Am 28. Juni 2025 fand die 37. Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft im Schach statt. Das Turnier wurde wie schon in den Vorjahren in den tollen Räumlichkeiten der Schießsportanlage des Schützenvereins Altkloster ausgetragen. Die Spielbedingungen für ein Schnellturnier sind kaum zu toppen: Heller Spielsaal, jede Paarung an einem Einzeltisch und eine bestens ausgestattete Cafeteria.
Das Turnier wurde im Schnellschach-Modus ausgetragen. Dabei hat jeder Spieler pro Partie 20 Minuten zur Verfügung. Partien dauern also maximal 40 Minuten. Insgesamt wurden neun Runden nach dem so genannten Schweizer System ausgetragen. Alle Ergebnisse werden nach jeder Runde in eine Liste eingetragen. Der aktuelle Punktestand wird für die Auslosung zur nächsten Runde herangezogen, damit punktgleiche Spieler möglichst gegeneinander gelost werden. So trifft jeder Spieler immer auf etwa gleichstarke Gegner, und der Turnierverlauf garantiert Spannung.
Zwischen den Runden und in der Mittagspause konnten sich die Spieler mit kleinen Speisen, Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken stärken. Susanne Drews und Daniela Peters als gute Geister in der Cafeteria hatten reichlich zu tun.
Leider gab es vor dem Beginn einige kurzfristige Ausfälle, so dass 46 Spieler bei sommerlichen Temperaturen antraten, um die Meister bei Vereins- und Hobbyspielern zu ermitteln.
Unter den Teilnehmern waren immerhin 12 Hobbyspieler, vier Jugendliche sowie zwei Damen. Die Teilnehmer reisten aus dem ganzen Schachbezirk von Dannenberg bis Stade sowie aus Hamburg an. Ein Teilnehmer hatte sogar den Weg von Kappeln in die Estestadt gefunden. Von den Schachfreunden Buxtehude waren acht Teilnehmer dabei.
Als Favoriten galten der Sieger von 2023, Jürgen de Voogt, sowie der Sieger von 2024, Jay Kneip, beide vom TV Fischbek. Aber auch einige weitere spielstarke Matadoren aus Jork, Stade und Buxtehude wollten vorne mitmischen.
Am besten aus den Startlöchern kam Jay Kneip, der eine Serie von sechs Siegen in Folge hinlegte und bis zur 7.Runde das Feld anführte. In der Gruppe seiner Verfolger fanden sich Jürgen de Voogt, Arend Brümmel aus Stade und Gerhard Hallekamp aus Jork mit jeweils fünf Punkten. Das Finale versprach also große Spannung.
Vorentscheidend war der Sieg von de Voogt gegen Kneip in der 7.Runde. Vor der letzten Runde lagen vier Spieler so geringfügig beieinander, dass theoretisch ein Siegerquartett mit jeweils sieben Punkten möglich gewesen wäre. Wer würde die besten Nerven haben?
De Voogt nutzte das Momentum, gewann seine beiden letzten Partien und wurde verdienter neuer Stadtmeister. Kneip verlor seine letzte Partie gegen Carina Brandt vom TV Fischbek und landete mit sieben Punkten auf dem 3.Platz. Durch den Sieg gelang Brandt der Sprung auf Platz vier mit ebenfalls sieben Punkten. Auf den 2.Platz schob sich Gerhard Hallekamp, gleichfalls mit sieben Punkten, aber besserer Feinwertung als die beiden Fischbeker.
In einem sehr harmonischen Turnier setzten sich Ingo Ratzmer bei den Hobbyspielern und Richard Bürgener vom SV Bad Bevensen bei den Jugendlichen durch.
Die besten Buxtehuder waren Martin Winkelmann, Ralf Schöngart und Torsten Damm auf den Plätzen 5, 10 und 11. Bemerkenswert auch die Turnierleistung des erst elfjährigen Buxtehuder Nachwuchsspielers Kai Neacsu, der mit vier Siegen gegen erwachsene Gegner auf Rang 33 landete.
Hans-Peter Tödter
Fakten:
46 Teilnehmer
13 Vereine
12 Hobbyspieler
2 weibliche Teilnehmerinnen
4 Jugendliche
Der entthronte Meister: Jay Kneip auf Platz 3.
Buxtehuder Stadtmeister 2025: Jürgen de Voogt.
