Im Halbfinale war Endstation

Letzten Samstag fand in Buxtehude das Halbfinale im diesjährigen Bezirks-Dähnepokal statt. Dabei traf Ralf Schöngart mit Schwarz auf den Turnierfavoriten Uwe Rick aus Lüneburg. Damit standen (oder besser: saßen) sich die beiden Titelträger der letzten beiden Jahre gegenüber. In der Turnierpartie konnte sich der Lüneburger Stellungsvorteile erarbeiten, die schließlich in einen Bauerngewinn mündeten. In dem entstandenen Schwerfiguren-Endspiel erreichte der Buxtehuder aber genügend Gegenspiel gegen den offenen weißen Monarchen, um das Remis zu sichern. Die erforderliche Schnellpartie wogte hin und her: Erst konnte Uwe Rick in der Eröffnung einen Bauern gewinnen, den er allerdings im Laufe der Partie wieder hergeben musste. Dann eroberte Ralf Schöngart durch eine Fesselung eine Figur, musste dafür aber zwei verbundene Freibauern am Damenflügel zulassen. Bei knapp werdender Bedenkzeit fand der Buxtehuder nicht die besten Verteidigungszüge und musste schließlich seinem Gegenüber zum Sieg gratulieren. Damit war der Traum von der Titelverteidigung geplatzt. Im zweiten Halbfinale konnte sich in einer ebenfalls sehr spannenden Partie Dirk Hilck (Stader SV) gegen Stephan Richter (SV Winsen) durchsetzen.

Ralf Schöngart

Sechster Spieltag, wieder kein Mannschaftspunkt

Heute, 9. Februar 2020, waren wir zu Gast in Breloh. Wegen des angekündigten Orkans und der damit verbundenen Gefahren hatte der Spartenleiter angeboten, mit verkürzter Bedenkzeit zu spielen, was wir gerne angenommen haben. Auch die Breloher waren damit einverstanden und so waren wir letztendlich auch schon um 13:30 Uhr mit allen Partien fertig.

An Brett 5 spielte Volker Harms mit den weißen Steinen. Sein Gegner konnte einen Springer unangenehm auf f4 platzieren und bekam Angriff, der schnell durchschlug. Daher musste Volker diesmal – vollkommen ungewohnt – als erster die Segel streichen.

Inzwischen hatte Stefan Klein an Brett 4 von seinem Gegner schon ein Remisangebot bekommen. Es war eine Stellung entstanden, bei der Stefan einen sehr starken Läufer auf b7 hatte, der die ganze Diagonale überwachte. Leider drohte sein Gegner die g-Linie mit starkem Königsangriff zu öffnen. Nach reiflicher Überlegung nahm Stefan das Angebot an.

Henri Rückert hatte mit seinem Gegner etwas Pech. Nach Wertungszahl war es der stärkste Spieler der Breloher, aber nur an Brett 6 gesetzt. Henri hatte trotzdem nach der Spanischen Eröffnung mit Schwarz eine sehr gute Stellung erreicht. Im Mittelspiel machten sich dann aber doch das Können und die Erfahrung seines Gegners bemerkbar. Bei einem Aufbruch des Zentrums drohte ein Figurenverlust, den Henri gerade noch vermeiden konnte, musste aber die Qualität geben. Später war die Stellung nicht mehr zu halten.

An Brett 1 hatte Bernd Skalmowski durch einen starken Zwischenzug mit vorübergehendem Bauernopfer einen Mehrbauern ergattert. Er spielte danach aber etwas arglos und sein Gegner konnte mit den Türmen, die Damen waren zwischenzeitlich getauscht worden, die beiden offenen Linien besetzen. Dann war er etwas zu gierig und nahm noch zwei Bauern, was sein Gegner zu einem gefährlichen Angriff nutzte, Bernd blieb nichts übrig als sich mit dreifacher Stellungswiederholung zu retten.

Auch Torsten Damm an Brett 8 bekam in seiner Königsindischen Verteidigung schon sehr bald ein Remisangebot seines Gegners, das er zunächst nicht annahm, nach einigen weiteren Zügen sah er aber auch keinen Gewinnweg mehr und die beiden einigten sich auf Remis.

Als nächstes endete die Partie von Rafael Krain an Brett 7. Sein Gegner hatte sehr unangenehm einen Springer auf d3 platzieren können. Rafael blieb nichts anderes übrig als für diesen Springer das Läuferpaar zu opfern, aber dann stand auf d3 nicht minder unangenehm ein Läufer. Anscheinend hat er seinem Gegner aber dann doch ausreichend Probleme bereitet, dass der noch vor der Zeitkontrolle die Bedenkzeit überschritt.

