BSSEM

Am Wochenende 4. und 5. Mai fand in Winsen/Luhe die Bezirks-Schnellschach-Einzelmeisterschaft (BSSEM) statt. Besser bekannt ist dieses Turnier unter dem Namen „Lisa’s Open“. Leider ist die Namensgeberin dieses Turniers, Lisa Göcke, am 1. Mai im Alter von 76 Jahren verstorben, deswegen begann das Turnier auch mit einer Schweigeminute.

Dieses Jahr waren lediglich 29 Spieler am Start. Das lag zum einen an der reduzierten Werbung, zum anderen an einem hochkarätigen Konkurrenzturnier im benachbarten Hamburg. Auch die SFB waren diesmal nur zu Zweit vertreten, Stefan Lehmkuhl und ich. Stefan spielte ein gutes Turnier, was die Tatsache belegt, dass er die letzte Runde am Spitzenbrett spielen durfte. Mit 6,5 Punkten aus 11 Runden (5 Siege, 3 Remis, 3 Niederlagen) landete er in der Endabrechnung auf Platz 9. Mein Turnier verlief wechselhaft: Mit 4,5 aus 5 gestartet, leistete ich mir zwischendurch ein paar (unnötige) Niederlagen. Durch meinen Sieg in der letzten Runde schaffte ich es mit 7,5 Punkten (7 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen) aber noch auf’s Treppchen und belegte am Ende Platz 3. Turniersieger und neuer Bezirksmeister wurde Andreas Kozik vom SV Bad Bevensen mit 8,5 Punkten. Andreas blieb als einziger Spieler ungeschlagen.

Ansonsten war das Turnier wie immer gut organisiert und bot sehr gute Spielbedingungen. Der Turnierleiter Julian Zeyn hatte das Geschehen jederzeit im Griff. Alle Ergebnisse, einen ausführlichen Bericht und einige Fotos findet man auf der Homepage des SV Winsen. Hoffen wir, dass im nächsten Jahr wieder mehr Spieler den Weg nach Winsen finden.

Ralf Schöngart

  

Sportlerehrung

Zum ersten Mal in unserer mittlerweile 38-jährigen Vereinsgeschichte wurde eine SFB-Mannschaft zur Sportlerehrung der Hansestadt Buxtehude eingeladen. Grund dafür war unser sehr starker zweiter Platz bei der Niedersächsischen Pokalmannschaftsmeisterschaft der Senioren. In einer sehr schönen Veranstaltung mit launigen Interviews der Bürgermeisterin Frau Oldenburg-Schmidt wurden wir mit der Sportehrenmedaille in Bronze ausgezeichnet. Das sollte uns Ansporn für weitere Erfolge sein!

Ralf Schöngart

Die erfolgreiche Mannschaft mit der Bürgermeisterin.

!!! AUFSTIEG !!!

