Julklapp-Blitzturnier 2018

In diesem Jahr wollen wir am letzten Spieltag in diesem Jahr wieder unser Julklapp-Blitzturnier durchführen. Vielleicht gelingt dem Einen oder Anderen eine Revanche für die Blitzmeisterschaft. Eingeladen sind nicht nur alle Vereinsmitglieder der Schachfreunde Buxtehude, sondern auch alle Gäste und Freunde unser Vereins, also jeder, der Lust und Interesse hat. Mitzubringen ist wie immer ein kleines Geschenk (möglichst unkenntlich verpackt) im Wert von ca. 5 – 10 Euro. Hier die weiteren Eckdaten:

Zeit und Ort:

21. Dezember 2018 um 20.10 Uhr in der „Hohen Luft“, Stader Straße 15 in Buxtehude
Anmeldeschluss: 20.00 Uhr

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, jeder kann am Spieltag spontan vorbeikommen.

Modus:

Rundenturnier jeder gegen jeden, mit je 5 Minuten Bedenkzeit. Die mitgebrachten Geschenke werden auf einem Tisch aufgebaut. Die Reihenfolge der Abschlussplatzierung entscheidet darüber, wer sich bei der anschließenden „Bescherung“ als Erstes ein Geschenk aussuchen darf – wobei (hier zeigt sich ein kleiner Touch von Weihnachtsmoral) man sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen sollte, denn das größte oder am aufwendigsten verpackte Geschenk muss keinesfalls auch das schönste oder wertvollste sein 🙂

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen aus nah und fern!

Euer
Bernd Skalmowski

Dritter Spieltag, Tag der Damenbauern

In der dritten Runde der Saison 2018/19 mussten wir mit unserer Mannschaft am 25.11.18 auswärts gegen die erste Mannschaft des SV Bad Bevensen spielen.

Volker Harms spielte mit Schwarz an Brett 6. Sein Gegner hatte das Damenbauernspiel mit frühem Abtausch seines schwarzfeldrigen Läufers gegen den Springer f6 gewählt und Volker einen rückständigen Bauern auf e6 beschert. Doch Volker verteidigte besonnen und es gelang ihm auch seinen eingesperrten weißfeldrigen Läufer zu tauschen. Nach 36 Zügen einigten sie sich auf remis.

An Brett 4 bekam Thomas Kebsch mit den schwarzen Steinen im Damenbauernspiel mit dem Zug 2. Lg5 auch eine nicht alltägliche Fortsetzung vorgesetzt. Im Verlaufe des Spiels kam es zur Öffnung der h-Linie für Weiß. Thomas verteidigte seinen König aber gut, tauschte seine Dame gegen 2 Türme, stand danach sehr überlegen und führte die Partie zum Gewinn.

Stefan Klein an Brett 5 wählte ebenfalls ein Damenbauernspiel als Eröffnung. Sein Gegner öffnete ihm durch Springertausch schon früh die h-Linie. So konnte Stefan dort einen Angriff gegen den bereits auf diese Seite rochierten König starten. Sein Gegner verteidigte sich gut, musste aber doch Federn in Form eines Bauern lassen. Stefan gewann dann im Leichtfigurenendspiel.

An Brett 8 kam es mit dem Zweispringerspiel zur einzigen offenen Partie des Tages. Peter Russis Gegner startete eine Bauernwalze gegen die schwarze Königsstellung. Peter verteidigte gut und erreichte dann sogar einen kleinen Vorteil. Die Verteidigung hatte aber viel Zeit benötigt. So überschritt er im 36. Zug die Bedenkzeit.

An Brett 3 spielte Helmut Blanck. Sein Gegner wählte den Stonewall-Aufbau der Holländischen Verteidigung. Helmut konnte seinen „schlechten“ schwarzfeldrigen Läufer abtauschen und die Partie stand lange ausgeglichen. Während am Damenflügel alle Bauern festgelegt wurden, besetzte Schwarz die inzwischen geöffnete h-Linie und Helmut musste sich schon sehr genau verteidigen. Im 41. Zug einigten sich die beiden auf remis.