Am 28. Juni 2025 fand die 37. Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft im Schach statt. Wir waren wieder zu Gast in den tollen Räumlichkeiten der Schießsportanlage des Schützenvereins Altkloster. Die Spielbedingungen für ein Schnellturnier sind kaum zu toppen: Heller Spielsaal, jede Paarung an einem Einzeltisch und eine bestens ausgestattete Cafeteria, betreut von den „guten Geistern“ des Turniers Susanne Drews und Daniela Peters. Leider gab es zwei kurzfristige krankheitsbedingte Absagen und zwei Spieler erschienen ohne Absage nicht. Also traten bei sommerlichen Temperaturen 46 Spieler, unter ihnen 12 (!) Hobbyspieler, an, um die Meister bei den Vereins- und Hobbyspielern zu ermitteln. In einem sehr harmonischen Turnier setzten sich schließlich Jürgen de Voogt (TV Fischbek) bei den Vereinsspielern und Ingo Ratzmer bei den Hobbyspielern durch. Bester Jugendlicher wurde Richard Bürgener vom SV Bad Bevensen.
Einen ausführlichen Bericht und einige Fotos gibt es unter der Rubrik Stadtmeisterschaft.
Ralf Schöngart
Fakten:
46 Teilnehmer
13 Vereine
12 Hobbyspieler
2 weibliche Teilnehmerinnen
4 Jugendliche
Am 21. Juni fand im Vereinsheim von Eintracht Munster die BBEM statt. Pünktlich zum Sommeranfang gab es Temperaturen von über 30 Grad, trotzdem fanden sich 44 Spieler, die die Besten in der schnellsten Schach-Disziplin (3 Minuten Bedenkzeit plus 2 Sekunden pro Zug) ermitteln wollten. Unter ihnen mit Justus Ibe und Ralf Schöngart leider nur zwei SFB’er. Gespielt wurde in drei nach Setzliste ermittelten Vorrunden, in denen sich jeweils die ersten 5 für das A-Finale, die Plätze 6 – 10 für das B-Finale und die Plätze 11 – 15 für das C-Finale qualifizierten. Als 5. schaffte es Justus gerade noch ins A-Finale, das gelang auch Ralf als Vierter seiner Vorrunde. Der SFB-Youngster spielte eine gute Finalrunde und landete mit 7,0 Punkten auf Platz 7. Dieser 7. Platz bedeutete aber gleichzeitig auch den Titel des besten Jugendlichen! Ich selber hatte im Finale die „Spendierhosen“ an: Hier mal eine Leichtfigur, da mal ein Turm und zwischendurch sogar mal eine Dame – Geschenke von mir gab’s reichlich. Und als ob das noch nicht genug wäre, verlor ich drei Partien auf Zeit, in denen meine Gegner jeweils noch 5 Sekunden auf der Uhr hatten. Am Ende reichten 5,0 Punkte nur für Platz 10. Und es war noch ein weiterer (Halb-) SFB’er dabei: Der für Eintracht Munster startende Stefan Lehmkuhl erreichte durch einen zweiten Platz in der Vorrunde ebenfalls das A-Finale und landete dort mit 5,5 Punkten auf Platz 9. Bezirks-Blitzmeister wurde zum wiederholten Mal FM Bernd Laubsch vom PSV Uelzen. Wenn die Ergebnisse irgendwann veröffentlicht werden, kann man alle Tabellen hier unter „Archiv“ finden.
Insgesamt war es ein sehr harmonisches Turnier ohne auch nur den Ansatz eines Streitfalls unter der souveränen Leitung des Bezirksspielleiters Julian Zeyn. Dazu beigetragen haben auch die angenehmen Spielbedingungen und die sehr gute Versorgung mit „Speis und Trank“ durch den Vereinswirt.
Aus Anlass unseres 40-jährigen Vereinsjubiläums richten wir im nächsten Jahr die BBEM aus. Ich hoffe, dass dann bei unserem „Heimspiel“ ein paar mehr SFB’er dabei sein werden!
Ralf Schöngart
Kaum ist die Vereinsmeisterschaft beendet, schon liegt die DWZ-Auswertung vor. Frei nach dem Motto „Geschwindigkeit ist keine Hexerei“. Großen Dank an den DWZ-Referenten Marc Perrey!