Thomas Kebsch spielte mit den weißen Steinen an Brett 3. Thomas versuchte mit seinen Türmen im Zentrum einen Bauerndurchbruch. Der Plan seines Gegners stellte sich als erfolgreicher heraus, der Angriff am Königsflügel bekam. Durch ein Scheinopfer auf h2 sprengte er dann die Königsstellung vollends und Thomas blieb nur die Aufgabe.

An Brett 2 war nun noch Burkhard Drewes am Spiel. Das abgelehnte Damengambit endete in einem Endspiel mit einem Mehrbauern für ihn. Es waren aber noch jeweils Dame, Turm und eine Lichtfigur auf dem Brett. Der Mehrbauer war nicht zu verwerten und die beiden einigten sich auf remis.

Mit diesem Endergebnis von 3:5 konnten wir wieder keinen Mannschaftspunkt holen und sind damit natürlich weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Bernd Skalmowski

Thomas Kebsch neu im Vorstand

Bei der gestrigen SFB-Jahreshauptversammlung wurde Thomas Kebsch zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des im letzten Jahr verstorbenen Jürgen Domagalski an. Der 1. Vorsitzende Ralf Schöngart sowie Helmut Blanck als Schriftführer und Jugendwart wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als zweiter Kassenprüfer wurde Rafael Krain gewählt.

Knapp daneben ist auch vorbei

Am Wochenende 31. Januar bis 2. Februar 2020 fand in Hamburg-Bergedorf ein Qualifikationsturnier zur Deutschen-Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) statt. Diese Serie wird mit 7 Vorturnieren in jeweils 7 Gruppen gespielt. Von jeder Gruppe qualifizieren sich die ersten 7 für das Finale. In Hamburg traten insgesamt 478 Teilnehmer an. Ich selber spielte in Gruppe B (DWZ 1900 – 2100), in dieser Gruppe waren 74 Spieler am Start. Meine ersten beiden Partien konnte ich gewinnen, die Dritte gegen einen 14-jährigen mit über 2000 DWZ (!) wogte hin und her, bis schließlich ein Turmendspiel mit Mehrbauern für mich, aber nicht zu gewinnender Stellung entstand, also Remis. In der vierten Runde gab ich eine klar bessere Stellung noch aus der Hand und verlor. Dafür konnte ich in der letzten Runde noch mal eine spektakuläre Partie – incl. Damenopfer! – gewinnen. Mit 3,5 aus 5 landete ich am Ende auf dem 8. Platz und schrammte somit hauchdünn (1 Buchholz-Punkt fehlte!) an der Qualifikation fürs Finale vorbei. Ich habe jedoch aufgrund der Nachrücker-Regelung gute Chancen, doch noch beim Finale im Mai in Magdeburg dabei sein zu können.

Ralf Schöngart

Die Notation der letzten Partie zum Nachspielen.

Schöngart, Ralf – Schöne, Karsten

 

Ralf Schöngart erreicht Halbfinale

Am 25. Januar 2020 wurde in Lüneburg das Viertelfinale im Bezirks-Dähne-Pokal gespielt. Dabei traf Ralf Schöngart mit Schwarz auf Max Kielpinski vom Breloher SC. Nach einem ungewöhnlichen Verlauf der Eröffnung entstand eine Stellung aus der Nimzowitsch-Variante der Caro-Kann-Eröffnung. In bereits schwieriger Position büßte Weiß durch einen Rechenfehler bei einer Abtausch-Kombination eine Figur ein und gab die Partie auf. Im Halbfinale kommt es zur Neu-Auflage des Pokal-Finales von 2018: Hier trifft der Buxtehuder mit Schwarz auf den Turnierfavoriten Uwe Rick vom SK Turm Lüneburg.

Bernd Skalmowski verteidigt Titel

Das neue Jahr startete wie gewohnt mit unserem Schnellschachturnier. Dabei konnte Bernd Skalmowski seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Mit 6,5 Punkten aus sieben Spielen kam er erneut auf den ersten Platz. Zweiter wurde knapp dahinter Ralf Schöngart mit 6 Punkten, Dritter wurde Stefan Klein mit 4 Punkten. Hier die Abschlusstabelle und die Ergebnisse aus allen sieben Runden.