Henri Rückert spielte diesmal an Brett 7. Er wählte zur Eröffnung eine sichere Aufstellung im Damenbauernspiel. Es kam schnell zum Abtausch der Damen und aller Leichtfiguren. Im Turmendspiel verlor Henri zwar noch einen Bauern, konnte aber den schwarzen König am Betreten der 5. Reihe hindern und so die Partie remis halten.

An Brett 1 bekam Bernd Skalmowski es mit dem Wolga-Gambit zu tun und hatte so vorerst einen Bauern mehr. Durch den schwarzen Druck konnte der Bauer aber später nicht mehr gehalten werden. Nach Abtausch kam es zum Turmendspiel mit jeweils 3 Bauern. Bernd hatte dabei auf der a- und b-Linie zwei verbundene Freibauern, die vom Turm auf a7 aber am Vorangehen gehindert wurden. Er fasste den richtigen Plan und opferte seinen Turm für zwei der gegnerischen Bauern. Der König konnte seine Bauern rechtzeitig beim Vormarsch unterstützen. Im 76. Zug setzte er seinen Gegner matt.

Nun waren bereits über 5 Stunden um, es spielte nur noch an Brett 2 Ralf Schöngart mit den schwarzen Steinen. Nach der Eröffnung, Ralf hatte die Caro-Kann Verteidigung gewählt, kam es zu Aktivitäten und Abtausch auf dem Damenflügel. Ralf konnte sich einen Freibauern auf der a-Linie sichern, der aber zunächst nicht vorrücken konnte. Bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit, aber es gelang ihm schließlich doch. Im 55. Zug entschied er die Partie für sich.

Damit stand es am Ende 5 ½ zu 2 ½ für uns. Wir konnten damit den dritten Tabellenplatz erobern.

Bernd Skalmowski

Unglücklicher Verlust in der zweiten Runde

Zur zweiten Runde der Bezirksoberliga hatten wir die erste Mannschaft des SC Sottrum zu Gast.

Henri Rückert an Brett 8 spielte mit Weiß wieder die Sokolski-Eröffnung (1. b4).Sein Gegner wählte eine Aufstellung mit Fianchettierung des Königsläufers. Im 9. Zug übersah Henri, dass sein Gegner mit einem Bauernzug und Bedrohung der Dame einen Läufer gewinnen konnte. Er bekam für den Läufer nur den einen Bauern. Er hielt sich dennoch zäh und konnte einen weiteren Bauern gewinnen. Trotzdem war das Endspiel dann doch für ihn verloren.

Ralf Schöngart spielte an Brett 2. Sein Gegner wählte die Grünfeld-Indische Verteidigung. Durch die Fesselung vor dem unrochierten weißen König wollte der Gegner die Dame erobern. Anstatt die Dame umständlich zu retten wählte Ralf eine Abwicklung mit Damenopfer. Er erhielt dafür aber zwei Leichtfiguren und einen Turm. Als dann einige Züge später beim Gegner durch eine Springergabel auch noch die Dame verloren ging, war die Partie entschieden.

Bernd Skalmowski sah sich an Brett 1 der an sich harmlosen Eröffnung 1. e3 ausgesetzt. Nach Beendigung der Eröffnung gelang ihm die Öffnung der e-Linie, aber Schwarz erhielt dafür die d-Linie. Durch einen rückständigen Bauern auf d6 musste Bernd um das zuvor bereits angebotene Remis kämpfen. Im 28. Zug sah aber auch sein Gegner ein, dass bei aktivem Spiel der Spieß genauso gut auch noch hätte umgedreht werden können und bot seinerseits Remis an.

An Brett 6 hatte sich Stefan Klein aus dem Damenbauernspiel eine sehr gute Stellung erarbeitet. Sein Gegner hatte schwache Bauern auf c6 und auf der a-Linie. Außerdem hatte Stefan den besseren Läufer, den er aber zur Eroberung des gegnerischen a-Bauern tauschte. Dann bot er aber auch noch einen fatalen Damentausch an, wohl um vor Königsangriffen sicher zu sein. Er übersah dabei aber, dass sein Gegner dadurch einen Freibauern erhielt, den Stefan nicht mehr aufhalten konnte. So gab Stefan einige Züge später auf.

