Schach 960 – Ausschreibung 2026

Die Schachfreunde Buxtehude laden alle Interessierten zum Schach 960-Turnier ein. Spielberechtigt sind alle Mitglieder und Gäste.

Termin:
27. November & 04. Dezember 2026
(ein Mitspielen an nur einem  der beiden Termine ist möglich)

Modus:
fünf Runden Schweizer System
(zwei Runden am 27.11 und drei Runden am 04.12.2026)

Bedenkzeit:
20 Minuten pro Spieler und Partie

Anmeldung:

  • Am jeweiligen Spielabend persönlich bis spätestens 19:55 Uhr
  • oder per E-Mail an: justusibe07@gmail.com

Am 27. November starten wir um 20 Uhr mit einer Einführung in die Regeln und Besonderheiten von Schach 960, sodass auch Spieler, die noch nicht mit diesem besonderen Modus vertraut sind, problemlos mitspielen können. Besonders Interessierte können sich aber auch schon vorab unter folgendem Link informieren:

Chess960 Startpositionen & Regeln

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!

Justus Ibe

 

SFB II: Sicherer Sieg gegen SC Sottrum 2

In den letzten Jahren war Sottrum immer ein zuverlässiger Punktelieferant für Buxtehude. Aber würde es auch diesmal gelten? Schließlich haben wir ein relativ neues und noch nicht so erfahrenes Team. Der Auftakt verlief gut: Curd Hiersche an Brett 6 brachte uns mit seinem Sieg gut ins Spiel. Er profitierte vom Dameneinsteller seines Gegners und gewann schon nach 15 Zügen.

Für einen beruhigenden Zwei-Punkte-Vorsprung sorgte Hans-Jürgen Putzka an Brett 3. Sein jugendlicher Gegner verlor beim Leichtfigurenabtausch die Übersicht und dabei einen Springer. Als er dann noch einen Turm opferte, wickelte der Buxtehuder in ein einfach gewonnenes Endspiel ab. Das Matt ließ nicht lange auf sich warten. – 2:0

Bei Frank Siewert an Brett 5 brach der Gegner mit der Dame in seinen Damenflügel ein und stiftete ordentlich Unruhe. Die Partie ging verloren, nur noch 2:1. Dann waren wir wieder dran, denn Volker Harms konnte an Brett 4 einen gegnerischen Springer fangen. Er verbesserte beständig seine Stellung und zog einen erfolgreichen Mattangriff durch. Nach zwei Stunden Spieldauer stand es 3:1.

Besonders spannend entwickelten sich die beiden verbleibenden Partien. An Brett 1 versuchte Deniz Korkmaz mit seinen Springern einen Angriff am Königsflügel, der aber abgewehrt wurde. Den Konter des Sottrumer Spitzenspieler mit starkem Läuferpaar konnte Deniz auf Dauer nicht standhalten. Nach dem Verlust eines Springers gab er auf.  – 3:2

Die Entscheidung fiel beim Mannschaftsführer Björn Walther an Brett 2. Hier sein eigener Kommentar: ‚Nachdem ich mir kontinuierlich einen Stellungs- und Raumvorteil erarbeitet hatte, gab ich diesen durch einen Patzer wieder her. Im folgenden Damenendspiel attackierte ich auf dem Königsflügel und verleitete meinen Gegner zur Schwächung seiner b-Linie und konnte so einen Freibauern schaffen, der dann das Spiel entschied. ‘ – Endstand 4:2.

Der nächste Wettkampf findet am 15.11.26 beim Stader SV II statt.

