seines Gegner konnte auf der g-Linie entscheidenden Druck
erzeugen, was dann noch zum Verlust des Läufers führte. Helmut gab auf.

Stefan Klein spielte an Brett 7 gegen die Grünfeld-Indische Verteidigung und
erreichte eine tolle Stellung mit vorgerückten gedeckten Bauern auf d5 und e5. Für
einen möglichen Königsangriff opferte er einen Läufer gegen 2 Bauern. Es stellte
sich aber heraus, dass es doch nicht so einfach war, den König in die Mangel zu
nehmen. So sollten denn die vorgerückten Bauern den Sieg sicherstellen. Aber in
diesem Moment übersah Stefan, dass sein Gegner wegen einer Springergabel einen
der Bauern gewinnen konnte. Die Partie endete remis.

Thomas Kebsch hatte an Brett 7 die Französische Verteidigung gewählt. Er konnte
seinem Gegner einen Zentrumsbauern abnehmen, den er aber wenige Züge später
wieder verlor. Die beiden Spieler einigten sich auf remis.

An Brett 8 spielte Henri Rückert. Sein Gegner wählte die Altindische Verteidigung.
Im Verlaufe des Spiels verlor Henri einen Bauern. Zu diesem gesellte sich später
noch ein zweiter, den er dann aber noch wieder zurückbekam. Der eine Mehrbauer
ging dann aber zur Dame und Henri verlor.

An Brett 4, dort spielte Burkhard Drewes, kam es zur Holländischen Verteidigung.
Es kam schnell zum Abtausch der Leichtfiguren und der Damen. Die einzige offene
c-Linie schnappte sich aber sein Gegner, konnte aber in diesem Turmendspiel keinen
entscheidenden Vorteil herausspielen, so einigten sie sich auf remis.

Damit war die gegnerische Mannschaft schon mit 3,5:1,5 in Führung gegangen und
wir mussten die Remis-Angebote der Gegner natürlich ausschlagen.

Paul Urbanek wehrte sich an Brett 3 gegen die Italienische Partie seines Gegners
mit der Ungarischen Verteidigung. Im Verlaufe des Spiels kam es zum Abtausch
seiner beiden Türme gegen die gegnerische Dame. Durch die bessere Beweglichkeit
der Dame gewann Paul einen Bauern, den er sehenswert als Freibauern bis auf die
gegnerische Grundlinie bringen konnte und damit gewann.

Auch an Brett 1 wählte Bernd Skalmowski die Ungarische Verteidigung. Das Spiel
schwenkte aber schnell in ganz andere Bahnen. Bernd musste seinem Gegner das
Läuferpaar lassen und kam in eine gedrückte Stellung. Sein Gegner war aber offenbar mit remis zufrieden, denn er tauschte munter ab. Es blieben dann Springer
auf Bernds Seite gegen den Läufer beim Gegner und beide hatten noch 5 Bauern. Im
weiteren Verlauf stellte sich der Springer in diesem Fall als stärker heraus und kurz
vor Ablauf seiner Bedenkzeit war auch die Stellung seines Gegners verloren.

Nun hing alles an Ralf Schöngart, der an Brett 2 eine absolut ausgeglichene
Stellung hatte. Für eine möglichen Freibauern gab er die Qualität und der Freibauer
stellte sich als stark heraus. Zum Partiegewinn reichte es dennoch nicht, die Partie
endete remis.

Also haben wir auch diesmal doch noch einen Mannschaftspunkt gewinnen können.

Bernd Skalmowski

Kampflose Punkte

Die siebte Runde der Bezirksoberliga war begleitet von zwei kampflos entschiedenen Partien. Bei unseren Gästen, der ersten Mannschaft des SV Winsen (Luhe), blieb das
erste Brett unbesetzt und wir konnten durch Krankheit unser sechstes Brett nicht
besetzen. So stand es dann gleich zu Beginn 1:1.

An Brett 4 sah sich Stefan Klein der Pirc-Ufimzew-Verteidigung ausgesetzt. Schwarz
tauschte seinen weißfeldrigen Läufer gegen den Springer auf f3 und kam dadurch
mit der Dame zur Bedrohung zweier Bauern, von denen Stefan nur einen decken
konnte. Er entschied sich dann aber doch dafür, den angegriffenen Bauern auf b2
nicht zu nehmen, was Stefan einen erheblichen Entwicklungsvorteil gebracht hätte.
Später gewann Schwarz dann aber doch noch einen Bauern, Stefan konnte aber
einen Turm auf die 7 Reihe bringen. Die beiden einigten sich auf remis.

