Am 2. Spieltag in der Bezirksoberliga empfing SFB I die 1. Mannschaft vom MTV Dannenberg. Die Gäste reisten nur mit 7 Spielern an, so dass Divyam Martin-Sommerfeld an Brett 8 kampflos gewann. Ansonsten waren die Dannenberger aber mit „voller Kapelle“, also den stärksten Spielern angetreten. Nach nur anderthalb Stunden mussten wir dann auch schon den Ausgleich hinnehmen. An Brett 4 kam Alexander Struck mit der unkonventionellen und aggressiven Eröffnung seines Gegners nicht zurecht und musste sich früh geschlagen geben. Anschließend gingen die Gäste sogar in Führung: Martin Winkelmann (Brett 3) geriet in ein taktisches Kreuzfeuer und konnte Materialverlust nicht mehr vermeiden – 1 : 2. Aber nach 3 Stunden fiel der Ausgleich an Brett 5. Frank Schildt konnte in seiner typischen Art einen Bauern erobern und seinen Gegner mehr und mehr einschnüren. Als schließlich auch noch ein Läufer „abhanden“ kam, musste der Gästespieler aufgeben – 2 : 2. Fast zeitgleich mit diesem Sieg endeten zwei weitere Partien. Nach einem zweifelhaften Springeropfer seines Gegners konnte Ralph Bernhard an Brett 6 nur mit Mühe einen Mattangriff abwehren, musste dafür aber letztlich zwei Qualitäten geben. Diesen Vorteil ließ sich der Dannenberger Mannschaftsführer nicht mehr nehmen – 2 : 3. Aber postwendend wiederum der Ausgleich. An Brett 7 spielte Stefan Klein ein „angetäuschtes Französisch“ (O-Ton Stefan). Hier sein Kommentar: „Mit der Owen-Verteidigung kam ich zunächst in eine Defensivstellung, konnte meinen Gegner jedoch zu einem fragwürdigen Zug verleiten, der ihn einen Bauern kostete. Der Mehrbauer wurde zum gedeckten Freibauern, der dem Dannenberger Spieler wenig Raum ließ. Nachdem ich durch Springermanöver den zweiten Bauern zu gewinnen drohte, gab mein Gegner auf.“ – 3 : 3. Jetzt liefen nur noch die beiden Spitzenbretter. Justus Ibe unterlief an Brett 1 in der Eröffnung eine positionelle Ungenauigkeit, wodurch er die ganze Partie unter Druck stand. Mit einer hübschen Kombination konnte der Dannenberger Spitzenspieler schließlich eine Bauernumwandlung erzwingen, die die Partie entschied – 3 : 4. Die letzte Partie spielte Ralf Schöngart an Brett 2. Der Buxtehuder musste unbedingt gewinnen, um noch den einen Mannschaftspunkt zu sichern. Sein erfahrener Gegenüber konnte jedoch alle Einbruchsfelder kontrollieren. Als nach 4 Stunden Spielzeit keiner von beiden mehr reale Gewinnchancen hatte, einigte man sich auf Remis. Damit stand das Endergebnis von 4,5 : 3,5 für Dannenberg fest.
Ralf Schöngart