Gelungenes BuFDi-Projekt

Am Samstag, 7. Mai 2022, fand das angekündigte gemeinsame Projekt mit dem BSV statt. Kurzfristig musste der Veranstaltungsort in die Malerschule verlegt werden, was aber von den Räumlichkeiten her eher ein Gewinn war. Wir hatten vier verschiedene Stationen aufgebaut: Anfängerschach, Schachaufgaben, Simultan und freies Spiel. Außerdem hatte Cedric eine Cafeteria mit Kleinigkeiten und leckerem Butterkuchen zur Verfügung gestellt! Über den Tag verteilt kamen etliche Besucher und probierten die verschiedenen Angebote aus. Vor allen Dingen waren Familien mit Kindern engagiert dabei. Es war ein schöner Tag mit vielen interessanten Begegnungen und Gesprächen! Schade fand ich, dass Cedric Karlson, der den Tag im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes organisiert hat, vom BSV selbst überhaupt keine Unterstützung bekommen hat und sich niemand von dem großen Sportverein vor Ort blicken ließ. Dafür waren wir nicht nur mit dem Spielmaterial sondern auch mit dem kompletten Vorstand vertreten! Und vielleicht konnten wir ja auch bei einigen Teilnehmern das Interesse am Schach wecken.

Ralf Schöngart

Bernd Skalmowski beim Simultan

Gute Laune war garantiert!

Presse

Unsere Pressearbeit hat durch unseren neuen Pressewart wieder deutlich Fahrt aufgenommen. So haben sowohl das Wochenblatt als auch das Tageblatt große Artikel über unseren Verein veröffentlicht.

Neue Buxtehuder 26.03.2022

Buxtehuder Tageblatt 27.04.2022

BSV-Projekt

Am 7. Mai richtet Cedric Karlson im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes beim Buxtehuder SV eine Schachveranstaltung in der Pausenhalle der Halepaghenschule aus. Willkommen sind alle Schachinteressierten vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Es wird mehrere unterschiedliche Schach-Angebote geben und selbstverständlich ist auch für die Verpflegung gesorgt.

Die Schachfreunde Buxtehude unterstützen sehr gerne diese Veranstaltung.

Ausstellung bei Optiker Büsch

Beim Optiker Büsch in Harsefeld gibt es eine sehenswerte Ausstellung über die Schachfreunde Buxtehude. Die Dekorateurin Ilka Kuhn hat dort auf sehr gelungene Weise Informationen über unseren Verein mit anderen tollen Schachbildern kombiniert. Geplant ist, dass diese Ausstellung (voraussichtlich nach Ostern) auch bei Optiker Büsch in Buxtehude präsentiert wird.

Ein Besuch lohnt sich! Hier schon mal ein paar Eindrücke:

Kein Spielabend am 18.2.22

Das angekündigte Orkantief ZEYNEP hat uns dazu bewogen, den Spielabend am 18.2.22 abzusagen. Wir folgen damit einer Empfehlung der Wetterdienste, möglichst zu Hause zu bleiben und sich nicht unnötig im Freien aufzuhalten.

Ralf Schöngart

Hygienekonzept Hohe Luft

Die Stadt Buxtehude hat für die Hohe Luft ein aktuelles Hygienekonzept erstellt. Es sieht für eine Auslastung von bis zu 10 Personen die 2G-Regel (nur von COVID19 genesene oder mind. 2x geimpfte Personen haben Zutritt) und für eine Auslastung von 11 bis 15 Personen die 2G+ Regel (zusätzlich ist ein aktueller negativer Schnell- oder PCR-Test, nicht älter als 24 Stunden, notwendig) vor. Für „geboosterte“ Personen entfällt die zusätzliche Testpflicht. Das Tragen einer FFP2-Maske ist für die gesamte Dauer des Aufenthalts verpflichtend. Da die Hohe Luft als kulturelle Einrichtung eingestuft ist, muss auch bei der Sportausübung (also auch am Schachbrett) die Maske getragen werden.

Ich bitte um Berücksichtigung. Bei einer Änderung der aktuellen Bedingungen gibt es hier die entsprechenden Informationen.

