Schnellschachturnier beendet

Der Turnierbetrieb ist in 2022 bislang ohne Einschränkungen angelaufen (von den üblichen Coronaregeln abgesehen) und so konnten wir unser Schnellschachturnier am letzten Freitag planmäßig abschließen.

Deutlicher Sieger wurde Bernd Skalmowski mit 5 Punkten vor Ralf Schöngart (4,5 Punkte) und Thomas Höhle mit 4 Punkten aus sechs Runden. Die Abschlusstabelle mit allen Ergebnissen sind hier zu sehen:

Schnellschachturnier 2022

Hygienekonzept Hohe Luft

Die Stadt Buxtehude hat für die Hohe Luft ein aktuelles Hygienekonzept erstellt. Es sieht für eine Auslastung von bis zu 10 Personen die 2G-Regel (nur von COVID19 genesene oder mind. 2x geimpfte Personen haben Zutritt) und für eine Auslastung von 11 bis 15 Personen die 2G+ Regel (zusätzlich ist ein aktueller negativer Schnell- oder PCR-Test, nicht älter als 24 Stunden, notwendig) vor. Für „geboosterte“ Personen entfällt die zusätzliche Testpflicht. Das Tragen einer FFP2-Maske ist für die gesamte Dauer des Aufenthalts verpflichtend. Da die Hohe Luft als kulturelle Einrichtung eingestuft ist, muss auch bei der Sportausübung (also auch am Schachbrett) die Maske getragen werden.

Ich bitte um Berücksichtigung. Bei einer Änderung der aktuellen Bedingungen gibt es hier die entsprechenden Informationen.

Ralf Schöngart

Seniorenturnier in Binz

Vom 1. – 9. Dezember 2021 fand in Binz auf Rügen die 21. Offene Senioren-Landeseinzelmeisterschaft von Mecklenburg-Vorpommern (M-V) statt. Ursprünglich waren 170 Teilnehmer zugelassen, diese Zahl wurde dann jedoch auf 154 reduziert. Im Vorfeld hatten sich 240 Spieler angemeldet. Bedingt durch die Corona-Pandemie und zusätzliche Einschränkungen (z.B. die 2-G-Plus-Regelung mit täglichen Tests) zogen jedoch 140 Spieler ihre Anmeldung zurück, so dass am Ende noch 100 Teilnehmer antraten. Gespielt wurden 9 Runden im Dorint-Seehotel Binz-Therme direkt am Ostseestrand.

Trotz etwas holprigem Start konnte ich die drei ersten Runden gewinnen, u.a. gegen eine weibliche Internationale Meisterin (WIM). Die nächsten drei Runden verlor ich dann jedoch, unter meinen Gegnern war der einzige mitspielende Großmeister sowie eine weitere WIM. In Runde 7 spielte ich dann erneut gegen eine Frau, damit hatte ich gegen die seinerzeit drei Erstplazierten bei der damaligen Frauenmeisterschaft der DDR gespielt. Und es ging kurios weiter: In Runde 8 saß mir wiederum eine Frau gegenüber! Vier weibliche Gegnerinnen in einem Turnier, so etwas ist mir in meiner langen Schachlaufbahn auch noch nie passiert! Soll noch mal jemand sagen, Schach ist langweilig … In dieser Partie konnte ich die Dame erobern (nein, nicht meine Gegnerin, sondern die auf dem Brett …) und hatte somit 5 Punkte auf meinem Konto. In der letzten Runde verlor ich dann leider nach über 5 Stunden Spielzeit und 80 Zügen. Mit 5 Punkten aus 9 Runden landete ich am Ende auf Platz 27 und verlor ca. 5 DWZ- und ELO-Punkte. Meine Punkterwartung lag bei 5,2, es konnte mir jedoch niemand verraten, wie ich die fehlenden 0,2 Punkte hätte holen können 😉

Der Landesverband M-V ist der einzige Verband, der auch am Brett das Tragen einer Maske vorschreibt. Das ist ungewohnt und auch ziemlich anstrengend, vor allen Dingen, wenn man wie ich mehrere Partien über 4 oder sogar 5 Stunden spielt. Erholen konnte man sich dann aber bei leckerem Essen (incl. Halbpension!), im Wellnessbereich mit Therme, Sole-Schwebebecken oder der tollen Sauna-Landschaft! Das Turnier war sehr gut organisiert, auch die alle drei Tage notwendigen Corona-Tests konnten direkt im Hotel durchgeführt werden. Mir wurde das Turnier von mehreren Schachfreunden empfohlen und ich kann es nur bestätigen: Das Turnier ist die Teilnahme wert!