Ralf Schöngart
Vom 15.5.25 – 24.5.25 richtete die Amateur-Chess-Organization (ACO) die Amateur-Weltmeisterschaft der „Super-Senioren“ (Altersklasse 65 +) aus. Gespielt wurde auf der griechischen Insel Kos im 5-Sterne-Hotel Atlantica Belvedere Resort. Neben optimalen Spielbedingungen bietet das Hotel einen hervorragenden All-In-Service, eine Anlage mit mehr als 20 Pools sowie einen tollen Strand. Insgesamt verteilten sich die ca. 70 Teilnehmer aus 14 Nationen – die weiteste Anreise hatten zwei Spieler aus Argentinien! – auf 6 Wertungsgruppen, ich selber trat in der zweithöchsten Gruppe (1901 – 2000 ELO) an. Am Abend vor dem Turnier gab es den traditionellen Sekt-Empfang auf der Terrasse des Hotels.
Leider waren in meiner Gruppe nur 10 Spieler gemeldet, so dass ein Rundenturnier gespielt wurde. Das machte meine Planung, an den beiden Tagen mit Doppelrunde nachmittags ein sog. „Bye“ zu nehmen, zunichte. Die erste Runde verlief sehr unspektakulär. Nach etlichen Abtäuschen endete die Partie gegen einen Gegner mit ELO 1916 bereits nach 23 Zügen Remis. In der zweiten Runde spielte ich gegen einen Belgier mit ELO 1986. In Zeitnot hörte mein Gegner auf, mitzuschreiben. Ich informierte den Schiedsrichter und es passierte – nix! Dadurch ließ ich mich derart aus dem Konzept bringen, dass ich eine eigentlich gute Angriffsstellung mit einem Figureneinsteller verdarb und verlor. Da fragt man sich, wozu ein Schiedsrichter im Saal ist … Kurios war die Nachmittagsrunde: Morgens beim Frühstück sprach mich mein Gegner (ELO 1991) darauf an, dass er eigentlich auch zwei „Byes“ geplant hatte. Also einigten wir uns schon beim Frühstück auf Remis und informierten die Turnierleitung – doch noch ein freier Nachmittag. In Runde 4 verkorkste ich als Schwarzer völlig die Eröffnung. Um überhaupt zu überleben, gab ich einen Bauern, allerdings stand der schon auf d7 und mein König auf d8! Irgendwie schaffte ich es jedoch, ein paar Komplikationen auf’s Brett zu bringen und mein Gegner (ELO 1967) entschied sich vorsichtshalber für eine Stellungswiederholung. Glück gehabt! In der fünften Runde konnte ich meinen ersten Sieg verbuchen. Mein Gegner aus Leherheide (ELO 1945) konnte in beidseitiger Zeitnot einen Bauern gewinnen, übersah dann allerdings im 41. Zug (!) ein Zwischenschach, das ihn einen Turm kostete. Nachmittags stand dann die zweite Doppelrunde auf dem Programm. Mein Gegner aus Tschechien (ELO 1926) konnte durch eine Fesselung einen Springer gewinnen. Um überhaupt noch Gegenspiel zu bekommen, opferte ich noch eine zweite Figur. Allerdings konnte der Weiße alle Drohungen abwehren und sich den ganzen Punkt sichern. Danach gab es einen freien Tag mit der Möglichkeit, an einer geführten Bustour teilzunehmen. Ich entschied mich aber lieber für einen Tag am Strand. In Runde 7 traf ich dann auf den späteren Turniersieger aus Polen (ELO 1926). Diesmal konnte ich als Weißer einen Bauern gewinnen, mein erfahrener Gegner inszenierte jedoch ziemlich starkes Gegenspiel, so dass auch diese Partie mit einer Stellungswiederholung und einer Punkteteilung endete. Die vorletzte Runde spielte ich mit Schwarz gegen den zweiten Belgier (ELO 1922). Hier bekam ich als Schwarzer ein ungewöhnliches Abspiel der Caro-Kann-Abtauschvariante (4. Se5!?) vorgesetzt. Irgendwie musste ich ja Boden gut machen, also entschied ich mich, einen Bauern am Königsflügel zu opfern, um Angriff zu bekommen. Das klappte auch sehr gut. Wie ich jedoch erst nach der Partie feststellte, hatte ich nicht einen, sondern zwei Bauern geopfert – tja, Schach kann schon seltsame Blüten treiben, ist ja aber auch kein Abzählreim 😉 . Trotzdem war mein Angriff erfolgreich und ich konnte einen Turm gewinnen. In der Analyse der Partie mit GM Daniel King bekam ich großes Lob: „Eine sehr lehrreiche Partie“, die es sogar bis in die Endauswahl zur schönsten Partie schaffte! In der letzten Runde wollte ich nochmal unbedingt gewinnen, also lehnte ich als Weißer vier Remisangebote meines Gegners (ELO 1918) ab. In einer komplexen Angriffsstellung mit nur noch zwei Minuten Restbedenkzeit willigte ich dann aber schließlich doch noch ins Remis ein. Damit war das Mindestziel 50 % erreicht und ich beendete das Turnier auf dem 6. Platz.