Am letzten Spieltag in der Bezirksoberliga kam es zum Showdown um den Aufstieg in die Verbandsliga: Unsere Erste musste beim Tabellenführer SV Winsen antreten. Die Konstellation war klar. Winsen hatte zwei Mannschaftspunkte mehr als wir, ihnen reichte ein Unentschieden. Wir mussten auf jeden Fall gewinnen, um noch aufzusteigen. Welchen Stellenwert dieser Kampf für die Winsener hatte, zeigt die Tatsache, dass der bisher kaum zum Einsatz gekommene Spitzenspieler gegen uns aufgeboten wurde. Aber auch wir konnten nahezu in Bestbesetzung antreten. Es versprach also ein spannender Wettkampf zu werden und so kam es auch. Es begann nach gut zwei Stunden mit zwei Remisen. Stefan Lehmkuhl hatte an Brett 4 eine ziemlich verschachtelte Bauernstellung, in der eine Punkteteilung die logische Konsequenz war. Fast zeitgleich endete auch die Partie von Ralf Schöngart an Brett 1. Hier war nach einem „Generalabtausch“ ein Endspiel mit jeweils einem Turm, einem Springer und einigen Bauern entstanden, in dem keiner der Beiden reelle Gewinnmöglichkeiten besaß. Eine halbe Stunde später dann das dritte Remis durch Frank Schildt an Brett 3. Nach einer ausgeglichenen Partie war hier das Motto „wer riskiert, verliert“, also lieber den sicheren halben Punkt mitnehmen. Und wieder eine halbe Stunde später sogar das vierte Remis durch Martin Winkelmann an Brett 8. Martin konnte durch starkes Spiel zwei Bauern erobern, agierte dann jedoch etwas zu passiv. Dadurch konnte sein Gegner einen Bauern zurück gewinnen und seine Figuren aktiv stellen, was zum Ausgleich reichte. Nach drei Stunden Spielzeit stand es 2 : 2, allerdings sah es auf einigen Brettern kritisch für uns aus. Die Führung für Winsen musste Alexander Struck an Brett 6 zulassen, der durch eine kleine Unachtsamkeit einen Springer verlor und wenige Züge später kapitulieren musste. Dann jedoch völlig überraschend der Ausgleich an Brett 2 durch Bernd Skalmowski. Dazu Bernd: „Ich verlor in der Eröffnung einen Bauern. Ein mutiger Springerzug, er war praktisch eingesperrt, stellte den Gegner vor Probleme. Er machte ein paar ungenaue Züge und es endete in einem Endspiel, bei dem ich einen Bauern weniger, aber das Läuferpaar hatte. In Zeitnot kam dann noch ein Fehlzug meines Gegners und er hätte eine Figur verloren, da gab er auf.“ 3 : 3, die Spannung war kaum zu überbieten! Dann dauerte es jedoch bis zur Spielzeit von 5 Stunden, bis die Partie von unserem Mannschaftsführer Rafael Krain entschieden wurde. Auch hier der Originalkommentar: „Ich wählte als Weißspieler an Brett 7 das Londoner System. Mein Gegner verbrauchte fast eine Stunde für die Eröffnungszüge, sodass ich mich am Anfang im Zeitvorteil sah. Ich griff am Königsflügel an, mein Gegner am Damenflügel. Da ich nach der frühen Mittelspielphase eine aktive Stellung hatte, konnte ich diese in einen Qualitätsgewinn umwandeln. Ab da wurde die Parte sehr taktisch. In der späten Mittelspielphase opferte mein Gegner in Zeitnot noch einen Springer, hatte dadurch aber drei in einer Kette verbundene Freibauern, nicht mehr weit entfernt von den Umwandlungsfeldern! Da es 3:3 stand und wir nur mit einem Sieg aufsteigen konnten, spielte ich nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ und sah ein Mattmotiv in der Stellung des gegnerischen Königs. Mein Gegner übersah es und versuchte seine Freibauern zum Sieg zu nutzen. Nach über fünf Stunden Spielzeit stand mein Gegner nur noch einen Zug vor der Damenumwandlung, doch bis dahin konnte ich meine Figuren so positionieren, dass ich kurz vor knapp den Mattangriff mit einem Springeropfer starten konnte und die Partie wenige Züge später gewann. Es stand 4:3 für uns und es fehlte nur noch ein Remis im letzten Duell zum Aufstieg!“ Und diese letzte Partie spielte Torsten Damm an Brett 5. Torsten spielte als Weißer geduldig, bis ein Springerendspiel mit jeweils 5 Bauern entstanden war. Dieses Endspiel war aber nur noch für Weiß zu gewinnen. Aufgrund des Spielstandes bot Torsten Remis an, was sein Gegner kurze Zeit später auch annehmen musste. Damit stand das Endergebnis von 4,5 zu 3,5 für uns fest. Mit 1,5 Brettpunkten Vorsprung sicherten wir uns den Meistertitel in der Bezirksoberliga und den Aufstieg in die Verbandsliga! 

Ralf Schöngart

Die Meistermannschaft v.l.n.r.: Alexander Struck, Martin Winkelmann, Stefan Lehmkuhl, Bernd Skalmowski, Rafael Krain, Frank Schildt, Ralf Schöngart, Torsten Damm. Es fehlt Stefan Klein.

 