Inzwischen sah es an den Brettern 7 und 8 düster aus.

Thomas Kebsch hatte sich an Brett 7 mit der FranzösischenVerteidigung einige
Ungenauigkeiten geleistet. Sein Gegner konnte die e-Linie öffnen und Thomas hatte
noch nicht rochiert. Es kam dann leider wie es kommen muss, der Angriff gegen den
unrochierten König schlug durch und Thomas musste aufgeben.

An Brett 8 wählte der Gegner von Henri Rückert die Holländische Verteidigung und
da die, gerade für einen noch unerfahrenen Spieler, schwer zu spielende Stonewall-
Aufstellung. Sein Gegner kam dann auch mit dem Läufer auf a6 zu einem
Figurengewinn. Henri wehrte sich noch eine ganze Zeit wacker, aber im 29. Zug
wurde er mattgesetzt.

So brauchten die Winsener nur noch einen Punkt, um den Mannschaftskampf zu
gewinnen, die anderen Bretter waren zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich unklar.

Volker Harms hatte seinem Gegner an Brett 6 die Russische Verteidigung
vorgesetzt und kam im Mittelspiel zu Druck auf der d-Linie, die schließlich zu einem
Figurengewinn führte. Im Damenendspiel hatte er dann einen Springer mehr und
musste nur noch ein mögliches Dauerschach seines Gegners verhindern. Zur
Vereinfachung, er hatte inzwischen auch noch zwei Bauern gewonnen, tauschte er
dann Springer und Dame gegen die Dame, und das Bauernendspiel war leicht
gewonnen.

An Brett 2 spielte Paul Urbanek, er bekam die Skandinavische Verteidigung
vorgesetzt. Es kam im Mittelspiel zu einer unklaren Stellung. Durch Fesselung eines
Springers auf d7 konnte er aber die Qualität gewinnen. Sein Gegner verbrauchte in
dieser Phase fast seine ganze Bedenkzeit. Aber es half alles nichts, nach 42 Zügen
gab er auf.

So hatten wir dann gleichgezogen, es stand 3,5 zu 3,5

Helmut Blanck und sein Gegner an Brett 3 hatten eine Art Damengambit mit vertauschten Farben auf dem Brett. Sie hatten beide bis zum 20. Zug schon sehr viel
Bedenkzeit investiert und keiner hatte einen fühlbaren Vorteil erzielt. So einigten sie
sich auf remis.

So haben wir in diesem Kampf einen wertvollen Punkt zum Klassenerhalt retten
können.

Bernd Skalmowski

Knappe Entscheidung in der 6. Runde

In der sechsten Runde der Bezirksoberliga waren wir zu Gast beim Stader
Schachverein, wo wir gegen die zweite Mannschaft spielten.

An Brett 1 spielte Bernd Skalmowski etwas unorthodox gegen die Sizilianische
Verteidigung. So gab er für die Entwicklung einen Zentrumsbauern und bot später für
den Angriff noch einen Läufer an. Sein Gegner unterschätzte die Gefahr für den noch
nicht rochierten König und nahm die Henkersmahlzeit an. In den folgenden Zügen
verbrauchte er dann derart viel Bedenkzeit, dass im 20. Zug das Plättchen fiel.

Paul Urbanek an Brett 2 hatte auf b2 einen seiner Türme einsperren lassen und
musste sich mühen, ihn nicht gegen den gegnerischen Läufer tauschen zu müssen.
Durch ein geschicktes Manöver konnte sein Gegner aber einen Bauern erobern, den
er bis ins Läuferendspiel halten konnte. Der Mehrbauer brachte schließlich den
Verlust für Paul.