Fünfter Spieltag, große Schlappe

Am Sonntag, 19.01.20, hatte unsere 1. Mannschaft, die Schachfreunde des SV Winsen(Luhe) I zu Gast.

An Brett 5 kam es zur Slawischen Verteidigung. Henri Rückert (Weiß) verlor wegen einer kleinen Ungenauigkeit einen Zentrumsbauern. Dieser Verlust zog sich bis ins Endspiel, zwischenzeitlich hatte sein Gegner noch einen zweiten Bauern erbeutet, und konnte dann leicht gewinnen.

Rafael Krain spielte an Brett 7 mit den schwarzen Steinen. Nach vollzogener Rochade kam ein Springeropfer auf f7, das wenige Züge später zum Verlust für Rafael führte.

An Brett 3 konnte Thomas Kebsch nach der Eröffnung keinen Vorteil sehen, das Remisangebot im 17. Zug nahm er dann an.

Burkhard Drewes bekam an Brett 2 von seinem Gegner die Grünfeld-Indische Verteidigung vorgesetzt. Liegt es nun wirklich an der Eröffnung? Jedenfalls endete die Partie im Leichtfiguren-Endspiel remis, Schwarz hatte zwar entfernte Bauern, aber Burkhard mit Weiß den aktiven König.

Torsten Damm an Brett 8 war unser erster Lichtblick, Sein Gegner hatte die Königsindische Verteidigung gewählt. Torsten hatte immer alles im Griff und krönte seine gute Leistung mit Qualitätsopfer und Mattangriff.

An Brett 4, an dem Stefan Klein mit den weißen Steinen spielte, kam es zu einem Bauernendspiel. Die bessere Stellung des schwarzen Königs entschied dann die Partie zu Ungunsten von Stefan.

Volker Harms bekam hatte nach der Eröffnung mit einigen Drohungen gegen seine Rochade-Stellung zu kämpfen, als er einen Springer vertreiben wollte, übersah er einen Zwischenzug mit Damenangriff und verlor dadurch einen Bauern. Die Bauern tummelten sich auf allen vier Zentrumsfeldern. Die Partie war für Volker nicht mehr zu halten.

Nun war nur noch das Spitzenbrett mit Bernd Skalmowski dabei. Er hatte nach der Eröffnung eine gute Stellung erhalten. Hatte aber einen isolierten Bauern auf d5, der schließlich nicht mehr gehalten werden konnte. Er suchte sein Glück noch in einem Freibauern auf der b-Linie, den sein Gegner aber erfolgreich aufhalten konnte. Die Partie ging im 50. Zug verloren.

So kommt es nach diesem deutlichen Endergebnis von 2:6 wieder mal dazu, dass wir gegen den Abstieg kämpfen müssen.

Bernd Skalmowski

Ausschreibung Vereinsmeisterschaft 2020

Turniermodus:
Der Turniermodus ist abhängig von der Teilnehmerzahl, es wird darüber erst nach Ablauf der Anmeldefrist entschieden. Grundsätzlich wird die Vereinsmeisterschaft als Rundenturnier gespielt; das heißt, es spielt jeder einmal gegen jeden. Die möglichen Optionen werden von der Turnierordnung vorgegeben: Bei weniger als 14 Teilnehmern wird in nur einer Gruppe gespielt, ab 14 Teilnehmern wird in zwei Gruppen gespielt. Die Turnierrangfolge ergibt sich folgendermaßen:

1. Anzahl der erzielten Punkte
2. Sonneborn-Berger-Wertung
3. Direkter Vergleich

Bei Punktgleichheit um den 1. Platz werden zwei Entscheidungspartien um den Titel des Vereinsmeisters angesetzt.

Bedenkzeit:
Die Bedenkzeit für jeden Spieler beträgt 1 ½ Stunden für 40 Züge, danach 15 Min. für den Rest der Partie. Es gelten die üblichen FIDE-Turnierschachregeln mit Notationspflicht bis 5 Minuten vor Zeitkontrolle.

Terminplan:
Die Partien beginnen am ausgeschriebenen Spieltag um jeweils 20.00 Uhr. Wir beginnen mit der 1. Runde am 14.02.20. Auf der Vereinshomepage ist der vorläufige Terminplan zu sehen. Die Termine sind bislang aber noch unverbindlich, weil wir erst die genaue Teilnehmerzahl wissen müssen. .