An Brett 4 hatte auch Helmut Blanck es mit der von seinem Gegner gewählten Grünfeld-Indische Verteidigung zu tun. Helmut unterschätzte offenbar die lange Diagonale des schwarzen Königsläufers. Durch Unachtsamkeit im 18. Zug verlor er nicht nur die Qualität, sondern auch noch einen Zentrumsbauern. Damit war die Stellung hin und er musste sich wenige Züge später geschlagen geben.

An Brett 3 kam es zur Englischen Eröffnung. Burkhard Drewes spielte mit guter Übersicht und erreichte eine ausgeglichene Stellung. Als sein Gegner es an der Zeit sah, einen Zentrumsvorstoß mit e4 zu machen und sich dadurch die a-Linie zu sichern übersah er aber, dass daraufhin der d-Bauer verloren ging. Um noch etwas im Trüben zu fischen, opferte er dann noch die Qualität, aber es half alles nichts. Burkhard spielte souverän weiter und gewann.

Volker Harms wählte als Schwarzer an Brett 7 das abgelehnte Damengambit und sein Gegner die Abtauschvariante. So kam es zu einer ruhigen Eröffnung. Volker wählte eine Abwicklung, die ihm einen gedeckten Freibauern auf c4 brachte, aber der Bauer auf d5 stand seinem weißfeldrigen Läufer im Weg. Nachdem er auf der e-Linie einer falschen Idee aufgesessen war, verlor er durch eine Springergabel die Qualität. Er hielt sich dennoch lange wacker und verlor erst im Bauernendspiel.

An Brett 5 kam es zur Englischen Eröffnung. Thomas Kebsch konnte mit den schwarzen Steinen ausgleichen. Im Zentrum standen sich fast alle Bauern schlagbar gegenüber. Sein Gegner wählte eine Abwicklung, bei der Thomas die d-Linie mit seinen Türmen besetzen konnte. Der sich daraus ergebene Vorteil führte zum Gewinn von 2 Bauern und er konnte sich das Läuferpaar sichern. In der Folge spielte er aber etwas sorglos und verspielte einigen Vorteil, trotzdem konnte er am Ende die Partie siegreich beenden.

So ging dieser Mannschaftskampf trotz stärkster Aufstellung mit 3,5 zu 4,5 für uns unglücklich verloren.

Bernd Skalmowski

Trainingstag mit IM Carlstedt

Am Samstag, 3. November 2018, haben wir einen intensiven Trainingstag mit dem Internationalen Meister (IM) Jonathan Carlstedt durchgeführt. In einem abwechslungsreichen Programm haben wir uns mit unterschiedlichen Themen beschäftigt. Über Kompensation, Taktik, Berechnungskraft bis hin zu Bauernendspielen. Nachmittags gab es zwischendurch ein zeitlich begrenztes Simultan gegen den IM mit anschließender Kurzanalyse der Partien. Ein sehr interessanter und kurzweiliger Tag mit etlichen „Aha-Erlebnissen“ für die Teilnehmer. Allen hat dieser Tag sehr viel Spaß gemacht. Es ist also durchaus möglich, dass wir so einen Trainingstag erneut veranstalten.

Ralf Schöngart

 

NEU: Das Liga-Orakel

Es gibt ein neues interessantes Feature auf unserer Homepage:

Im Bereich „Mannschaften“ ist unter der aktuellen Saison das Liga-Orakel zu finden. Spannende Prognosen auf den Saisonverlauf incl. Auf- und Absteiger sowie auch auf die einzelnen Kämpfe. Die Datenpflege für die Bezirksoberliga hat Achim Reimers vom SV Winsen übernommen.

Ein Besuch lohnt sich!

Ralf Schöngart

Gelungener Saisonauftakt

Am Sonntag, 21.10.18 war der erste Spieltag der Saison 2018/19. Wir hatten ein Auswärtsspiel in Jork, also quasi um die Ecke.

Als erstes beendet war das Spiel an Brett 8, an dem Peter Rußi mit Schwarz das abgelehnte Damengambit gewählt hatte. Er hatte seinen weißfeldrigen Läufer nicht befreien können, hielt aber trotzdem das Spiel in der Waage. Die Gegner einigten sich auf remis.

