Toller Start in die Spielsaison 2017/18

Zum Saisonstart in der Bezirksoberliga hatten wir die erste Mannschaft des Jorker SV zu Gast.

An Brett 6 hatten Stefan Klein und sein Gegner es offenbar eilig. Stefan konnte schnell in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und jeweils 2 Türmen abwickeln, bei dem sein Gegner aber mit 2 Bauernschwächen zu kämpfen hatte. Stefan gewann einen davon und dann auch die Partie

Bei Paul Urbanek, der an Brett 3 spielte, kam es nach Zugumstellung zu einer Stellung aus der Philidor-Verteidigung. Paul gelang es, einen Bauern zu gewinnen und konnte trotz ungleichfarbigen Läufern die Partie durch die schlechte Königstellung seines Gegners gewinnen.

Ralf Schöngart musste sich an Brett 2 gegen die Königsindische Verteidigung wehren. Sein Gegner wollte gerade gegen die lange Rochade von Ralf angreifen, wobei er einen Bauern und die Stellung verlor. Er versuchte noch 14 Züge im Trüben zu fischen, gab dann aber im 27. Zug auf.

An Brett 1 spielte Bernd Skalmowski, er hatte mit den schwarzen Steinen die Damenindische Verteidigung gewählt, konnte den Durchbruch auf e4 verhindern und kam sogar zum Königsangriff. Nachdem er das Problem mit der Verbindung der Türme gelöst hatte – die Rochade war durch ein Schachgebot vermiest worden – einigten sich die Gegner auf remis.

An Brett 5 erreichte Helmut Blanck, dass sein Gegner Schwierigkeiten mit seiner Rochade bekam. Er legte darum die Bauern auf dem Königsflügel auf die weißen Felder fest. Helmut konnte zwar einen Bauern gewinnen, willigte dann aber doch in das Remis-Angebot ein.

Durch das Übersehen einer Mattdrohung im 26. Zug verlor der Gegner von Volker Harms an Brett 7 einen Läufer. Auch er spielte noch eine ganze Weile weiter, um die etwas aufgebrochene Rochadestellung von Volker auszunutzen. Am Ende half aber doch nichts und Volker gewann.

An Brett 7 gelang es Burkhard Drewes einen Bauern zu gewinnen, der dann im Endspiel auf der a-Linie als entfernter Freibauer übrig blieb, die logische Konsequenz war der Gewinn der Partie.

Die letzte noch offene Partie spielte unser ältester Mitspieler Hans-Werner Krawinkel an Brett 8. Nach wechselreichem Spiel hatte er einen Bauern gewonnen, aber übersehen, dass sein Gegner zu einem Mattangriff angesetzt hatte, den Hans-Werner aber gerade noch parieren konnte. Nun hatte er aber im Turmendspiel einen Bauern weniger. Trotzdem gewann er die Partie noch, weil sein Gegner den vorgerückten e-Bauern von Hans-Werner unterschätzte.

So konnten wir den Spieltag ohne verlorene Partie mit 7 zu 1 für uns entscheiden.

Bernd Skalmowski

Ralf Schöngart gewinnt den Deutschland-Cup

Ein Erlebnisbericht

In diesem Jahr fand der Deutschland-Cup vom 29. September 2017 bis zum 04. Oktober 2017 statt. Seit 2010 wird dieses bundesweite Amateurturnier in Wernigerode ausgetragen. Gespielt wird in 12 Gruppen mit jeweils 100-Punkten DWZ, wobei die Obergrenze bei DWZ 2200 liegt. In diesem Jahr wurden erstmalig 7 Runden gespielt, was leider ein wenig zu Lasten des ansonsten umfangreichen Rahmenprogramms ging. Gerade dieses Rahmenprogramm macht das Turnier auch als Urlaubsturnier für nicht-Schach-spielende Begleiter interessant. Mein Quartier habe ich wiederum in der Altstadtpension Orchidee aufgeschlagen. Vielen Dank auch an dieser Stelle an Frau Seering und ihr Team für die herzliche Betreuung (incl. Daumendrücken!) und das phänomenale Frühstück!

Ich selbst habe diesmal mit meiner aktuellen DWZ von 1985 in Gruppe 3 (DWZ 1900 – 2000) gespielt. Da in Gruppe 1 (DWZ 2100 – 2200) jedoch nur 1 Spieler und in Gruppe 2 (DWZ 2000 – 2100) nur 4 Spieler angemeldet waren, wurden diese drei Gruppen zusammengelegt, am Ende jedoch getrennt gewertet. Ich erwischte einen „Traumstart“ ins Turnier:

In der ersten Runde spielte ich mit Weiß gegen Achim Stanke (SK Bad Harzburg, DWZ 1942). Nach einer seltenen Variante im Königsindisch konnte ich in der Eröffnung einen Bauern gewinnen und nach einigem taktischen Hin- und Her den schwarzen König auf h1 (!) mit Springer und Turm Matt setzen.

