Ausschreibung Pokalturnier 2026

Auch in diesem Jahr werden wir wieder unser Pokalturnier spielen. Wir starten damit am 11. September 2026. Die Dauer des Turniers ist offen und hängt von der Teilnehmerzahl ab. Hier die Regeln:

Turniermodus:
Gespielt wird im KO-System. Wer gewinnt, wird in der nächsten Runde wieder gegen einen Sieger gelost. Der zuerst gezogene Spieler erhält die weißen Figuren. Wir beginnen am 11. September mit einer Ausgleichsrunde. Die nächsten Runden finden wie folgt statt:

  • 2. Runde am 2. Oktober
  • 3. Runde am 23. Oktober
  • 4. Runde ggf. am 13. November (Nur bei mehr als 16 Teilnehmern)

An den Freitagen, die dazwischen liegen, sind Nachholspieltage eingeplant. Bei unentschiedenem Ausgang einer Partie wird eine Schnellpartie mit 15 Minuten Bedenkzeit und vertauschten Farben gespielt. Endet auch diese Partie unentschieden, wird die Entscheidung durch Blitzpartien bis zur ersten Gewinnpartie herbeigeführt. Dabei hat der Spieler, der ursprünglich weiß hatte, in der 1. Blitzpartie wieder weiß.

Bei ausreichender Teilnehmerzahl nehmen die ausgeschiedenen Spieler am B-Pokal teil. Der B-Pokal wird im Schweizer System gespielt und endet mit dem Endspiel des A-Pokals. Die bis zum Eintritt in den B-Pokal erzielten Punkte werden angerechnet. Der Sieger des B-Pokals ist der Drittplatzierte des Pokalturniers. Bei Punktgleichheit gilt die Buchholz-Wertung vor Sonneborn-Berger-Wertung.

Auslosung:
Die Runden werden unmittelbar vor Spielbeginn offen ausgelost.

Bedenkzeit:
Die Bedenkzeit beträgt 60 Minuten für die gesamte Partie. Jeder Spieler erhält je Zug einen Zuschlag von 30 Sekunden zu seiner Bedenkzeit vom ersten Zug an.

Anmeldung:
Teilnahmeberechtigt sind alle aktiven Vereinsmitglieder der Schachfreunde Buxtehude. Anmeldungen werden bis zum ersten Spieltag am 11. September persönlich im Spiellokal entgegengenommen, Meldeschluss ist um 19:50 Uhr. Ich bitte darum, sich möglichst schon frühzeitig anzumelden, entweder telefonisch unter 04164 / 908769 oder per E-Mail an:

justusibe07@gmail.com

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!

Justus Ibe

Beim Deutschen Schachgipfel 2026 in Dresden

Vom 16.07. bis 26.07.2026 ereignete sich im Internationalen Congress Center in Dresden das Deutsche Schachhiglight 2026. Nach ein paar Jahren Pause wurde nämlich wieder ein Schachgipfel ausgerichtet, in dessen Rahmen 13 verschiedene Deutsche Meisterschaften ausgetragen wurden. Mit dabei einige große Namen der Deutschen Schachszene, wie beispielsweise Rasmus Svane oder Niclas Huschenbeth. In diesem Jahr war aber mit mir selbst (Justus Ibe) auch ein SFB’er mit von der Partie. Durch das Erreichen des Halbfinals im NSV-Dähnepokal konnte ich mich als Nachrücker für die Deutsche Pokaleinzelmeisterschaft (DPEM) qualifizieren. Hierbei gingen 32 Schachspieler aus den 17 Landesverbänden und dem Deutschen Schachbund für Blinde und Sehbehinderte an den Start und kämpften in 5 Runden zunächst im KO-System um den Titel. Die ausgeschiedenen Spieler mussten aber nicht abreisen, sondern spielten im B-Pokal nach Schweizer System die weiteren Platzierungen aus. Mit einer Elo von 1918 ging ich als viertletzter der Setzliste ins Rennen. Für die Paarungsermittlung war das aber nicht von weiterer Bedeutung, da die Startnummern, wie im KO-Turnier typisch, ausgelost wurden. Nun aber zu meinem Turnierverlauf:

In der ersten Runde bekam ich es mit Weiß mit dem Sieger des NRW-Dähnepokals zu tun (Elo 2128). Hierbei kam ich sehr gut aus der Eröffnung raus und erarbeitete mir eine bessere bis klar bessere Stellung. In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit stellte ich die Partie durch das Übersehen einer einzügigen Springergabel ein.