An Brett 4 zeigte sich wieder einmal, dass man nicht versuchen sollte, eine
Remispartie mit Gewalt zu gewinnen. Stefan Klein und sein Gegner hatten durch
Abtausch nur doch jeweils Dame, Turm und 6 Bauern auf dem Brett, wobei ein
isolierter Freibauer des Gegners auf der d-Linie stand, der natürlich von Stefan
attackiert wurde. Hätte der Gegner nun einfach stillgehalten wäre die Partie wohl
remis gewesen. Aber er wollte unbedingt etwas unternehmen und verlor dabei die
Dame gegen einen Turm und damit die Partie.

Unser Held vom letzten Spieltag, Henri Rückert, spielte wieder an Brett 8. Eine
kleine Ungenauigkeit in der Eröffnung kostete ihn schnell einen Bauern. Sein
ebenfalls junger Gegner wusste diesen Vorteil zu nutzen und so musste Henri sich
schließlich geschlagen geben.

Helmut Blanck musste diesmal an Brett 3 spielen. Seine Gegnerin hatte das
Slawische Damengambit gespielt und konnte mittels b5 ihren Bauern halten. Helmut
bekam dafür einen starken Königsangriff übersah aber im entscheidenden Moment
einen Zwischenzug, der ihn auf die Verliererstraße brachte.

Thomas Kebsch wählte an Brett 6 die Bird-Eröffnung. Sein Gegner wehrte sich mit
Froms Gambit. Was die Eröffnung versprach – ein spannender Kampf – trat dann auch
ein. Durch die schnelle Entwicklung seines Gegners musste Thomas höllisch
aufpassen, nicht in Nachteil zu geraten. Es war ihm aber gelungen, die Qualität zu
erobern und in bereits schwieriger Stellung stellte sein Gegner noch die Dame ein
und gab auf.

An Brett 7 hatte sich Hans-Werner Krawinkel „eingeigelt“. Sein Gegner nutzte den
Raumvorteil für einen Königsabgriff auf der h-Linie, Hans-Werner konnte schließlich
trotz bester Abwehrkunst den Verlust nicht vermeiden.

Volker Harms hatte an Brett 6 die Qualität gewonnen. Gab sie aber gegen einen gegnerischen Freibauern zurück und hatte im Endspiel Läufer gegen Springer einen Bauern mehr. Sein Gegner konnte aber eine Blockade erreichen und die Partie
endete remis.

Bei diesem Mannschaftskampf hatten wir also mit 3,5 zu 4,5 Punkten das Nachsehen
und mussten die Mannschaftspunkte den Stadern überlassen.

Bernd Skalmowski

Vierter Spieltag: Favoritensieg

In der vierten Runde der Bezirksoberliga hatten wir das Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft des Schachclubs Turm Lüneburg zu bestreiten. Obwohl der DWZ-Durchschnitt gar nicht so viel besser war, konnten wir uns hier einmal wie die
Favoriten fühlen.

Unser jüngster Spieler, Henri Rückert, kam am Brett 7 zum Einsatz. Es war überhaupt erst sein zweiter Einsatz für die Mannschaft und so wählte er im Slawischen Damengambit dann auch die Abtauschvariante. Auch sein Gegner hatte offenbar Respekt vor dem jungen Gegner. Beiden tauschten munter weiter, bis beide noch vier Bauern und Henri dazu einen Springer und sein Gegner einen Läufer hatte. Leider fand Henri in gewonnener Stellung im Endspiel nicht die richtige Fortsetzung und die Erfahrung seines Gegners entschied die Partie zu Gunsten von Lüneburg.

Hans-Werner Krawinkel, der diesmal an Brett 6 spielte, übersah im Mittelspiel eine
fatale Springergabel mit Bauerngewinn auf e6. Er machte das Beste daraus und
opferte einen Springer. In der Folge bewies er einmal mehr seine Zähigkeit und am
Ende gab es noch ein Remis.

An Brett 2 spielte Paul Urbanek, sein Gegner hatte die Englische Partie gewählt. Es
kam im Mittelspiel zu einer sehr komplizierten Stellung, die Paul durch
Figurengewinn besser meisterte und gewann.

Bernd Skalmowski bekam an Brett 1 von seinem Gegner die Paulsen Variante in
der Sizilianischen Verteidigung vorgesetzt. Nach der Eröffnung kam er in
Stellungsvorteil aber sein Gegner verstand es geschickt die Partie bis ins Endspiel zu
retten. Da zeigte sich aber der Vorteil eines Läufers beim Vorrücken der Bauern. Der
gegnerische Springer konnte die zwei verbundenen Bauern nicht mehr aufhalten und
Bernd gewann.