Unglückliches Aus im Pokal

Am heutigen Sonntag empfingen wir zum NSV-Senioren-Mannschaftspokal die Mannschaft vom Eystruper SK. Die Gäste kamen (bis auf den Mannschaftsführer) mit einer halben Stunde Verspätung an und waren auch nur zu Dritt. Wir führten also schon mal mit 1 : 0 und Peter Rußi konnte sich als Fotograf betätigen. Es entwickelte sich ein spannender Kampf. Bernd Skalmowski an Brett 2 kam nach der Italienischen Eröffnung in eine schwierige Stellung und sah sich gezwungen, die Qualität zu geben. Diesen Vorteil sich der Gast jedoch nicht mehr nehmen und konnte sicher gewinnen. An Brett 4 spielte Volker Harms die russische Eröffnung und bekam sogar die von ihm vorbereitete Variante auf’s Brett. Volker konnte einen Bauern gewinnen und diesen auch bis ins Endspiel behalten. Auf der Suche nach Gegenspiel übersah sein Gegner dann eine Springergabel, die die Partie sofort zugunsten der SFB entschied. Nun hing alles an Brett 1. Im Duell der Mannschaftsführer verzichtete Ralf Schöngart auf eine frühzeitige Remis-Abwicklung, da auf den anderen Brettern noch nichts entschieden war. Allerdings entwickelte sich das Endspiel, trotz ungleichfarbiger Läufer, zugunsten des Gästespielers, der sich zwei Freibauern auf verschiedenen Flügeln schaffen konnte, die nicht mehr aufzuhalten waren. Damit war der Endstand von 2 : 2 erreicht. Durch die Niederlagen an den beiden Spitzenbretter entschied die „Berliner Wertung“ dieses Mal jedoch klar gegen uns. 

Ralf Schöngart

Schöne Atmosphäre im „Begegnungscafé“

Internationaler Senioren-Cup am Tegernsee

Vom 6. April bis zum 14. April fand in Rottach-Egern der 12. Internationale Senioren-Cup am Tegernsee statt. 181 Teilnehmer aus 10 Nationen, unter ihnen 16 Titelträger, traten in 9 Runden in malerischer Kulisse an. Ich startete mit einem relativ leichten Auftaktsieg gegen einen Gegner mit ELO 1803. In der zweiten Runde musste ich mich, trotz energischer Gegenwehr, nach knapp 4 Stunden Spielzeit einem Internationalen Meister mit ELO 2273 geschlagen geben. Dann geschah etwas für mich sehr ungewöhnliches: 4 Remis in Folge! Es begann mit einer glücklichen Punkteteilung. Ich stellte mit Weiß in guter Stellung durch ein übersehenes Zwischenschach einfach einen wichtigen Zentrumsbauern ein. Daraufhin bot ich meinem Gegner (ELO 1857) gleich noch einen zweiten Bauern an, um aktives Figurenspiel zu bekommen. Dieser traute dem Braten aber nicht und ließ sich lieber auf eine Stellungswiederholung ein. In der vierten Runde konnte ich mit Schwarz gegen ELO 1853 ein etwas besseres Turmendspiel erreichen, fand aber bei knapper Bedenkzeit nicht den Gewinnweg. Runde 5 ein ähnliches Spiel. Wieder hatte ich ein vorteilhaftes Turmendspiel auf dem Brett. Mein Gegner (ELO 1861) verteidigte sich als Schwarzer aber sehr umsichtig. In der nächsten Runde hatte ich als Schwarzer die Möglichkeit, entweder wieder in ein Turmendspiel abzuwickeln oder ein Damenendspiel herbeizuführen. Nach meinen Erfahrungen der letzten beiden Runden entschied ich mich für das Damenendspiel, ermöglichte dadurch meinem Gegner (ELO 1906) jedoch ein Dauerschach – tja, wie man’s macht … In Runde 7 konnte ich früh in der Partie eine Figur für zwei Bauern gewinnen und diesen Vorteil sicher gegen meine Gegnerin (ELO 1843) zum ganzen Punkt verwerten. Auch in der 8. Runde konnte ich mit Schwarz durch eine kleine taktische Kombination eine Figur gewinnen. Mein Gegner (ELO 1917) versuchte zwar noch einiges, musste sich aber letztendlich doch geschlagen geben. Die letzte Runde konnte ich leider aus persönlichen Gründen nicht mehr spielen. Meine Turnierbilanz: 3 Siege, 4 Remis und nur 1 Niederlage bedeuten 5 Punkte aus 8 Partien. 

Und auch in diesem Turnier waren wir wieder zu Zweit als SFB-Fraktion am Start. Sigrun Naumann startete als Vorletzte der Setzliste und hatte dadurch natürlich nur – teilweise deutlich! – stärkere Gegner. Ihre zwei Punkte bekam sie durch ein Freilos und einen kampflosen Sieg (der Gegner trat nicht an). Trotzdem verlor Sigrun nie ihren Humor, ihre gute Laune und die Freude am Schachspiel – so soll es doch sein!

Insgesamt waren es sehr gelungene 10 Tage. Sehr gute Spielbedingungen bei hervorragender Organisation, Sommerwetter mit bis zu 25 Grad (!), abends leckeres Essen in geselliger Runde und sogar ein Besuch der Spielbank in Bad Wiessee incl. Führung war dabei!