Hans-Peter-Tödter

Knappe Niederlage

Am 2. Spieltag in der Bezirksoberliga empfing SFB I die 1. Mannschaft vom MTV Dannenberg. Die Gäste reisten nur mit 7 Spielern an, so dass Divyam Martin-Sommerfeld an Brett 8 kampflos gewann. Ansonsten waren die Dannenberger aber mit „voller Kapelle“, also den stärksten Spielern angetreten. Nach nur anderthalb Stunden mussten wir dann auch schon den Ausgleich hinnehmen. An Brett 4 kam Alexander Struck  mit der unkonventionellen und aggressiven Eröffnung seines Gegners nicht zurecht und musste sich früh geschlagen geben. Anschließend gingen die Gäste sogar in Führung: Martin Winkelmann (Brett 3) geriet in ein taktisches Kreuzfeuer und konnte Materialverlust nicht mehr vermeiden – 1 : 2. Aber nach 3 Stunden fiel der Ausgleich an Brett 5. Frank Schildt konnte in seiner typischen Art einen Bauern erobern und seinen Gegner mehr und mehr einschnüren. Als schließlich auch noch ein Läufer „abhanden“ kam, musste der Gästespieler aufgeben – 2 : 2. Fast zeitgleich mit diesem Sieg endeten zwei weitere Partien. Nach einem zweifelhaften Springeropfer seines Gegners konnte Ralph Bernhard an Brett 6 nur mit Mühe einen Mattangriff abwehren, musste dafür aber letztlich zwei Qualitäten geben. Diesen Vorteil ließ sich der Dannenberger Mannschaftsführer nicht mehr nehmen – 2 : 3. Aber postwendend wiederum der Ausgleich. An Brett 7 spielte Stefan Klein ein „angetäuschtes Französisch“ (O-Ton Stefan). Hier sein Kommentar: „Mit der Owen-Verteidigung kam ich zunächst in eine Defensivstellung, konnte meinen Gegner jedoch zu einem fragwürdigen Zug verleiten, der ihn einen Bauern kostete. Der Mehrbauer wurde zum gedeckten Freibauern, der dem Dannenberger Spieler wenig Raum ließ. Nachdem ich durch Springermanöver den zweiten Bauern zu gewinnen drohte, gab mein Gegner auf.“ – 3 : 3. Jetzt liefen nur noch die beiden Spitzenbretter. Justus Ibe unterlief an Brett 1 in der Eröffnung eine positionelle Ungenauigkeit, wodurch er die ganze Partie unter Druck stand. Mit einer hübschen Kombination konnte der Dannenberger Spitzenspieler schließlich eine Bauernumwandlung erzwingen, die die Partie entschied – 3 : 4. Die letzte Partie spielte Ralf Schöngart an Brett 2. Der Buxtehuder musste unbedingt gewinnen, um noch den einen Mannschaftspunkt zu sichern. Sein erfahrener Gegenüber konnte jedoch alle Einbruchsfelder kontrollieren. Als nach 4 Stunden Spielzeit keiner von beiden mehr reale Gewinnchancen hatte, einigte man sich auf Remis. Damit stand das Endergebnis von 4,5 : 3,5 für Dannenberg fest.

Ralf Schöngart 

Rück-Zug

von Ralf Schöngart 

Die folgende Stellung stammt aus der 4. Runde im Cup der Deutschen Einheit 2026. Wie kann Weiß am Zug die Partie für sich entscheiden?

Zur Lösung hier klicken

18. Lb1! Der schwarze Springer steht mitten auf dem Brett, hat aber kein einziges Feld mehr zur Flucht!

Saisonauftakt in der Jugendliga

Am 04.10.2026 startete nach den Erwachsenen nun auch die SFB-Jugend in die neue Saison der Jugendlandesklasse Nord. Hierbei stand eine Runde gegen den Reispartner aus Stade an. Die letzten beiden Begegnungen mit Stade endeten jeweils 2:2. Und dieses Mal?

Gerrit Reuter an Brett 4 feierte sein Debüt für die Mannschaft. Ihm gelang es aber seinen Gegner, der ebenfalls seine erste „ernste“ Partie spielte, souverän nach etwas weniger als 20 Zügen Schachmatt zu setzen. Damit brachte er das jugendliche SFB-Quartett früh mit 1:0 in Führung.

Bei Maxi Surkus an Brett 3 entwickelte sich eine unvorteilhafte Stellung. Schließlich übersah seine Gegnerin eine Kombination von Maxi, die sich schließlich als tödlich erwies, wodurch es nun schon 2:0 stand.

Kai Neacsu an Brett 2 hatte es mit einem starken Stader Nachwuchsspieler zu tun, der als U12 Spieler schon zweimal bei den Niedersächsischen Landesjugendeinzelmeisterschaften mitgespielt hat. Auch bei Kai entwickelte sich mit der Zeit eine nachteilige Stellung, die in einem klar verlorenen Turmendspiel endete. Damit stand es nur noch 2:1.

Es musste also die letzte laufende Partie an Brett 1 über Sieg oder Unentschieden entscheiden. Hier kam Mannschaftsführer Justus Ibe gut aus der Eröffnung raus. Im 17. Zug übersah Justus aber eine gegnerische Möglichkeit zum Dauerschach und musste schließlich ins Remis einwilligen.

Damit ist die Jugendmannschaft mit einem 2,5:1,5 Auftaktsieg positiv in die neue Saison gestartet. Beim nächsten Spiel empfangen die Buxtehuder die Mannschaften aus Bad Bevensen und Lüneburg.