An Brett 8 hatte Benjamin Handy die Sizilianische Verteidigung gewählt. Sein
Gegner kam in Stellungsvorteil, den er aber nicht zu nutzen wusste. Nach und nach
konnte Benjamin seine Stellung verbessern und sein Gegner gab, nachdem er in
Zeitnot auch noch eine Springergabel übersehen hatte, auf.

Auch an Brett 4, an dem Stefan Klein mit Schwarz spielte, kam es zur Sizilianischen
Verteidigung. Stefan büßte einen Bauern ein, nur um ihn wenige Züge später durch
eine Fesselung wiederzubekommen. Im Turmendspiel büßte er den Bauern zwar
erneut ein, aber am Ende war es doch remis.

Helmut Blanck bekam an Brett 3 die selten gewordene Tarrasch-Verteidigung im
Damengambit vorgesetzt. Er konnte die Qualität erobern und hielt das Heft immer
fest in der Hand. Das gegnerische Läuferpaar erwies sich am Ende aber als
ebenbürtig und es kam zum remis.

Volker Harms, der an Brett 5 gesetzt war, gewann kampflos, weil sein Gegner nicht
antrat.

So konnten wir diese Runde mit 5,5 zu 2,5 für uns entscheiden. Danke allen
Mitspielern die dafür gesorgt haben, dass auch diesmal, trotz Ersatzschwächung, die
Mannschaft komplett antreten konnte.

Bernd Skalmowski

Dritter Spieltag: Niederlage gegen starke Uelzener Mannschaft

Am 26.11.17 hatten wir zur dritten Runde in der Bezirksoberliga die zweite Mannschaft des PSV Uelzen zu Gast.

Volker Harms spielte diesmal an Brett 6. Er kam offenbar mit der etwas eigenwilligen Behandlung der Königsindischen Verteidigung seines jungen Gegners nicht zu recht. So musste er ihm das Läuferpaar zugestehen und wenig später einen Springer für zwei Bauern geben. Aber es half nichts, der Angriff war zu stark und er gab nach dem 27. Zug auf.

Am Brett 5 kam es bei Stefan Klein durch Zugumstellung zur Damenindischen Verteidigung. Es gelang ihm in schwieriger Stellung sogar ein Bauerngewinn. Aber in
einer unkonzentrierten Phase verlor er dann einen Turm und die Partie.

An Brett 3 bekam Paul Urbanek eine Schottische Partie vorgesetzt. Durch Abtausch eines Läufers verpasste er seinem Gegner einen Doppelbauer in der F-Linie. Was aber in der Folge nicht zum Vorteil genügte. Er versuchte einen Bauerndurchbruch auf der D-Linie aber er verlor diesen Bauern und später auch die Partie.

An Brett 4 erarbeitete sich Helmut Blanck gegen das Budapester Gambit eine überragende Stellung. Dann kam eine Phase, in der er anscheinend nicht so recht wusste, wie er die Stellung weiter verstärken kann. Er behielt aber immer die Oberhand. Als schon eine ganze Menge Figuren abgetauscht waren hatte er mal wieder einen genialen Einfall und der Gegner konnte nur noch zwischen Damenverlust oder sofortigem Matt wählen. Da gab er doch lieber auf.

Ralf Schöngart spielte an Brett 2 und es kam zur Nimzowitsch-Indischen Verteidigung. Er gewann forciert den Bauern auf b7. Aber vielleicht stimmt ja der Spruch, dass man diesen Bauern nicht nimmt, auch wenn es gut ist. Jedenfalls erhielt sein Gegner einen starken Königsangriff und Ralf musste auf engstem Raum agieren. Das kostete ihn einige Bauern. Als er dann ach noch einen Springer geben musste gab er auf.

Benjamin Handy gab sein Mannschaftsdebüt an Brett 8. Es kam zum Damengambit. Nachdem er seiner jungen Gegnerin das Läuferpaar überlassen hatte und selbst mit zwei Springern agierte kam zu einem Druckspiel in der C-Linie bei dem er einen Bauern gewinnen konnte. Damit die Läufer sich nicht zu sehr zu einer Gefahr entwickeln, baute er eine Blockadestellung auf, die dann aber nur noch zum Remis führte.