Stefan Klein hatte an Brett 5 nach der Sokolski-Eröffnung einen großen Entwicklungsvorsprung erreicht. Bei Stefans Königsangriff übersah sein Gegner einen Springereinschlag auf f7 und verlor die Qualität und einen Bauern. Einen Zug vor dem Matt gab er auf.

Auch an Brett 7. an dem Henri Rückert mit den weißen Steinen spielte, kam es zur Sokolski-Eröffnung. Er spielte ein wenig zurückhaltend und so konnte sein Gegner einen Angriff auf dem Königsflügel starten. Durch einen Fehler seines Gegners konnte Henri einen Läufer gegen den Bauern h2 erobern. Der schwarze Angriff war dann aber doch so stark, dass es am Ende zum remis reichte.

Volker Harms hatte an Brett 6 auch das abgelehnte Damengambit gewählt. Er  verschaffte sich das Läuferpaar und konnte mit dem Tausch eines Läufers gegen den gegnerischen Springer ein Endspiel erreichen, bei dem sein Gegner einige Bauernschwächen hatte. Die logische Folge war der Verlust von 2 Bauern. Volker gewann das Endspiel dann souverän.

Auch an Brett 3, an dem Burkhard Drewes mit den weißen Steinen spielte, kam es zum Damengambit. Das Spiel war lange ohne Vorteil für beide Seiten. Bei Übergang ins Turmendspiel behielt sein Gegner aber einen Bauern mehr, der vermutlich aber nicht zu Gewinn ausgereicht hätte, die Partie endete remis.

An Brett 1 spielte Bernd Skalmowski. Hier kam es zur einzigen offenen Partie, sein Gegner wählte die Russische Verteidigung. Bernd konnte sich das Läuferpaar sichern und lehnte darum ein Remis-Angebot ab. Nach Abtausch weiterer Figuren, bei dem auch das Läuferpaar nicht gehalten werden konnte, war die Stellung ausgeglichen.

Ralf Schöngart an Brett 2 hatte mit Schwarz Slawisch, also auch eine Abart des Damengambit, gewählt. Sein Gegner kam zum Königsangriff und konnte einen Bauern gewinnen. Als dann beide Spieler außer Bauern nur noch die Damen hatte, konnte Ralf das Remis durch Zugwiederholung erreichen.

Helmut Blanck hatte sich an Brett 4 mit einem Damenbauernspiel auseinander zu setzen, bei dem sein Gegner mit den weißen Steinen kaum Schwächen hatte. Helmut spielte zurückhaltend und öffnete dem Gegner durch Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer die h-Linie. Er sah sich dann plötzlich einem starken Angriff gegenüber. Es gelang ihm aber der Abtausch aller Figuren bis auf einen Turm. Beide Spieler konnten aber mit dem Turm nirgends eindringen. Die Konsequenz war dann das Remis.

So stand es am Ende 5 zu 3 für uns.

Bernd Skalmowski

Neue Stadtmeister

Am Samstag, den 22. September 2018 fand die 32. Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft statt. 29 Teilnehmer waren am Start und kämpften um Titel, Pokale und Sachpreise. Die neuen Titelträger sind FM Tobias Vöge bei den Vereinsspielern und Frank Schildt bei den Hobbyspielern. Einen ausführlichen Bericht, die Abschlusstabelle sowie einige Fotos findet man hier.

Ralf Schöngart

Das Sommerturnier ist vorbei

Die hochsommerlichen Temperaturen haben auch ihre Kehrseite, denn bei der extremen Hitze hatten nur wenige Leute Lust auf lange Schachpartien. So war unser Sommerturnier dieses Jahr leider nur mäßig besucht. An einigen Abenden fanden lediglich ein oder zwei Spiele statt, aber immerhin fanden sich genügend Leute zusammen, alle sechs Runden stattfinden lassen.

Auf  den ersten Platz kam Ralf Schöngart, der sich nur gegen Bernd Skalmowski mit einem Remis zufrieden geben musste. Mit insgesamt 10 Punkten (für einen Sieg gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen) lag er am Ende knapp vor Stefan Klein (9 Punkte) und Bernd Skalmowski mit 8 Punkten.