Die festliche Siegerehrung mit anschließendem Sektempfang fand dann wieder bei strahlendem Sonnenschein unter freiem Himmel auf der Terrasse des Hotels statt. Die ACO ehrt nicht nur die Sieger, sondern auch Teilnehmer mit der 5., 10. oder 15. Teilnahme. Und da es für mich auch bereits die fünfte Teilnahme an einer ACO-WM war, erhielt ich ebenfalls einen schönen Glaspokal.
Auch wenn es bei Turnierleitung und Schiedsrichter noch deutlich Luft nach oben gibt, war es insgesamt wieder eine schöne Veranstaltung. Dazu beigetragen hat natürlich das bereits sommerliche Wetter bei 25 Grad und Sonnenschein, aber auch die gemütlichen Abende mit Freunden bei leckerem Essen (meine Waage sagt: Leider 😉 ) und dem einen oder anderen erfrischenden Getränk! Einfach eine gelungene Kombination aus Schach und Urlaub.
Ralf Schöngart
Am Sonntag, 11. Mai, war nicht nur Muttertag, sondern auch Halbfinal-Tag im Bezirks-Dähnepokal. Die vier Halbfinalisten trafen sich im Begegnungscafé Buxtehude, um die Finalteilnehmer zu ermitteln. Unter ihnen auch zwei SFB’er.
Justus Ibe musste mit Schwarz gegen den Turnierfavoriten Dennis Martin vom SK Springer Rotenburg antreten. Justus wählte eine unorthodoxe Eröffnung und opferte früh einen Bauern. Dafür bekam er aber schnell aktives Figurenspiel. Beide Seiten verzichteten auf die Rochade, allerdings war der weiße König angreifbar. Es entstand schließlich ein Doppelturm – Doppelspringer – Endspiel. Durch die aktiven Figuren gewann der SFB’er erst den geopferten Bauern zurück und bekam als „Zinsen“ gleich noch einen zweiten Bauern dazu. Durch geduldiges Manövrieren eroberte Justus schließlich auch noch eine Qualität, die er im richtigen Moment zurück gab und dadurch ein gewonnenes Bauernendspiel erreichte. Eine insgesamt sehr überzeugende Vorstellung des SFB-Youngsters!
Die zweite Paarung lautete Martin Bücklers (PSV Uelzen) gegen Ralf Schöngart. Hier stand der Buxtehuder die ganze Zeit unter Druck und konnte schließlich eine Bauernumwandlung nicht mehr verhindern. Aber mit zwei Leichtfiguren kämpfte der Titelverteidiger weiter und konnte durch einige Springermanöver mit verschiedenen Gabeldrohungen die letzten beiden weißen Bauern erobern. Dadurch entnervt bot der Uelzener Spieler nach 5 Stunden Spielzeit und 75 gespielten Zügen Remis an. Es musste also eine Schnellpartie gespielt werden. Hier konnte sich der SFB’er dann sicher durchsetzen.
Damit haben wir, wie auch schon im letzten Jahr, ein reines SFB-Finale um den Sieg im Bezirks-Dähnepokal. Dieses Finale findet am 31. Mai um 13 Uhr in der Hohen Luft statt.
Ralf Schöngart
Der Maibaum auf dem Schafmarktplatz in Buxtehude ist um eine Attraktion reicher: Seit gestern hängt an dem festlich geschmückten Maibaum ein Schild der Schachfreunde Buxtehude! Der Bürgerverein Altkloster hat dieses Projekt nicht nur unterstützt, sondern sogar das schöne Schild finanziert! Dafür unseren ganz herzlichen Dank!
Ralf Schöngart
Am 27.4. stand das Saisonfinale für unsere beiden Mannschaften an. Die Erste erwartete in der Verbandsliga Nord die 1. Mannschaft der SG Findorff West. Allerdings warteten wir vergeblich, denn die Gäste hatten eine Stunde vor Spielbeginn per Mail abgesagt. Das ist besonders ärgerlich, weil unsere komplette Mannschaft vergeblich angereist ist. Wenigstens werden die Findorffer für diese Unsportlichkeit dreistellig zur Kasse gebeten. Durch diesen Sieg beendeten wir eine grandiose Saison auf Tabellenplatz 4.