Ralf Schöngart

Ralf Schöngart ist neuer Vereinsmeister

Die erste Vereinsmeisterschaft nach der coronabedingten Unterbrechung ist zu Ende gegangen. Nachdem die VM 2020 wegen des ersten Lockdowns vorzeitig abgebrochen werden musste, konnten wir dieses Jahr wieder eine Vereinsmeisterschaft im Präsenzbetrieb spielen. Allerdings mit einigen Monaten Verspätung, da wir im ersten Halbjahr noch nicht in unser Spiellokal konnten.

Mit acht Teilnehmern konnten wir unter diesen Umständen sehr zufrieden sein. Der Titel geht dieses Jahr an Ralf Schöngart, der sich am letzten Spieltag im direkten Duell gegen Dirk Thomzik mit mit einem halben Punkt Vorsprung durchsetzen konnte. Dritter wurde Stefan Lehmkuhl. Herzlichen Glückwunsch an alle drei!

Unser Dank geht darüber hinaus an alle, die unter diesen schwierigen Umständen bereit waren (zuletzt mit 2GPlus), die Vereinsmeisterschaft bis zum Ende mitzuspielen. Die Abschlusstabelle mit den Ergebnissen aller Paarungen gibt es hier.

Blitzmeisterschaft verschoben

Die diesjährige Vereinsblitzmeisterschaft musste gestern Abend kurzfristig verschoben werden, da sich (aufgrund von Corona und 2GPlus) nicht genügend Teilnehmer einfanden.

Wir wollen das Turnier schnellstmöglich nachholen, sobald die allgemeine Coronalage das wieder verantwortbar erscheinen lässt. Weitere Informationen werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Unterbrechung der Mannschaftsmeisterschaft

Aufgrund der unverändert kritischen Coronalage hat der Schachbezirk IV am 02.12.2021 beschlossen, den Spielbetrieb der Mannschaftsmeisterschaften bis Anfang März 2022 zu unterbrechen.

Die offizielle Mitteilung findet sich auf der Bezirkshomepage unter „Aktuelles“ mit Datum 02.12.2021. Davon betroffen sind auch wir von den SF Buxtehude mit unserer Mannschaft in der Bezirksliga.

Niederlage gegen Buchholz

Nachdem die erste Runde der Mannschaftsmeisterschaft 2021/22 in der Bezirksliga für die Schachfreunde Buxtehude mit einem 6:2 gegen SC Turm Lüneburg II für uns erfolgreich verlief, waren wir am 21. November bei BW Buchholz zu Gast.

Stefan Klein kam an Brett 5 schnell zum Tausch mehrerer Figuren, und keiner konnte einen klaren Vorteil erarbeiten, daher nahm er das Remisangebot seines Gegners an. An Brett 4 sah sich Burkhard Drewes einem starken Königsangriff ausgesetzt. Die Verteidigung war nichts für schwache Nerven. Schließlich half aber alles nichts, und sein Gegner setzte ihn Matt.

Bei Rafael Krain an Brett 6 wurden auch schnell mehrere Figuren getauscht und keiner der Kontrahenten hatte einen klaren Vorteil, remis. Bernd Skalmowski hatte an Brett 1 mit dem Internationalen Meister (IM) Thorben Koop einen ziemlichen Brocken als Gegner. Bald nach der Eröffnung spielte er zu offensiv und musste einen Turm für einen Springer geben. Immerhin dauerte es 20 weitere Züge, in denen der IM noch vor eine schwere Aufgabe gestellt wurde, bis Bernd dann wegen des reduzierten Materials aufgab. Zwischenstand: 1:3.

Anders als in den meisten anderen Partien wurde bei Torsten Damm an Brett 3 lange Zeit gar nichts getauscht. Es entstand eine geschlossene Stellung, in der keiner die Möglichkeit eines Vorteils sah, und man einigte sich auf remis. Ralf Schöngart an Brett 2 stand nach der Eröffnung nicht so gut, sein Gegner kam zum Angriff. Doch Ralf verteidigte sich gut und konnte die Partie nach und nach drehen. Nach dem 47. Zug gab sein Gegner auf. Zwischenstand: 2,5:3,5.

So wurde die Entscheidung noch einmal spannend, sie musste an den Brettern von Helmut Blanck (Brett 7) und Volker Harms (Brett 8) fallen. Dort war es inzwischen zum Endspiel gekommen. Beide hatten einen Mehrbauern. Bei Helmut und seinem Gegner waren auch noch die Damen auf dem Brett. Volker sah sich im Turmendspiel genötigt, etwas zu versuchen, um den Rückstand aufzuholen. Das ging dann aber schief, und er verlor die Partie. Weil auch Helmut keinen klaren Gewinnweg gefunden hatte, und der Kampf sowieso entschieden war, einigten sich die Spieler auf remis.