Zu einem beiderseitigen Damenfianchetto kam es an Brett 7, an dem Hans-Werner
Krawinkel mit Schwarz spielte. Die Partie war lange ausgeglichen. Beim Übergang ins Endspiel konnte Hans-Werner sogar einen Bauern gewinnen. Er wickelte dann aber falsch ab und hatte zwar immer noch einen Bauern mehr, aber der Gegner hatte zwei entfernte Freibauern, die den Verlust für Hans-Werner besiegelten.

An Brett 1 patzte Bernd Skalmowski schon in der Eröffnung und erhielt in der Pirc-Ufimzew-Verteidigung eine schwierige Stellung mit einem zurückhängenden Einzelbauern auf der E-Linie. Durch taktische Manöver gelang es ihm aber, diesen Bauern vorzuziehen und mit Springerzügen, den Angriff zu blockieren. Sein Gegner eroberte schließlich doch diesen Einzelbauern, aber Bernd sicherte sich das Remis
durch einen aktiven König.

So endete unser Mannschaftskampf mit 2 zu 6 gegen uns und wir hoffen in den nächsten Spielen auf ein erfolgreicheres Abschneiden.

Bernd Skalmowski

Zweiter Spieltag: Mannschaft wieder vollständig

Am 12.11.17 mussten wir in Dannenberg in der Bezirksoberliga gegen die erste Mannschaft des MTV ran. Wegen der langen Anfahrt mussten wir schon sehr früh los. Es gelang uns aber wieder, alle Stammspieler zu mobilisieren. So hatten wir uns gegen die klar favorisierten Dannenberger doch eine kleine Chance ausgerechnet.

An Brett 3 spielte Paul Urbanek gegen die Sizilianische Verteidigung. Von einem Bauernopfer auf e5 und damit verbundenem Damentausch versprach es sich gutes Spiel. Sein Gegner konnte dann aber trotz bedrängter Stellung seinen Mehrbauern halten, der dann im Endspiel entscheidend war, Paul verlor.

Burkhard Drewes bekam an Brett 4 von seinem Gegner das Blackmar-Gambit vorgesetzt. Nach späterer Rückgabe und einigen Fesselungsdrohungen kam es zu einer ausgeglichen Stellung und die Spieler einigten sich auf Remis.

An Brett 2 servierte Ralf Schöngart seinem Gegner das Budapester Gambit. Ralf entwickelte seinen Damenturm über a6, was seinem Gegner offenbar großes Kopfzerbrechen machte, es kam zu einer Fesselung in der E-Linie, die Ralf letztendlich einen Figurengewinn und den Punkt einbrachte.

Zu einem Damenbauernspiel kam es an Brett 8, an dem Hans-Werner Krawinkel mit Schwarz spielte. Seinem Gegner gelang die Öffnung der A-Linie und das Eindringen eines Turmes auf a7. In dieser verwickelten Stellung übersah Hans-Werner einen Springerabzug, womit sein Gegner zunächst nur einen Bauern gewann, aber durch den eingedrungenen Turm kam wenig später noch ein Figurenverlust dazu und Hans-Werner gab schließlich auf.

Stefan Klein wählte an Brett 6 gegen e4 das Damenfianchetto und sah sich sehr schnell einem Königsangriff mit einer gewaltigen Bauernwalze gegenüber. Es gelang ihm dabei aber eine Figur für nur zwei Bauern zu bekommen und der Angriff schien nicht durchzudringen. Aber sein Gegner bekam zwei verbundene Freibauern, die ihm den Gewinn sicherten.

An Brett 1 kam es zur Nimzowitsch-Verteidigung. So erhielt Bernd Skalmowski zunächst ein starkes Zentrum. Sein Gegner setzte ihm aber einen sehr störenden Läufer auf c5. Bernd gelang es mit seinen Springern den Läufer abzuschneiden, sein Gegner konnte ihn aber durch ein Bauernopfer wieder günstig aktivieren. Der Läufer war schließlich so stark, dass Bernd Figuren- und Partieverlust nicht mehr vermeiden konnte.