Unsere Zweite hatte die 2. Vertretung des SC Sottrum zu Gast. Hier konnte ein deutlicher 5 : 1 Erfolg verbucht werden. Neben einem kampflosen Punkt von Helmut Blanck an Brett 1 konnten Curd-Liam Hiersche (Brett 3), Frank Siewert (Brett 4) und Stefan Klein (Brett 6) überzeugende Siege erzielen, Hans-Peter Tödter (Brett 2) und Björn Walther (Brett 5) schafften jeweils ein Remis. Damit beendete SFB II die Saison mit einem Erfolg und überließ den Sottrumern die „Rote Laterne“ in der Bezirksklasse West.
Ralf Schöngart
156 Spieler aus 9 Nationen, unter ihnen 15 Titelträger, versammelten sich vom 29.3. – 6.4. in Rottach-Egern zum 13. Internationalen Senioren-Cup am Tegernsee. Das Seeforum direkt am Tegernsee bot hervorragende Spielbedingungen bei bester Organisation. Sogar die Zwischenergebnisse wurden ständig aktualisiert und auf großen Bildschirmen angezeigt. Und sämtliche Partien wurden erfasst und zeitnah veröffentlicht.
Ich startete als Nummer 54 mit einem ungefährdeten Schwarzsieg gegen einen Spieler mit ELO 1743. In Runde zwei schaffte ich ein sicheres Remis (ELO 2113). Die dritte Runde bescherte mir einen FM mit ELO 2114. Hier konnte ich alle weißen Gewinnversuche abwehren und mir wiederum einen halben Punkt sichern. Mein vierter Gegner war ein langjähriger Bekannter (ELO 2110) und wir einigten uns auf ein schnelles „Großmeister-Remis“ – tja, das geht auch ohne den entsprechenden Titel 😉 . Runde 5 dann der Nachweis für das internationale Turnier, ich spielte gegen einen Schweizer (ELO 1794). Mit Schwarz konnte ich nach und nach ein paar Bäuerchen einsammeln, was meinen Gegner jedoch nicht davon abhielt, ein Turmendspiel mit null gegen drei Bauern (einer davon bereits auf der zweiten Reihe!) bis zum 60. Zug weiterzuspielen. Mit 3,5 Punkten aus 5 Runden in ein Turnier zu starten, ist nicht sooo schlecht. Runde 6 dann der nächste Zweieinser (ELO 2106). Hier fand der Spieler von Werder Bremen tolle Bauernzüge im Zentrum und obwohl ich alles versuchte, musste ich mich nach knapp 60 Zügen geschlagen geben. Und auch in der nächsten Partie gegen ELO 2077 konnte ich nach langem Kampf nur den zweiten Platz erreichen. In Runde 8 war ich durch die zwei Nullen verunsichert. Mein Gegner (ELO 1861) bot mir nach 22 Zügen Remis an. Über dieses Angebot dachte ich sage und schreibe 40 Minuten und etliche Variantenberechnungen nach, um es schließlich doch anzunehmen. Die letzte Runde wollte ich unbedingt gewinnen und spielte eine aggressive Eröffnung. Leider „vergaß“ ich im Laufe der Partie irgendwann die Möglichkeit des En-Passant-Schlagens, stellte einen wichtigen Bauern ein und musste am Ende mit dem Remis noch zufrieden sein. Mit 4,5 Punkten aus 9 Runden schaffte ich also zumindest das Minimalziel 50 %. Dass ich durchweg relativ starke Gegner hatte, belegt die Tatsache, das ich nur 0,8 Elopunkte und 7 DWZ-Pünktchen eingebüßt habe.
Einen wesentlich schwereren Stand hatte unsere Vereinskollegin Sigrun Naumann. Ihr schwächster Gegner hatte gut 200 DWZ-Punkte mehr, alle anderen waren sogar zwischen 500 und 800 Punkten im Plus! Da verwundert es nicht, dass am Ende trotz aller Gegenwehr nur ein kampfloser Punkt zu Buche stand. Dieser eine Zähler reichte aber, um die „Rote Laterne“ zu vermeiden!
Insgesamt waren es wieder sehr schöne 10 Tage am Tegernsee. Und nachdem es zwischendurch sogar nochmal Schnee gab, konnten wir die letzten Tage bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel genießen!
Ralf Schöngart