So mussten wir uns mit 3:5 Brettpunkten geschlagen geben. BW Buchholz I ist mit nun zwei Siegen Tabellenerster, während wir mit 2:2 Punkten auf dem 3.Platz in das nächste Spiel gegen die SG Cuxhaven/Niederelbe II gehen.

Bernd Skalmowski

Ralf Schöngart ist Vize-Weltmeister

Vom 01.10. – 10.10.2021 fand auf der griechischen Insel Kreta die ACO-Senioren-Weltmeisterschaft statt. Gespielt wurde in einem 5-Sterne-Hotel direkt am Strand. Es gab All-Inclusive-Verpflegung und alles war Corona-konform bestens organisiert. Pandemiebedingt waren in diesem Jahr etwas weniger Teilnehmer am Start, aber immerhin 173 Spieler aus 18 Nationen kämpften um Titel, Preise und Pokale. Gespielt wurde in 7 Wertungsgruppen, ich selber spielte in Gruppe B (ELO 2000 – 2200). Für mich stand in diesem Jahr allerdings der Urlaubsgedanke im Vordergrund, schließlich gab es in den letzten zwei Jahren nicht wirklich die Gelegenheit, Urlaub zu machen. Aber manchmal zahlt sich eine gewisse Lockerheit ja auch aus…

In der ersten Runde musste ich mit Schwarz gleich gegen die Nummer eins der Setzliste antreten, einen Schweden mit 2164 ELO. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der ich lange Zeit mit dem Rücken zur Wand stand. Mein Gegner ließ jedoch mehrere Chancen zum Gewinn aus, so dass ich diese Partie sogar noch zu meinen Gunsten drehen konnte. Hier gibt es diese Begegnung mit einem kurzen Kommentar von mir zum Nachspielen. Ein perfekter Einstand in so ein Turnier. In der zweiten Runde hatte ich Weiß gegen einen Dänen mit ELO 2155. Ich konnte einen Bauern gewinnen, fing dann aber an, rückwärts zu spielen und den Mehrbauern zu verteidigen. Das nutzte der Skandinavier konsequent zu einem sehenswerten Mattangriff aus. Da an diesem „Tag der Deutschen Einheit“ eine Doppelrunde angesetzt war, nutzte ich am Nachmittag die Möglichkeit, ein sog. „Bye“ zu nehmen. Das bedeutet, dass man nicht mit ausgelost wird, trotzdem aber einen halben Punkt gutgeschrieben bekommt. In Runde vier saß mir ein Schweizer mit ELO 2057 gegenüber. Nach dem von mir mit Weiß gerne gespielten Grünfeld-Gambit konnte ich den Mehrbauern behaupten und sogar einen Königsangriff starten. Diesen konnte der Eidgenosse zwar abwehren, allerdings nur auf Kosten eines nicht mehr aufzuhaltenden Freibauern. Runde fünf bescherte mir den ersten Deutschen (ELO 2044) als Gegner. Nach einigen taktischen Gemützeln nach der Vorstoß-Variante im Caro-Kann erreichte ich ein Doppelturm-Endspiel mit Mehrbauern, das jedoch aufgrund meiner offenen Königsstellung nicht zu gewinnen war, also Remis. An diesem Tag gab es wieder eine Doppelrunde und ich nutzte wiederum die Möglichkeit zu einem Bye und verbrachte den Nachmittag lieber am Strand. In Runde sieben traf ich wieder mit Schwarz auf den zweiten Deutschen (ELO 2129). Nachdem ich meinen Gegenüber durch einige Zugumstellungen aus der ursprünglich englischen Eröffnung ins Königsindisch „transferiert“ hatte, konnte ich abermals einen Bauern gewinnen. Mein Gegner startete dann jedoch einen starken Angriff, den ich fast unterschätzt hätte. Allerdings war er so auf seinen Angriff fokussiert, dass er eine versteckte Mattdrohung von mir erst sah, als es zu spät war. Die vorletzte Runde spielte ich dann an Tisch eins mit Weiß gegen einen FM aus Schweden (ELO 2156). Nach einem ausgeglichenen Verlauf bot ich nach 22 Zügen Remis an. Der Skandinavier versuchte jedoch noch, einen Königsangriff zu inszenieren. Nachdem ich dann überraschend für meinen König ein sicheres Plätzchen auf f2 gefunden hatte, bot er nun seinerseits Remis an. Mit nunmehr 5,0 Punkten hatte ich die Podestplätze in Reichweite. In der letzten Runde hatte ich noch mal Weiß gegen einen Engländer mit ELO 2095. Es gab mal wieder den Sämisch-Angriff gegen die königsindische Verteidigung. Diese Partie war ein „Spiel auf ein Tor“:  Ich konnte meinen Angriff mit einem spektakulären Turmopfer auf f7 krönen und den ganzen Punkt verbuchen. Damit hatte ich 6,0 Punkte auf dem Konto und landete am Ende auf Platz 2 und wurde Vize-Weltmeister! Den Titel holte mit 6,5 Punkten der FM aus Schweden.