Ralf Schöngart

Seniorenturnier in Binz

Vom 1. – 9. Dezember 2021 fand in Binz auf Rügen die 21. Offene Senioren-Landeseinzelmeisterschaft von Mecklenburg-Vorpommern (M-V) statt. Ursprünglich waren 170 Teilnehmer zugelassen, diese Zahl wurde dann jedoch auf 154 reduziert. Im Vorfeld hatten sich 240 Spieler angemeldet. Bedingt durch die Corona-Pandemie und zusätzliche Einschränkungen (z.B. die 2-G-Plus-Regelung mit täglichen Tests) zogen jedoch 140 Spieler ihre Anmeldung zurück, so dass am Ende noch 100 Teilnehmer antraten. Gespielt wurden 9 Runden im Dorint-Seehotel Binz-Therme direkt am Ostseestrand.

Trotz etwas holprigem Start konnte ich die drei ersten Runden gewinnen, u.a. gegen eine weibliche Internationale Meisterin (WIM). Die nächsten drei Runden verlor ich dann jedoch, unter meinen Gegnern war der einzige mitspielende Großmeister sowie eine weitere WIM. In Runde 7 spielte ich dann erneut gegen eine Frau, damit hatte ich gegen die seinerzeit drei Erstplazierten bei der damaligen Frauenmeisterschaft der DDR gespielt. Und es ging kurios weiter: In Runde 8 saß mir wiederum eine Frau gegenüber! Vier weibliche Gegnerinnen in einem Turnier, so etwas ist mir in meiner langen Schachlaufbahn auch noch nie passiert! Soll noch mal jemand sagen, Schach ist langweilig … In dieser Partie konnte ich die Dame erobern (nein, nicht meine Gegnerin, sondern die auf dem Brett …) und hatte somit 5 Punkte auf meinem Konto. In der letzten Runde verlor ich dann leider nach über 5 Stunden Spielzeit und 80 Zügen. Mit 5 Punkten aus 9 Runden landete ich am Ende auf Platz 27 und verlor ca. 5 DWZ- und ELO-Punkte. Meine Punkterwartung lag bei 5,2, es konnte mir jedoch niemand verraten, wie ich die fehlenden 0,2 Punkte hätte holen können 😉

Der Landesverband M-V ist der einzige Verband, der auch am Brett das Tragen einer Maske vorschreibt. Das ist ungewohnt und auch ziemlich anstrengend, vor allen Dingen, wenn man wie ich mehrere Partien über 4 oder sogar 5 Stunden spielt. Erholen konnte man sich dann aber bei leckerem Essen (incl. Halbpension!), im Wellnessbereich mit Therme, Sole-Schwebebecken oder der tollen Sauna-Landschaft! Das Turnier war sehr gut organisiert, auch die alle drei Tage notwendigen Corona-Tests konnten direkt im Hotel durchgeführt werden. Mir wurde das Turnier von mehreren Schachfreunden empfohlen und ich kann es nur bestätigen: Das Turnier ist die Teilnahme wert!

Ralf Schöngart

Ralf Schöngart ist Vize-Weltmeister

Vom 01.10. – 10.10.2021 fand auf der griechischen Insel Kreta die ACO-Senioren-Weltmeisterschaft statt. Gespielt wurde in einem 5-Sterne-Hotel direkt am Strand. Es gab All-Inclusive-Verpflegung und alles war Corona-konform bestens organisiert. Pandemiebedingt waren in diesem Jahr etwas weniger Teilnehmer am Start, aber immerhin 173 Spieler aus 18 Nationen kämpften um Titel, Preise und Pokale. Gespielt wurde in 7 Wertungsgruppen, ich selber spielte in Gruppe B (ELO 2000 – 2200). Für mich stand in diesem Jahr allerdings der Urlaubsgedanke im Vordergrund, schließlich gab es in den letzten zwei Jahren nicht wirklich die Gelegenheit, Urlaub zu machen. Aber manchmal zahlt sich eine gewisse Lockerheit ja auch aus…