Sonderregelung Jugendliche:
Bei Teilnahme eines Jugendlichen ist die Vorverlegung des Partiebeginns auf 19:00 Uhr möglich. Nach 2 Stunden Spielzeit kann ein Jugendlicher seine Partie abbrechen. Die Partie ist am nächstmöglichen Termin wieder aufzunehmen.

Anmeldung:
Die Auslosung der Paarungen findet am Freitag, den 07. Februar 2020 im Anschluss an die Jahreshauptversammlung statt. Dies ist zugleich der letztmögliche Termin, um sich persönlich anzumelden. Wer zur Auslosung nicht persönlich erscheint, hat die Möglichkeit, sich vorab bei mir anzumelden, entweder persönlich, telefonisch unter 04163-6585 oder per E-Mail an: bernd.skalmowski@freenet.de

Sonstiges:
Spielabsagen und / oder Spielverlegungen sind im Vorfeld sowohl dem Gegenspieler als auch dem Turnierleiter mitzuteilen. Die Karenzzeit bei unentschuldigtem Fehlen beträgt eine Stunde, danach ist die Partie für den Gegner kampflos gewonnen.
Mit der Anmeldung werden die Turnierregeln ausdrücklich anerkannt. Der Turnierleiter ist Schiedsrichter und entscheidet in Streitfällen endgültig. Die Anrufung weiterer Instanzen (z. B. des Vereinsvorstands) wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!

Bernd Skalmowski

Torsten Damm ist neuer Blitzmeister

Der neue Vereinsblitzmeister heißt Torsten Damm, der unsere Vereinsblitzmeisterschaft gestern Abend eindrucksvoll mit 13 aus 14 Punkten gewann. Es ist Torstens erster Titel bei den Schachfreunden Buxtehude, er spielt seit gut drei Monaten bei uns im Verein.

Insgesamt hatten wir acht Teilnehmer, das Turnier wurde doppelrundig ausgetragen. Auf Platz zwei liegt Ralf Schöngart mit 10 Punkten. Den dritten Platz teilen sich Thomas Kebsch und Bernd Skalmowski mit jeweils 8 Punkten. Sowohl Sonneborn-Berger wie auch der direkte Vergleich brachten keine eindeutige Entscheidung zwischen Platz 3 und 4.

Hier die Übersicht über alle weiteren Ergebnisse.

Abschied von Jürgen Domagalski

Mit großer Trauer mussten die Schachfreunde Buxtehude vom Ableben ihres Schachfreundes Jürgen Domagalski erfahren. Nach langer, schwerer Krankheit verstarb er am 28.11.2019 im Alter von 78 Jahren im Kreise seiner Familie.

Ich persönlich habe Doma – nur so wurde er von allen (sogar von sich selbst!) genannt – 1984 bei einer Simultanvorstellung von GM Dr. Helmut Pfleger im Buxtehuder Rathaus kennengelernt. Diese Veranstaltung war auch der Impuls für ihn, der Schachabteilung des TSV Buxtehude-Altkloster beizutreten. Als wir die Abteilung 1986 aus dem Gesamtverein herauslösten, gehörte Doma zu den Gründungsmitgliedern der Schachfreunde Buxtehude e.V. . Über lange Jahre war er ein zuverlässiges Vereinsmitglied, das sich nicht nur bei den Vereinsturnieren und den Mannschaftskämpfen engagierte, sondern auch in verschiedenen Positionen im Vorstand. Bis zuletzt bekleidete er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Und obwohl seine Gesundheit es ihm in den letzten Jahren nicht mehr erlaubte, aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen, wirkte er doch immer noch im Hintergrund. Zuletzt gestaltete er wieder einmal die tollen Tischaufsteller für die Offene Buxtehuder Stadtmeisterschaft.

Mir werden besonders unsere unzähligen Blitzpartien mit den dazugehörigen Sprüchen und Kommentaren in Erinnerung bleiben. Und auch den legendären „Druckbleistift“ als Geschenk für das Julklapp-Blitz werde ich nicht vergessen!

Alle Vereinsmitglieder übermitteln seiner Frau und seiner Familie ihr tief empfundenes Beileid und wünschen Kraft bei der Bewältigung dieses großen Verlustes.

Die Schachfreunde Buxtehude verlieren mit Doma einen wahren Schachfreund –  wer, wenn nicht er, hätte diesen Titel verdient!  Wir werden seine stets freundliche und fröhliche Art vermissen und ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Für den Vorstand

Ralf Schöngart