Ralf Schöngart

Bezirks-Dähnepokal

Drei SFB’er im Halbfinale vom Bezirks-Dähnepokal, so etwas gab’s noch nie! Und diese beiden Halbfinals sind bereits früher als geplant gespielt worden. Leider gab es ein paar Terminprobleme, so dass die beiden Partien nicht gemeinsam stattfinden konnten. Jeweils an einem Freitag in unserem Spiellokal konnte sich erst Ralf Schöngart in einem „Vereinsduell“ gegen Martin Winkelmann durchsetzen, bevor eine Woche später Stefan Lehmkuhl sicher gegen Dominik Chmura von Eintracht Munster gewinnen konnte. Das Finale findet nach Absprache der beiden Finalisten im Mai in der Hohen Luft statt. Den genauen Termin gebe ich für alle Interessierten bekannt, sobald er feststeht. 

Ralf Schöngart

Mannschaftsmeisterschaft

SFB I: Hart erkämpfter Sieg in der BOL

In der 7. Runde der Bezirksoberliga mussten wir bei der 1. Mannschaft der FG Wohlde antreten. Beide Mannschaften waren vor diesem Spieltag punktgleich, Wohlde hatte lediglich einen Brettpunkt mehr auf dem Konto. Nach der unglücklichen Niederlage gegen den SV Wesel wollten wir Wiedergutmachung betreiben. Zum zweiten Mal in dieser Saison konnten wir in Bestbesetzung antreten, aber auch die Heimmannschaft hatte nahezu die erste Acht aufgeboten. Es begann nach zwei Stunden mit einer Niederlage von Stefan Lehmkuhl an Brett 4. Auch an einigen anderen Brettern sah es nicht rosig für uns aus, es drohte die nächste Niederlage. Nach drei Stunden dann jedoch der Ausgleich, an Brett 7 konnte Stefan Klein seine Partie gewinnen. Dazu Stefan: „Als Weißer spielte ich heute die französische Abtauschvariante. Im Mittelspiel konnte ich mir noch keinen Vorteil erarbeiten. Erst im Bauernendspiel konnte ich meinen Gegner aus der Reserve locken und zu ungenauem Spiel verleiten. Mit meinem König gelangte ich hinter die schwarzen Bauern, drängte den gegnerischen König ab und sicherte mir damit den Gewinn.“ Die überraschende Führung gelang dem Mannschaftsführer Rafael Krain an Brett 8. Trotz eines Qualitätsverlustes beim Übergang von der Eröffnung zum  Mittelspiel kämpfte Rafael unverdrossen weiter und kam tatsächlich zu einem erfolgreichen Mattangriff. 2 : 1 für uns. Nach 4 Stunden aber wiederum der Ausgleich, Frank Schildt konnte an Brett 3 dem starken Angriff nicht standhalten. Die erneute Führung erzielte Ralf Schöngart an Brett 1. Nach einer Abtauschkombination hatte der Buxtehuder Spitzenspieler die Dame gegen zwei Türme, konnte aber nach und nach 5 (!) Bauern erobern und diesen Vorteil sicher zum Sieg verwerten. 3 : 2 nach viereinhalb Stunden. Nur kurze Zeit später die Vorentscheidung durch Alexander Struck an Brett 6. Auch hier der O-Ton von Alex: Ich habe mit Schwarz die PIRC-Verteidigung ausgewählt. Da sich mein Gegner in der klassischen Hauptvariante mit 4. Sf3, frühem h3 und Le3 etwas passiv aufbaute, konnte ich im Mittelspiel den Druck im Zentrum verstärken und einen Bauern gewinnen.  Seine Kompensation in Form von verdoppelten Türmen auf der e-Linie konnte ich neutralisieren. Im Endspiel öffnete ich vorteilhaft am Damenflügel und gewann einen zweiten Bauern. Mein Gegner verlor schließlich in hoffnungsloser Stellung auf Zeit …“. 4 : 2. Den Anschlusstreffer musste Bernd Skalmowski an Brett 2 zulassen. Bernd opferte früh eine Figur für aktives Spiel, der erfahrene Gegner wehrte jedoch alle Angriffe ab und konnte schließlich im Endspiel gewinnen. Nur noch 4 : 3. Die Entscheidung fiel nach 5 Stunden an Brett 5. Hier konnte sich Torsten Damm einen Mehrbauern erspielen, zusätzlich hatte er eine schöne Angriffsstellung. Durch mehrere Drohungen gegen den König und sehr schönes Zusammenspiel seiner Figuren brachte er seinen Gegner wiederholt ins Grübeln, bis dieser schließlich in verlorener Stellung die Zeit überschritt. Durch diesen 5 : 3 Sieg stehen wir jetzt auf Platz 2 der Tabelle und können den Aufstieg noch aus eigener Kraft schaffen.