In Runde 2 musste ich mit Schwarz gegen Arne Joppien (TSV Germania Cadenberge, DWZ 1922) antreten. Nach dem Damenbauernspiel versuchte sich Weiß mit einem taktischen Manöver, welches jedoch nur die schwarze Stellung verbesserte. Kurz vor der Zeitkontrolle konnte ich einen Bauern gewinnen. Und anschließend konnte ich mit einem kleinen Taktiktrick (diesmal funktionierte er!) in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln.

Die dritte Runde spielte ich mit Weiß gegen Thomas Spiess (SK Ricklingen, DWZ 1983). Es kam das slawische Damengambit auf’s Brett und Schwarz versuchte, den Mehrbauern zu verteidigen. In dieser Partie gab es einige spannende Abspiele, am Ende hatte ich jedoch ein nicht mehr abzuwendendes Matt erreicht. Diese Partie zum Nachspielen sowie einige Berichte, Fotos und alle Tabellen findet man auf der offiziellen Turnierseite des Deutschland-Cup.

Mit 3 aus 3 hatte ich bereits einen ganzen Punkt Vorsprung vor dem Verfolgerfeld! Deswegen wählte ich in der zweiten Partie (an diesem Tag wurde die einzige Doppelrunde gespielt) mit Schwarz gegen die Nr. 1 der Wertungsgruppe 3, Thomas Stark (SC Schachelschweine, DWZ 1998), auch ein ruhiges Abspiel des slawischen Damengambits. Aber auch in dieser Partie konnte ich durch eine taktische Kombi einen Bauern gewinnen. Direkt nach der Zeitkontrolle ließ ich mich dann aber von einem eigentlich harmlosen Turmzug erschrecken und sah eine Springergabel, die es aber gar nicht gab. Anstatt also ganz in Ruhe meine Gewinnstellung mit dem entfernten Freibauern zu verwerten, wickelte ich in ein Turmendspiel mit Minusbauern ab. Dieses Endspiel war dann allerdings technisch relativ einfach für mich Remis zu halten.

In Runde 5 spielte ich mit Weiß gegen Denis Schermer (TV Fischbek, DWZ 1964). Wiederum kam es zum slawischen Damengambit. Ich ging allerdings davon aus, dass Denis sich vorbereitet und eine Verbesserung für Schwarz gefunden hatte. Also wählte ich ein Abspiel, in dem Schwarz problemlos Ausgleich bekommt, aber um in Vorteil zu kommen, etwas riskieren muss. Das wollte mein Gegner nicht und bot mir (etwas entnervt) nach 14 Zügen Remis an. Spielt sich gar nicht so schlecht, wenn man in der Führungsposition ist!

In Runde 6 traf ich auf meinen zweiten Verfolger: Mit Schwarz gegen Frank Schönfeld (VfL Gräfenhainichen, DWZ 1954). Frank und ich kennen uns seit meiner ersten Teilnahme am Deutschland-Cup 2012 und mögen uns sehr! Allerdings ruht diese Freundschaft natürlich während der Partie. Hier ließ ich im Mittelspiel einen einzügigen Gewinn aus und Frank konnte sich aus der Umklammerung befreien. In einer Stellung mit Chancen für beide Seiten einigten wir uns nach knapp 30 Zügen auf Remis. Das war bereits der zweite „verschenkte Halbe“, hoffentlich rächt sich das nicht … Aber meine anderen Verfolger konnten daraus kein Kapital schlagen und somit führte ich vor der letzten Runde immer noch mit einem halben Punkt Vorsprung.

Diese letzte Runde spielte ich dann mit Schwarz gegen die Nr. 1 der Wertungsgruppe 2, Ingo Thomas (Krefelder SK, DWZ 2091). Zu meiner Überraschung bot mir mein Gegner nach 5 Zügen Remis an, um seinen Sieg in der Wertungsgruppe 2 sicherzustellen. Damit wäre mir Platz eins oder zwei nicht mehr zu nehmen gewesen. Aber für den Turniersieg war ich abhängig vom Ergebnis Schermer – Schönfeld, denn der Sieger dieser Paarung würde nach Punkten zu mir aufschließen und dann müsste die Buchholzwertung über den Turniersieg entscheiden. Nach halbstündiger Bedenkzeit nahm ich dann aber doch das Remisangebot an. Und gute drei Stunden später einigten sich meine Verfolger ebenfalls auf Remis. Damit stand ich mit 5,0 Punkten nicht nur als Sieger der Wertungsgruppe 3 fest, sondern sogar als alleiniger Sieger des gesamten Turniers!

Ich kann diese Veranstaltung nur empfehlen, denn neben hervorragenden Spielbedingungen beim Schach (Danke ans Org-Team!) wird auch ein interessantes Rahmenprogramm angeboten, so dass hier auch nicht-Schach-spielende Begleitpersonen ein paar schöne Tage verbringen können! Wer sich den Termin schon mal vormerken möchte: 2018 findet das Turnier vom Dienstag, 02. Oktober bis zum Sonntag, 07. Oktober wieder in Wernigerode statt!