Nun stand es also bereits 4,5 zu 1,5 für Dannenberg bei zwei noch laufenden Partien.

Aber an Brett 7, an dem Volker Harms spielte, sah es durchaus nicht schlecht aus. Nachdem bereits alle Leichtfiguren abgetauscht waren konnte Volker auf der D-Linie einen Bauern erobern, erlaubte aber das Eindringen der weißen Dame mit Schachgeboten. Weiterspielen wäre sehr riskant gewesen, so endete die Partie remis.

So war nur noch Helmut Blanck an Brett 5 aktiv. Er hatte sich nach der Eröffnung einer sehr gute Stellung erarbeitet und bereitete kontinuierlich den Königsangriff vor. Es sah schon so aus, als ob er auf Granit beißt. Er konnte dann aber im richtigen Augenblick mit einem Bauernopfer auf f5 und sehr komplizierter Stellung einen Mattangriff starten. Einen Zug vorm Matt gab sein Gegner auf.

Damit konnten wir diesen Mannschaftskampf zwar nicht für uns entscheiden, aber mit einem Endergebnis von 3 zu 5 Punkten wenigstens das drohende Debakel abwenden.

Bernd Skalmowski

Toller Start in die Spielsaison 2017/18

Zum Saisonstart in der Bezirksoberliga hatten wir die erste Mannschaft des Jorker SV zu Gast.

An Brett 6 hatten Stefan Klein und sein Gegner es offenbar eilig. Stefan konnte schnell in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und jeweils 2 Türmen abwickeln, bei dem sein Gegner aber mit 2 Bauernschwächen zu kämpfen hatte. Stefan gewann einen davon und dann auch die Partie

Bei Paul Urbanek, der an Brett 3 spielte, kam es nach Zugumstellung zu einer Stellung aus der Philidor-Verteidigung. Paul gelang es, einen Bauern zu gewinnen und konnte trotz ungleichfarbigen Läufern die Partie durch die schlechte Königstellung seines Gegners gewinnen.

Ralf Schöngart musste sich an Brett 2 gegen die Königsindische Verteidigung wehren. Sein Gegner wollte gerade gegen die lange Rochade von Ralf angreifen, wobei er einen Bauern und die Stellung verlor. Er versuchte noch 14 Züge im Trüben zu fischen, gab dann aber im 27. Zug auf.

An Brett 1 spielte Bernd Skalmowski, er hatte mit den schwarzen Steinen die Damenindische Verteidigung gewählt, konnte den Durchbruch auf e4 verhindern und kam sogar zum Königsangriff. Nachdem er das Problem mit der Verbindung der Türme gelöst hatte – die Rochade war durch ein Schachgebot vermiest worden – einigten sich die Gegner auf remis.

An Brett 5 erreichte Helmut Blanck, dass sein Gegner Schwierigkeiten mit seiner Rochade bekam. Er legte darum die Bauern auf dem Königsflügel auf die weißen Felder fest. Helmut konnte zwar einen Bauern gewinnen, willigte dann aber doch in das Remis-Angebot ein.

Durch das Übersehen einer Mattdrohung im 26. Zug verlor der Gegner von Volker Harms an Brett 7 einen Läufer. Auch er spielte noch eine ganze Weile weiter, um die etwas aufgebrochene Rochadestellung von Volker auszunutzen. Am Ende half aber doch nichts und Volker gewann.

An Brett 7 gelang es Burkhard Drewes einen Bauern zu gewinnen, der dann im Endspiel auf der a-Linie als entfernter Freibauer übrig blieb, die logische Konsequenz war der Gewinn der Partie.

Die letzte noch offene Partie spielte unser ältester Mitspieler Hans-Werner Krawinkel an Brett 8. Nach wechselreichem Spiel hatte er einen Bauern gewonnen, aber übersehen, dass sein Gegner zu einem Mattangriff angesetzt hatte, den Hans-Werner aber gerade noch parieren konnte. Nun hatte er aber im Turmendspiel einen Bauern weniger. Trotzdem gewann er die Partie noch, weil sein Gegner den vorgerückten e-Bauern von Hans-Werner unterschätzte.

So konnten wir den Spieltag ohne verlorene Partie mit 7 zu 1 für uns entscheiden.

Bernd Skalmowski