Dieses Turnier ist die optimale Mischung aus Schach und Urlaub. Das schöne Hotel mit dem tollen Strand, das (überwiegend) schöne Wetter, die sehr guten Spielbedingungen und die vielen netten Begegnungen. Abends saßen wir oft in geselliger Runde (quer durch Deutschland: Von Jesteburg über Fredersdorf bei Berlin, Magdeburg bis nach Koblenz war alles vertreten) zusammen und hatten eine Menge Spaß. Mein Fazit lautet also:

Diese Reise hat sich gelohnt!

Ralf Schöngart

Saisonauftakt Mannschaftsmeisterschaft

Am 10. Oktober startete nach über einem Jahr Abstinenz endlich wieder die Mannschaftsmeisterschaft im Schach. Viele durch Corona angeschlagene Vereine konnten die Anzahl der gemeldeten Mannschaften nicht aufrechterhalten, Daher spielen wir in dieser Saison mit nur 8 statt mit 10 Mannschaften. Zu Gast bei uns war die 2. Mannschaft des SCT Lüneburg.

Es erwartete uns gleich eine Überraschung, denn die Lüneburger waren mit nur 5 Spielern angekommen und wir erhielten durch die nicht besetzten Bretter 6 bis 8 schon mal 3 Brettpunkte. Es entwickelte sich dann aber noch ein harter Kampf.

An Brett 4 kam es bei Stefan Klein zur Sizilianischen Verteidigung, wobei Stefan schon im dritten Zug von der Theorie abwich. Es kam zu einer Stellung, die man eher vom Stonewall der Holländischen Verteidigung kennt. Durch eine Fesselung konnte Stefan einen Mittelbauern gewinnen und es gelang ihm, einen Springer unangreifbar in die gegnerische Stellung zu setzen. Das führte dann schließlich zum Gewinn.

Burkhard Drewes spielte an Brett 3. Mit einem eigenwilligen Manöver auf dem Damenflügel tat er sich keinen Gefallen. Er übersah dabei eine drohende Springergabel. Sein Gegner konnte die nun überlegene Stellung zum Gewinn der Qualität ausnutzen und bald war die Partie nicht mehr zu halten und Burkhard gab auf.

Rafael Krain hatte es an Brett 5 mit dem jüngsten Spieler zur tun. Zuerst verliefen die Züge in der Skandinavischen Verteidigung wie aus dem Lehrbuch. Dann kam Rafael aber durch eine kleine Ungenauigkeit unter Druck, weil sein junger Gegner einen überraschenden Bauernzug in der Brettmitte gefunden hatte. Dem dann angebotenen Damentausch von Rafael ging sein Gegner aus dem Wege, weil er mit seinem Läuferpaar angreifen wollte. Rafael musste schon sehr genau verteidigen, Sein Gegner wollte dann zu viel, was die Wende brachte. Einen Zug vorm Matt gab er auf.

An Brett 2 spielte Torsten Damm. Es kam zur Königsindischen Verteidigung. Beide spielten sehr solide, aber Torsten gelang nach Abtausch der Leichtfiguren die Eroberung eines Bauern, der dann als vereinzelter Freibauer auf d6 blockiert wurde. Sein Gegner bot ihm remis an und weil Torsten keinen klaren Gewinnweg sah, nahm er das Angebot an.

Dann wurde also nur noch an Brett 1 gespielt. Bernd Skalmowski hatte die Philidor-Verteidigung schlecht behandelt und war nach der Eröffnung klar im Nachteil, weil er Schwierigkeiten mit der Entwicklung seines weißfeldrigen Läufers hatte. Es gelang ihm dann aber, den Läufer abtauschen zu lassen, wobei sein Gegner zwar einen Bauern gewinnen konnte, er aber einen Freibauern auf der a-Linie erhielt. Das später entstandene Turmendspiel war durch den inzwischen vorgerückten a-Bauern trotz Bauernverlust nicht klar. Sein Gegner nahm das Remisangebot von Bernd an.

So war der Endstand mit 6 zu 2 noch ein Achtungserfolg, weil wir auch ohne die geschenkten Punkte gewinnen konnten.

Bernd Skalmowski