In der ersten Runde musste ich mit Schwarz gleich gegen die Nummer eins der Setzliste antreten, einen Schweden mit 2164 ELO. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der ich lange Zeit mit dem Rücken zur Wand stand. Mein Gegner ließ jedoch mehrere Chancen zum Gewinn aus, so dass ich diese Partie sogar noch zu meinen Gunsten drehen konnte. Hier gibt es diese Begegnung mit einem kurzen Kommentar von mir zum Nachspielen. Ein perfekter Einstand in so ein Turnier. In der zweiten Runde hatte ich Weiß gegen einen Dänen mit ELO 2155. Ich konnte einen Bauern gewinnen, fing dann aber an, rückwärts zu spielen und den Mehrbauern zu verteidigen. Das nutzte der Skandinavier konsequent zu einem sehenswerten Mattangriff aus. Da an diesem „Tag der Deutschen Einheit“ eine Doppelrunde angesetzt war, nutzte ich am Nachmittag die Möglichkeit, ein sog. „Bye“ zu nehmen. Das bedeutet, dass man nicht mit ausgelost wird, trotzdem aber einen halben Punkt gutgeschrieben bekommt. In Runde vier saß mir ein Schweizer mit ELO 2057 gegenüber. Nach dem von mir mit Weiß gerne gespielten Grünfeld-Gambit konnte ich den Mehrbauern behaupten und sogar einen Königsangriff starten. Diesen konnte der Eidgenosse zwar abwehren, allerdings nur auf Kosten eines nicht mehr aufzuhaltenden Freibauern. Runde fünf bescherte mir den ersten Deutschen (ELO 2044) als Gegner. Nach einigen taktischen Gemützeln nach der Vorstoß-Variante im Caro-Kann erreichte ich ein Doppelturm-Endspiel mit Mehrbauern, das jedoch aufgrund meiner offenen Königsstellung nicht zu gewinnen war, also Remis. An diesem Tag gab es wieder eine Doppelrunde und ich nutzte wiederum die Möglichkeit zu einem Bye und verbrachte den Nachmittag lieber am Strand. In Runde sieben traf ich wieder mit Schwarz auf den zweiten Deutschen (ELO 2129). Nachdem ich meinen Gegenüber durch einige Zugumstellungen aus der ursprünglich englischen Eröffnung ins Königsindisch „transferiert“ hatte, konnte ich abermals einen Bauern gewinnen. Mein Gegner startete dann jedoch einen starken Angriff, den ich fast unterschätzt hätte. Allerdings war er so auf seinen Angriff fokussiert, dass er eine versteckte Mattdrohung von mir erst sah, als es zu spät war. Die vorletzte Runde spielte ich dann an Tisch eins mit Weiß gegen einen FM aus Schweden (ELO 2156). Nach einem ausgeglichenen Verlauf bot ich nach 22 Zügen Remis an. Der Skandinavier versuchte jedoch noch, einen Königsangriff zu inszenieren. Nachdem ich dann überraschend für meinen König ein sicheres Plätzchen auf f2 gefunden hatte, bot er nun seinerseits Remis an. Mit nunmehr 5,0 Punkten hatte ich die Podestplätze in Reichweite. In der letzten Runde hatte ich noch mal Weiß gegen einen Engländer mit ELO 2095. Es gab mal wieder den Sämisch-Angriff gegen die königsindische Verteidigung. Diese Partie war ein „Spiel auf ein Tor“:  Ich konnte meinen Angriff mit einem spektakulären Turmopfer auf f7 krönen und den ganzen Punkt verbuchen. Damit hatte ich 6,0 Punkte auf dem Konto und landete am Ende auf Platz 2 und wurde Vize-Weltmeister! Den Titel holte mit 6,5 Punkten der FM aus Schweden.

Dieses Turnier ist die optimale Mischung aus Schach und Urlaub. Das schöne Hotel mit dem tollen Strand, das (überwiegend) schöne Wetter, die sehr guten Spielbedingungen und die vielen netten Begegnungen. Abends saßen wir oft in geselliger Runde (quer durch Deutschland: Von Jesteburg über Fredersdorf bei Berlin, Magdeburg bis nach Koblenz war alles vertreten) zusammen und hatten eine Menge Spaß. Mein Fazit lautet also:

Diese Reise hat sich gelohnt!

Ralf Schöngart