Zwei Buxtehuder beim NSV-Dähnepokal

Am 20. und 21.12. fand in Lehrte der NSV-Dähnepokal 2025 statt. Dieses Mal waren mit Ralf Schöngart und Justus Ibe zwei Buxtehuder als Vertreter des Schachbezirks Lüneburg am Start.

Ralf bekam es im Viertelfinale mit der Nummer 5 der Setzliste (DWZ 2008) zu tun. Ralf geriet in eine unangenehme Stellung, in der sein Springer praktisch unauflösbar gefesselt war, ihm gelang es jedoch, das Remis durch Dauerschach zu sichern. Im Schnellschach unterlag Ralf seinem Gegner allerdings. Justus bekam die Nummer 8 der Setzliste (DWZ 1635) zugelost, der bedingt durch die Anreise mit der Bahn mit etwas Verzug ankam. Mit Weiß kam Justus in eine schwierige Stellung mit geöffneter h-Linie gegen seinen König. Sein Gegner opferte jedoch fälschlicherweise eine Figur. Diese gab Justus aber wieder zurück, um in ein Endspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Hier machte es ihm sein Gegner leicht, sodass nach etwa 4 Stunden Spielzeit der Sieg auf der Ergebnistafel stand.

Im Halbfinale wartete jedoch ein 16jähriger NSV-Kaderspieler und späterer Pokalsieger mit DWZ 2280 auf Justus. Sein Gegner ließ sich auch nicht lange bitten und nutzte kleine Ungenauigkeiten des Buxtehuders gnadenlos aus und nach 25 Zügen brachte sein Gegner den Sieg unter Dach und Fach.

Insgesamt haben sich die Buxtehuder Vertreter also ganz ordentlich geschlagen. Der Dähnepokal auf Bezirksebene startet übrigens schon Anfang 2026. Die Ausschreibung hierfür ist auf der Website des Schachbezirks Lüneburg zu finden.

Justus Ibe

Neues Spiellokal

Mit dem Julklapp-Blitzturnier am 12.12.2025 endet für die Schachfreunde Buxtehude eine lange und prägende Ära: Nach 24 Jahren heißt es Abschied nehmen von den Räumlichkeiten in der „Hohen Luft“. In dieser Zeit wurde hier nahezu alles erlebt, was das Schach zu bieten hat, bittere Tränen nach Abstiegen, ausgelassene Freude über Aufstiege, endlose Freitagabende mit Vereinsmeisterschaften und Pokalturnieren bis tief in die Nacht sowie harte, oft mehr als sechsstündige Kämpfe an den Sonntagen. Auch das Jugendtraining entwickelte sich stetig weiter, vom Einzeltraining bis hin zu lebhaften Gruppen mit bis zu 15 Jugendlichen.

Nun blickt der Verein nach vorne. Die Schachfreunde freuen sich darauf, die neuen Räumlichkeiten in der Begegnungsstätte Altkloster (Hauptstraße 30, Buxtehude) mit Leben zu füllen. Die Stadt Buxtehude hat hier mit großem Engagement hervorragende Bedingungen geschaffen, für die wir sehr dankbar sind. In dieser neuen Umgebung möchten wir weiterhin gemeinsam Schach spielen, Erinnerungen sammeln und neue Freunde des königlichen Spiels willkommen heißen.

Aufgrund des Umzugs und der anstehenden Feiertage setzen die Trainingsabende vorübergehend aus. Der erste Trainingsabend – quasi zum Kennenlernen der neuen Räumlichkeiten – findet am 09.01.2026 zu den üblichen Zeiten statt. Am 16.01.2026 startet dann der Spielbetrieb mit unserem Schnellturnier.

Die Begegnungsstätte Altkloster wartet darauf, mit neuen Geschichten gefüllt zu werden. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Neustart.

Thomas Höhle

Der letzte Akt.

 

Die neuen Räumlichkeiten.