Ralf Schöngart

SFB II war in der Bezirksklasse spielfrei.

SFB III Erster Mannschaftspunkt in der Kreisklasse West

Gegen Schneverdingen II ist es endlich gelungen, die erste Mannschaftswertung zu erkämpfen. Obwohl nur mit drei Spieler angetreten und damit gleich zu Beginn mit einem Punkt weniger, konnte Buxtehude den Wettkampf durch einen Sieg und zwei Remis insgesamt noch ausgleichen.

An Brett 2 hat Maximilian Hinsch eine couragierte Partie hingelegt und konnte nach einem Qualitätsopfer einen Bauern auf die 8. Reihe durchbringen und zur Dame umwandeln. Danach hat Max nichts mehr anbrennen lassen und die Partie schließlich sicher gewonnen.

Bjarne Walter hat an Brett 3 mit einer ruhigen Damenbauern-Eröffnung losgelegt und mit viel Geschick und Angriffslust die Partie ins Endspiel geführt. Nachdem der Gegner allerdings einen verbliebenen Bauern auf die zweite Reihe gebracht hatte, wurde es nochmal eng für Bjarne. Er musste schließlich seinen Turm für den vorgerückten Bauern opfern. Da Bjarne aber auch einen Bauern bis auf die 7. Reihe führen konnte, blieb dem Gegner nur noch sein Turm ebenfalls zu opfern, so dass die beiden Könige alleine auf dem Brett verblieben und das Remis unvermeidbar war.

An Brett 1 spielte Peter Rußi ein abgelehntes Damengambit und hat in der geschlossenen Stellung nach einigem Lavieren einen positionellen Vorteil erzielt. Durch eine übersehene Springergabel ging dann allerdings die Qualität verloren. Mit Glück und durch einige Fehler des Gegners konnte er schließlich das Remis retten.

Peter Rußi

Bezirks-Dähnepokal

Letzten Samstag wurde in Buxtehude das Viertelfinale im Bezirks-Dähnepokal ausgetragen. Allerdings fand an diesem Tag nur eine Partie wirklich statt. Der Gegner von Stefan Lehmkuhl wollte seine Partie vorholen, war aber mit den vorgeschlagenen Terminen nicht einverstanden und verlor kampflos. Ebenso kampflos erreichte Ralf Schöngart die nächste Runde, sein Gegner meldete sich Donnerstag Abend leider krank. Die SFB-interne Paarung zwischen Martin Winkelmann und Justus Ibe wurde auf Wunsch von Martin vorgezogen, da Martin in der Woche vor dem angesetzten Termin einen etwas größeren medizinischen Eingriff hatte. In dieser Partie konnte sich Martin sicher durchsetzen. Es blieb also nur noch Rafael Krain als „Einzelkämpfer“. Leider musste sich Rafael nach knapp drei Stunden geschlagen geben, ansonsten wäre es ein reines SFB-Halbfinale geworden. Aber auch drei SFB’er im Halbfinale ist nicht nur für die Schachfreunde Buxtehude ein neuer Rekord, sondern es ist auch das erste Mal im Bezirks-Dähnepokal, dass drei der vier Halbfinalisten aus einem Verein kommen. Dieses Halbfinale findet am 21. April wieder in Buxtehude statt. Die Paarungen lauten:

Stefan Lehmkuhl – Dominik Chmura

Martin Winkelmann – Ralf Schöngart

Ralf Schöngart

Mannschaftsmeisterschaft

SFB I: „Gebrauchter Tag“ in der BOL

Am 6.Spieltag empfingen wir in der Bezirksoberliga den SV Wesel I.

Nach 90 Minuten Spielzeit siegte Bernd Skalmowski an Brett 2, hier sein Kommentar: „Ich kam schon nach wenigen Zügen in Stellungsvorteil. Dann meinte ich, den in der Königsindischen Verteidigung Schlüsselzug f7-f5 gerade verhindert zu haben, aber mein Gegner spielte ihn trotzdem, sah sich aber 2 Züge später gezwungen, die Qualität zu geben. Dann sah es so aus, als ob er noch einen Bauern dazubekommen würde. Stattdessen verlor er im 28. Zug noch einen und gab auf“.