Justus Ibe

Cup der Deutschen Einheit

Vom 1. Oktober bis 6. Oktober fand in diesem Jahr bereits zum 17. Mal der Cup der Deutschen Einheit (ehemals Deutschland-Cup) in Wernigerode statt. Insgesamt 156 Spieler versammelten sich in der „bunten Stadt am Harz“ um wiederum in 12 Gruppen um Preise und Pokale zu spielen. Durch die kürzlich stattgefundene DWZ-Anpassung mussten natürlich auch die Wertungsgruppen angepasst werden. Bisher waren es 100 DWZ-Punkte pro Gruppe, in diesem Jahr 63 DWZ-Punkte. Aber so wurde gewährleistet, dass alle in der ursprünglich vorgesehenen Gruppe antreten konnten. Man kann gespannt sein, wie die Gruppeneinteilung im nächsten Jahr aussieht.

Ich spielte in Gruppe 2 (DWZ 1976 – DWZ 2043). Da allerdings die Gruppe 1 (DWZ 1944 – DWZ 2103) nur aus 4 Spielern bestand, wurden diese beiden Gruppen zusammengelegt, aber am Ende natürlich getrennt gewertet. In der ersten Runde traf ich wiederum auf den Vertreter des Blinden-Schachverbandes (und späteren Turniersiegers! – DWZ 2016). Leider gab es mit seiner Spezialuhr bei der Zeitkontrolle ein technisches Problem, das auch die Schiedsrichter nicht lösen konnten. In schlechterer Stellung hatte ich keine Lust auf endlose Diskussionen und gab die Partie auf. Mein zweiter Gegner hatte eine DWZ von 2019. Es entstand eine schwierige Stellung, nach 84 Zügen musste ich mich aber geschlagen geben. Null aus zwei, kein optimaler Start. In der 3. Runde traf ich auf den Turniersieger von 2024 (DWZ 1992). Hier konnte ich von Beginn an Vorteil verzeichnen, bis nach 26 Zügen folgende Stellung erreicht war:

Hier konnte ich das schwarze Leiden durch den hübschen Zug 27. b8=D beenden. Als nächstes wartete dann ein aufstrebendes Jungtalent (DWZ 2007) auf mich. Dieser ging mit der Einstellung ans Brett, den Opa werde ich schnell zusammenschieben. Als Opa sich jedoch wehrte und nach 19 Zügen eine Figur gewinnen konnte, blieb ihm nach 23 Zügen nur die Aufgabe. Tja, so kann’s gehen … An diesem Sonntag war die einzige Doppelrunde angesetzt, also nahm ich mir für den Nachmittag das inzwischen obligatorische Bye. In Runde 6 traf ich dann auf den zweiten Youngster (DWZ 2007). Nach der Erfahrung von seinem Kumpel nahm dieser die Partie ernst. Nach verkorkster Eröffnung entschied ich mich in hochgradiger Zeitnot dafür, eine Qualität zu opfern und ein Endspiel mit Turm Läufer gegen das Läuferpaar mit jeweils 5 Bauern zu erreichen. Das technisch schwierige Endspiel behandelte mein Gegner aber sehr gut und konnte nach 101 Zügen(!) den Punkt für sich verbuchen. In der letzten Runde gegen die Nummer Zwei der Setzliste (DWZ 2085) erwischte mich dann ein Blackout: In klar gewonnener Stellung rechnete ich eine Abwicklung durch, begann aber fatalerweise mit dem zweiten Zug, was mich einzügig einen Läufer und damit auch die Partie kostete. Ärgerlich. Mit 2,5 Punkten landete ich auf Platz 8 in meiner Gruppe. Naja, immerhin noch einen Platz besser als mein Ranglisten-Startplatz. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Und auch dieses Jahr waren die SFB wieder zu Zweit am Start. In Gruppe 12 (bis DWZ 1399) gelang Sigrun Naumann mit 3 aus 3 ein fantastischer Start. Leider folgten dann einige (unnötige) Niederlagen, teilweise auch durch unschöne Begleitumstände. Am Ende erzielte Sigrun mit 3,5 Punkten ein 50 % – Ergebnis, was zu Platz 7 reichte.

Insgesamt waren es wieder ein paar sehr schöne Tage, wozu auch das tolle, spätsommerliche Wetter beitrug: Im Oktober bei 25 Grad auf dem Hexentanzplatz gab’s für uns noch nie. Und natürlich auch wiederum unsere gemütlichen Runden mit der „Deutschland-Connection“ – passend zum Turnier – mit leckerem Essen und Getränken bei bester Stimmung!

Fazit: Der Cup der Deutschen Einheit in Wernigerode ist eine Reise wert!

Ralf Schöngart