Insgesamt nahmen dieses Jahr 10 Spieler teil, darunter zwei Gäste aus anderen Vereinen. Die Ergebnisse aus allen sechs Spieltagen gibt es hier.

Ralf Schöngart ist Deutscher Meister

Vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2018 fand in diesem Jahr das Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) in Leipzig statt. 315 Spieler, die sich in einem der sieben Vorturniere qualifiziert hatten, traten in sieben Gruppen an, um ihre jeweiligen Deutschen Meister zu ermitteln. Ich selber spielte wiederum in Gruppe B (ELO/DWZ 1900 – 2100). Nachdem mich direkt vor dem Turnier eine heftige Grippe erwischt hatte, war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt würde antreten können. Aber wenn man sich schon mal für ein Finale qualifiziert …

In der ersten Runde spielte ich mit Weiß gegen Alexander Ziegler (SF 90 Spraitbach). Nach einer Nimzo-Indischen Partie konnte ich ein Turmendspiel mit Mehrbauern erreichen. Hier machte ich jedoch einen fatalen Königszug, der mich selber einsperrte. Ich versuchte dann trotzdem noch einiges, aber als nur noch die beiden blanken Könige auf dem Brett standen, war ein Remis überaus wahrscheinlich – sehr zur Freude des mit angereisten Fanclubs (incl. eigens hergestellter T-Shirts!) meines Gegners.

In Runde zwei traf ich mit Schwarz auf Robert Siemes (Ratinger SK). Gegen Robert habe ich im Januar in Bergedorf noch eine spannende Partie verloren, diesmal war mein Gegner allerdings „völlig von der Rolle“ und überschritt bereits im 18. Zug (!) in bereits hoffnungsloser Stellung die Zeit.

Die dritte Runde hatte ich Weiß gegen Boris Litfin (SC Emmendingen). Wieder einmal kam es zu Königsindisch und zum Sämisch-Angriff. Mein Gegner misshandelte die Eröffnung allerdings gründlich. Nach 15 Zügen kam ein Schachfreund zu mir und sagte: Ich gebe Deinem Gegner noch 10 Züge! Es hat dann jedoch doch noch bis zum 35. Zug gedauert, bis mein Gegner sich geschlagen gab. In dieser Partie sind mir einige spektakuläre Manöver und taktische Opfer gelungen!

In Runde vier spielte ich mit Schwarz gegen Christian Klaus (SV Breitenworbis). Hier musste ich mich lange Zeit passiv verteidigen, konnte aber alle Drohungen abwehren. Kurz vor der Zeitkontrolle konnte ich mich dann mit einem taktischen Gegenschlag befreien, der mir zudem eine Qualität bescherte. Diesen Vorteil ließ ich mir nicht mehr nehmen und sicherte mir nach 49 Zügen den ganzen Punkt. Damit hatte ich 3,5 Punkte auf dem Konto und führte das Feld mit einem halben Punkt Vorsprung an.

Die letzte Runde saß ich dann an Brett 1. Von allen Gruppen wurde das jeweils erste Brett live ins Internet übertragen. Mein Gegner war Ingo Thomas (Krefelder SK Turm), die Nummer zwei der Setzliste. Nach 10 Zügen bot mir mein Gegner Remis an. Da ich aber nicht von den Ergebnissen der Verfolger abhängig sein wollte, lehnte ich ab! Als wir 25 Züge gespielt hatten, endeten zwei Partien der Spieler mit 3,0 Punkten günstig für mich, also bot ich nun meinerseits Remis an. Da die Stellung auch tatsächlich ausgeglichen war, nahm mein Gegenüber das Angebot an.

Mit 4,0 Punkten aus 5 Runden und ungeschlagen sicherte ich mir dadurch erstmals den Titel „Deutscher Meister“! Und mit meiner Turnierleistung von 2257 konnte ich mich auch noch über den Zuwachs von 30 DWZ-Pünktchen freuen!

Euer

Ralf Schöngart

Ralf Schöngart mit Pokal und Urkunde

Ralf Schöngart mit Pokal und Urkunde