Eine Viertelstunde später musste Stefan Klein an Brett 7 seine Partie aufgeben.

Zwischenstand: 1:1.

Nach zwei Stunden Spielzeit sahen die restlichen Partien mehr oder weniger ausgeglichen aus, nur Alexander Struck hatte eine aktivere Stellung und einen Mehrbauern.

Nach vier Stunden gewann dann Rafael Krain an Brett 8, O-Ton Rafael:

„Im Londoner System entwickelte sich eine zentrumsorientierte Stellung. Da die Stellung eher geschlossenen Charakter hatte, stand mein Springerpaar aktiver als das Läuferpaar des Gegners und so versuchte ich, mir im Hinblick auf das Endspiel eine bessere Bauernstruktur zu verschaffen. Dies gelang mir, da ich sonst drohte, einen Bauern zu gewinnen. Daraufhin startete mein Gegner einen Königsangriff, den ich aber verteidigen konnte. Nachdem ich den Angriff, bei dem der Gegner sogar einen Turm geopfert hat, abgewehrt habe, startete ich mit dem Gegenangriff und konnte in einer taktischen Kombination erst die gegnerische Dame und dann die Partie gewinnen“.

Anschließend remisierte Torsten Damm an Brett 5. Zwischenstand: 2,5 : 1,5.

Dann verloren jedoch Stefan Lehmkuhl an Brett 4 und Frank Schildt an Brett 3 ihre Partien. Wir lagen 2,5 : 3,5 zurück.

Nach etwas mehr als 4,5 Stunden Spielzeit konnte Alexander Struck seinen Vorteil zum Sieg verwerten, Zwischenstand 3,5 : 3,5. Die letzte Partie an Brett 1 musste entscheiden. Nach fast 5 Stunden Spielzeit verlor leider Ralf Schöngart seine Partie. Endstand 3,5 : 4,5.

Rafael Krain

SFB II: Überzeugender Sieg in der Bezirksklasse gegen SC Sottrum II

Brett 6: Jannis Kolodzinski musste wegen Erkrankung kurzfristig absagen, aber auch sein Gegner erschien nicht => 0:0 

Brett 4: Justus Ibe brauchte mit Weiß nur 30 Minuten für seinen Sieg in der Kalaschnikow-Variante. Er hatte schon im 11.Zug eine Qualität gewonnen und im 14.Zug durch Abzug die Dame, Aufgabe im 17.Zug.

Brett 5: Über diese Partie weiß ich am wenigsten. Ich glaube, Curd-Liam Hiersche spielte Spanisch. Die Partie nahm einen wechselhaften Verlauf bis zum Turmendspiel, Remis nach einer Stunde.

Brett 2: Thomas Höhle spielte wie üblich Englisch (c4 e5), gewann noch in der Eröffnung einen Läufer und forcierte weitere Abtäusche. Mit Minusturm gab sein Gegner im 22.Zug nach 1,5 Stunden auf.

Brett 1: Martin Winkelmann spielte mit Schwarz die Philidor-Verteidigung, gewann im 13.Zug einen Springer für zwei Bauern und verwertete den Vorteil locker bis zum 40.Zug.

Brett 3, O-Ton Hans-Peter Tödter: „Ausgeglichene Eröffnung im Damenbauernspiel bis 15.Zug. Die Gegnerin machte einen Fehler in beengter Stellung, den ich zu überhastet ausnutzen wollte. Nach mehrfachem Abtausch hatte ich zwar einen Freibauern bis d3 gebracht, der aber keine Unterstützung fand. Weiß schaffte eine Blockade-Stellung mit Türmen auf der 2.Reihe, Remis nach 54 Zügen und 4,5 Stunden. Wahrscheinlich habe ich mehrfach bessere Fortsetzungen ausgelassen“.

Insgesamt ein überzeugender 4:1-Sieg, vorerst Platz 2 in der Tabelle Bezirksklasse West.

Hans-Peter Tödter

SFB III: Knappe Niederlage in der Kreisklasse West

Die dritte SFB-Vertretung musste auswärts beim SK Springer Rotenburg antreten. Peter Rußi (Brett 1), Martin Neumann (Brett 2) und Maximilian Hinsch (Brett 3) schafften jeweils ein Remis, Bjarne Walter (Brett 4) verlor leider seine Partie. Endstand 2,5 : 1,5 für Rotenburg.

Ralf Schöngart