 

 

Zweite Mannschaft marschiert durch

Unsere zweite Mannschaft musste am 3. Spieltag in der Bezirksklasse West gegen den SV Winsen (Luhe) II antreten. Unsere Ausgangsposition war günstig, denn Winsen ließ die Bretter 1 und 2 unbesetzt. Dadurch hatten wir für Stefan Klein und Volker Harms zwei kampflose Punkte sicher.

An den übrigen vier Brettern ergaben sich wechselvolle Spiele. Die erste Partie ging an Brett 5 durch Bjarne Walther verloren. Aus der sizilianischen Verteidigung entwickelte sich ein geschlossenes Mittelspiel, in dem Bjarne gut mithielt. Auf eine Drohung gegen seinen Läufer übersah Bjarne eine starke Drohung gegen den gegnerischen Turm und gab trotz Stellungsvorteils auf.

Den ersten Sieg brachte uns Peter Rußi an Brett 6 ein. Gegen einen offensiv spielenden Gegner kam er zunächst in eine beengte Stellung, aus der er sich dank geschickter Abtauschmanöver befreien konnte. Er behielt einen Mehrbauern zurück, den er umsichtig und konzentriert nach vorne brachte. Kurz vor der Umwandlung gab sein Gegner auf.

An Brett 3 kam es bei Björn Walther nach einer verhaltenen halboffenen Eröffnung und bedachter Figurenentwicklung zum regen Figurenabtausch. Im sich daraus entwickelndem Doppelturmendspiel mit gleichfarbigen Läufern und noch sämtlichen Bauern büßte Björn schnell einen Bauern ein. Er versuchte dann vergeblich, den Bauern zurückzuerobern oder zumindest ein Remis zu erzielen, verlor aber schließlich.

Auch Curd Hiersche hatte an Brett 4 eine geschlossene Partien mit solidem Aufbau. Im Laufe des Mittelspiels öffnete sich die Stellung und es kam zu vielerlei taktischen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Curd konnte seine Chancen besser nutzen und schlug mit seinem Königsangriff schließlich durch.

Am Ende stand es 4:2 Mannschaftspunkte für uns. Somit konnten wir unseren dritten Mannschaftskampf in Folge gewinnen und sind bislang ungeschlagen. Bis mindestens Januar werden wir an der Tabellenspitze überwintern. Eine hervorragende Ausgangsposition, um die zweite Saisonhälfte im neuen Jahr entspannt anzugehen.

Stefan Klein

Jan Kröger ist Blitzmeister 2025

Am vergangen Freitag, den 05. Dezember wurde die jährliche SFB-Blitzmeisterschaft ausgespielt. Hierbei konnte sich Jan Kröger mit einer 100%-Ausbeute von 8 Punkten souverän den Titel sichern. Auf dem zweiten Platz mit 6,5 Punkten landete Ralf Schöngart. Den dritten Platz erkämpfte sich Stefan Lehmkuhl mit 6 Punkten.

Hier die Kreuztabelle mit allen Ergebnissen:

Blitzmeisterschaft | Schachfreunde Buxtehude e.V.

1. Binzer Senioren-Open

In diesem Jahr fand in Binz auf Rügen das beliebte Senioren-Turnier erstmals unter einem neuen Namen und unter neuer Leitung statt. Streitigkeiten mit dem ehemaligen Veranstalter führten dazu, dass die offene Landesmeisterschaft von M-V jetzt auf Usedom stattfindet – leider zeitgleich! Hoffentlich gibt es da für die Zukunft bessere Lösungen, vor allen Dingen für die Schachspieler!