Daraufhin musste ich mit den Schwarzen Steinen gegen einen Gegner mit einer Elo von 2176 ran, der lustigerweise die gleiche Eröffnung spielte, die ich auch gerne spiele. Durch mehrere kleine Ungenauigkeiten im Mittelspiel kam ich in eine nachteilige Stellung. Im Endspiel hoffte ich aber noch auf einen Trick und opferte einen Springer, um beide Türme auf die gegnerische siebte Reihe zu bekommen. In einer Situation hätte es bei korrektem Spiel meinerseits sogar ein Dauerschach gegeben, was ich aber in hochgradiger Zeitnot nicht richtig berechnen konnte. Im 39. Zug verlor ich schließlich in bereits aussichtsloser Stellung auf Zeit.

2079 war die Elo meines Drittrundengegners. Gegen 1.d4 wählte mein Gegner die Holländische Verteidigung und wiederum stand ich nach der Eröffnung sehr angenehm. Im Mittelspiel gelang es mir schließlich, meinen Gegner zu überspielen und eine gewonnen Stellung zu erreichen. Irgendwie fand ich aber keinen Gewinnweg und verbaselte die Stellung zunächst in eine ausgeglichene Stellung, wo ich schließlich auch mit einem Remis zufrieden wäre. Ich verzählte mich jedoch bei einer Zugwiederholung und übersah so, dass eine Stellung bereits dreimal auf dem Brett gewesen war und verpasste damit die Chance, auf Remis zu reklamieren. Mein Gegner spielte weiter und in der Folge verzockte ich die Stellung noch in ein verlorenes Turmendspiel.

In der vierten Runde spielte ich gegen den letzten Platz der Setzliste (Elo 1654) meine wohl schlechteste Partie des Turniers. Zuerst spielte ich die Eröffnung mit Weiß viel zu ambitionslos, um dann später eine klare Remisstellung zu überziehen. Das Glück hatte mich aber anscheinend doch noch nicht ganz verlassen, denn durch einen ungeschickten Abtausch meines Gegners entstand schlussendlich doch noch ein ausgeglichenes Turmendspiel und ich holte mit einem Remis meinen ersten halben Punkt.

Zum Abschluss bekam ich es mit einem Fidemeister mit einer Elo von 2159 zu tun. Mit Schwarz unterlief mir in der Eröffnung eine kleine Ungenauigkeit, durch welche ich eine sehr passive Stellung erreichte. Ich verteidigte mich aber mit Umsicht und Geduld. Mein Gegner bekam zwar einen Minoritätsangriff aus dem Bilderbuch aufs Brett, der entstehende rückständige Bauer war jedoch meine einzige Schwäche. Daher versuchte mein Gegner noch ein Bauernopfer, um einen Zentrumsdurchbruch zu erlangen, den er mit einem Turmopfer für zwei verbundene Freibauern auf der 6. Reihe krönte. Ich opferte jedoch einen Turm zurück und konnte das entstandene Turmendspiel Remis halten.

Am Abend fand dann noch ein Abschlussbankett mit der Siegerehrung der verschiedenen Meisterschaften statt, dass dieses schöne Event gelungen abgerundet hat.

Mit schlussendlich 1/5 bin ich zweiter von hinten geworden und konnte ein ordentliches Minus bei der DWZ und ein moderates Minus bei der Elo verbuchen. Auch wenn es ergebnistechnisch für mich eher schlecht gelaufen ist, und die Niederlagen der 1. und 3. Runde natürlich sehr bitter waren, hat mit das Turnier in wirklich schönen Räumlichkeiten sehr viel Spaß gemacht und war eine herausragende Möglichkeit, Turnierpraxis gegen starke Gegner zu sammeln.

Justus Ibe

Ralf Schöngart verteidigt Titel

Bei unserem diesjährigen Sommerturnier konnte Ralf Schöngart seinen ersten Platz ungefährdet verteidigen. Von sechs Spielen gewann er fünf (bei einem Remis) und kam gemäß der 3-Punkte Regelung auf insgesamt 16 Punkte. Zweiter wurde Gastspieler Stefan Lehmkuhl von Eintracht Munster. Er kam auf 11 Punkte. Auf den dritten Platz kam Stefan Klein mit 9 Punkten. Die Ergebnisse aller Paarungen mit Abschlusstabelle gibt es hier zu sehen:

Sommerturnier

Dieses Jahr nahmen 19 Spieler am Sommerturnier teil, bei zwei Gastspielern und zwei Vereinslosen. Wir freuen uns, dass unser Sommerturnier weiter so gut angenommen wird und ein festes Highlight in den jährlichen Sommerferien ist.