Euer

Ralf Schöngart

Ralf Schöngart mit Pokal

Ralf Schöngart mit Pokal

 

Neue Stadtmeister

Am Samstag, den 23. September 2017 fand die 31. Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft in der Hohen Luft statt. 30 Vereins- und Hobbyspieler kämpften um Titel, Pokale und Sachpreise. Neuer Buxtehuder Stadtmeister bei den Vereinsspielern wurde FIDE-Meister Christoph Serrer vom TV Fischbek. Bei den Hobbyspielern konnte Frank Schildt seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Einen ausführlichen Bericht, den Endstand und einige Bilder gibt es hier.

Tag der Vereine 2017

Am 16. September 2017 fand zum ersten Mal der „Tag der Vereine“ in Buxtehude statt. 21 in Altkloster ansässige Vereine hatten die Gelegenheit, sich mit Info-Ständen und verschiedenen Aktionen auf dem Schafmarktplatz zu präsentieren. Zusätzlich gab es ein buntes, abwechslungsreiches Bühnenprogramm.

Wir waren mit unserem Gartenschach und verschiedenen Angeboten (vom Dauer-Simultan über „Schach für Anfänger“ bis hin zum „freien spielen“ vertreten. Ein tolles Zelt mit Tischen und Bänken (DANKE Bernd!) schützte uns vor schlechtem Wetter. Etliche SFB’er waren an diesem Nachmittag dabei und halfen beim Auf- und Abbau oder standen für Fragen oder als Spielpartner zur Verfügung. An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an alle Helfer!

Ein paar Impressionen von diesem Tag findet man hier.

Erfolg für Paul Urbanek

Vom 8. September bis 16. September 2017 fand in Büsum die 11. Offene  Senioren-Einzelmeisterschaft von Schleswig Holstein statt. Insgesamt waren 183 Teilnehmer am Start, unter ihnen Paul Urbanek von den Schachfreunden Buxtehude. Paul ging mit Startnummer 76 ins Rennen und belegte am Ende mit 5,5 Punkten aus 9 Runden Platz 29. Bei der Wertungsgruppe mit TWZ 1800 – 1949 landete Paul allerdings bei 61 Konkurrenten auf Platz 1! Durch diese starke Leistung erspielte sich Paul bei DWZ und ELO ein Plus von jeweils  ca. 45 Punkten. Wir gratulieren Paul zu diesem tollen Erfolg!

Das Pokalturnier hat begonnen

Gestern Abend begann das SFB-Pokalturnier 2017 mit der Ausgleichrunde. Es sind sieben Spieler am Start, für die Verlierer gibt es den B-Pokal, der im Schweizer System ausgetragen wird. Das Turnier läuft bis zum 3. November, den aktuellen Zwischenstand (wird wöchentlich aktualisiert) gibt es hier einzusehen.

 

Bernd Skalmowski verteidigt Titel im Sommerturnier

Mit dem Ende der Ferienzeit ging unser Sommerturnier gestern Abend in die letzte Runde. Dieses Jahr nahmen insgesamt 9 Spieler daran teil. Das ist einer weniger als im letzten Jahr, dennoch konnten wir dieses Jahr immerhin noch die sechste Runde auslosen und das Turnier regulär abschließen, was im Vorjahr leider nicht möglich war.

In der Rangliste verteidigte Bernd Skalmowski seinen Titel. Er gewann alle sechs Partien und holte 12 Punkte, genau wie im Vorjahr. Zweiter wurde Stefan Klein mit 11 Punkten, auf den 3. Platz kam Hartmut Frenz-Evers vom Stader SV mit 8 Punkten. Die Ergebnisse aller Runden mit der Abschlusstablle finden sich hier.

Hans-Werner Krawinkel ist Ehrenmitglied

Am Freitag, den 9. Juni 2017 ist auf einer eigens dafür einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung Hans-Werner Krawinkel einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt worden. Diese Auszeichnung wurde in der über 30-jährigen Geschichte der Schachfreunde Buxtehude zum ersten Mal verliehen!

Wir gratulieren Hans-Werner auch an dieser Stelle ganz herzlich und wünschen ihm weiterhin viel Freude am Schachsport!

Ehrenmitglied Hans-Werner Krawinkel mit dem 1. Vorsitzenden Ralf Schöngart

Ehrenmitglied Hans-Werner Krawinkel mit dem 1. Vorsitzenden Ralf Schöngart

Bernd Skalmowski ist Vereinsmeister

Am gestrigen Freitag ist die Vereinsmeisterschaft 2017 beendet worden. Der neue Vereinsmeister ist auch der alte: Bernd Skalmowski konnte seinen Titel mit 7 aus 7 souverän verteidigen! Musste im letzten Jahr noch ein Stichkampf um den Meistertitel ausgetragen werden, ließ Bernd dieses Mal mit einem 100 % Ergebnis keinen Zweifel am Ausgang des Turnieres. Auf Platz zwei landete wie im Vorjahr Ralf Schöngart, knapp vor dem punktgleichen Stefan Klein. Leider konnte Bernd Dehmel, der lange Zeit an der Spitze mitspielte, das Turnier krankheitsbedingt nicht beenden und musste die letzten beiden Runden kampflos abgeben. Auch an dieser Stelle nochmals gute Besserung für den einen Bernd und Herzlichen Glückwunsch an den anderen Bernd!

Ralf Schöngart