Wir spielten wieder im Dorint Seehotel Binzer Therme. Immer noch mit einem tollen Wellness-Bereich und (leider 😉 ) sehr leckerem Essen. Leider waren von den ursprünglich angemeldeten 173 Spielern letztlich nur 154 am Start. Das ist besonders ärgerlich, weil dadurch Spielern, die gerne mitgespielt hätten, diese Möglichkeit durch die blockierten Startplätze genommen wurde. Mein Turnierstart war gelungen. In der ersten Runde widerlegte ich mit Schwarz meinem Gegner (ELO 1837) sein Bauernopfer in der Eröffnung und konnte letztlich mit 3 Bauern mehr gewinnen. In Runde zwei traf ich auf einen guten Freund aus Leipzig (ELO 1745). Auch hier konnte ich zwei Bauern und damit die Partie gewinnen. Danach wartete ein FM mit ELO 2103 auf mich. In dieser Partie rechnete ich eine Abwicklung durch, vergaß aber, dass ich den ersten Zug zwar im Kopf, aber noch nicht auf dem Brett ausgeführt hatte. Tja, Sachen gibt’s … In Runde 4 spielte ich gegen den 94-jährigen Turniersenior. Als ehemaliger Bundesligaspieler hat er immer noch eine ELO-Zahl von 1915. Trotz aller Erfahrung hat er eine schlechte Angewohnheit: Ständiges Remis-Anbieten und zwar ausschließlich, wenn der Gegner am Zug ist. Wie sagte ein Schachfreund so schön am nächsten Morgen beim Frühstück: „Du hast dem Sirenen-Gesang der ständigen Remis-Angebote erfolgreich widerstanden“. Schöne Formulierung. Dann kam der nächste FM (ELO 2225). In einer 5-Stunden-Partie konnte sich nach 60 Zügen der Spieler von Werder Bremen durchsetzen. In der 6. Runde erreichte ich mit Weiß ein Endspiel Turm + guter Springer gegen Turm + schlechter Läufer bei gleicher Bauernzahl. Mein Gegner aus Kiel (ELO 1891) verteidigte sich zäh, bis wir beide nur noch zwei Minuten Restbedenkzeit hatten. Dann konnte er jedoch einen Bauerndurchbruch nicht mehr verhindern. 4 aus 6 ist kein schlechtes Zwischenergebnis. Runde 7 hielt den nächsten Titelträger, einen CM mit ELO 2127, für mich bereit. Hier wählte ich mit Schwarz einen ruhigen und sicheren Aufbau und konnte tatsächlich ein Remis erreichen. Die 8. Runde dann umgekehrte Vorzeichen. Mein Gegner (ELO 1875) „rührte Beton an“. In der Stellung fand ich kein Durchkommen, also wieder Remis. In der letzten Runde schoss ich dann einen Riesen-Bock und „schenkte“ meinem Gegner (ELO 2098) einzügig die Qualität und damit natürlich auch den Punkt. Kein schöner Abschluss. Mit 5 Punkten aus 9 Runden landete ich am Ende auf Platz 38, gestartet war ich mit Nummer 34. Also in etwa die Erwartungen erfüllt.

Auch dieses Jahr waren mit Sigrun Naumann die SFB doppelt vertreten. Leider ermittelte die Turnierleitung eine fehlerhafte Startrangfolge, so dass Sigrun in der ersten Runde spielfrei hatte. Dieser kampflose Punkt wirkte sich natürlich auf das ganze Turnier aus, denn Sigrun bekam ständig deutlich stärkere Gegner vorgesetzt. Trotzdem erreichte sie am Ende mit 1,5 Punkten den vorletzten Platz. Und gegen welche Gegner sie gespielt hat, zeigt die Tatsache, dass Sigrun sogar noch ein Plus von 5 DWZ-Punkten verbuchen konnte.

Leider war die falsche Startrangliste nicht das einzige Manko der Turnierleitung. Das zeigte sich von fehlerhaften Rating-Listen über nicht bewiesene Cheating-Vorwürfe bis hin zu, in der Ausschreibung ausgeschlossenen (!), doppelten Preisen bei der Siegerehrung. Hier kann man von einem zertifizierten „International Organizer“ sicher mehr erwarten.

Trotzdem war es insgesamt wieder ein sehr schönes Turnier, wozu auch die gemütlichen Abende mit Freunden an der Bar beigetragen haben. Im nächsten Jahr steht das Hotel aus Renovierungsgründen leider nicht zur Verfügung, dann soll in einem Nachbarhotel gespielt werden. Man kann gespannt sein, ob das Turnier dann immer noch so gut angenommen wird.

Ralf Schöngart